Nach der Arbeit heute gleich zum Physio, diesmal bitte einmal durchkneten statt pieksen, der Nacken ist ziemlich verspannt. Ab durch den Berufsverkehr nach Hause, in die Laufklamotten und los. Die Stirnlampe hatte heute ihre Premiere. Erst mal aus gelassen, weil der Weg zum größten Teil beleuchtet ist. Die knappen 10 Grad fühlen sich toll an, ich bin genau richtig angezogen und hab wieder meine Musik dabei. Also läufts vom ersten Moment an richtig gut. Nach dem ersten Kilometer muss ich mich entscheiden, ob ich einen etwas knackigeren, aber beleuchteten Weg wähle, oder in den dunklen Wald hinein laufe. Ich entscheide mich natürlich für den dunklen Wald, die Lampe hatte ich zuvor schon eingeschaltet. Cool! Man sieht richtig gut damit, wenn auch nur maximal 3 - 5 Meter. Angst hatte ich erst mal nicht. Bis zum ersten lauteren Geräusch, das nicht aus meinem MP3 Player kam. Blick rechts, Blick links, nur Büsche, sonst nichts. Da kam mir dann zum ersten Mal der Gedanke, was wäre, wenn die Lampe jetzt ihren Dienst schon versagt?! Diesen Gedanken wollte ich aber nicht weiter ausdehnen . Dann wieder ein Geräusch! Wieder ein hektischer Blick rechts, ein hektischer Blick links. Nichts. Konzentrier dich auf die Musik und lauf weiter, das war sicher nur ein Tier. Also, weiter gehts. Und allmählich komm ich wieder in beleuchtetes Gelände. Ich fühle mich toll und die Luft in Kombination mit meiner Musik verschafft mir das so geliebte Laufgefühl. Es wird wieder kurz dunkel und am Rand auf einer Bank glimmen zwei Zigaretten. Zwei Jugendliche, die ich ignoriere. Mir kommt der Gedanke, dass ich ja eigentlich recht schutzlos bin, denn von hinten seh ich ja nichts kommen und durch meine Musik höre ich auch nicht sonderlich viel. Klar, ein Klingeln, ein Rufen würde ich schon hören, auch vorbei fahrende Autos höre ich, aber wenn jemand recht leise von hinten angelaufen käme..... Ich laufe in eine kleine Siedlung rein und gut ists wieder mit den komischen Gedanken. Den Berg rauf merke ich kaum, weil die Gedanken etwas nach hängen. Oben angekommen gehts nur noch an der Straße entlang, die mäßig befahren wird, eine Verbindungsstraße zwischen zwei Ortschaften. Ich laufe auf dem Radweg und es fängt kurz an zu regnen. Ein kleiner Tiger mit leuchtenden Augen schleicht sich an mir vorbei, hat sicher mehr Angst als ich, ich bin aber froh, dass die Katze mich nicht anfaucht. Es ist herrlich, wie ich diesen Lauf genieße. Die Dunkelheit hat so etwas beruhigendes finde ich. Ja, ich kann mich ehrlich gesagt sehr für diese Läufe (wohl auch wegen der Temperaturen) begeistern. Ich würde lieber 10 x bei diesem Wetter im Dunkeln laufen, als 3 x bei 25 Grad im Hellen! Am Ende meines Laufs gehts noch mal ein Stück bergab und ich lasse einfach laufen, grinse und genieße. Die letzten 300 Meter noch mal an unserem Weiher entlang, es ist einfach nur schön!
Glückliche und sehr zufriedene 7,8 km in 7:10 pace mit 100 Höhenmetern gelaufen. So fühlt sich laufen für mich richtig gut an - so kann es gerne bleiben und weiter gehen.
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
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