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Montag, 11. November 2019

10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich täglich näher und die Situation bei uns ist schon wesentlich entspannter. Als Lucky die kleine Lola zum ersten Mal geleckt hat, ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Das Eis war gebrochen und das nach nur einer Woche!

Natürlich toben die beiden ganz ordentlich miteinander, sogar so heftig, dass wir sie an zwei Abenden des Schlafzimmers verweisen mussten. Über die Betten, unter die Betten, heidewitzka was war da los! Es hörte sich teils bedrohlich an und an einschlafen war nicht zu denken. Also mussten die zwei kurzerhand vor die Tür. Aber dann wars auch gut.

Das Miteinander beim Spielen ist noch ein wenig zögerlich. Die kleine Lola scheint derweil in sich zu ruhen, sie ist eine super liebe Katze, die gerne mal mit sich alleine spielt und darüber auch schon mal einschläft, sie ist absolut niedlich. Lucky beobachtet sie tiefenentspannt und liegt meist in unmittelbarer Nähe, es scheint ihr zu gefallen, zuzusehen, wie sich die Kleine amüsiert.

Was mich jedoch noch ein wenig traurig macht, ist die Tatsache, dass Lucky noch nicht wieder zum Schmusen zu mir kommt. Heute morgen war sie ganz kurz auf meinem Bauch, hat sogar den Milchtritt gemacht und dabei geschnurrt, doch als Lola sich dann auch dazu legte, zwischen die Knie quasi, ist Lucky wieder aufgestanden und hat sich einen Meter weiter auf den Boden gelegt. Es fehlt mir so, dass meine Seelenkatze meine Nähe gerade nicht wirklich sucht, wo sie doch sonst morgens eine Stunde lang auf mir liegt und sich von mir streicheln und kuscheln lässt.  Ich kann nur hoffen, dass sie bald wieder ganz die Alte ist, denn ins Bett kommt sie auch nicht mehr für länger. Klein Lola schläft dagegen, wo sie gerade Lust hat, sie hat keinen festen Platz bis jetzt, außer über Tag auf der Kuscheldecke auf der Couch.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit den beiden Schätzen weitergeht und freue mich schon auf den Moment, wo sie irgendwann ineinandergekuschelt daliegen und sich gegenseitig das Fell lecken.

 
Die beiden spielen mit dem Karton

Lola auf der Lieblingsdecke

Lola schaut mir zu, wie ich einen Blogpost schreibe.

Lucky ist neugierig, was Lola so macht.
Bei dem Foto hab ich dummerweise gesehen, wie schmutzig meine Fenster sind... 

 Deshalb bin ich direkt mal aktiv geworden.
Aber, mit Katzen ist es schon schwierig, das Putzen ;-)


 


Donnerstag, 7. November 2019

Katzenzusammenführungsurlaub

Uiuiui, bei uns ist gerade einiges los! Wir haben am Freitag, dem 1.11.19, ein zweites Kätzchen aus Hamburg zu uns geholt. Die kleine Lola stellt also nun unser und vor allem Luckys Leben etwas auf den Kopf. Die beiden haben den selben Vater, einen sehr hübschen Neva Masquarade (sibirische Waldkatze) Kater, der genauso aussieht wie Lucky. Lucky hat eine British Longhair Mutter, hingegen Lola eine British Kurzhaar Mami. Lola sieht genauso aus wie ihre Mutter, was die beiden Katzen toll unterschiedlich macht.

Bereits ab dem ersten Moment hat Lucky gespürt, dass etwas nicht stimmt, als wir mit der kleinen Lola angekommen sind. Der Versuch, Lola zunächst die Nacht über zum Runterkommen ins Gästezimmer zu "sperren" ist kläglich gescheitert, das Gemaunze war zu heftig. Stattdessen waren wir also gezwungen, die beiden ins kalte Wasser zu schubsen und aufeinander loszulassen. Lucky war sichtlich angespannt und Lola hoppste mehr oder weniger direkt in mein Bett und legte sich mitten auf mein Kopfkissen. Lucky hat das Schlafzimmer nicht mehr betreten, lag aber demonstrativ vor der weit offenen Tür.

