Mittwoch, 24. September 2014

Mein Leben, mein Weg, mein Tempo

Die sehr gute Nachricht zuerst: Die Waage war heute wieder gnädig und zeigte 76,8 kg an, so lass ich mir das doch gefallen! Und die nächste gute Nachricht, ich habe heute wieder 10 Kilometer geschafft -> zu laufen! Ich freue mich wie Bolle. Ich war zwar sehr langsam unterwegs, aber, man bedenke, ich bin ja auch im Moment nicht wirklich leistungsfähig und bin, obwohl es ja schon 14 Uhr war, auf nüchternem Almased-Magen unterwegs gewesen.

Mit einem mal hatte ich plötzlich mein neues Mantra im Kopf "Mein Leben, mein Weg, mein Tempo" und immer, wenn ich meinte, mein Tempo sei verdammt langsam, hab ich es mir ins Bewußtsein geholt. Die Beine waren schon etwas schwer von all der ungewohnten Belastung der letzten Tage, aber es ging und ich war am Ende sogar noch in der Lage, aus den ursprünglich geplanten 8 km, dann 9 km und dann sogar die 10 voll zu machen. Ich wusste, mit welchem Gefühl ich dann belohnt werden würde - und so war es auch: glücklich, grinsend, stolz (obwohl ich mich, unter uns gesagt, genauso über die 8 gelaufenen Kilometer gefreut hätte ;-)).

Mein Mantra könnte der Titel des Buches sein, das ich hoffentlich irgendwann dann doch mal schreiben werde. Es könnte auch die Inschrift meines Grabsteins sein, wobei hier noch "mein Ende" dran gehängt werden müsste. Wie auch immer, beim Laufen ist mir heute klar geworden, dass ich wirklich auf dem Weg in ein neues Leben bin, meinen Weg gehe und das in meinem Tempo. Dass ich nun durch das Burnout (bore out?) zwangsläufig entschleunigt wurde, ist nicht von der Hand zu weisen. Höchste Eisenbahn, den weiteren Weg zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Unterwegs fragte ich mich, ob ich die 8 Kilometer heute schaffe. Klar, denn ich weiß, dass man alles schafft, wenn man es wirklich will. So habe ich mir ins Gedächtnis geholt, dass ich bereits zweimal den Berlin Halbmarathon geschafft habe. Und um es mir selbst noch einmal vor Augen zu führen, hier die Fakten;: 17563 (W5202) Hansen, Marion..W45...867...02:17:03, das war das Ergebnis von 2013 und 2012 waren es 2:23 Stunden so hatte ich mich doch um ganze sechs Minuten verbessert. Das Wissen, 21 Kilometer zu können, hilft mir jetzt häufig, wenn ich zweifle.

Ich fange wieder an, ich bin wieder da. Ein schönes Gefühl!

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