Montag, 11. Februar 2013

Zu Django und Tarzan nach Hamburg

Es stand noch aus, unser Hochzeitstagsreisewochenende von 2012 und dafür entschieden wir uns an Silvester zu einem Musical-Besuch nach Hamburg, der Stadt, die immer eine Reise wert ist, egal zu welcher Jahreszeit (genau wie Berlin ;-)). Freitagmorgen ging es kurz vor 11 Uhr los und wir kamen ohne Verkehrsprobleme entspannt in St. Pauli an, wo wir mitten im Herzen des Kiez im Hotel Holiday Inn Express für drei Nächte einquartiert waren. Gleich nach dem wir das Zimmer bezogen hatten, ging es auch schon wieder raus, um ein Paar Querstraßen weiter das kleine Studio-Kino zu besuchen, wo wir uns Django unchained angesehen haben. Wieder ein sehr toller Film mit einem genialen Christoph Waltz; für Tarantino-Fans ohnehin ein absolutes Muss - wir waren ziemlich begeistert! Danach ging es erst mal zum Essen zum Thailänder auf den Kiez. Hier saßen und aßen wir vor zwei Jahren mit diversen "Ladies", als wir unerwartet das Vergnügen hatten, zufällig den CSD in Hamburg auf unserer Durchreise mit zu erleben. Rund um den Hans Albers Platz beobachteten wir das noch unspektakuläre Treiben der Bordsteinschwälbchen, die sich ihre süßen Hintern abfroren und auf sehr penetrante Weise immer wieder teils sehr genervte Männer ansprachen. Ein erstes Astra tranken wir in der HSV-Supporter-Hochburg, der "Tankstelle", weiter gings ins Albers-Eck mit Jägermeister-Cola und sehr !!! guter !!! 80er Jahre Musik, bis wir im Murphys Irish Pub bei Live-Musik ein Absacker-Kilkenny tranken. Hier hätten wir locker versacken können, doch schließlich wollten wir am nächsten Tag laufen und mit allzu viel Alkohol im Blut geht das nicht wirklich gut. Es reichte immerhin für einen recht dicken Schädel bei mir am nächsten Morgen, was vermutlich aber auch an den nicht rauchfreien Kneipen lag - unsere Klamotten stanken wirklich abartig!

Nach einer Dusche, einem Frühstück und einer Aspirin gings mir dann aber wieder gut und so konnte ich ohne Probleme meinen Lauf antreten. Geplant war eine Runde am Moorfleet; das ist da, wo das Stubbe-Haus steht, wie wir schnell bei google heraus fanden. Leider war die geplante Streckenhälfte auf der anderen Seite des Moorfleets nicht so schön, wie vermutet. Trotz des Deiches (auf dem man nicht laufen konnte) und der Nähe eines Seitenarms der Elbe, konnte man diese nicht sehen und lief mehr oder weniger in einem grünen Tunnel. Dort unter der Autobahnbrücke verlor mich auch der Satellit, so dass meine Laufaufzeichung ziemlich konfuse Werte zeigte und aus den geplanten 10 km irrtümlich dadurch nur 9 km wurden. Egal, es war trotzdem schön und die frische Luft hat sehr gut getan!

Wir schauten in der oben erwähnten Tankstelle das Spiel vom HSV (4 !! Tore) gegen den BVB (leider nur 1 Tor :-)) an (sehr geil!), aßen später an der Davidwache eine Currywurst und entschieden uns, den Weg in die Speicherstadt zum Miniatur-Wunderland komplett zu Fuß zu gehen. Das war ein schönes Auslaufen für die Beine und zum Auslüften unserer Jacken wars ebenfalls gut. An den Landungsbrücken war wie immer, wenn gerade die Sonne unter geht, diese wunderschöne Industrieromantik-Stimmung. Lange warten mussten wir diesmal nicht, dennoch war das Miniatur-Wunderland auch nach 19 Uhr immer noch gut besucht, wenn auch kein Vergleich zum Tagesbetrieb. Wir kamen überall recht gut ran und staunten erneut über die faszinierenden Details und der für uns dort neu erbauten Schweiz, die gabs beim letzten Besuch vor einigen Jahren noch nicht. Auch der neue Flughafen zog mit vielen Raffinessen die Aufmerksamkeit von Groß und Klein auf sich. Immer wieder sind wir von dieser Detailliebe und Realitätsnähe absolut beeindruckt! - Eine Fischplatte für Zwei mit lecker Rotwein  beim Spanier rundete unseren zweiten Abend in Hamburg ab. In der Scheune, einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt, gabs noch einen Absacker, bevor ich todmüde ins Bett fiel.