Seit Montag bin ich nun also im Katzenerziehungsurlaub. Und allmählich bekomme ich einen Katzen-Buden-Koller. Es ist gar nicht so einfach, zwei so unterschiedlich alte und unterschiedlich große Katzen zusammenzuführen, vor allem, wenn die eine seit eineinhalb Jahren die über alles geliebte Prinzessin im Haus war und die andere so zart, klein und hilflos wie ein Baby ist, das man gerade seinen Geschwister und Eltern entführt hat. Man will ja beiden gerecht werden und das zehrt ganz schön an den Nerven.

Lucky will mit der Kleinen spielen, aber wenn sich die 3,7 kg schwere Katze auf ein 900 Gramm Kätzchen stürzt, sieht das nicht wirklich lustig aus. Die kleine Lola ist demnach einerseits sehr ängstlich und knurrt wie ein Hund, wenn Lucky sie gerade mal wieder eingefangen hat, anderseits aber irgendwie auch cool, neugierig und wiederum doch mutig. Heute lag sie tatsächlich auf Luckys Platz auf dem Kratzbaum und hat sich nicht irritieren lassen, als Lucky auch hoch gesprungen ist. Leider leider hatte ich in dem recht kurzen Moment kein Handy zur Hand, um diesen schönen Augenblick festzuhalten, wo sie nebeneinander aus dem Fenster schauten.

Lola schläft sehr viel, wie man es von Babys eben kennt. Wenn sie weiter so gut frisst, wird sie sicher schnell kräfiger werden und Lucky bestimmt bald eine gute Spielgefährtin und Mitbewohnerin sein. Denn aus diesem Grund haben wir sie schließlich angeschafft, damit Lucky nicht länger eine einsame Wohnungskatze bleibt. Sie hat zwei Tage nicht mehr geschnurrt und hat auch erst dann wieder ein großes Geschäft gemacht, das war schon irgendwie erschreckend. Sie schien permanent in einer Art "Hab-Acht-Stellung" zu sein, die arme.

Nachdem Lucky Montagmorgen zu unserem Entsetzen im Eifer des Gefechts die kleine Lola die Treppe hinab geschubst hat (wir haben leider von oben bis unten eine offene Treppe im Haus), habe ich kurzerhand Rescue Tropfen* besorgt. Irgendwie standen wir wohl alle unter Schock. Die Katzen haben sich  die Tropfen bereitwillig in den Mund spritzen lassen und ich hatte wirklich den Eindruck, dass sie danach etwas entspannter waren. Die kleine Lola hat dennoch erstmal ein Kissen auf der Couch pepieselt. Inzwischen ist außerdem der Feliway Classic Zerstäuber* gekommen, der ebenfalls für Wohlbefinden bei den Katzen sorgen soll, in dem er Pheromone ausstößt. Die gefährlichsten beiden Stellen an der Treppe haben wir auf zwei Etagen jetzt durch Paneele dicht gemacht.

Heute ist schon Donnerstag, morgen ist die Kleine also eine Woche bei uns. Die Entwicklung wird täglich besser, sie kommen sich immer näher und am Morgen hat Lucky sogar Lolas Po geleckt, was ein wunderbar gutes Zeichen ist. Endlich! Okay, sie fängt und beißt sie auch, so dass man meinen könnte, Lola wäre eher eine Maus für sie.

