Sonntag, 27. Januar 2013

16 km im Maasland unterwegs


Da ich meinen TP wegen der Witterungsverhältnisse im Augenblick noch ignoriere - sieht aber so aus, als würde sich die Seuche nun erledigt haben - gab es einen längeren Lauf in eigentlich angedachten 7:10 oder 7:00. Aber statt langsam war heute eher zügig dran, ungewollt, und mit größtenteils Rückenwind und - hört, hört, ohne Musik!

Schon in der Nacht hörte ich den Wind heulen und als ich dann heute morgen sah, wie heftig die Bäume schaukelten, war ich echt bedient und dachte nur, bei diesem Scheißwetter musst Du heute lange laufen. Wind mag ich ja noch weniger wie Regen, aber am allerwenigsten Schnee. Das alles in Kombination können eigentlich nur Kacke-Bedingungen für einen Lauf sein. So hielt sich die Freude erst mal in Grenzen. Meinem besonnenen Schatz sei Dank, dass er unter Berücksichtigung der Windrichtung eine Strecke in Maasmechelen für mich aussuchte, bei der ich weitestgehend mit Rückenwind laufen würde. Bei ihm stand heute Regeneration im Plan, so dass er sich weiter mit der neuen Kamera vertraut machen wollte und mich demnach mit Auto und Kamera begleiten wollte, so gut es die Strecke zuließ.

Als er mich dann in Uikhoven aussetzte, pfiff mir ein übler Wind um die Ohren und es wurde erst mal kalt und ungemütlich. Unmittelbar nachdem ich los lief, fing es an zu regnen. Klasse. Aber der Wind von hinten schob mich gut über den Deich und bei km 5 hielt ich kurz am Auto an und setzte meine eigens dafür mitgenommene Kappe auf. Die Wege, die zuvor die große Unbekannte bei unserer bzw. Dirks Streckenplanung waren, erwiesen sich als weitestgehend frei, hier und da gab es etwas mehr Schneematsch, so dass ich doch einigermaßen konzentriert laufen musste - Eisschollenhopping quasi.

Dadurch, dass Dirk mir ständig begegnete, war der Lauf unglaublich kurzweilig, für Dirk war es teilweise richtig stressig, mich an den bestimmten Punkten zu erwischen. Denn ich war eigentlich viel zu schnell unterwegs. Aber es lief einfach und ich hatte keine Lust, mich einzubremsen, sondern wollte es nur genießen, das gute Laufgefühl. Selten kam der Wind mit dem Regen mal unangenehm von vorne, meist seitlich oder im besten Fall von hinten.

So wurden es 16 km in 6:28, den letzten km in 5:58, hier legte ich einen Endspurt ein. Es war ein fantastischer Lauf bei Schietwedder, anders kann ich das nicht sagen, bin happy, stolz und sehr zufrieden.

Hier gibts übrigens ne Webcam am Deich, dort, wo ich am Ende ausgekommen bin.

Bilder gibts später bei Facebook.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Was sich so tut

Hui, hier ist ja schon lange nichts mehr geschrieben worden; Zeit, das mal wieder zu ändern.

Eigentlich sollten wir jetzt in Eupen sein und einen lauschigen Abend mit dem sympathischen Herrn Clueso nebst Band verbringen. Doch der Gute ist krank geworden und das Konzert wurde auf den 18. Februar verlegt. So sitzen Dirk und ich in der Kommandozentrale, also an unserem Esstisch, die Laptops vor uns, und planen die nächsten Ereignisse und Reisen.

Über Karneval werden wir nun in Hamburg sein. Die Karten zum Musical Tarzan habe ich eben bestellt und Dirk hat gerade ein passendes Hotel gebucht - selbstverständlich in St. Pauli. Das ist mehr oder weniger dann unser 9. traditionelles Hochzeitstags-Reisewochenende, was wir in 2012 bis jetzt noch nicht geschafft haben. Zum 10. Hochzeitstag, der in diesem Jahr ist, wird es im Frühjahr oder Herbst 2014 noch mal nach New York gehen (da ich ja auf unserer Hochzeitsreise dorthin so krank geworden bin, muss das wiederholt werden).

Gebucht ist nun auch Dresden als eine Station für unsere diesjährige, geplante Sommertour, die uns wieder in den schönen Osten führt. Diesmal möchte ich unbedingt in den Spreewald, vermutlich wird es auch einige Tage nach Prag gehen. Für den Nachtlauf am 16.08. über 13,6 km sind wir auf jeden Fall jetzt angemeldet und wie es aussieht, wird es dort ein Wiedersehen mit lieben Lauffreunden aus Köln, Berlin und Dresden geben! Vielleicht gibts noch den ein oder anderen "Newbie" dazu, sehr schön!   Schon eine knappe Woche später sind wir wieder dort, dann aber zu einem Konzert am Elbufer der Toten Hosen. 

Doch bis das soweit ist, stehen mir zunächst die Anmeldewochen in der Schule bevor. Das heißt, dass ich an fünf Tagen jeweils bis 19 Uhr arbeiten muss (dafür gibts drei Tage an Karneval frei). Trotzdem werden es verdammt lange Tage, an denen ich nicht laufen kann. Ich habe meinen Trainingsplan schon so umgemodelt, dass mir zumindest keine Kilometer flöten gehen und so richtig los gehts in Sachen Tempoeinheiten ohnehin erst danach. Passt also.

Die letzten Läufe bei diesen Witterungen waren nicht so wirklich prickelnd. Es ging zwar irgendwie, aber das Laufen auf Schnee und Eis ist schon nervig und man muss sich sehr konzentrieren. Locker und unbeschwert ist anders. Trotzdem habe ich bis heute ca. 110 km gemacht und der Monat hat noch 8 Tage, so dass es gut möglich ist, dass ich meine persönliche Messlatte an Monatskilometern schon recht hoch legen kann für dieses Jahr. Es läuft aber auch ganz gut, ich bin immer noch sehr motiviert.