Unser Hotel scheint wegen seiner Lage sehr beliebt zu sein, es war daher beim Frühstück leider sehr voll. Wieder habe ich feststellen müssen, dass der Kaffee in Hamburgs Hotels nicht wirklich gut ist - oder liegt es an meiner Dark-Senseo-verwöhnten Zunge, die Kaffee liebt, je stärker er ist? Filterkaffee geht irgendwie gar nicht mehr. - Zum Laufen fuhren wir später an die Elbe. In etwa auf Höhe Övelgönne starteten wir am Elbweg unseren Lauf, der leider von vielen, vielen anderen Fußgängern und Läufern ebenfalls aufgesucht wurde. Klar, es war Sonntagmittag, die Sonne schien - was macht man da in Hamburg? An der Elbe spazieren, logisch. Schlimm wird es, wenn Fussgänger andere Fussgänger überholen, ein Läufer oder Radfahrer entgegen kommt, der wiederum Fussgänger auf seiner Seite des Weges überholt. So wurden die 7 km in Richtung Blankenese zu einem Slalomlauf mit der Sonne im Rücken, was mich ordentlich ins Schwitzen brachte. Nach 7 Kilometern in Blankenese, am höchsten Punkt angekommen, entschied ich mich, den Rückweg anzutreten. Dazu musste ich erstmal eine 40 Meter hohe Treppe erklimmen, die mir buchstäblich den Atem raubte. Oben ankommen war die Sonne weg und der kalte Ostwind pfiff mir von vorne entgegen. Verschwitzt wie ich war, war das wirklich fies kalt. Aber nützt ja alles nichts, ich musste jetzt noch 8 Kilometer über die Elbchaussee zurück. An den vielen tollen Villen entlang des Weges konnte ich mich nur bedingt erfreuen, da ich doch größtenteils auf den Weg achten mussten, der von unterschiedlicher Beschaffenheit war und außerdem teils von parkenden Autos zugestellt war. Auch diese Runde erwies sich mit sehr kritischem Mary-Blick betrachtet nicht als wirklich schön, aber was solls - jeder Kilometer ist ein guter Kilometer ;-).

Im Brauhaus Blockbräu stärkten wir uns, bevor es zur neuen Flora mit der S-Bahn zu Tarzan ging. Hier gabs zum Einstimmen einen Cocktail (diese Sauferei muss unbedingt wieder aufhören!). Unsere Plätze in Reihe 16 waren wirklich gut gewählt - die Affen schwangen direkt über unseren Köpfen und turnten unmittelbar in der Reihe vor uns umher. Musical quasi zum fast Anfassen und durch den ganzen Saal - sehr schön! Die allseits doch bekannte Geschichte um das Findelkind Tarzan, das bei Gorillas aufwächst und sich später in die schöne Jane verliebt, war sehr toll inszeniert. Doch, ich musste mir auch das ein oder andere Tränchen verdrücken, auch wenn mich das Musical jetzt insofern nicht vom Hocker gehauen hat. Es war schön, es hat sich absolut gelohnt, aber ein zweites Mal müsste ich es nicht sehen. Das ist so mein persönlicher Bewertungsmesser. Auf dem Rückweg kehrten wir abermals im Blockbräu ein, denn so ein kleines Hüngerchen kam dann doch noch mal auf und das selbstgebraute Bier war wirklich sehr süffig. Zwei Bier, zwei Cocktails, 15 Kilometer gelaufen und jede Menge frische Luft gehabt - gute Nacht Marion, dann schlaf mal schön.