Lucky hat auch längst wieder ihr großes Geschäft erledigt und Schnurren tut sie auch wieder, wenn auch nur in seltenen Momenten. In meinem Bett ist sie gestern auch wieder gewesen, leider nur für etwa zwei Minuten, in der ich sie gestreichelt habe, was sie mit einem Schnurren honorierte. Ich war so glücklich darüber, dass es mir die Tränen in die Augen trieb. Ich möchte nur, dass Lucky einen Vorteil durch Lola hat und sich weiterhin so geliebt fühlt, wie vorher. Sie ist doch schließlich meine Seelenkatze und mein großer Schatz! Ich muss dazu erklären, dass Lucky und ich jeden Morgen fast eine Stunde zusammen auf der Couch kuscheln, bevor ich in den Tag starte. Ja, deswegen stehe ich tatsächlich eine Stunde früher auf. Und das, seitdem sie bei uns ist! Ich warte gespannt auf den Tag, an dem sie das wieder tut, vielleicht liegen dann ja sogar beide Katzen auf meinem Bauch, ich fände es jedenfalls wunderschön!

Inzwischen habe ich das Haus auch schon für eine gewisse Zeit verlassen und alles hat gut funktioniert. Gestern musste ich einfach mal eine Runde spazieren gehen, mir fiel die Decke aber sowas von auf den Kopf. Und Montag muss ich ja auch wieder arbeiten gehen. Inzwischen bin ich mir sicher, dass das kein Problem ist. Es bleibt spannend, wie sich die beiden weiter anfreunden werden. Ich halte euch auf dem Laufenden ;-).

Die Katzenmama

PS: Und jetzt gibts noch ein paar Bilder für euch :-)

 Willkommen im Katzenspielzeugparadies bei Hansen's

Lucky folgt Lola auf Schritt und Tritt

Sachte Annäherung

 Lola auf dem Tisch

Lucky (oder Fuchur) auf dem Tisch


*bei von mir erwähnten Markennamen handelt es sich ausschließlich um unbezahlte Werbung.

Sonntag, 3. Februar 2019

Sweet Lucky

Das ist sie, unsere süße Lucky, die beste Katze der Welt ;-). Das Lucky-Projekt ist voll aufgegangen  sie ist wirklich ein absoluter Glücklich-Macher und wir sind jeden Tag aufs Neue in sie verliebt. Sie ist einfach wunderbar, wunderschön und eine absolute Kuschelkatze, die nahezu alles mit sich machen läßt. Wir sind so froh, dass wir uns dazu entschlossen haben, sie zu nehmen und möchten sie für kein Geld der Welt wieder hergeben. Inzwischen wiegt sie 3 Kilo und ist immer noch recht klein unter ihrem gigantischen Fell, das wir inzwischen ein wenig gedünnt haben an verschiedenen Stellen, weil es einfach zu viel ist. Schließlich muss sie ja nicht nach draußen. Sie ist übrigens ein Mix aus Neva Masquarade (sibirische Waldkatze) und British Longhair. Sie ist jetzt 10 Monate alt (*18.04.2018) und kann auch schon mal ein kleiner Teufel sein, der gerne an unserem Lampenschirm über dem Esstisch hängt. Aber so sind sie halt, die lieben Kätzchen - alles andere wäre auch langweilig ;-). Ich weiß nicht, wie oft es passiert, dass ich mich dabei erwische, dass ich breit grinse und lächle, wenn ich ihr beim  Putzen oder Schlafen zusehe. Selten hab ich mich so in meiner Mitte gefühlt, wie aktuell und dazu trägt die Süße täglich bei. Danke Lucky :-*









Sonntag, 20. Mai 2018

Das Lucky-Projekt

Tatsächlich fühle ich mich ein wenig an meine Schwangerschaft erinnert. Damals, als es noch kein Internet gab, um alle must-haves fürs Baby zu besorgen, ging man noch in Fachgeschäfte. Heute ist es leichter. Seit Tagen sitze ich am Rechner und google Kratzbäume, Katzentoiletten und was man sonst noch glaubt zu brauchen für die neue kleine Mitbewohnerin in spe. Natürlich war ich unlängst im Fachgeschäft und konnte es mir nicht verkneifen, ein erstes Spielzeug für die kleine Mietze mitzunehmen.

