Es gibt Erfahrungen, die muss man machen, um wieder klarer zu sehen. So wie heute.
Vor
einigen Wochen bekam ich eine Einladung zur Abschlussfeier einer der
beiden Schulen, für die ich zuletzt gearbeitet habe, bevor ich zu
ATESTEO gewechselt bin. Eine Stelle im öffentlichen Dienst freiwillig zu
kündigen, das war eine lange und intensive (und ja, auch schwere)
Entscheidung. Aber, der Leidensdruck war am Ende so groß und der Zufall
ergab es, dass ich eine Stelle in der freien Wirtschaft bekommen konnte.
Das ging dann alles sehr schnell und ich bin nach meinem Urlaub nicht
mehr zurück gekommen, hab mich daher auch nicht groß verabschiedet. Bloß
weg!
Heute, als ich nun tatsächlich zurück in die
Schule bin, um an dieser allerletzten Abschlussfeier teilzunehmen*,
denn die Schule schließt und wird jetzt eine Gesamtschule (für die ich
dann hätte arbeiten sollen), habe ich wieder die Bestätigung bekommen,
dass es die absolut richtige Entscheidung war, zu gehen.
Nein,
wenn ich ehrlich bin, habe ich das nie wirklich in Frage gestellt.
Dennoch ist es eine tolle Bestätigung, zu fühlen, dass ich alles
richtiger als richtig gemacht habe, sofern das überhaupt möglich ist. Es
gibt Menschen, mit denen möchte ich einfach nichts mehr zu tun haben,
Menschen, denen die Falschheit ins Gesicht geschrieben steht, die ich
nicht mehr um mich herum haben möchte, mit denen ich auch nicht mehr
reden mag.
Da denke ich doch lieber an meine heutige
Mittagspause mit meinen lieben Mädels, allen voran Wiebke, Kristine und
heute auch Sylvia; (unsere Lydia ist leider noch krank), alles ganz
liebe Seelen, mit denen ich mich prima verstehe. Wenn wir zusammen Essen
fühle ich, dass ich angekommen bin. Ich habe sehr nette Kolleginnen und
Kollegen, habe ein schönes Büro, einen echt tollen, sehr entspannten
Chef und einen Arbeitsbereich, der mich ausfüllt, der abwechslungsreich
ist und meistens auch richtig Spaß macht. Das Allerbeste aber sind meine
Arbeitszeiten von wöchentlich 28 Stunden, die ich darüberhinaus auch
noch völlig flexibel gestalten kann. Jeden Morgen, wenn ich jetzt (seit
April) im Wald unterwegs bin vor der Arbeit, danke ich dem lieben Gott
für diesen Umstand - kein Scherz, ich bin sehr dankbar für diese kleine
Form von Freiheit.
Das heutige Erlebnis war nun
hoffentlich der notwendige Schlussstrich, endgültig mit diesem Thema
abzuschließen. Alles hat wohl so sollen sein, auch wenn ich das Gefühl
hatte, drei Stunden meines Lebens heute Nachmittag sinnlos vertan zu
haben. * Denn eigentlich sollte ich heute mein Arbeitszeugnis bekommen,
nach knapp 10 Monaten! Aber auch das hat heute nicht funktioniert.
Egal. Ich mache jetzt einen noch fetteren Haken an die Sache - steckt
euch das Zeugnis doch sonstwohin, ich habe eh nicht vor, die Stelle noch
einmal zu wechseln. Wenn ich dort aufhöre, dann widme ich mich ganz der Schreiberei und verprasse den dicken Lottogewinn, der mir das ermöglicht (ja ja, is ja gut, ... träumen wird man ja noch dürfen ;-)) ...
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
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