Leider kann ich das von meiner Ernährung nicht behaupten, hier könnte es deutlich besser laufen. Aber ich denke mal, dass die Kälte bzw. Jahreszeit, die erhöhten Laufumfänge und immer noch die Umstellung auf Nichtrauchen wohl irgendwie ihren Tribut fordern. Ich hab mir allerdings vorgenommen, dieses Thema nicht mehr in der Art und Weise zu thematisieren, dass es mich so belastet. Es ist wie es ist und es ist im Grunde gut, wie es ist. Es wird immer Menschen geben, die schlanker, schöner und jünger sind. Aber es gibt auch immer welche, die älter und schwerer sind - keine Vergleiche mehr, daran will ich in diesem Jahr "arbeiten". Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.


Sonntag, 6. Januar 2013

1. Lauf im Maasland in diesem Jahr


Heute zog es uns auf Dirks Wunsch hin mal wieder nach Maasmechelen und es war wirklich nach der langen Zeit wieder super schön, dort am Deich zu laufen. Selbst im diesigen Grau hat diese Landschaft ihren besonderen Reiz und von der Ruhe dort mal ganz abgesehen. So lief ich heute 15 km  wie geplant. Angedacht war ein 7:15er Schnitt, aber es wurden glatt 7 draus. Ich bin immer wieder entzückt, wie leicht mir inzwischen diese Distanz fällt, ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten 15 km Lauf, da bin ich die letzten Meter auf dem Zahnfleisch gekrochen. Heute, meinte Dirk, hätte ich sicher noch mal 10 dran hängen können, zumindest meinte er, sah ich so aus (wenn auch die Bilder teilweise anders aussehen, das feuchte Wetter ist nicht gut für die Frisur ;-)).

Bei Dirk liefs heute wieder nicht ganz so optimal, so dass er nach 10 km aufhören musste. Immerhin stellte sich nun raus, dass das "schmerzhafte, langsame" Tempo von Neujahr wohl eben nicht an meinem Tempo gelegen hat. Irgendwas ist bei ihm immer noch im Argen - echt blöd. Aber so konnte er wenigstens die restliche Zeit über ein wenig mit der neuen Kamera spielen. Im Anschluss gabs wie immer nach diesen Maasland-Läufen was leckeres vom Lieblingsthai - liegt quasi auf dem Heimweg :)

Euch allen noch einen schönen Restsonntag - Morgen geht der Ernst des Lebens wieder weiter, der Urlaub war echt zu kurz!

Und hier ein paar Impressionen vom heutigen Lauf/Gebiet:



















Dienstag, 1. Januar 2013

Ein gemeinsames Neujahrsläufchen

Tja, was soll ich nun dazu schreiben?! Es war... gelinde gehofft... hoffentlich mal kein (böses) Omen für das bevorstehende Jahr, Dirk und mein gemeinsames Neujahrsläufchen.

Nach dem Motto "neue, unbekannte Wege beschreiten" führte es uns heute erstmalig (ohne WK) in den Aachener Wald. Der ist ziemlich groß, vor allem für jene, die sich nicht so gut dort auskennen. Dass wir dazu gehören, zeigte sich bereits nach 500 Metern, da haben wir uns bereits verlaufen und sind in einem sehr unschönen und sehr matschigen Trailpfad gelandet. Schwuppsdiwupps waren meine neuen Mizunos komplett im Schlamm versunken und die Füße pitschnass. Na Bravo, jetzt sehen sie wenigstens nicht mehr so peinlich neu aus. 

Die doch recht anspruchsvolle Strecke mit um die 90 Höhenmeter auf nicht mal 6 Kilometern brachte mich zum Schweigen - oder war es doch eher die nicht mehr allzu gute Laune, die mich so wortkarg machte? Wir liefen ein ganzes Stück entlang des Waldfriedhofs und ich legte symbolisch alles dort ab, was nicht mehr wirklich lebendig in und an mir zu sein scheint, alles, was tot ist und erneuert werden will. Doch, soweit fand ich es bis dahin noch ganz amüsant bzw. passend. Das mit der Symbolik ist ja bei mir so eine Sache. Ich brauche kein rauschendes Silvesterfest, aber der Moment um 0 Uhr ist mir doch sehr, sehr wichtig. Und wehe, der ist nicht so, wie es sich mein Kopf gedacht hat. Hier gabs leider bereits das erste Kommunikationsproblem, so dass der Neujahrstag gleich ein wenig unharmonisch startete. Der Lauf tat dann irgendwie sein Übriges dazu. 

Gut, man soll das mit der Symbolik vielleicht nicht auf die Spitze treiben. Doch als Dirk dann anfing zu mosern, dass ihm dieses langsame Tempo regelrecht weh in den Beinen tut, machte ich mir doch ernsthafte Gedanken und bat ihn, sein eigenes Tempo zu laufen (was er aber nicht tat, er blieb an meiner Seite). Spätestens da war es vollends vorbei mit der Laune und dem Reden. Aber... Man kann es ja auch so sehen, dass sämtliche Disharmonien gleich am ersten Tag des Jahres abgewickelt wurden und es nun umso reibungsloser abläuft. Schließlich reden wir immer noch von einem Lauf. Einem anstrengenden Lauf, durch Matsch und unbekanntes Terrain, rauf und runter, über Stock und Stein, in einem Tempo, dass uns beiden nicht wirklich angenehm war. Klingt nach einer echten Herausforderung und solange man den Weg immer noch gemeinsam beschreitet, ist doch alles gut. So ist das Leben, wenn es eben nicht so dahin dümpelt. Das war es doch, was ich wollte, oder?

Ich habe den Eindruck, dass nun die Friede-Freude-Eierkuchen-Ära ausgedient hat. Im positiven Sinne. Dass sich das aber gleich am ersten Tag des Jahres zeigt, hätte ich nicht unbedingt erwartet. Umso schöner. 

So gabs im Anschluss unseres Meinungsaustauschs unser traditionelles Neujahrsessen mit den anderen Hansens und dem Vati. Lecker, schön und vor allem sehr harmonisch wars. 

Ich bin nach dem heutigen Tag umso gespannter, was dieses Jahr so mit sich bringt bzw. was wir uns da so erschaffen werden, mit unseren Gedanken und unserem Handeln. 