Lucky's erstes Spielzeug

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, obwohl eigentlich noch vier Wochen Zeit wären. Aber meine Vorfreude ist einfach riesig, ich kann es kaum erwarten (in etwa so, wie die furchtbaren 9 Monate lang abzuwarten, als ich erfahren habe, dass ich schwanger war). Genau wie damals, bereite ich das Nest vor und treffe Vorkehrungen im Haus - Lucky bekommt ihr eigenes Zimmer, klar, unsere Jungs sind aus dem Haus und wir haben schließlich Zimmer genug.

Die Spielkameraden warten schon ;-)

So lange schon wünsche ich mir wieder eine Katze im Haus und so lange habe ich entbehrt, weil Dirk (zu Recht?) keine derartige Verpflichtung eingehen wollte. So ein Tier stellt man schließlich nicht in die Ecke, wenn man in Urlaub fährt oder ein verlängertes Wochenende spontan zur See möchte. Auch ist es nicht wirklich möglich, den kleinen Scheißer einfach mal so mitzunehmen. Warum jetzt dieser Sinneswandel? Okay, ich gebe zu, ich habe ihn ein wenig vor vollendete Tatsachen gestellt und ja, ich wollte es einfach unbedingt, wohl auch, weil ich eben viel alleine zu Hause bin. Nicht zuletzt hat der Zufall mitgeholfen, so dass wir uns nun auf Lucky (die kleine Graue) freuen, die am 25.06.2018 bei uns einziehen wird.






Lucky, zu deutsch "glücklich", zeigt jetzt schon Wirkung bei mir. Durch den Tod meines Schwiegervaters am 6. Mai und der vorangegangen Umstände, stand unser Leben wochenlang ziemlich Kopf. Die Folge war eine heftige depressive Erschöpfung bei mir und eine Leere, die mich wieder alles Mögliche in Frage stellen ließ. Unsere Internet-Lauf-Freundin Sabine und der Zufall führten mich zu Lucky und das uneingeschränkte Schwärmen von Sabine, die einen Kater aus dem vorherigen Wurf besitzt, überzeugte auch Dirk recht schnell, dass diese (Wohnungs-)Katze für uns und unsere Umstände genau die richtige zu sein scheint. Und nun haben wir ein neues Projekt, das Lucky-Projekt. Einziger Wehrmutstropfen -> wir müssen sie in Hamburg abholen. Aber was tut man nicht alles für so einen kleinen Seelentröster?

Um es kurz zu machen: Wir freuen uns riesig. Bevor wir Lucky abholen, werden wir noch einen wunderbaren Urlaub in Südengland vor der Brust haben und so werden die nächsten Wochen verfliegen wie nichts, auch wenn es da noch die ein oder andere unangenehme Sache gibt, die wir noch hinter uns bringen müssen. Aber so ist das Leben, mal macht es uns traurig, mal glücklich und manchmal überschneiden sich die Ereignisse, so wie jetzt.

