Sonntag, 15. April 2012

Frau H.punkt ist dann auch mal weg... Teil 2

Hm... also, das mit dem kurz fassen ist irgendwie wohl doch nicht so mein Ding. Übers Schreiben kommen die Details zurück ;-)

Tag 2: Der Morgen ist kühl und der Rucksack ist Hölle-schwer! Die Stöcke nerven mich, da sind wir noch keine 100 Meter unterwegs. Es dauert eine Weile, bis wir aus der Stadt heraus sind und endlich, endlich dann so richtig auf dem Camino sind (der natürlich auch durch Städte führt).

Die Schönheit des Camino erschließt sich einem vom ersten Augenblick an. Herrliche Landschaft so weit das Auge reicht. Ein Gefühl von Freiheit kommt in mir auf. Ich liebe ja dieses frische, kühle Wetter ohnehin sehr, doch hier, mit dieser Weite, bekommt das Gefühl dadurch noch einen schöneren Beigeschmack. Nach ca. 10 km landet mein erster Walking-Stock an einen Baum, woraufhin mich später eine leicht aufgebrachte spanische Pilgerin auf spanisch in Sachen Recycling (ich denke, sie meinte Müll) zurecht weist. Mir egal, ich hab sie ja nicht verstanden und so ganz unrecht hat sie auch nicht. Aber es war weit und breit kein Mülleimer zu sehen und ich musste das Ding ganz dringend los werden. Und vielleicht konnte es ja auch noch jemand anderes gebrauchen. 

Heike, Karel und ich plaudern wild drauf los. Der Rucksack ist der Hammer und gewiss meine Prüfung schlechthin. Ich überlege, wovon ich mich unbedingt trennen muss bzw. möchte. Jedes Gramm zählt. In der Herberge in Ventosa beziehen Heike und ich das einzige Doppelzimmer, welches Heike im Vorfeld für uns gebucht hat. Die Herberge ist schön, die Herbergsmutter begrüßt uns freundlich auf deutsch und endlich kaufe ich dort meine Pilgermuschel für meinen Rucksack. 



Wir freuen uns über das tolle Zimmer mit Bad, Handtüchern und Duschgel. Hier haben wir also definitiv schon etwas falsch geplant. Da wir vor hatten, möglichst nur in Notfällen in den Schlafsälen der Herbergen zu übernachten und ansonsten immer ein Doppelzimmer nehmen wollten, erschließt sich uns nicht wirklich die typische Atmosphäre  in den Herbergen. Aber ehrlich gesagt, kann ich darauf auch verzichten; 20 Leute oder mehr in einem Schlafsaal, feuchte Klamotten, Schnarchen, nee, das muss ich nicht unbedingt freiwillig haben. So kann man denn unsere Reise durchaus als Luxus-Pilgern bezeichnen.

Wir haben mal wieder Hunger und suchen die einzige Bar im Ort auf. Dort spielen einheimische, alte Männer Karten, schauen Fußball auf dem großen Flat (ein Muss für jedes Lokal in Spanien), und beäugen die Pilger, die sich am Cafe con leche aufwärmen. Die Küche ist bereits zu, also bestellen wir mit jedem Rotwein eine Schale Olivas (auf die Gefahr hin, von Durchfall heimgesucht zu werden). An der Theke beim Bestellen höre ich von rechts plötzlich "deutsch" und komme mit Linda aus Aachen !! und Lukas aus Südtirol ins Gespräch - unsere Wege kreuzen sich dann immer wieder, witzig! Bin sehr gespannt, ob ich Linda einmal in Aachen begegnen werde :-). Lukas ist für mich der personifizierte Jesus, der auf Stippvisite auf der Welt unterwegs ist; er läuft nicht mit Wanderschuhen und sonstiger Outdoor-Ausrüstung über den Camino sondern in ziemlich ausgelatschten Vans und einem Indio-Poncho oder so ähnlich! Der kleine, tätowierte und gepiercte Südtiroler strahlt immer und hat immer einen weisen Spruch parat. Unglaublich, welche Positivität von ihm ausgeht.