Ein wunderbares, neues Jahr 2013 liegt vor uns

... wenn wir es bewusst leben!

Bevor ich gleich mit meinen Zielen oder Läufen aufs Neue los lege, möchte ich kurz Robert Betz zitieren, denn seine "Botschaft" liegt mir am Herzen und ich möchte sie gerne teilen und weitergeben:


"Dieses Neue Jahr wird ein polarisierendes sein. Die einen gehen nach rechts, die anderen nach links. Geradeaus wie bisher geht nicht mehr. Die einen schlafen sich weiter durch ein Leben der Unbewusstheit, des trennenden, verurteilenden Denkens, des Opfer-Bewusstseins und der Ablehnung ihrer Schöpfer-Verantwortung für das, was sie in ihrem Leben und in ihren Körpern vorfinden. Die Folgen dieses Weges werden hart und schmerzhaft sein: schnell erkrankende Körper (bes. an Krebs, Herz- und Stoffwechselerkrankungen), starker Anstieg psychischen Leidens (Depressionen, Demenz, Schizophrenie u. a.), Zerbrechen von Ehen und Partnerschaften und Scheitern von Firmen, die sich weigern, den Gedanken der Gemeinschaft zu leben, in der jeder dem Anderen dient.
Die anderen begreifen, dass es die Qualität ihres eigenen Denkens, Sprechens und Handelns ist, welche die Welt im Außen erschafft und entscheiden sich, zum liebenden, verantwortungsbewussten Schöpfer und Gestalter ihres persönlichen und unseres gemeinschaftlichen Lebens zu werden. Sie verbinden sich über ihr Herz wieder mit denen, von dem sie sich einst trennten, nehmen ihre Urteile zurück und erschaffen produktive, liebevolle und wertschätzende Gemeinschaften. Sie verstehen, wie das Außen durch die Qualität des Innen erzeugt wird und erkennen die Bedeutung der Liebe und des Liebens in allen Lebensbereichen, denn: Ohne die Liebe ist alles Nichts. Wo die Liebe fehlt, brechen die Strukturen jetzt zusammen. Wo das Lieben wieder beginnt und das Herz sich öffnet, dort geschieht Heilung und es entstehen Freude, Frieden, Gesundheit und Erfolg.
Ganz gleich, wo Sie persönlich heute im Leben stehen, würdigen Sie den Weg, den Sie bisher gegangen sind. Es gab keine Fehler, sondern nur Erfahrungen, die gemacht werden wollten. Fangen Sie neu an, egal wie alt Sie sind. Dieser Jahresbeginn birgt den Zauber jedes Anfangs, den Hermann Hesse so schön formulierte: „…Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der dich beschützt und der dir hilft zu leben.“"

In diesem Sinne wünsche ich uns ein freudiges, 
erfolgreiches Erschaffen unseres Da-Seins. 
Gebt gut Acht auf Eure Gedanken und Wünsche - sie könnten Wirklichkeit werden ;-)

Sonntag, 30. Dezember 2012

Mein Jahresrückblick 2012

Wie war denn nun mein Jahr 2012? Fange ich mal an, bei einem Punkt, der mir wirklich am Herzen liegt, dem Rauchen bzw. Nichtrauchen. Angefangen habe ich das Jahr als Nichtraucherin, bis dahin war ich 5 Monate "trocken". Zwischendurch gabs diverse Rückfälle, aber inzwischen bin ich nun seit drei Monaten wieder rauchfrei. Diesmal mit Hilfe von Edgar und Hypnose und so, wie es sich nun seit drei Monaten anfühlt, bin ich optimistisch geneigt zu behaupten, diesmal für immer.

Das Jahr 2011 habe ich mit 828 gelaufenen Kilometern abgeschlossen, was bereits zum Vorjahr eine Steigerung von 63 Kilometern war. 2012 werde ich wohl mit 1050 Kilometern beenden, was wiederum 222 Kilometer mehr bedeutet, zum ersten Mal komme ich über 1000 Jahreskilometer. Ich bin meine bislang längste Distanz in Maasmechelen von 23,3 km gelaufen, wenn auch mit Verlaufen, also nicht wirklich beabsichtigt. Meinen ersten Halbmarathon habe ich am 1. April in Berlin gefinisht, danach bin ich eine Woche lang 120 km durch Spanien gepilgert und dann war erst mal Schluss mit lustig, es gab eine ganz böse Überlastung, die ich erst mal auskurieren musste. Es war die Rede von einem 'Runners-knee' und dass ich mir besser eine andere Sportart aussuchen sollte. Das konnte und wollte ich aber nicht so hinnehmen, also suchte ich meinen ehemaligen Osteopathen Rene nach über fünf Jahren wieder auf und das war in der Tat eine sehr gute Entscheidung, denn Rene richtete es wieder auf seine ganz wundervolle Art und Weise.

Mit Wettkämpfen ging es weiter am 17.05. über 8 km; es war unser erster offizieller Wettkampf im benachbarten Holland, der Nachtlauf von Groningen. Doch so richtig optimal war es noch nicht mit meinem Knie. Dennoch lief ich den Aachener Nachtlauf am 06.07. über 5 km, wenn auch wieder ohne jede Zeitambition. Von diesem Druck habe ich mich erst mal frei gemacht, ich wollte nur noch zum Spaß an der Freud laufen. Das war überhaupt das Beste, was ich machen konnte: Druck raus nehmen! Ab da lief es dann mit einem Mal viel besser. Körperlich hatte ich zwar nach wie vor diverse Zipperlein (so auch eine sehr unangenehme Beckenbodenüberlastung, was mich auch eine weitere Laufpause kostete), aber mit Renes Hilfe ging es immer besser. Auf den Womens Run in Köln im August musste ich deswegen diesmal verzichten, doch auf Grund des wie immer heißen Wetters war ich überhaupt nicht traurig darum. Ich war trotzdem da und hab liebe Bekannte wieder getroffen und einen schönen Tag auch ohne Teilnahme gehabt. Ohne Druck ging es dann weiter am 02.09., da lief ich die 5 km-Runde beim 32. Hochwald-Nürburgringlauf mit, eine Runde mit 75 Höhenmetern auf den letzten 3 Kilometern. Auch hier war das Motto "Dabei sein ist alles". So lief ich auch am 29.09. in Köln beim 1. Energizer Nightrun ganz entspannt mit, wo es 5 km lang durch den dunklen Tanzbrunnen ging, ähnlich die Strecke wie beim Womens Run. Am 03.10. liefen Dirk und ich den Köhlbrandbrückenlauf über 12 km in Hamburg mit. Das war eigentlich der Zeitpunkt, wo es anfing bei mir wieder richtig rund zu laufen und Spaß zu  machen. Ob es auch daran lag, dass ich am 02.10. wohl meine letzte Zigarette geraucht habe, ich weiß es nicht. Aber von da an verbesserte sich mein Tempo mit und mit. Wo ich sonst eine gemütliche 7:30er Wohlfühlpace bei den langsamen Läufen hatte, komme ich heute meist an eine 7:00er - 6:50er Zeit. Das find ich echt Klasse - denn, na ja, es hat ja auch lange genug gedauert, bis ich endlich mal eine Verbesserung vermelden konnte. Sicher liegt das auch mit daran, dass ich inzwischen ab und an mal Tempoeinheiten mit in meine Läufe einbaue und inzwischen sogar gerne Intervall-Training mache. Somit kann ich wohl nur bestätigen, dass nur der schneller wird, der auch mal schneller läuft.