Heute gings dann wieder nach Hause, sehr wenig Verkehr und viel Sonnenschein begleiten uns unterwegs. Ein wirklich sehr schönes Hamburg-Wochenende ist damit zu Ende. Und morgen hab ich noch frei, während Dirk beruflich schon wieder mit Sven nach Stuttgart gefahren ist. Ich werde sicher eine kleine Runde laufen und außerdem sehr viel nichts tun! Ich freu mich drauf :-).

Foto-Lauf-Story:


















































Sonntag, 27. Januar 2013

16 km im Maasland unterwegs


Da ich meinen TP wegen der Witterungsverhältnisse im Augenblick noch ignoriere - sieht aber so aus, als würde sich die Seuche nun erledigt haben - gab es einen längeren Lauf in eigentlich angedachten 7:10 oder 7:00. Aber statt langsam war heute eher zügig dran, ungewollt, und mit größtenteils Rückenwind und - hört, hört, ohne Musik!

Schon in der Nacht hörte ich den Wind heulen und als ich dann heute morgen sah, wie heftig die Bäume schaukelten, war ich echt bedient und dachte nur, bei diesem Scheißwetter musst Du heute lange laufen. Wind mag ich ja noch weniger wie Regen, aber am allerwenigsten Schnee. Das alles in Kombination können eigentlich nur Kacke-Bedingungen für einen Lauf sein. So hielt sich die Freude erst mal in Grenzen. Meinem besonnenen Schatz sei Dank, dass er unter Berücksichtigung der Windrichtung eine Strecke in Maasmechelen für mich aussuchte, bei der ich weitestgehend mit Rückenwind laufen würde. Bei ihm stand heute Regeneration im Plan, so dass er sich weiter mit der neuen Kamera vertraut machen wollte und mich demnach mit Auto und Kamera begleiten wollte, so gut es die Strecke zuließ.

Als er mich dann in Uikhoven aussetzte, pfiff mir ein übler Wind um die Ohren und es wurde erst mal kalt und ungemütlich. Unmittelbar nachdem ich los lief, fing es an zu regnen. Klasse. Aber der Wind von hinten schob mich gut über den Deich und bei km 5 hielt ich kurz am Auto an und setzte meine eigens dafür mitgenommene Kappe auf. Die Wege, die zuvor die große Unbekannte bei unserer bzw. Dirks Streckenplanung waren, erwiesen sich als weitestgehend frei, hier und da gab es etwas mehr Schneematsch, so dass ich doch einigermaßen konzentriert laufen musste - Eisschollenhopping quasi.

Dadurch, dass Dirk mir ständig begegnete, war der Lauf unglaublich kurzweilig, für Dirk war es teilweise richtig stressig, mich an den bestimmten Punkten zu erwischen. Denn ich war eigentlich viel zu schnell unterwegs. Aber es lief einfach und ich hatte keine Lust, mich einzubremsen, sondern wollte es nur genießen, das gute Laufgefühl. Selten kam der Wind mit dem Regen mal unangenehm von vorne, meist seitlich oder im besten Fall von hinten.

So wurden es 16 km in 6:28, den letzten km in 5:58, hier legte ich einen Endspurt ein. Es war ein fantastischer Lauf bei Schietwedder, anders kann ich das nicht sagen, bin happy, stolz und sehr zufrieden.

Hier gibts übrigens ne Webcam am Deich, dort, wo ich am Ende ausgekommen bin.

Bilder gibts später bei Facebook.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Was sich so tut

Hui, hier ist ja schon lange nichts mehr geschrieben worden; Zeit, das mal wieder zu ändern.

