Nachdem ich heute für 2 Minuten Zahnarzt (alles super, Frau Hansen!) ganze 40 Minuten mit dem Auto gefahren bin (vielleicht sollte ich mir doch mal einen neuen Zahnarzt in unserer Nähe suchen), bin ich noch ne Runde durch den heimischen Herbstwald spaziert, um die neuen Trekkingschuhe für den Camino einzuweihen. Die Jack Wolfskin Freiheit* leider nicht gespürt, vielleicht lags an meiner Fjäll Räven Jacke.
Abertausende von Läufer kamen mir derweil entgegen und mein Herz blutete und die Füße zuckten. "Hey, normalerweise laufe ich auch immer hier!", hätte ich denen am liebsten entgegen gerufen. Mit gesenktem Haupt und mich in meiner Haut unwohl fühlend (obwohl ich auf die Walking-Stöcke gezielt verzichtet hatte) bin ich auf 3 km in knapp 30 Minuten gekommen.
Noch 2 Wochen, dann darf ich auch wieder. Unglaublich, dass schon 4 Wochen vergangen sind, in denen ich nicht gelaufen bin. Mein letzter Lauf, der Womens Run in Köln, kommt mir vor, als wärs am Wochenende gewesen.
* Schöner Song von "The Walkabouts, Devil in the details"
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Posts mit dem Label Läufer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Läufer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 14. September 2011
Mittwoch, 24. August 2011
Das Lesen schlauer Bücher...
... macht nicht schneller! Hört, hört!!
Diese überaus weise Aussage, die man mir provokanterweise im Laufforum zukommen ließ, veranlasst mich, ein paar Zeilen dazu zu schreiben, bezog sich das gewiss auf unsere neue Laufbibel.
Ich habe in meinem Leben schon viele "schlaue" Bücher zu allen möglichen Themen gelesen, meistens gings ums Abnehmen und um Ernährung im Ganzen. Neuerdings gehts in den Büchern vermehrt ums Laufen. Weder haben mich die Diätbücher dünner gemacht, noch die Laufbücher schneller. Aber eins haben sie mit Sicherheit alle gemeinsam bewirkt: Sie haben meine Motivation beeinflusst. Positiv beeinflusst, wenn auch teilweise nur kurzfristig. Des Weiteren haben sie mein Wissen ergänzt, vervollständigt und mich nicht zuletzt schlicht und einfach eben "schlauer" gemacht, was man auch von einem schlauen Buch eben so erwartet. Wenn man weiß, wie gewisse Dinge funktionieren und warum sie so funktionieren, wie sie funktionieren, finde ich das toll. Ich bin eben ein Mensch, der gerne weiß, was warum passiert und sich das gerne von Fachleuten erklären läßt. Gut, manche Zeitgenossen sind einfach nur zu gut, die stehen ohnehin über allem drüber und wissen sowieso alles besser, Erfahrung hin oder her...
Ich erwarte vom Lesen eines Laufbuchs nicht, dass es mich schneller macht. Das erwarte ich maximal beim Umsetzen eines Trainingsplans mit einem gewissen Ziel vor Augen. Hier liegt die Betonung auf Umsetzung. Genauso verhält es sich bei der Ernährung; letztendlich bin ich diejenige, die mir etwas Essbares in meinen Mund steckt oder nicht. Dann ist es allerdings gut zu wissen, was das, was ich mir da in den Mund stecke, in meinem Körper, speziell auf meinen Hüften, bewirkt.
Das Lesen schlauer Bücher und Fachzeitschriften* hat somit für mich in erster Linie den Sinn, mich bei der Stange zu halten, mich zu motivieren, weiter zu machen und mein Wissen zu komplettieren. Wenn ich nebenbei irgendwas dadurch besser mache, umso schöner. Aber nichtsdestotrotz liegt die Umsetzung allen Wissens letztendlich nur an mir. Somit bestätigt sich die Aussage, dass das Lesen schlauer Bücher nicht schneller macht. Aber, soweit waren wir ja schon.
Und mal ganz nebenbei gefragt: Wer hat eigentlich gesagt, dass ich schneller werden will? Die Zeiten, als mein Vater gerne eine zweite Ulrike Nasse-Meyfarth aus mir gemacht hätte, sind längst vorbei. Ich bin 43 Jahre alt und werde sicher keine Goldmedaille mehr gewinnen. Mit meinen Zeiten bin ich mal mehr, mal weniger zufrieden, vermutlich wie jeder andere Läufer auch. Ich laufe die 10 km auf 64 Minuten. Ich finde das gar nicht sooo übel. Klar, es gibt immer welche, die unter gleichen Bedingungen schneller sind (wie viele aber sind dazu erst gar nicht in der Lage?!). Und was habe ich davon? Ich setze mich unter Druck, mache mir das Leben schwer, nur um unzufrieden zu sein! Ne, die Zeiten sind durch. Ich laufe nur noch, um fit zu bleiben, um Spaß zu haben. Ich nehme an Wettkämpfen teil, weil ich Ziele brauche, die meine Motivation aufrecht halten. Ich plane im April die Teilnahme am Halbmarathon in Berlin und das just for fun. Mein Ziel: Dabei sein und ankommen. Ein Marathon ist für mich weiterhin undenkbar, wenn auch sicher eine tolle Vorstellung! Die 10 km sub 60 zu laufen, ja, die schwirren vielleicht noch in meinem Kopf rum, aber ehrlich gesagt, ob ich die in 60 oder in 64 Minuten laufen kann, ist doch eigentlich Jacke wie Hose.
Na ja, lesen ist eben nicht jedermanns Sache. Der eine tuts, der andere nicht.