Ganz unerwartet durfte ich zum Jahresabschluss am 18.12. dann doch noch mein ATG-Debüt über 18 km feiern, wenn auch nicht unter eigenem Namen. Es hat so sollen sein, dass ich in letzter Sekunde für einen Bekannten von Sven und Melanie laufen konnte. Mit dem Ergebnis von unter 2 Stunden war ich sehr zufrieden und nun will ich im kommenden Jahr natürlich unter meinem eigenen Namen teilnehmen. Morgen steht ein letzter Lauf in diesem Jahr gemeinsam mit Dirk auf dem Plan. Ein symbolisch wichtiger Lauf, den wir aus dem Grund gemeinsam machen werden, ebenso, wie den angedachten gemeinsamen Lauf am Neujahrstag.

Meine Lauflandkarte 2012

Unterm Strich bin ich mit dem zu Ende gehenden Jahr doch sehr zufrieden. Zwischenmenschlich haben sich einige Beziehungen entzweit, andere sich wiederum vertieft. Besonders erfreulich ist die Entwicklung mit meiner Mutter für mich verlaufen. Neue Menschen sind in mein Leben getreten, interessante Begegnungen haben stattgefunden. Spirituell möchte ich sagen, dass ich einen großen Schritt weiter gekommen bin, gerade die letzten Wochen waren hier von Bedeutung. Daher bin ich sehr gespannt, wie es weiter gehen wird in 2013. Beruflich ist da immer noch eine kleine Baustelle, aber möglicherweise habe ich ja mit dem Beginn des Fernstudiums eine Weiche gestellt, wovon ich derzeit noch nicht wirklich Ahnung habe, wie es weitergehen könnte. Auf jeden Fall weiß ich, dass mit 45 der Zug noch längst nicht abgefahren ist. Es bleibt also spannend und ich bleibe offen, für alles, was kommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, dass ihr euch ebenso auf das neue Jahr mit all seinen Überraschungen und Herausforderungen freut. Allen Läufern wünsche ich viele schöne verletzungsfreie und glücklich machende Kilometer!

Einen guten Rutsch in ein wundervolles, friedliches und rundum 
zufriedenes neues Jahr wünsche ich Euch von Herzen!

Samstag, 29. Dezember 2012

Alle Jahre wieder

... ist Weihnachten dann auch wieder vorbei und diesmal ist es besonders entspannt, harmonisch und richtig schön gewesen. Null Stress, nicht zu übermäßig gegessen und genau das richtige Maß an Familie vs. relaxter Zweisamkeit, (und auch über die Geschenke gibts keinen Grund zur Klage ;-)). Mein Geburtstag ist nun auch schon wieder Schnee von gestern und, apropos gestern, da hatte ich einen wunderschönen Tag mit Renate in der Sauna, während die Hansen-Männer Soccern waren und es sich anschließend im Zollhaus mit diversen Bierchen beim Kartenspielen haben gut gehen lassen.

Heute gabs den üblichen Samstagskram, einen Besuch beim Optiker, (ausnahmsweise) ein gemeinsamer Einkauf, lecker Mittagessen mit beiden Jungs und danach einen Besuch in Maastricht. In Maastricht war die Hölle los, so viele Menschen hab ich in Aachen nicht mal samstags vor Weihnachten gesehen! Nur gut, dass wir nicht vor hatten, in einem der überfüllten Geschäfte etwas zu kaufen. Auf dem Weihnachtsmarkt am Vrijthof, der wirklich äußerst schön beleuchtet ist (die Buden waren allerdings eher mager, man könnte den Markt wohl auch Mützen- und Schalmarkt, gespickt mit deutschen Fressbuden nennen). Eine sehr schöne Atmosphäre zauberte die Eislaufbahn, die es schaffte, ein wenig Wintergefühl zu vermitteln. Dennoch war der Lütticher Weihnachtsmarkt, den wir am 1. Weihnachtstag besucht haben, trotz des Regens deutlich stimmungsvoller und daher wirklich zu empfehlen. So sitze ich nun hier bei einem Glühwein und bin voller Eindrücke der letzten Tage und gerate ins Philosophieren...