Karel erzählt uns dann von seinen Theaterstücken, er ist Laiendarsteller. So sehr wir bis dahin auch gelacht haben, mussten wir mit einem Mal alle Drei weinen, um im nächsten Moment darüber auch schon wieder zu lachen. Ist es der Camino oder der Rotwein, der die Gefühle raus lässt? Später essen wir im einzigen, der Herberge angeschlossenen Restaurant, unser erstes Pilgermenu zum Preis von 10 Euro. Wir gehen früh ins Bett, denn morgen gehts früh weiter.

Ich schlafe gut in dieser Nacht und werde am Morgen um 6:30 Uhr von überaus angenehmen, koralen Gesängen geweckt, die durch das Treppenhaus der Herberge ertönen. Ich bin sicher keine Betschwester, aber auf solche Weise geweckt zu werden, das hatte wirklich was. 

Tag 3: Unser heutiges Ziel heißt Sto. Domingo de la Calzada. Da die Bar so früh morgens noch geschlossen hat, laufen wir erst mal 10 km, bis wir im nächsten Ort eine Bar erreichen, wo wir frühstücken können. Das Wetter läßt wie immer zu wünschen übrig. Es ist kalt und der Wind pfeift konstant von vorne, egal, in welche Richtung man auch läuft. Irgendwann fängt es an zu regnen. Heute haben wir knapp 30 km vor uns. Der Weg zieht sich wie Kaugummi. Die von uns gesuchte Privatherberge gibt es nicht mehr, wie uns ein freundlicher Anwohner mit Händen und Füßen erklärt. Frust macht sich breit, der Weg heute war lang und die Rucksäcke schwer. Wir wollen nicht mehr groß weiter gehen. Es ist echt Scheiße, wenn das angepeilte Ziel nicht mehr existiert! Wir laufen noch einen Ort weiter, stoßen auf eine Bar, die einzige im Ort. Eine andere Herberge finden wir nicht. Eine freundliche irische Familie begleitet uns, sie kennen den Weg. Der erste Eindruck ist furchtbar! Kalt, unfreundlich, alt und brüchig und auf Grund der vielen Schuhe im Flur vermutlich auch schon voll. Nein, hier bleiben wir auf keinen Fall - da sind wir uns zum Glück alle einig. Also zurück zur Bar, wir haben schließlich Hunger und sind nass und durch gefroren. Doch wieder hat die Küche zu. Wir bekommen den letzten Teller Gemüsesuppe mit Brot und drei Löffeln. Selten war ein Teller Suppe und trockenes Weißbrot so lecker!


Wir versuchen, den Wirt dazu zu bewegen, uns ein Taxi zu rufen. Die 5 km bis Sto. Domingo schaffen wir nicht mehr zu Fuß - zu kalt, zu unmotiviert, zu hungrig. Doch der gute Mann verweist ständig nur auf eine Visitenkarte an seiner Pinnwand, wir sollen gefälligst selber anrufen. Sehr nett, wirklich. Er läßt sich nicht umstimmen und keiner von uns traut sich zu, dort anzurufen. Dann geht die Türe auf und unser rettender Engel in Form von Briony, einer ganz süßen Spanierin, ebenfalls pilgernd unterwegs, kommt herein. Sie spricht ein erstklassiges Englisch und erklärt sich sofort bereit, uns zu helfen. Sie bestellt nicht nur ein Taxi für uns, sondern bucht uns auch ein Zimmer bei den Zisterzienserinnen im Hostal. Wir sind glücklich!


Eine Stunde später verabschieden wir uns herzlich von Briony und sitzen kurz darauf im Taxi, das uns genau vor dem Eingang des Hostals absetzt. Hier erwartet uns die herzliche Freundlichkeit der Nonnen und endlich ein warmes, gemütliches Zimmer mit Bad, Handtüchern und natürlich Duschgel. Hier trenne ich  mich von meinem Duschtuch und der Hälfte meiner Kosmetika, auch Heike lässt die ein oder andere Tube hier.



Am Abend gehts in die Stadt zum Essen des Pilgermenus II. Immer wieder laufen uns dieselben Mitpilger über den Weg. Nach dem Essen zieht es uns sofort ins Hostal, es ist einfach zu kalt, um die Stadt zu erkunden, derweil besucht Karel noch die Messe im Dom Sto. Domingos de Calzadas.

