Die zweite Woche nach der OP ist um und das einzige, was mir ein wenig zu schaffen macht ist mein etwas labiler Kreislauf. Gestern kurz durch den Supermarkt geflitzt, vom Bauch her kein Problem, aber der Kreislauf! Gerade mal ganz vorsichtig und langsam Fenster im Wohnzimmer geputzt und wieder an die Kreislaufgrenze gestoßen. Dennoch werde ich mich gleich ganz vorsichtig auf den Hometrainer setzen und die Beine ein wenig lockern, noch ein wenig Stabi-Training und vielleicht sogar noch ein kleiner Spaziergang (wobei ich im Moment wenig Lust hab, das Haus zu verlassen). Spätestens aber morgen früh ist er fällig, der Spaziergang.
Ich hab mich heute riesig gefreut, als ich eine Karte aus Mademoiselle Lenormands Kartenspiel als Tageskarte gezogen habe (jaaaa, ich bin eine Hexe!! *lach*), es war der Brief, also die freudige Nachricht, und darauf hin zielsicher zum Briefkasten gegangen bin und Post von meinem Chef darin fand! Sag mal einer, es gäbe nichts zwischen Himmel und Erde! Groß war die Freude über die liebe Genesungskarte und das beigefügte Buch, ein Spiegelbestseller, der mir die sportfreie Zeit, die mir sicher sehr schwer falle, versüßen möge! Unterzeichnet von Rektor, Konrektorin und bestem Hausmeister der Welt! Ich war wirklich sehr gerührt und freue mich nun schon umso mehr, meinen Dienst am Montag wieder aufzunehmen!
Des Weiteren stecke ich nun langsam aber sicher in der Planungsphase beim "Projekt 150 km Jakobsweg". Für alle Unwissenden: Ich habe im Laufforum die liebe Heike kennen gelernt, die bereits eine Etappe über den Jakobsweg hinter sich hat. Darüber sind wir mal zufällig ins Gespräch gekommen. Meine Begeisterung war groß, weil ich nämlich auch das heere Ziel habe, über den Jakobsweg zu pilgern (blödes, altmodisches und viel zu religiöses Wort!). Ja, ich gebe zu, Hape Kerkeling war daran nicht ganz unschuldig. Aber, ich bekenne mich ja öffentlich dazu, ein Esoteriker zu sein, und ich möchte einfach mal an meine Grenze gehen. Beim Laufen bin ich nämlich meistens ein Weichei, das nicht gut beißen kann, trotz großem Ehrgeiz, der sich aber leider irgendwie anders äußert, als in hartem Intervalltraining oder einem Schlusssprint an der Kotzgrenze.
Um es kurz zu machen: Ich werde also im April 2012 mit Heike 1 Woche über den Camino wandern und sehen, was da so alles passiert. Ich erhoffe mir davon unter anderem Demut und Dankbarkeit. Vermutlich werde ich dazu einen separaten Blog schreiben, oder ich werde Euch trotz "am Thema vorbei" hier damit behelligen. Mal sehen. Jedenfalls freu ich mich wie Bolle und werde als nächstes die Trekkingschuhe in Angriff nehmen, die ich ja bis dahin noch einlaufen muss. Der Pilgerpass ist beantragt und Heike endlich mal persönlich kennen lernen steht für den 10.10. an. Hach is das aufregend :-) ...
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
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Mittwoch, 31. August 2011
Sonntag, 21. August 2011
Nichts tun...
... fällt so schwer!
Ich hab immer gedacht, wenn ich mal nicht mehr arbeiten muss, fallen mir Millionen Dinge, die ich dann wohl tun würde. Gut, all die Dinge sind schon noch präsent, aber wenn man nichts tun darf, ist es dann auch nicht gut. Hier und da ein wenig kramen, ein wenig lesen, ein bisschen internetten, aber mehr ist auch nicht drin. Nur gut, dass das sehr schwüle Wetter auch nicht unbedingt Lust auf Laufen macht.
Als Dirk heute Vormittag allerdings von seiner 22 km Tour zurück gekommen ist, war ich schon ein wenig neidisch, aber da fing es ja auch erst richtig an mit der Schwüle. Jetzt lacht mich auf einmal der Crosstrainer an und der Hometrainer, welcher immer noch in unserem Wohnzimmer steht, will auch irgendwie bewegt werden. Is aba nich. Lediglich der Neuerwerb in Form unseres Doc Marquardt'schen Stabi-Trainers lädt zu einem Draufstellen ein. Immerhin etwas. Darf ich eigentlich im Sitzen ein paar Hanteln schwingen? Wohl eher nicht. Noch nicht. Ist ja auch noch keine Woche her, die OP. Und solange die Fäden noch nicht raus sind, werde ich wohl oder übel wirklich die Socken still halten müssen. Dabei geht es mir so gut. Würden nicht die Nähte hier und da mal ein klein wenig zwacken (vermutlich ein Zeichen der Heilung), würde ich behaupten, es wäre nie etwas gewesen. Schon wirklich seltsam, wie gut ich diesen Eingriff weg stecke, der ja doch nicht ganz ohne ist.