Doch zuerst ein paar Bilder aus Maastricht:













Alle Jahre wieder ist die Zeit zwischen den Jahren auch immer die Zeit, meine ganz persönliche Bilanz zu ziehen. Womit bin ich zufrieden, was möchte ich besser oder anders machen im nächsten Jahr? Da gibt es einiges, sowohl auf der Plus, als auch auf der Minusseite. Allemal genug, um im nächsten Jahr daran zu feilen, zu reifen, zu wachsen und sich vielleicht teilweise auch neu zu erfinden. Stillstand ist der Tod, alles muss daher fließen und in Bewegung bleiben; nichts ist schlimmer, als fest gefahren und starr dahin zu dümpeln. Und deshalb freue ich mich sehr auf  meinen magischen Neujahrstag, der für mich der Tag ist, an dem der große "Resetknopf" gedrückt wird. Zurück an die Startlinie und auf ein Neues! Neue Chancen, neue Ziele, neue Träume, neue Wünsche, neue Möglichkeiten, neue Impulse, neue Wege. Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Klingt schon ein wenig nach einem kitschigen Spruch fürs Poesie-Album. Aber versuchen kann mans ja mal, oder? Jeder Tag ist ein Geschenk und doch  lassen wir ihn unbewusst viel zu oft und mehr oder weniger fremdbestimmt an uns vorüber ziehen. Schema F, business as usual, die selbe Prozedur, wie jeden Tag. Ich möchte in diesem neuen Jahr vor allem weg von diesem "Opfer-Dasein" und zum bewussten Schöpfer und Erschaffer meines Daseins werden. Du bist was du denkst! Mit unserem Denken erschaffen wir schließlich unsere Zukunft. Und die soll bitteschön nie wieder den Gedanken haben: "Und, das wars jetzt?!" Ich mag mich nicht länger von dieser "Das Leben ist eine Tretmühlen-Theorie" einfangen lassen, nur, weil meine Großeltern auf Grund ihrer Umstände es so empfunden haben und dieses Denken an meine Eltern, und die es dann wiederum an mich weiter gegeben haben. Also heißt der Weg ab sofort "weg von diesen übernommenen Verhaltensmustern". Ich bin sehr gespannt, was das neue Jahr an Überraschungen, an Veränderungen mit sich bringt.

Wegen der schlechten Wetterprognose haben wir uns entschieden, nicht nach Münster zu fahren, sondern in Aachen zu bleiben. Hier soll es doch etwas freundlicher und sogar trocken bleiben. So werden wir zunächst im Kino den Hobbit anschauen und dann sehen, in welche Kneipe es uns in Aachen verschlägt (denn im Gegensatz zu Münster kennen wir uns hier aus). Vielleicht schauen wir uns später vom Lousberg aus das Feuerwerk an; von der Pontstraße aus ist man recht schnell dort oben.





Sonntag, 16. Dezember 2012

Mein ATG-Winterlauf-Debüt

Gute Vorzeichen gabs nicht gerade für den heutigen Lauf: ich hab sehr schlecht geschlafen und das Frühstück musste ich mir auch regelrecht runter zwängen. Aber als ich mit all den anderen Läufern dann gemeinsam im Shuttlebus saß, war ich glücklicherweise die Ruhe selbst - alles im grünen Bereich. Beim Einsteigen noch auf Monika getroffen, die wie immer sehr nervös war und mit ihrem Lauftreff an den Start ging.

Dann hieß es erst mal eine Stunde warten, während sich auch Arnd und seine Kollegen zu uns gesellten. Es wurde noch was gegessen, noch mal die Toilette aufgesucht, geplaudert und dann wurde es auch unangenehm frisch. Auf dem Weg zum Start mit einem Bunert-Mann aus Essen über Laufschuhe gefachsimpelt, es ist immer wieder schön, was sich so für Kontakte ergeben. Im Startblock noch sehr nett mit einer Dame ins Gespräch gekommen, die genau wie ich am 1. April ihren ersten HM in Berlin gelaufen ist, die Atmosphäre war sehr lustig und entspannt. Dann gings auch schon los, ich setzte meine Kopfhörer auf und beendete somit unseren Kontakt, wir wünschten uns gutes Durchkommen und viel Spaß.

Die Strecke, ich gehe da jetzt nicht groß auf besondere Einzelheiten ein, verdient wirklich jeden Respekt (nach ca. 6 km sah ich bereits das erste Mädel sich übergeben müssen).

Es lief gut bei mir. Ohne jeden Druck, einfach nur mit dem Ziel, gut anzukommen. Der Abschnitt übers freie Feld war dann schon heftig. Der Wind blies von vorne und seitlich, und Matsch und Pfützen säumten den Weg, hier gingen dann auch recht viele Läufer. Danach war allerdings das Schlimmste geschafft, es gab noch ein paar Wellen im Aachener Wald, aber ich hatte zu keiner Zeit einen Einbruch und geflucht hab ich auch nicht, was ich da überhaupt mal wieder tue. Nö, es war wirklich ein sehr schönes Lauferlebnis (mit Wetterglück) mit dessen Ergebnis ich mehr als zufrieden bin. Platz 1.948 von 2.156, das ist das Resultat meines heutigen ATG-Debuts. Von den Männern hat sich keiner verbessert zum Vorjahr, aber zufrieden waren dann doch alle am Ende. Ich denke mal, dass ich nächstes Jahr sicher wieder dabei bin, denn schließlich brauche ich noch eine richtig offizielle Zeit - heute war ich schließlich als Herr A. M. unterwegs :-).

Mein Schatz ist super stolz auf mich und hat mich wieder nicht so früh im Ziel erwartet. Aber ich gestehe, ich bekomme das Grinsen gerade nicht so wirklich aus dem Gesicht. Diese Distanz in so einer Zeit hätte ich wirklich nicht erwartet! Es ist erstaunlich, wie gut ich mich fühle. Klar, die Beine sind schon etwas schwer und vermutlich hab ich auch Morgen Muskelkater. Aber ich bin längst nicht so platt, wie vor zwei Wochen bei meinem 18 km  Lauf. Ein tolles Gefühl!

Ein paar Bilder vom Lauf, wo sogar die Kühe am Wegesrand die Läufer anfeuern ;-) :

Guter Dinge

Langsam wirds aber echt kalt


Bin echt gut drauf!


Wenn man hier ist, hat mans geschafft!

Endspurt runter durchs Ziel

Im Ziel Abstoppen nicht vergessen! 