Am Morgen werden wir von Glockenläuten geweckt. Mit gepacktem Rucksack gehts zum sehr mageren Frühstück (Weißbrot, Kaffee mit zu viel Milch wie immer und Aprikosenmarmelade). Unser heutiges Tagesziel heißt Belorado. Karel wird sich heute von uns trennen, wir sind ihm zu langsam ;-)).

Tag 4: Stadtauswärts sehen wir viele Störche, die sogar klappern. Ein toller Anblick, so ein Storch in einem Nest auf einem Kirchturm. Bis zur nächsten Bar kommt Karel noch mit, dann verabschieden wir uns. Für Heike und mich auch ein neues Gefühl, denn bis dahin waren wir nur auf dem Zimmer alleine. Jetzt reden wir über Dinge, die Frau nicht unbedingt in Anwesenheit eines Mannes bespricht ;-). Unterwegs kommen wir plötzlich in ein Gewitter mit Hagelschauern. Der April zeigt sich von seiner allerbesten Seite, auch in Spanien.  Nach ca. 25 km kommen wir in Belorado an. Die Herberge (mit Hotel) lachte uns unterwegs immer wieder von diversen Postern an, also zögerten wir nicht lange und nahmen uns dort ein Doppelzimmer. Leider entpuppte sich die Herberge als absoluter Blender, die Heizung war kalt, ebenso das Wasser, das aus den Hähnen kam. Es kostete mich enorme Überwindung, so verfroren wie wir ohnehin wieder waren, in die lauwarme Dusche zu steigen - fürchterlich! Also, eine schöne bunte Fassade verspricht nicht unbedingt ein warmes Inneres. Abends schlendern wir in den Ort und genehmigen uns das Pilgermenu III und sind auch an diesem Abend wieder früh im Bett, nach dem es im Barbereich noch einen Rotwein-Absacker gab. Auf der Leinwand wurde eine DVD über den Camino gezeigt - wunderschöne Impressionen, die Lust auf die nächste Etappe machten.


Tag 5: Nur allzu gerne verlassen wir die kalte Unterkunft und begeben uns bei ganzen 2 Grad Celsius um 8 Uhr auf den Weg, diesmal gehts nach San Juan de Ortega. Eine recht anspruchsvolle Etappe mit einigen Höhenmetern und einer über 12 km langen Strecke durch den Wald, ohne die Möglichkeit einer Einkehr, liegt vor uns. Der Camino schlängelt sich durch die Landschaft wie ein Lindwurm und an der letzten Einkehr vor dem 12 km Anstieg treffen wir erneut auf Linda und Lukas und trinken eine Cola. Wir kaufen noch ein Wasser, gehen noch mal auf die Pippibox und dann gehts auch gleich mit einem sehr knackigen Anstieg los. Unser Weg der optischen Täuschung, wie wir ihn nannten, bietet hinter jeder Kurve, an der wir meinen, es geht nicht mehr höher, einen weiteren Anstieg. Unglaublich. Heike ist von den Anstiegen recht bald demotiviert. Doch irgendwann muss es schließlich auch wieder runter gehen. Durch den kahlen Wald, der noch voll im Winterkleid steckte, erreichen wir irgendwann am Nachmittag den Ort San Juan de Ortega, der ganze 18 Einwohner hat. Die nächste Ortschaft wäre noch 3,5 km weiter, doch wir können und wollen nicht mehr weiter, bleiben dort und mieten uns ein schönes, nein, ein sehr schönes, Doppelzimmer mit Bad, Bidet und BADEWANNE!!! Doch erst ziehen wir fix unsere Galoschen aus, stellen die Rucksäcke in die Ecke und genehmigen uns zwei wohlverdiente Bierchen in der einzigen Bar im Ort, wo wir später auch zu Abend essen. Dies war übrigens der einzige Sonnentag, der uns natürlich prompt einen Sonnenbrand bescherte. Aber warm war es trotzdem nicht und der Wind pfiff auch wie immer mächtig von vorne.