Montag, 11. Februar 2013

Zu Django und Tarzan nach Hamburg

Es stand noch aus, unser Hochzeitstagsreisewochenende von 2012 und dafür entschieden wir uns an Silvester zu einem Musical-Besuch nach Hamburg, der Stadt, die immer eine Reise wert ist, egal zu welcher Jahreszeit (genau wie Berlin ;-)). Freitagmorgen ging es kurz vor 11 Uhr los und wir kamen ohne Verkehrsprobleme entspannt in St. Pauli an, wo wir mitten im Herzen des Kiez im Hotel Holiday Inn Express für drei Nächte einquartiert waren. Gleich nach dem wir das Zimmer bezogen hatten, ging es auch schon wieder raus, um ein Paar Querstraßen weiter das kleine Studio-Kino zu besuchen, wo wir uns Django unchained angesehen haben. Wieder ein sehr toller Film mit einem genialen Christoph Waltz; für Tarantino-Fans ohnehin ein absolutes Muss - wir waren ziemlich begeistert! Danach ging es erst mal zum Essen zum Thailänder auf den Kiez. Hier saßen und aßen wir vor zwei Jahren mit diversen "Ladies", als wir unerwartet das Vergnügen hatten, zufällig den CSD in Hamburg auf unserer Durchreise mit zu erleben. Rund um den Hans Albers Platz beobachteten wir das noch unspektakuläre Treiben der Bordsteinschwälbchen, die sich ihre süßen Hintern abfroren und auf sehr penetrante Weise immer wieder teils sehr genervte Männer ansprachen. Ein erstes Astra tranken wir in der HSV-Supporter-Hochburg, der "Tankstelle", weiter gings ins Albers-Eck mit Jägermeister-Cola und sehr !!! guter !!! 80er Jahre Musik, bis wir im Murphys Irish Pub bei Live-Musik ein Absacker-Kilkenny tranken. Hier hätten wir locker versacken können, doch schließlich wollten wir am nächsten Tag laufen und mit allzu viel Alkohol im Blut geht das nicht wirklich gut. Es reichte immerhin für einen recht dicken Schädel bei mir am nächsten Morgen, was vermutlich aber auch an den nicht rauchfreien Kneipen lag - unsere Klamotten stanken wirklich abartig!

Nach einer Dusche, einem Frühstück und einer Aspirin gings mir dann aber wieder gut und so konnte ich ohne Probleme meinen Lauf antreten. Geplant war eine Runde am Moorfleet; das ist da, wo das Stubbe-Haus steht, wie wir schnell bei google heraus fanden. Leider war die geplante Streckenhälfte auf der anderen Seite des Moorfleets nicht so schön, wie vermutet. Trotz des Deiches (auf dem man nicht laufen konnte) und der Nähe eines Seitenarms der Elbe, konnte man diese nicht sehen und lief mehr oder weniger in einem grünen Tunnel. Dort unter der Autobahnbrücke verlor mich auch der Satellit, so dass meine Laufaufzeichung ziemlich konfuse Werte zeigte und aus den geplanten 10 km irrtümlich dadurch nur 9 km wurden. Egal, es war trotzdem schön und die frische Luft hat sehr gut getan!

Wir schauten in der oben erwähnten Tankstelle das Spiel vom HSV (4 !! Tore) gegen den BVB (leider nur 1 Tor :-)) an (sehr geil!), aßen später an der Davidwache eine Currywurst und entschieden uns, den Weg in die Speicherstadt zum Miniatur-Wunderland komplett zu Fuß zu gehen. Das war ein schönes Auslaufen für die Beine und zum Auslüften unserer Jacken wars ebenfalls gut. An den Landungsbrücken war wie immer, wenn gerade die Sonne unter geht, diese wunderschöne Industrieromantik-Stimmung. Lange warten mussten wir diesmal nicht, dennoch war das Miniatur-Wunderland auch nach 19 Uhr immer noch gut besucht, wenn auch kein Vergleich zum Tagesbetrieb. Wir kamen überall recht gut ran und staunten erneut über die faszinierenden Details und der für uns dort neu erbauten Schweiz, die gabs beim letzten Besuch vor einigen Jahren noch nicht. Auch der neue Flughafen zog mit vielen Raffinessen die Aufmerksamkeit von Groß und Klein auf sich. Immer wieder sind wir von dieser Detailliebe und Realitätsnähe absolut beeindruckt! - Eine Fischplatte für Zwei mit lecker Rotwein  beim Spanier rundete unseren zweiten Abend in Hamburg ab. In der Scheune, einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt, gabs noch einen Absacker, bevor ich todmüde ins Bett fiel.

