Es ist Montagmorgen, ich schalte im Sekretariat den Rechner
ein und es erreicht mich folgende E-Mail:
„Liebe Frau Hansen!
Ich bedanke mich für
die einfühlsamen, verständnisvollen, beruhigenden Worte, die mir gut getan
haben.
Wie sagte doch einmal
ein Kollege so schön:
Die Schulleitung ist
der Kopf einer Schule.
Die Sekretärin ist das
Herz einer Schule.
Sie sind eine große
Bereicherung fürs Goethe, sowohl in menschlicher als auch in beruflicher
Hinsicht.
Vielen, lieben, herzlichen
Dank und Gruß!
G. XXXXXX“
Ich bin sehr gerührt und freue mich über diese Zeilen, die
mir das Gefühl geben, einen guten Job hier in der Schule zu machen und wohl
doch gar kein so übler Mensch zu sein, wie ich manchmal selber von mir denke.
Das war so einer dieser Momente, der mich zutiefst glücklich
macht. Wie es zu dieser Mail kam, ist kurz erklärt. Die Mutter dieser Lehrkraft
war in der Nacht zuvor verstorben, als mich der Anruf erreichte. Die Person war
völlig durch den Wind und mit der Situation total überfordert, vor allem mit
den ganzen Formalien, die jetzt noch anstanden. Normalerweise ist das ein
Thema, eine Situation für mich, mit der ich
mich selbst stets überfordert fühle. Die Nachricht vom Tode eines
nahe stehenden Menschen mitgeteilt zu bekommen, macht mich meist eher sprachlos
und hilflos. Die oben genannte Mail straft mich lügen, denn scheinbar habe ich
wohl doch die richtigen Worte gefunden.
Das zeigt mir, dass ich mit meinem Vorhaben, mich in dieser
Richtung weiterzubilden genau richtig bin – wie schön!
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