Na, so fertig seh ich gar nicht aus



Happy Birthday, ATG :-)

Schickes Langarmlaufshirt von Saucony und die traditionelle Printe

Samstag, 15. Dezember 2012

Mehr oder weniger große Ereignisse

werfen ihre Schatten voraus. Wie schon im letzten Post geschrieben, nehme ich nun Morgen doch am ATG-Winterlauf teil - und langsam werde ich nervös. Dabei wollte ich das doch ganz lässig angehen, denn es ist für mich "nur" ein langer Lauf, wie jeden Sonntag, diesmal eben nur nicht alleine. Die anspruchsvolle Strecke, hier ist u. a. von einem welligen und kräftezehrenden Waldstück die Rede, sowie einem S-förmigen Feldweg, der je nach Witterung eine echte Herausforderung werden kann, stellt den Lauf somit für mich unter das Motto "dabei sein". Nicht ohne Grund habe ich bislang gezögert, hier mit zu laufen. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Stöhnen einer unserer Lehrerinnen, die, gerade neu an unserer Schule, sich zu einer Teilnahme vor zwei Jahren hinreißen ließ. Tagelanger Muskelkater trotz Gehen der halben Strecke waren das Resultat. Vor diesem Lauf habe ich also größten Respekt. Die Wetteraussichten sind momentan ja gar nicht so übel, schließlich wurde im vergangenen Jahr ein Abschnitt der Strecke wegen Glatteis umgeleitet. Das ist Morgen wohl nicht zu erwarten, stattdessen werden es um die 7 bis 9 Grad - einzig der Wind, der möglicherweise die ganze Zeit von vorne kommt, könnte es schwierig machen, dazu könnte es auch leicht regnen.

Die Playlist ist überarbeitet, nun gehts noch ans fine-tuning, ein rundum Körperpflegeprogramm steht gleich noch an. Was ich anziehen werde, hab ich auch in etwa im Kopf und dass wir mit dem Shuttlebus fahren ist nun auch geregelt. Da kommt so langsam doch Vorfreude auf.

Die nächste Woche steht jetzt schon unter den üblichen hektischen Vorweihnachtseinflüssen. Am Montag gibts den zunächst letzten Termin beim Hypnotiseur, wo ich mich hoffentlich noch von dem letzten Rest trennen kann, der mir nicht gut tut. Beim Rauchen klappts ja schließlich auch hervorragend, ich habe nahezu vergessen, dass Rauchen überhaupt noch existiert. Es ist schon Klasse, wie man auf diese Weise unliebsame Dinge aus dem (Unter)Bewußtsein eliminieren kann oder zumindest eine gewisse Gleichgültigkeit demgegenüber erzeugt. Mittwoch haben wir dann Eigentümerversammlung - ich hoffe, wir sind da fix durch mit allen Tagesordnungspunkten, Donnerstag steht ein Treffen mit einer Freundin an, die ich super lange nicht gesehen habe und worauf ich mich schon sehr freue, Freitag das Geburtstagsessen von Flo und dann sind auch endlich Ferien - zwei Wochen Urlaub! Bis dahin erwarte ich noch drei Lieferungen vom Christkind sowie die heute umgetauschten PureFlow gegen die PureCadence (geht wohl doch nicht ohne Stabilisation). Immer wieder geil, wie unproblematisch ein Umtausch mit gebrauchten Schuhen beim Runners Point möglich ist.

So, gerade noch ein wenig die Beine vertreten und eine Runde durchs weihnachtliche Dorf spaziert. Und jetzt harren wir der Dinge, die da kommen :-)


Donnerstag, 13. Dezember 2012

Liebe auf den ersten Blick

... nein, diesmal waren es keine Laufschuhe, sondern ein seltsames Gebilde, das ich in einem kleinen, wunderschönen und sehr urigen Laden in der Pontstraße in Aachen entdeckte (bisher war der mir noch nie aufgefallen!). Oder entdeckte es demnach vielmehr mich?? Schließlich hat es mich mit einem Auge angeschaut, als es so im Schaufenster hing. Es erinnerte mich sofort ein wenig an das Auge in Herr der Ringe, aber letztendlich ist es die Summe aller Symbole, die es in sich vereint, die es für mich zu etwas ganz Besonderem machen.

Es ist der Augenengelschlüssel,
der mich ab jetzt beschützt und mir ungeahnte Türen öffnet.

Eine dieser Türen ist da beispielsweise die für unmöglich gehaltene Teilnahme am diesjährigen ATG-Lauf am Sonntag. Schließlich ist die Warteliste nahezu so lang, wie die Teilnehmerliste selbst. Und da kam der Anruf von Sven, der von einem Kindergartenbekannten und seiner Nichtteilnahme sprach und fragte, ob ich die Startnummer haben wolle! Lange nicht mehr bin ich derart durch die Bude gehoppst vor Freude! Jetzt bin ich also dabei - unfuckingfassbar!

Ich bin sooo gespannt, wie es werden wird!!!

Zu guter Letzt gabs auf dem Weihnachtsmarkt ein langersehntes Geschwisterchen für meine seelenverwandte Himmlische Schwester von Michaela. Nun hat sie Gesellschaft in Mitten all meiner Engelschätzchen (und es werden immer mehr - wie schön!)




Sonntag, 2. Dezember 2012

18 km Pflicht- leider wenig Küranteile


In mein ansonsten so geliebtes Auenland sollte es heute gehen. Dort sollte es nach einer Runde (5 km) zurück in die Heimat gehen (+ 8 km) um dort noch eine kleine Standardrunde (+ 4 km) dran zu hängen. Mit dem Auto bis zum Teuterhof gefahren und guter Dinge gestartet. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass dieses Terrain heute so gar nicht mein Ding war. Vermutlich wegen der kompletten Stadionrunde gestern auf dem Vorfuss in den PureFlow taten mir etwas die seitlichen Sehnen an den Unterschenkeln weh. Ich nenn es daher mal Sehnenkater, halt ähnlich wie Muskelkater, nur an anderer Stelle.