Eigentlich sollten wir jetzt in Eupen sein und einen lauschigen Abend mit dem sympathischen Herrn Clueso nebst Band verbringen. Doch der Gute ist krank geworden und das Konzert wurde auf den 18. Februar verlegt. So sitzen Dirk und ich in der Kommandozentrale, also an unserem Esstisch, die Laptops vor uns, und planen die nächsten Ereignisse und Reisen.

Über Karneval werden wir nun in Hamburg sein. Die Karten zum Musical Tarzan habe ich eben bestellt und Dirk hat gerade ein passendes Hotel gebucht - selbstverständlich in St. Pauli. Das ist mehr oder weniger dann unser 9. traditionelles Hochzeitstags-Reisewochenende, was wir in 2012 bis jetzt noch nicht geschafft haben. Zum 10. Hochzeitstag, der in diesem Jahr ist, wird es im Frühjahr oder Herbst 2014 noch mal nach New York gehen (da ich ja auf unserer Hochzeitsreise dorthin so krank geworden bin, muss das wiederholt werden).

Gebucht ist nun auch Dresden als eine Station für unsere diesjährige, geplante Sommertour, die uns wieder in den schönen Osten führt. Diesmal möchte ich unbedingt in den Spreewald, vermutlich wird es auch einige Tage nach Prag gehen. Für den Nachtlauf am 16.08. über 13,6 km sind wir auf jeden Fall jetzt angemeldet und wie es aussieht, wird es dort ein Wiedersehen mit lieben Lauffreunden aus Köln, Berlin und Dresden geben! Vielleicht gibts noch den ein oder anderen "Newbie" dazu, sehr schön!   Schon eine knappe Woche später sind wir wieder dort, dann aber zu einem Konzert am Elbufer der Toten Hosen. 

Doch bis das soweit ist, stehen mir zunächst die Anmeldewochen in der Schule bevor. Das heißt, dass ich an fünf Tagen jeweils bis 19 Uhr arbeiten muss (dafür gibts drei Tage an Karneval frei). Trotzdem werden es verdammt lange Tage, an denen ich nicht laufen kann. Ich habe meinen Trainingsplan schon so umgemodelt, dass mir zumindest keine Kilometer flöten gehen und so richtig los gehts in Sachen Tempoeinheiten ohnehin erst danach. Passt also.

Die letzten Läufe bei diesen Witterungen waren nicht so wirklich prickelnd. Es ging zwar irgendwie, aber das Laufen auf Schnee und Eis ist schon nervig und man muss sich sehr konzentrieren. Locker und unbeschwert ist anders. Trotzdem habe ich bis heute ca. 110 km gemacht und der Monat hat noch 8 Tage, so dass es gut möglich ist, dass ich meine persönliche Messlatte an Monatskilometern schon recht hoch legen kann für dieses Jahr. Es läuft aber auch ganz gut, ich bin immer noch sehr motiviert.

Leider kann ich das von meiner Ernährung nicht behaupten, hier könnte es deutlich besser laufen. Aber ich denke mal, dass die Kälte bzw. Jahreszeit, die erhöhten Laufumfänge und immer noch die Umstellung auf Nichtrauchen wohl irgendwie ihren Tribut fordern. Ich hab mir allerdings vorgenommen, dieses Thema nicht mehr in der Art und Weise zu thematisieren, dass es mich so belastet. Es ist wie es ist und es ist im Grunde gut, wie es ist. Es wird immer Menschen geben, die schlanker, schöner und jünger sind. Aber es gibt auch immer welche, die älter und schwerer sind - keine Vergleiche mehr, daran will ich in diesem Jahr "arbeiten". Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.


Sonntag, 6. Januar 2013

1. Lauf im Maasland in diesem Jahr


Heute zog es uns auf Dirks Wunsch hin mal wieder nach Maasmechelen und es war wirklich nach der langen Zeit wieder super schön, dort am Deich zu laufen. Selbst im diesigen Grau hat diese Landschaft ihren besonderen Reiz und von der Ruhe dort mal ganz abgesehen. So lief ich heute 15 km  wie geplant. Angedacht war ein 7:15er Schnitt, aber es wurden glatt 7 draus. Ich bin immer wieder entzückt, wie leicht mir inzwischen diese Distanz fällt, ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten 15 km Lauf, da bin ich die letzten Meter auf dem Zahnfleisch gekrochen. Heute, meinte Dirk, hätte ich sicher noch mal 10 dran hängen können, zumindest meinte er, sah ich so aus (wenn auch die Bilder teilweise anders aussehen, das feuchte Wetter ist nicht gut für die Frisur ;-)).

