Sonntag, 9. August 2015

August - lost our hearts in tirol

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Mein letzter Stand der Dinge hier ist von April, doch es hat sich inzwischen wieder so viel getan.

Na ja, was soll ich sagen... Meine Wohnung habe ich inzwischen wieder gekündigt und ich bin wieder da, wo ich hingehöre, bei Dirk in unserem Haus. Doch, es fühlt sich sehr gut und richtig an. Der kurze Abstand war nötig, ziemlich schnell wieder zu merken, wie wertvoll und wunderbar mein Leben mit Dirk ist. Wir haben in jeder Beziehung wieder zueinander gefunden und das finde ich prima.

Der gerade zu Ende gegangene Urlaub in Tirol war vom ersten bis zum letzten Moment einfach nur Klasse (von meinem Einzelsessellift-Höhenangst-Erlebnis mal abgesehen!). Ja, in Tirol hab ich mich (und Dirk auch etwas) regelrecht verliebt, da gehts mit Sicherheit nochmal hin!!! Das Kraxeln durch die Berge, das Genießen des grünen Sees, eine wunderschöne Kombination und immer recht angenehme Temperaturen, was gerade mir ja sehr entgegenkommt. Meine vorschnelle Meinung von anno dazumal, Tirol sei nur was für alte Leute, musste ich ganz schnell korrigieren! Tirol ist ein Traum für einen Steinbock wie mich ;-)...

Die Arbeit macht wieder Spaß, auch wenn ich gleich mit einer Doppelstelle einsteige, weil meine arme Kollegin nun schon zum dritten Mal in diesem Jahr an der Verse operiert wurde und ein Ende noch nicht wirklich abzusehen ist, die Arme! Da ich mich aber nun mal nicht teilen kann, versuche ich es so gelassen wie möglich anzugehen, ich kann es ja nicht ändern und werde mein Bestes tun, an zwei Standorten alles zu wuppen. Die nächste Zeit wird ohnehin eine Herausforderung, was die Zusammenlegung von Real- und Gesamtschule in einem dieser Standorte mit sich bringen wird. Wir alle sind sehr gespannt, wie das funktionieren wird.

Lauftechnisch bin ich noch unterwegs, auch wenn es bekanntermaßen ja nun nicht meine bevorzugte Jahreszeit ist, in der ich gerne laufe. Ich versuche auf zwei Läufe die Woche zu kommen, was mir aber selten gelingt. In diesem Jahr habe ich erst 34 Läufe im Kalender stehen, aber ehrlich gesagt, juckt mich das wenig. Ich laufe nur noch, so wie ich Lust und Laune habe, hoffe aber, dass es wieder etwas mehr wird, da ich jedes Mal nach einem Lauf merke, wie gut es mir doch immer wieder tut. Ein wenig eingerostet fühle ich mich nämlich schon und das Piriformis-Problem in meiner linken Pobacke ist auch mit weniger Laufen nicht besser geworden.

Die nächsten Monate werden sehr kurzweilig werden, was zum Einen an der Jobsituation liegt und zum anderen an den größeren Veränderungen im Haus. Aber Hauptsache, es ist Bewegung drin ;-)

Und hier ein paar wild durcheinander gewürfelte Impressionen unseres Urlaubs (Innsbruck und Achensee):

Ja, mit jedem Atemzug!

Spuky - und nichts für Weicheier.

La dolce vita


Unser Hotel Bergland am Achensee -top!


Kostenloses upgrade in die Suite des Hotels in Innsbruck - 
manchmal hat man eben Glück!

Hier konnte man es wirklich sehr gut aushalten


Fast schon ein bisschen dekadent...
Und zu Hause hat Dirk dann festgestellt, 
dass sie auch noch versäumt haben,
uns das Frühstück zu berechnen.


Die Nordkettenbahn direkt vor dem Hotel



Die Altstadt umzingelt von den Bergen - herrlich!










Gleich beim Hotel war die Landebahn der 
Flugschule Achensee.
So gabs immer was zu gucken beim Frühstück.










Eines von vielen Selfies, hier auf dem Achensee



Höhenangst muss man bekämpfen ;-)














 Unser erster Gipfel!


Nicht der Weg ist das Ziel, sondern die gemütliche Einkehr


Wer hier runter springt, kann nur verrückt sein!