Im Läufermekka Teuterhof war wie immer sonntags um diese Zeit mächtig was los, eben Läufer im Besonderen, Spaziergänger, Walker, Reiter mit Pferden tummelten sich im sichtlich versoffenen Wurmtal, das dem welligen Charakter einer Raupenbahn entspricht. Und genau das ging mir heute völlig gegen den Strich. Dieses rauf und runter, ich kann noch nicht mal sagen, was schlimmer war, rauf oder runter, dieser Betrieb, dieser Matsch - meine Beine muckten ganz ordentlich und kamen nicht dazu, sich mal groß zu erholen, da es so gut wie nie gerade lief. Auch die teils sehr schiefen, weg gespülten Wege machten mir zu schaffen. Mental fühlte ich mich da bereits an meine Grenze gekommen und da ich wusste, wie der Rückweg nach Herzogenrath noch verlaufen würde, wenn ich im Wurmtal bliebe, disponierte ich kurzerhand um und entschied mich zu einem Lauf an der Straße entlang. Für Dirk absolut unverständlich, wie er im Nachhinein meinte, da diese Strecke so hässlich und trist sei...

Die 5 km waren gefühlt das Einlaufen, denn ab da ging es endlich besser. Fester Boden unter den Füßen, gerade Radwege oder Bürgersteige ließen mich endlich rund und schmerzfrei laufen. Es war kalt und stellenweise windig, wo kein Schutz durch Häuser war. Gut, dass ich unter meiner langen Hose eine kurze angezogen hatte, so war mein Popöchen nur kalt, anstatt eiskalt.

Die 18 Kilometer (mit 130 Höhenmetern) zogen sich heute sehr und mehrfach verfluchte ich, dass wir hier so profiliert leben. Heute wäre mir nur nach schnurstraks gerade gewesen und gerade das bergab laufen empfand ich als sehr unangenehm. Mitten im Lauf bekam ich auch mal Magenkrämpfe und fürchtete schon, an der nächstbesten Haustüre klingeln zu müssen. Aber zum Glück erledigte sich das irgendwann auch wieder von selbst ohne Zutun.

Ziemlich missgelaunt kam ich dann zu Hause an, wo mich ein strahlender und sichtlich stolzer Dirk empfing. 18 km unter diesen Umständen waren für ihn ein Grund zur Freude. Er war regelrecht euphorisch, was aber auch an seinem langen und endlich mal wieder völlig schmerzfreien Lauf lag (seit September!). Mir fehlte die Power mich zu freuen. Mit Ach und Krach schaffte ich noch das Mittagessen zu bereiten und auch zu essen (selbst das strengte mich an und kurz war mir auch übel), dann gings erst mal wieder ins Bett.

Jetzt gehts mir wieder besser. Inzwischen weiß ich ja: Es gibt halt ab und zu auch solche Läufe; beim Fußball würde man sagen, es war kein schönes Spiel, aber Hauptsache gewonnen.

Samstag, 1. Dezember 2012

Lauf ABC - bei uns jetzt immer samstags

... "Ein regelmäßig durchgeführtes Lauf-ABC kann zu fühlbaren Temposteigerungen führen... Lauf-ABC sollte zum Aufwärmen vor jeder Einheit durchgeführt werden... Lauf -ABC verbessert die Laufbewegung, stärkt die Muskulatur und beugt aktiv Verletzungen vor"... Na wenn das keine Argumente sind!

Während mir Lauf-ABC bislang eher lästig, und ja, auch auf normalen Wegen ausgeführt sogar peinlich war, macht es mir mehr und mehr Spaß, samstags mit meinem Schatz auf die benachbarte Laufbahn des Gymnasiums zu gehen. Nach einem Kilometer Einlaufen führen wir die in dem u. g. Video gezeigten Übungen in der Regel zwei Mal hintereinander durch. Danach wird noch zwei Kilometer ausgelaufen und damit ist die Einheit auch schon beendet, 5 Kilometer reichen uns dabei. Von Mal zu Mal macht es mehr Spaß und auf der Bahn ist es auch überhaupt nicht peinlich. Ich überlege sogar ernsthaft, demnächst wenigstens ein Paar Minuten vor jedem anderen Lauf abzuzwacken, um mich doch mit der ein oder anderen Übung warm zu machen, gerade jetzt, wo die Temperaturen in den knackigen Bereich gehen.

Hab hierzu ein nettes, kurzes Video gefunden, für alle, die ein bisschen Inspiration brauchen ;-)

Donnerstag, 29. November 2012

(Nette) Begegnung im dunklen Wald


Das war heute mal wieder ein sehr schöner Lauf. Ohne Zeitziel, einfach drauf los, 10 Kilometer sollten es werden, damit ich den Monat mit 130 Kilometern abschließen kann.

Pretty in lightyellow dressed gings schon in der Dämmerung raus, vorher noch ne Runde ausgeguckt, die genau auf 10 auskommt. Nach dem ersten km-Piepsen war ich ganz erstaunt, dass es eine 6:45 pace war, gehts doch stetig bergan. Irgendwie hab ich jegliches Tempogefühl verloren. Kurz noch ein Steinchen aus dem Schuh gepuhlt und dann im 2. Kilometer die höchste Steigung bezwungen, demnach auch eine 7:25er pace. Ab da liefs aber einfach nur noch im flow bzw. im mizuno.

Ein sehr schönes Erlebnis hatte ich Ende des 7. Kilometers. Da lief ein Mann vor mir und gefühlt war er langsamer unterwegs. Ich kam also immer näher und näher und irgendwie wurde der immer schneller und schneller. Ich mir dann ein Herz gefasst und zum Überholen angesetzt, das Tempo merklich angezogen. Da hängt der Kerl sich doch glatt an meine Fersen und bleibt neben mir - ich fass es nicht. Nun denn, nach ein paar Metern fängt er eine Plauderei an, von wegen ob ich denn keine Angst so alleine im dunklen Wald hätte, was ich verneinte, was er wiederum ungewöhnlich fand und und und... Wir das Marion-Überholtempo haltend ein bisschen geplauscht, wenns mir auch eigentlich zu schnell zum Reden war, gings doch erstaunlich gut. Er meinte sogar, dass ich ja ein nettes Tempo laufen würde -haha, wenn der gewusst hätte!! Wie ich beim Auslesen dann später gesehen hab, war es ein 6:22er Schnitt beim 8. km - ich konnts kaum glauben! Dann musste ich noch mal abbiegen, um meine 10 km auch voll zu kriegen, wir uns nett verabschiedet, vielleicht sieht man sich ja noch mal, ich wieder ein bisschen Tempo raus genommen und die Runde war vorbei. Das Tempo war eigentlich wieder zu hoch und es waren auch immerhin 100 Höhenmeter drin, aber es war ein Lauf der Sorte "glücklich und zufrieden".