Bei Dirk liefs heute wieder nicht ganz so optimal, so dass er nach 10 km aufhören musste. Immerhin stellte sich nun raus, dass das "schmerzhafte, langsame" Tempo von Neujahr wohl eben nicht an meinem Tempo gelegen hat. Irgendwas ist bei ihm immer noch im Argen - echt blöd. Aber so konnte er wenigstens die restliche Zeit über ein wenig mit der neuen Kamera spielen. Im Anschluss gabs wie immer nach diesen Maasland-Läufen was leckeres vom Lieblingsthai - liegt quasi auf dem Heimweg :)

Euch allen noch einen schönen Restsonntag - Morgen geht der Ernst des Lebens wieder weiter, der Urlaub war echt zu kurz!

Und hier ein paar Impressionen vom heutigen Lauf/Gebiet:



















Dienstag, 1. Januar 2013

Ein gemeinsames Neujahrsläufchen

Tja, was soll ich nun dazu schreiben?! Es war... gelinde gehofft... hoffentlich mal kein (böses) Omen für das bevorstehende Jahr, Dirk und mein gemeinsames Neujahrsläufchen.

Nach dem Motto "neue, unbekannte Wege beschreiten" führte es uns heute erstmalig (ohne WK) in den Aachener Wald. Der ist ziemlich groß, vor allem für jene, die sich nicht so gut dort auskennen. Dass wir dazu gehören, zeigte sich bereits nach 500 Metern, da haben wir uns bereits verlaufen und sind in einem sehr unschönen und sehr matschigen Trailpfad gelandet. Schwuppsdiwupps waren meine neuen Mizunos komplett im Schlamm versunken und die Füße pitschnass. Na Bravo, jetzt sehen sie wenigstens nicht mehr so peinlich neu aus. 

Die doch recht anspruchsvolle Strecke mit um die 90 Höhenmeter auf nicht mal 6 Kilometern brachte mich zum Schweigen - oder war es doch eher die nicht mehr allzu gute Laune, die mich so wortkarg machte? Wir liefen ein ganzes Stück entlang des Waldfriedhofs und ich legte symbolisch alles dort ab, was nicht mehr wirklich lebendig in und an mir zu sein scheint, alles, was tot ist und erneuert werden will. Doch, soweit fand ich es bis dahin noch ganz amüsant bzw. passend. Das mit der Symbolik ist ja bei mir so eine Sache. Ich brauche kein rauschendes Silvesterfest, aber der Moment um 0 Uhr ist mir doch sehr, sehr wichtig. Und wehe, der ist nicht so, wie es sich mein Kopf gedacht hat. Hier gabs leider bereits das erste Kommunikationsproblem, so dass der Neujahrstag gleich ein wenig unharmonisch startete. Der Lauf tat dann irgendwie sein Übriges dazu. 

Gut, man soll das mit der Symbolik vielleicht nicht auf die Spitze treiben. Doch als Dirk dann anfing zu mosern, dass ihm dieses langsame Tempo regelrecht weh in den Beinen tut, machte ich mir doch ernsthafte Gedanken und bat ihn, sein eigenes Tempo zu laufen (was er aber nicht tat, er blieb an meiner Seite). Spätestens da war es vollends vorbei mit der Laune und dem Reden. Aber... Man kann es ja auch so sehen, dass sämtliche Disharmonien gleich am ersten Tag des Jahres abgewickelt wurden und es nun umso reibungsloser abläuft. Schließlich reden wir immer noch von einem Lauf. Einem anstrengenden Lauf, durch Matsch und unbekanntes Terrain, rauf und runter, über Stock und Stein, in einem Tempo, dass uns beiden nicht wirklich angenehm war. Klingt nach einer echten Herausforderung und solange man den Weg immer noch gemeinsam beschreitet, ist doch alles gut. So ist das Leben, wenn es eben nicht so dahin dümpelt. Das war es doch, was ich wollte, oder?

