Weil die letzten Läufe sich irgendwie anstrengend anfühlten, wollte ich gestern mal gezielt wieder etwas langsamer laufen. Die ersten 5 Kilometer ging es im absoluten Wohlfühlmodus durch den zum Glück wieder schneefreien Wald, ich lief ein Tempo, bei dem ich nonstop hätte plaudern können. Gefühlt also nicht anstrengend, sondern sehr angenehm und das, wo es die ersten drei Kilometer leicht bergan geht. Um aber auch bei diesem Lauf einen Reiz zu setzen, laufe ich die letzten beiden Kilometer ein bisschen schneller. Das passierte nahezu automatisch, eben weils auch leicht bergab ging. So kam ich im letzten Kilometer auf eine pace von 6:06, die sich irgendwie überhaupt nicht anstrengend anfühlte.
Heute ging es wieder mit Dirk auf die Bahn zum gemeinsamen Lauf ABC. Diese Einheiten gefallen mir inzwischen richtig gut und machen vor allem auch sehr viel Spaß. Ich liebe den weichen und ebenmäßigen Untergrund der Tartanbahn, die immer schön sauber ist, so dass man ohne hinzuschauen drauf los laufen kann und keine Angst haben muss, über Stock oder Stein zu stolpern. Meine nur für die Bahn genutzten leichten Brooks Laufschuhe tun ihr übriges dazu, dass sich das Laufen noch viel schöner als sonst anfühlt.
Ich hatte vor, heute wieder meine 4 x 2 km Einheit zu machen (2 km einlaufen, 2 km Lauf-ABC, 2 km Tempodauerlauf und 2 km auslaufen). Alleine waren wir auch heute wieder nicht; drei Jungs vom Leichtathletikverein wurden von ihrem Trainer gedrillt, aber in die Quere kamen wir uns nicht. Bereits beim Einlaufen kam ich auf 6:35 im ersten und auf 6:22 im zweiten Kilometer. Eigentlich für Einlaufen viel zu schnell, aber es fühlte sich überhaupt nicht schnell an. Dann kamen 2 Kilometer Lauf-ABC - die Übungen machen scheinbar nicht nur Spaß, sondern zeigten jetzt auch ihre Wirkung und fallen immer leichter. Anfersen, Hopserlauf, Skippings, Einbeinsprünge und Rückwärtslaufen, dazwischen immer wieder gehen, später noch zwei Steigerungsläufe, das Ganze zweimal. Es folgten die zwei Kilometer Tempodauerlauf und ich gab Gas. Wieder fühlte es sich nicht wirklich schnell an, ich atmete gleichmäßig und lief ruhig. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir eine 5:40 an. Nein, never, das kann nicht sein! Ich laufe unbeirrt weiter, im Glauben, dass meine Uhr irgendwie spinnt, ich laufe doch überhaupt nicht so schnell, geht es mir durch den Kopf. Als auch der zweite Kilometer mit einer 5 davor endet, glaube ich immer noch, dass die Uhr nicht richtig gemessen hat, mich der Satellit eventuell wie in Hamburg verloren hat oder was auch immer. Für die Kilometer 7 und 8 wechsle ich meine Schuhe. Im ersten Moment fühlt es sich an, als habe ich Holzgaloschen an den Füßen. Auslaufen, ich reduziere das Tempo und laufe gefühlt sehr gemütlich, lasse die Uhr Uhr sein und schaue erst wieder darauf, als Kilometer 8 zu Ende ist, um die Uhr zu stoppen. Dort steht eine 6:08. Wieder glaube ich nicht, was die Uhr anzeigt. Während Dirk noch weiter seine Intervalle durchzieht, dehne ich mich in Ruhe und gehe dann nach Hause, um nicht allzu sehr auszukühlen.
Zu Hause angekommen schließe ich die Uhr am Rechner an und kann wirklich kaum glauben, was dort steht. Erst als Dirk nach Hause kommt und mir versichert, dass es mit Sicherheit stimme, was dort steht, fange ich an zu glauben, dass ich wohl tatsächlich Fortschritte gemacht habe und schneller geworden bin. 'Es fühlte sich überhaupt nicht so anstrengend an, das kann nicht stimmen', geht es mir immer wieder durch den Kopf. Es hat Spaß gemacht, es war gut zu schaffen. Und je mehr ich es sacken lasse, umso größer wird die Freude. Auf dieses samstägliche Bahntraining möchte ich nicht mehr verzichten. Für nächsten Samstag hat mir mein personal coach jetzt einen 5 km Testlauf in 5:50 aufgebrummt. Er meint, ich solle mir ruhig mal etwas zutrauen. Nun denn, ich bin jetzt schon ganz aufgeregt!
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Samstag, 16. Februar 2013
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