Und die neuen Schuhe sind wirklich super, wenn auch wie schon gesagt, etwas lauter beim Auftritt. Ich bin ja eher ein Leisetreter und es nervt mich, wenn jemand neben mir läuft, der trampelt oder platscht. Tja, da werde ich wohl die Musik künftig doch etwas lauter machen müssen, wenn der Mizuno mit mir läuft ;-)

Dienstag, 27. November 2012

Ups... so schnell kanns gehen

Dass diese super euphorische gute Laune-Stimmung nicht ewig anhält, war eigentlich klar. Da eine kleine Bevormundung, dort ein in die Privatsphäre eingreifen, hier ein bisschen über mich verfügen und des Weiteren eine chronische Unterforderung - da reicht allemal eine kleine, unbedarfte Kränkung, um auch mich mal wieder runter zu ziehen.

Ich hab mich von dieser komischen Stimmung doch tatsächlich einfangen lassen und das Kind in mir ist gerade ziemlich bockig. Umso schlimmer, weil es eigentlich auch gar keine Süßigkeiten mehr essen darf und rauchen tuts auch schon fast zwei Monate nicht mehr. Wo also hin mit all dem Frust und der negativen Energie?!?

Richtig! Die nagelneuen Laufschuhe an und Gas geben. Genau das werde ich heute nach Feierabend tun. Da kommt ein Tempodauerlauf oder ein Fahrtspiel genau richtig.

Sollen mich doch alle mal kreuzweise... Und die Sonne braucht jetzt auch nicht zu scheinen!

EDIT: Nach dem beknackten Arbeitstag gabs dann den angekündigten Befreiungslauf. Mit Ein- und Auslaufen und ein bisschen Tempo zwischendurch kam ich auf 8,2 km in Ø 6:33 . Spaß hats gemacht und die Laune ist auch wieder im grünen Bereich. Nebenbei die neuen Mizuno-Laufschuhe eingeweiht. Fühlen sich super an, kamen mir nur ein wenig laut vor...

Samstag, 24. November 2012

Meine neuen Schätze ♥


Endlich ist diese komische Woche um, endlich ist Wochenende! Schön wurde dies mit einem Frisörbesuch gestern eingeleitet, wobei das lange Sitzen dort immer Quälerei für meine Beine und meinen Piriformis-Popo ist. Deutlich aufgehellt und frisch gestylt gings schnurstraks in den Runnerspoint. Fein, ich bin alleine im Laden und habe das Glück, die ungeteilte Aufmerksamkeit eines motivierten, jungen Verkaufsberaters zu bekommen. "Ich brauche neue Laufschuhe, stabilisierte, und ich dachte dabei an den neuen Brooks Adrenalin 12... blabla". Ob ich schon mal eine Laufbandanalyse gemacht habe, ja, vor drei Jahren und ob ich noch mal will. Klar, Schuhe aus, Strümpfe aus, rauf auf das Gummiteil. Soweit keine Veränderung, der Fuß knickt immer noch ein, also bleibt es bei Stabilschuhen. 

Er bringt mir den Brooks irgendwas mit 12, fühlt sich gut an, aber noch nicht so ganz optimal. Eine halbe Nummer größer, schon besser. Dann bringt er mir noch ein anderes Modell von Brooks, ja supi, schon so gut wie gekauft. "Ich würde ihnen trotzdem gern noch ein oder zwei andere Schuhe zeigen, damit sie mal einen Vergleich haben," ok, es gibt jetzt den Mizuno Wave Inspire 8, ich bin begeistert! Wieder wird auf dem Laufband fest gehalten, wie ich darin laufe. Fühlt sich gut an, anders, aber wirklich gut. Ich habe vorne sehr viel Platz, der Schuh ist schön weich vorne und fühlt sich mittig sehr stabil an, prima! Jep, den nehm ich! "Und ähm, haben sie den Pure Cadence von Brooks in meiner Größe da, ich würde einfach nur mal gerne fühlen, wie der sich so anfühlt am Fuß", ich bin immer noch alleine und nutze das voll aus. Nach ein paar Minuten kommt er mit dem Pure Flow, nein, der Cadence ist gerade nicht da, aber der ist dem Flow super ähnlich. Ich bin optisch ohnehin schon sehr angetan von dem Schuh und ja, man könnte sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Als ich rein steige, entfleucht mir ein "Wow, wie geil is das denn!" und es ist einfach wie bei Romika: Reintreten und wohlfühlen! Selten hab ich einen Schuh am Fuß als sooo angenehm empfunden, den könnte ich mir auch als Alltagsschuh sehr gut an meinen Mädchenfüßen vorstellen. Ich will ihn gar nicht mehr ausziehen und frage, wie lange der Laden noch geöffnet hat, ob ich noch ein wenig laufen darf. Da ist mein Entschluss längst gefasst: ich nehme den auch noch. Außerdem gibts im Runnerspoint gerade die Aktion "das 2. Paar zum halben Preis", ich spare also 60 Euro! Jetzt hab ich also auch ein Leichtgewicht (213 gr.) und einen neuen für die längeren Distanzen. Ich freu mich wie Bolle und verlasse grinsend wie ein Honigkuchenpferd mit zwei Taschen den Runnerspoint, der inzwischen noch mal richtig voll geworden ist - Glück gehabt. 

Heute Morgen gabs dann die ersten 5 Kilometer im neuen Schuh auf der Bahn. Und sie laufen sich tatsächlich wie von alleine, das Lauf ABC ging noch mal einen schönen Schwung leichter von statten (oder liegts doch eher daran, dass es eben von mal zu mal leichter wird?). Morgen steht wieder lang und langsam an, aber mehr wie 16 km darf ich nicht, sagt Dirk, weil langsam steigern. 

Ob ich es riskieren soll, dann die neuen Mizunos einzuweihen? Besser nicht, oder? 

Menno, ich will aber...






10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...