Montag, 1. Oktober 2012

Der richtige Weg


Es ist Montagmorgen, ich schalte im Sekretariat den Rechner ein und es erreicht mich folgende E-Mail:

„Liebe Frau Hansen!

Ich bedanke mich für die einfühlsamen, verständnisvollen, beruhigenden Worte, die mir gut getan haben.

Wie sagte doch einmal ein Kollege so schön:
Die Schulleitung ist der Kopf einer Schule.
Die Sekretärin ist das Herz einer Schule.

Sie sind eine große Bereicherung fürs Goethe, sowohl in menschlicher als auch in beruflicher Hinsicht.
Vielen, lieben, herzlichen Dank und Gruß!

G. XXXXXX“

Ich bin sehr gerührt und freue mich über diese Zeilen, die mir das Gefühl geben, einen guten Job hier in der Schule zu machen und wohl doch gar kein so übler Mensch zu sein, wie ich manchmal selber von mir denke.

Das war so einer dieser Momente, der mich zutiefst glücklich macht. Wie es zu dieser Mail kam, ist kurz erklärt. Die Mutter dieser Lehrkraft war in der Nacht zuvor verstorben, als mich der Anruf erreichte. Die Person war völlig durch den Wind und mit der Situation total überfordert, vor allem mit den ganzen Formalien, die jetzt noch anstanden. Normalerweise ist das ein Thema, eine Situation für mich, mit der ich  mich selbst stets überfordert fühle. Die Nachricht vom Tode eines nahe stehenden Menschen mitgeteilt zu bekommen, macht mich meist eher sprachlos und hilflos. Die oben genannte Mail straft mich lügen, denn scheinbar habe ich wohl doch die richtigen Worte gefunden.

Das zeigt mir, dass ich mit meinem Vorhaben, mich in dieser Richtung weiterzubilden genau richtig bin – wie schön!

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