Montag, 15. Juni 2015

Weils so schön ist, auch hier:

“Eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh.
Bin ein entschleunigtes Teilchen…. lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein andrer ihn lebt.
Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehm mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.
Ich halt mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.
Ich würd gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werd eh nie alles schaffen –
also fang ich gar nich´an.
Stattdessen häng´ich planlos vorm Smartphone,
wart´bloß auf den nächsten Freitag.
N´ach, das mach´ ich später,
ist die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund.
Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar ich immer – falls ich´s nochmal brauch.
Und eines Tages werd ich alt sein, oh baby, werd´ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst Du fest, das du Recht hast, wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für Dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr, obwohl Du nicht damit gerechnet hast, kam Dir wieder mal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer, falls wir´s nochmal brauchen.
Wir sind jung, und ham´ viel Zeit. Warum soll´n wir was riskieren, wir woll´n doch keine Fehler machen. wollen auch nichts verliern. Und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.
Und eines Tages, baby, werden wir alt sein, oh baby, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden – traurige Konjunktive sein wie
 <<Ein mal bin ich fast einen Marathon gelaufen und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär´ ich beinah bis die Wolken wieder lila war´n noch wach gewesen und einmal, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen wir sind die gleichen und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.>>
werden wir sagen.
Und das wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen, und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind –  und unsere Tage knapp, und das wird sowieso passiern´, dann erst werden wir kapiern´, wir hatten nie was zu verliern´ – denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selbst wählen, also lass´ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzähln´. Lass uns nachts lange wach bleiben, auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen, wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Lass ma´ an uns selber glauben, ist mir egal ob das verrückt ist, und wer genau kuckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch warn´- lass mal werden wer wir sein wollen. Wir ham´ schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist leben, das hat schon Casper gesagt, let´s make the most of the night, das hat schon Kesha gesagt, lass uns möglichst viele Fehler machen, und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen, dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun, weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig, und das soll ruhig jeder wissen, und – unsere Zeit die geht vorbei, das wird sowieso passiern´, und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verliern. Lass uns uns mal demaskiern´ und dann sehen wir sind die gleichen und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben das wir führen wollen, das könn´ wir selber wählen.
Also – los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzähl´n. Und eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.”
Der Poetry-Slam von Julia Engelmann, den sicher jeder von uns eins zu eins unterschreiben kann, mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen...

Freitag, 10. April 2015

April News

*schnauf*... geschafft! Der Umzug ist vollzogen, ein bisschen komisch ist diese neue Situation schon. Aber die Wohnung ist sehr schön geworden, so sitze ich gerade an meinem neuen "Arbeitsplatz" (-> aus Eiche-brutal mach einen echten Hingucker):


Ich wollte immer schon einen Sekretär haben, den auch möglichst richtig old-school, dass ich nun zu diesem Schätzchen gekommen bin, ist ein absoluter Zufall - herzlichen Dank für die Schenkung an Herrn F. ;-).

Ansonsten lebt es sich noch ungewohnt in diesem Umfeld, vor allem das neue Schlafdomizil ist auch nach knapp zwei Wochen noch gewöhnungsbedürftig. Seitenverkehrtes Liegen führt dazu, dass ich ständig Angst habe, aus dem Bett zu purzeln. Aber die am Vormittag Sonnen durchflutete Wohnung mit dem herrlichen Blick auf Bäume und Felder Broichweidens entschädigt für so einiges.

Morgens, 8 Uhr, Blick aus dem Wohnzimmerfenster

Beruflich gehts auch endlich weiter. Nachdem ich nun erstmal gezwungenermaßen mit Resturlaub den Wiedereinstieg begonnen habe, starte ich am Montag endlich meinen neuen Job in der Gesamtschule, gleich neben der alten Wirkungsstätte. Also, aus Realschule wird Gesamtschule, das heißt, Abwicklung der Realschule (noch 2 Jahrgänge) und Mitaufbau der erweiterten Gesamtschule (bislang 3 Jahrgänge), dann in den Räumen der noch-Realschule sowie Wahrnehmen von Aufgaben im Schulamt am Nachmittag, das ist der Plan meiner Chefin und mir. Ich freue mich unglaublich auf die neuen Aufgaben, die neuen Menschen und Eindrücke. Es wird allerhöchste Zeit, dass ich wieder unter Menschen komme, wieder einen geregelten Alltag habe und vor allem eine "Daseins-Berechtigung" - schlimm, wie sehr ich mich doch über meine Arbeit immer noch definiere!