Unser Hotel scheint wegen seiner Lage sehr beliebt zu sein, es war daher beim Frühstück leider sehr voll. Wieder habe ich feststellen müssen, dass der Kaffee in Hamburgs Hotels nicht wirklich gut ist - oder liegt es an meiner Dark-Senseo-verwöhnten Zunge, die Kaffee liebt, je stärker er ist? Filterkaffee geht irgendwie gar nicht mehr. - Zum Laufen fuhren wir später an die Elbe. In etwa auf Höhe Övelgönne starteten wir am Elbweg unseren Lauf, der leider von vielen, vielen anderen Fußgängern und Läufern ebenfalls aufgesucht wurde. Klar, es war Sonntagmittag, die Sonne schien - was macht man da in Hamburg? An der Elbe spazieren, logisch. Schlimm wird es, wenn Fussgänger andere Fussgänger überholen, ein Läufer oder Radfahrer entgegen kommt, der wiederum Fussgänger auf seiner Seite des Weges überholt. So wurden die 7 km in Richtung Blankenese zu einem Slalomlauf mit der Sonne im Rücken, was mich ordentlich ins Schwitzen brachte. Nach 7 Kilometern in Blankenese, am höchsten Punkt angekommen, entschied ich mich, den Rückweg anzutreten. Dazu musste ich erstmal eine 40 Meter hohe Treppe erklimmen, die mir buchstäblich den Atem raubte. Oben ankommen war die Sonne weg und der kalte Ostwind pfiff mir von vorne entgegen. Verschwitzt wie ich war, war das wirklich fies kalt. Aber nützt ja alles nichts, ich musste jetzt noch 8 Kilometer über die Elbchaussee zurück. An den vielen tollen Villen entlang des Weges konnte ich mich nur bedingt erfreuen, da ich doch größtenteils auf den Weg achten mussten, der von unterschiedlicher Beschaffenheit war und außerdem teils von parkenden Autos zugestellt war. Auch diese Runde erwies sich mit sehr kritischem Mary-Blick betrachtet nicht als wirklich schön, aber was solls - jeder Kilometer ist ein guter Kilometer ;-).

Im Brauhaus Blockbräu stärkten wir uns, bevor es zur neuen Flora mit der S-Bahn zu Tarzan ging. Hier gabs zum Einstimmen einen Cocktail (diese Sauferei muss unbedingt wieder aufhören!). Unsere Plätze in Reihe 16 waren wirklich gut gewählt - die Affen schwangen direkt über unseren Köpfen und turnten unmittelbar in der Reihe vor uns umher. Musical quasi zum fast Anfassen und durch den ganzen Saal - sehr schön! Die allseits doch bekannte Geschichte um das Findelkind Tarzan, das bei Gorillas aufwächst und sich später in die schöne Jane verliebt, war sehr toll inszeniert. Doch, ich musste mir auch das ein oder andere Tränchen verdrücken, auch wenn mich das Musical jetzt insofern nicht vom Hocker gehauen hat. Es war schön, es hat sich absolut gelohnt, aber ein zweites Mal müsste ich es nicht sehen. Das ist so mein persönlicher Bewertungsmesser. Auf dem Rückweg kehrten wir abermals im Blockbräu ein, denn so ein kleines Hüngerchen kam dann doch noch mal auf und das selbstgebraute Bier war wirklich sehr süffig. Zwei Bier, zwei Cocktails, 15 Kilometer gelaufen und jede Menge frische Luft gehabt - gute Nacht Marion, dann schlaf mal schön.

Heute gings dann wieder nach Hause, sehr wenig Verkehr und viel Sonnenschein begleiten uns unterwegs. Ein wirklich sehr schönes Hamburg-Wochenende ist damit zu Ende. Und morgen hab ich noch frei, während Dirk beruflich schon wieder mit Sven nach Stuttgart gefahren ist. Ich werde sicher eine kleine Runde laufen und außerdem sehr viel nichts tun! Ich freu mich drauf :-).

Foto-Lauf-Story:


















































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