Mir hats zumindest noch nie geschadet.
* Hatte ich bereits erwähnt, dass eine in unserem WC liegende Laufzeitschrift, die mein Mann dort "vergessen hatte" meinen Wiedereinstieg zum Laufen bewirkte? Beim Durchlesen und -Blättern, machte es bei mir irgendwann wieder Klick! Das ist jetzt über drei Jahre her; der Unordnung meines Mannes sei Dank - ausnahmsweise aber nur!
Diese überaus weise Aussage, die man mir provokanterweise im Laufforum zukommen ließ, veranlasst mich, ein paar Zeilen dazu zu schreiben, bezog sich das gewiss auf unsere neue Laufbibel.
Ich habe in meinem Leben schon viele "schlaue" Bücher zu allen möglichen Themen gelesen, meistens gings ums Abnehmen und um Ernährung im Ganzen. Neuerdings gehts in den Büchern vermehrt ums Laufen. Weder haben mich die Diätbücher dünner gemacht, noch die Laufbücher schneller. Aber eins haben sie mit Sicherheit alle gemeinsam bewirkt: Sie haben meine Motivation beeinflusst. Positiv beeinflusst, wenn auch teilweise nur kurzfristig. Des Weiteren haben sie mein Wissen ergänzt, vervollständigt und mich nicht zuletzt schlicht und einfach eben "schlauer" gemacht, was man auch von einem schlauen Buch eben so erwartet. Wenn man weiß, wie gewisse Dinge funktionieren und warum sie so funktionieren, wie sie funktionieren, finde ich das toll. Ich bin eben ein Mensch, der gerne weiß, was warum passiert und sich das gerne von Fachleuten erklären läßt. Gut, manche Zeitgenossen sind einfach nur zu gut, die stehen ohnehin über allem drüber und wissen sowieso alles besser, Erfahrung hin oder her...
Ich erwarte vom Lesen eines Laufbuchs nicht, dass es mich schneller macht. Das erwarte ich maximal beim Umsetzen eines Trainingsplans mit einem gewissen Ziel vor Augen. Hier liegt die Betonung auf Umsetzung. Genauso verhält es sich bei der Ernährung; letztendlich bin ich diejenige, die mir etwas Essbares in meinen Mund steckt oder nicht. Dann ist es allerdings gut zu wissen, was das, was ich mir da in den Mund stecke, in meinem Körper, speziell auf meinen Hüften, bewirkt.
Das Lesen schlauer Bücher und Fachzeitschriften* hat somit für mich in erster Linie den Sinn, mich bei der Stange zu halten, mich zu motivieren, weiter zu machen und mein Wissen zu komplettieren. Wenn ich nebenbei irgendwas dadurch besser mache, umso schöner. Aber nichtsdestotrotz liegt die Umsetzung allen Wissens letztendlich nur an mir. Somit bestätigt sich die Aussage, dass das Lesen schlauer Bücher nicht schneller macht. Aber, soweit waren wir ja schon.
Und mal ganz nebenbei gefragt: Wer hat eigentlich gesagt, dass ich schneller werden will? Die Zeiten, als mein Vater gerne eine zweite Ulrike Nasse-Meyfarth aus mir gemacht hätte, sind längst vorbei. Ich bin 43 Jahre alt und werde sicher keine Goldmedaille mehr gewinnen. Mit meinen Zeiten bin ich mal mehr, mal weniger zufrieden, vermutlich wie jeder andere Läufer auch. Ich laufe die 10 km auf 64 Minuten. Ich finde das gar nicht sooo übel. Klar, es gibt immer welche, die unter gleichen Bedingungen schneller sind (wie viele aber sind dazu erst gar nicht in der Lage?!). Und was habe ich davon? Ich setze mich unter Druck, mache mir das Leben schwer, nur um unzufrieden zu sein! Ne, die Zeiten sind durch. Ich laufe nur noch, um fit zu bleiben, um Spaß zu haben. Ich nehme an Wettkämpfen teil, weil ich Ziele brauche, die meine Motivation aufrecht halten. Ich plane im April die Teilnahme am Halbmarathon in Berlin und das just for fun. Mein Ziel: Dabei sein und ankommen. Ein Marathon ist für mich weiterhin undenkbar, wenn auch sicher eine tolle Vorstellung! Die 10 km sub 60 zu laufen, ja, die schwirren vielleicht noch in meinem Kopf rum, aber ehrlich gesagt, ob ich die in 60 oder in 64 Minuten laufen kann, ist doch eigentlich Jacke wie Hose.
Na ja, lesen ist eben nicht jedermanns Sache. Der eine tuts, der andere nicht.
Mir hats zumindest noch nie geschadet.
* Hatte ich bereits erwähnt, dass eine in unserem WC liegende Laufzeitschrift, die mein Mann dort "vergessen hatte" meinen Wiedereinstieg zum Laufen bewirkte? Beim Durchlesen und -Blättern, machte es bei mir irgendwann wieder Klick! Das ist jetzt über drei Jahre her; der Unordnung meines Mannes sei Dank - ausnahmsweise aber nur!
Abonnieren
Posts (Atom)
10 Tage-Fazit
Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...
-
"Hhhhmmmm, is das lecker!" - diesen Ausspruch hab ich heute Mittag während des Essens mindestens 3 x gebracht. Üblicherweise hab i...
-
Seit dem ich vor mehr als hundert Jahren mal kurzweilig im Einzelhandel tätig war, weiß ich ein Wochenende wirklich mehr als zu schätzen. Me...
-
Das Beste zuerst: Meine Knieschmerzen sind bis heute nicht mehr aufgetreten. Gestern war ich zwar noch bei dem verordneten MRT, aber ich geh...