Ich habe den Eindruck, dass nun die Friede-Freude-Eierkuchen-Ära ausgedient hat. Im positiven Sinne. Dass sich das aber gleich am ersten Tag des Jahres zeigt, hätte ich nicht unbedingt erwartet. Umso schöner. 

So gabs im Anschluss unseres Meinungsaustauschs unser traditionelles Neujahrsessen mit den anderen Hansens und dem Vati. Lecker, schön und vor allem sehr harmonisch wars. 

Ich bin nach dem heutigen Tag umso gespannter, was dieses Jahr so mit sich bringt bzw. was wir uns da so erschaffen werden, mit unseren Gedanken und unserem Handeln. 









Ein wunderbares, neues Jahr 2013 liegt vor uns

... wenn wir es bewusst leben!

Bevor ich gleich mit meinen Zielen oder Läufen aufs Neue los lege, möchte ich kurz Robert Betz zitieren, denn seine "Botschaft" liegt mir am Herzen und ich möchte sie gerne teilen und weitergeben:


"Dieses Neue Jahr wird ein polarisierendes sein. Die einen gehen nach rechts, die anderen nach links. Geradeaus wie bisher geht nicht mehr. Die einen schlafen sich weiter durch ein Leben der Unbewusstheit, des trennenden, verurteilenden Denkens, des Opfer-Bewusstseins und der Ablehnung ihrer Schöpfer-Verantwortung für das, was sie in ihrem Leben und in ihren Körpern vorfinden. Die Folgen dieses Weges werden hart und schmerzhaft sein: schnell erkrankende Körper (bes. an Krebs, Herz- und Stoffwechselerkrankungen), starker Anstieg psychischen Leidens (Depressionen, Demenz, Schizophrenie u. a.), Zerbrechen von Ehen und Partnerschaften und Scheitern von Firmen, die sich weigern, den Gedanken der Gemeinschaft zu leben, in der jeder dem Anderen dient.
Die anderen begreifen, dass es die Qualität ihres eigenen Denkens, Sprechens und Handelns ist, welche die Welt im Außen erschafft und entscheiden sich, zum liebenden, verantwortungsbewussten Schöpfer und Gestalter ihres persönlichen und unseres gemeinschaftlichen Lebens zu werden. Sie verbinden sich über ihr Herz wieder mit denen, von dem sie sich einst trennten, nehmen ihre Urteile zurück und erschaffen produktive, liebevolle und wertschätzende Gemeinschaften. Sie verstehen, wie das Außen durch die Qualität des Innen erzeugt wird und erkennen die Bedeutung der Liebe und des Liebens in allen Lebensbereichen, denn: Ohne die Liebe ist alles Nichts. Wo die Liebe fehlt, brechen die Strukturen jetzt zusammen. Wo das Lieben wieder beginnt und das Herz sich öffnet, dort geschieht Heilung und es entstehen Freude, Frieden, Gesundheit und Erfolg.
Ganz gleich, wo Sie persönlich heute im Leben stehen, würdigen Sie den Weg, den Sie bisher gegangen sind. Es gab keine Fehler, sondern nur Erfahrungen, die gemacht werden wollten. Fangen Sie neu an, egal wie alt Sie sind. Dieser Jahresbeginn birgt den Zauber jedes Anfangs, den Hermann Hesse so schön formulierte: „…Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der dich beschützt und der dir hilft zu leben.“"

In diesem Sinne wünsche ich uns ein freudiges, 
erfolgreiches Erschaffen unseres Da-Seins. 
Gebt gut Acht auf Eure Gedanken und Wünsche - sie könnten Wirklichkeit werden ;-)

10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...