Aber ehrlich gesagt, gibt es etwas schöneres als das Gefühl, gebraucht zu werden? "Sie sehen, wir sind mehr als froh, Sie wieder mit an Bord zu haben!" das geht runter wie Öl und tut dem angeschlagenen Seelchen doch sehr gut. Genauso gut, wie das endlich abgeschlossene Fernstudium "Persönlichkeitstraining", das mich mit Erreichen der Note 1,0 so motiviert hat, nun noch die "Erziehungsberatung" dran zu hängen. Hier gehts im Mai los und auch darauf freue ich mich schon. Ob es mir beruflich nutzt, ist dann die eine Frage, fürs Ego ist es allemal gut.

Lauftechnisch läuft es auch noch, wenn auch aktuell aus Hustengründen nicht. Die neue Wohngegend wurde demnach schon laufend erkundet und stellt sich als sehr schön heraus. Zwar fehlt mir der Wald doch etwas, aber die Felder hier erinnern teilweise an Maasmechelen und wer hat schon immer alles gleich vor der Haustür - ist ja quasi auch nur umme Ecke der Wald.

Ja, soweit der Stand der Dinge, es ist Bewegung drin.

Fortsetzung folgt ;-)




Mittwoch, 11. März 2015

März-Update

So nehmen die Dinge also ihren Lauf. Die Wohnung ist fast fertig, es sind nur noch "Kleinigkeiten" zu tun und vor allem muss die Küche noch kommen, ohne die gehts nun mal nicht. Aber alles hat gut geklappt, keine sonderlichen Katastrophen sind passiert und es sieht wunderschön aus! Was so ein wenig Tapete, etwas Farbe und ein neuer Boden doch gleich ausmacht; die (von mir) lackierten Türen und Zargen sehen aus wie neu, der Effekt der matt-weißen Farbe im Vergleich zu dem vorher im Stil der 70er Jahre dunklen und hässlichen rotbraun ist wirklich krass. Ich möchte behaupten, dass die Wohnung ein absoluter Glücksgriff ist; jeder, der sie bis jetzt gesehen hat, findet sie schön, vor allem die Ausrichtung nach hinten hinaus, zur Sonnenseite, mit  Blick ins Grüne ist herrlich - und es ist schön ruhig dort! Der einzige Nachteil ist die rundum relativ schlechte Parksituation, das erste Knöllchen hab ich also auch schon kassiert.

Heute habe ich ein weiteres Gespräch mit meiner Chefin und dem Menschen für die Wiedereingliederung. Die Zeichen stehen sehr gut, dass ich innerhalb der Stadtverwaltung wechseln kann und bald an eine bzw. gleich zwei andere Schulen komme. Ich freue mich schon sehr auf neue, interessante Aufgaben und darauf, mit Schwung und Elan ganz neu durch zu starten. Auch habe ich mich für ein weiteres Fernstudium eingeschrieben - ab Mai starte ich mit der "Erziehungsberatung", auch hierauf freue ich mich sehr und hoffe, dass mir diese Zusatzqualifikation doch nochmal ganz andere Wege ermöglicht. Hier hat mir die Arbeit in der Schule ganz klar die Richtung gewiesen und meine Stärken gezeigt.

In allen Bereichen ist also eine positive Bewegung rein gekommen. Mit Dirk läuft es nach wie vor herrlich anders, vertraut und doch wieder neu, das ist wirklich erstaunlich. Dass er so hinter mir (und inzwischen unserer Entscheidung) steht, ist einfach nur Klasse. Wir sind sehr gespannt, wie sich das künftig mit dem Zwei-Wohnungen-Modell denn so lebt, wenn wirklich der klare Schnitt gemacht ist - heute werde ich mich ummelden.

Gestern war ich nach über drei Wochen nochmal laufen. Ich kanns noch ;-). Schön langsam, mit dem Nieselregen im Gesicht habe ich meine Runde durchs Wurmtal gedreht und mir dabei fest vorgenommen, jetzt hoffentlich wieder regelmäßiger zu laufen. Der März ist noch ein wenig durcheinander, aber ab April müsste es wieder gut funktionieren, da dürfte dann alles in neue Bahnen geleitet sein und die emotional lang ersehnte Ruhe endlich einkehren.





10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...