Der Fairness halber muss ich auch sagen, dass die Millionen Dinge, die ich tun würde, wenn..., sich auch darauf beziehen, nie wieder arbeiten zu müssen und jede Menge Geld zu haben, quasi, der Traum vom dicken Lottogewinn wäre wahr geworden. Außerdem bin ich in diesem Traum auch topfit und somit für allen sportlichen Schnickschnack zu haben. Ich glaube, als erstes würde ich mit dem Schatz nach Sylt fliegen, um dort ein Barfußläufchen am Strand zu machen. Jana besuchen und Tomatenbrot in Reiners Osteria futtern - ein herrlicher Gedanke. Wird es auf Sylt eigentlich auch mal schwül? Wohl eher nicht.
Und dann wäre da noch das Fohlen, welches ich mir kaufen würde und mit dem ich sehr viel Zeit verbringen würde, nach meinen morgendlichen Läufen versteht sich; das Mountainbike, mit dem ich durch die Wälder streifen würde, wenn mir nicht nach Laufen ist, das Wohnmobil, mit dem Dirk und ich überall hin fahren, wo wir gerade Lust drauf haben (den Smart auf dem Anhänger), wenn wir gerade mal nicht mit dem Flieger irgendwo in der Welt unterwegs sind, um schöne Fotos für die Homepage zu schießen...
Nein, von dem Haus mit dem Fitnessstudio und dem Schwimmbad mit der Sauna, nein, davon erzähle ich jetzt nichts, den Personaltrainer und die Köchin, die nur gesunde und schlank machende Dinge kocht, lasse ich auch weg. Auch berichte ich nicht weiter von dem Wintergarten und der Terrasse, wo ich gemütlich lesen würde, oder das Atelier, in dem ich meine Bilder male, wenn wir mal nicht die schönsten Fleckchen der Erde aufsuchen würden...
Na ja, träumen wird man ja noch dürfen, oder?
Außerdem..., wer kümmert sich um das Fohlen, wenn wir soviel unterwegs sind ;-)
Ich hab immer gedacht, wenn ich mal nicht mehr arbeiten muss, fallen mir Millionen Dinge, die ich dann wohl tun würde. Gut, all die Dinge sind schon noch präsent, aber wenn man nichts tun darf, ist es dann auch nicht gut. Hier und da ein wenig kramen, ein wenig lesen, ein bisschen internetten, aber mehr ist auch nicht drin. Nur gut, dass das sehr schwüle Wetter auch nicht unbedingt Lust auf Laufen macht.
Als Dirk heute Vormittag allerdings von seiner 22 km Tour zurück gekommen ist, war ich schon ein wenig neidisch, aber da fing es ja auch erst richtig an mit der Schwüle. Jetzt lacht mich auf einmal der Crosstrainer an und der Hometrainer, welcher immer noch in unserem Wohnzimmer steht, will auch irgendwie bewegt werden. Is aba nich. Lediglich der Neuerwerb in Form unseres Doc Marquardt'schen Stabi-Trainers lädt zu einem Draufstellen ein. Immerhin etwas. Darf ich eigentlich im Sitzen ein paar Hanteln schwingen? Wohl eher nicht. Noch nicht. Ist ja auch noch keine Woche her, die OP. Und solange die Fäden noch nicht raus sind, werde ich wohl oder übel wirklich die Socken still halten müssen. Dabei geht es mir so gut. Würden nicht die Nähte hier und da mal ein klein wenig zwacken (vermutlich ein Zeichen der Heilung), würde ich behaupten, es wäre nie etwas gewesen. Schon wirklich seltsam, wie gut ich diesen Eingriff weg stecke, der ja doch nicht ganz ohne ist.
Der Fairness halber muss ich auch sagen, dass die Millionen Dinge, die ich tun würde, wenn..., sich auch darauf beziehen, nie wieder arbeiten zu müssen und jede Menge Geld zu haben, quasi, der Traum vom dicken Lottogewinn wäre wahr geworden. Außerdem bin ich in diesem Traum auch topfit und somit für allen sportlichen Schnickschnack zu haben. Ich glaube, als erstes würde ich mit dem Schatz nach Sylt fliegen, um dort ein Barfußläufchen am Strand zu machen. Jana besuchen und Tomatenbrot in Reiners Osteria futtern - ein herrlicher Gedanke. Wird es auf Sylt eigentlich auch mal schwül? Wohl eher nicht.
Und dann wäre da noch das Fohlen, welches ich mir kaufen würde und mit dem ich sehr viel Zeit verbringen würde, nach meinen morgendlichen Läufen versteht sich; das Mountainbike, mit dem ich durch die Wälder streifen würde, wenn mir nicht nach Laufen ist, das Wohnmobil, mit dem Dirk und ich überall hin fahren, wo wir gerade Lust drauf haben (den Smart auf dem Anhänger), wenn wir gerade mal nicht mit dem Flieger irgendwo in der Welt unterwegs sind, um schöne Fotos für die Homepage zu schießen...
Nein, von dem Haus mit dem Fitnessstudio und dem Schwimmbad mit der Sauna, nein, davon erzähle ich jetzt nichts, den Personaltrainer und die Köchin, die nur gesunde und schlank machende Dinge kocht, lasse ich auch weg. Auch berichte ich nicht weiter von dem Wintergarten und der Terrasse, wo ich gemütlich lesen würde, oder das Atelier, in dem ich meine Bilder male, wenn wir mal nicht die schönsten Fleckchen der Erde aufsuchen würden...
Na ja, träumen wird man ja noch dürfen, oder?
Außerdem..., wer kümmert sich um das Fohlen, wenn wir soviel unterwegs sind ;-)
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