Nach einem wohltuenden Bad aßen wir mit den beiden Polinnen Gocha und Nathalia, die jedoch seit Jahren schon in Edinburgh leben, zu Abend. Es war ein sehr interessanter Abend und die beiden waren sehr gesellige Tischgenossinnen, mit denen wir uns auf englisch sehr gut unterhalten konnten. Hier aßen wir zum ersten mal die traditionelle Morcilla, eine Spezialität dieser Region. Wirklich lecker, wenn man beim Essen vergisst, dass es Blutwurst ist.



Von San Juan de Ortega aus gehts am nächsten Tag zu unseren letzten Etappe, nach Burgos. Bis dahin sind es noch ca. 28 km, die vor uns liegen. In Burgos haben wir dann einen ganzen Tag zur Verfügung, bis es dann wieder zurück nach Hause geht. Dort treffen wir noch einmal auf Karel.
               
                                                                                          Fortsetzung folgt...





Frau H.punkt ist dann auch mal weg... Teil 1

Heute morgen werde ich mit ziemlichen Rückenschmerzen im oberen Bereich wach. Ich habe Angst, mir gestern bei den letzten 2 km, die ich gehen musste, irgendeine Form von Erkältung an den Bronchien oder Lungen eingefangen zu haben, es tut weh beim tiefen Durchatmen, der komplette Brustkorb wirkt wie eingeschnürt, ganz taufrisch ist der Kopf- und Nackenbereich auch nicht. Wie ich mich gerade ohne Ibu800 fühlen würde, möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen. Vermutlich hats mich nun, wo sämtliche Anspannung von mir gefallen ist, doch erwischt. Die ganze Kälte der letzten beiden Wochen, die mich immer wieder umgeben hat, scheint nun ihr Ziel zu erreichen. Ich hoffe, Morgen ist alles wieder gut, denn dann geht der Alltag wieder los. Die zwei Wochen frei waren definitiv zu kurz, von Erholung irgendwie keine Spur; ich denke, ich bräuchte noch ein oder zwei Tage zum downloaden.

Es wird langsam Zeit, mal den Bericht zu der Pilgerwoche zu schreiben. Doch irgendwie wollen die Worte genauso wenig kommen, wie die Lust, mich bei irgendwem zurück zu melden. Eigentlich möchte ich mich wieder ins Bett legen, doch ich denke, ich fange einfach mal an zu schreiben. Vielleicht kommt ja doch ein halbwegs passabler Bericht dabei heraus. Also, here we go:

Tag 1: Es ist (Grün)Donnerstag, der 05. April 2012 und ich verlasse um 6:40 Uhr mit einem leichten Kribbeln im Bauch das Haus. Hab ich auch wirklich alles dabei? Ticket, Geld, Pass, Schuhe, Klamotten - ich gehe alles in Sekundenschnelle noch einmal im Kopf durch, bevor ich die Haustüre zuziehe. Einen Schlüssel brauche ich nicht, denn Dirk holt mich ab in einer Woche und abschließen muss ich nicht, denn Flo schlummert derweil seinen seligen Osterferienschlaf. Es ist noch dunkel und ziemlich frisch. Ich schwinge den knapp 10 Kilo schweren Rucksack zum ersten Mal auf meinen Rücken und stapfe durch den dunklen Morgen an meinen Nachbarn vorbei Richtung Bahnhof. Um 07:07 Uhr geht mein Zug bis Düsseldorf Hauptbahnhof, wo ich mich mit Heike treffe. Unterwegs kaufe ich mir zwei Brötchen und fühle mich in meiner Wandermontur wie ein Fremder auf der Durchreise in der heimischen Bäckerei.

Der Zug ist ziemlich leer und ich setze mich ans Fenster, beobachte den neuen Tag, wie er so langsam erwacht. Laufwege, überall sehe ich herrliche Laufwege. Ich versuche umzudenken, ab jetzt heißt es Wanderwege für mich. Entschleunigen ist die Devise dieser Woche. Ich bin wirklich gespannt, wie ich mit der Distanz und dem schweren Rucksack klar kommen werde. Wie wird es mit Heike funktionieren? Schließlich kennen wir uns so gut wie gar nicht, nur vom Schreiben. Machen meine Füße brav mit? Werden die Knie Ärger machen? Die Gedanken hüpfen hin und her, während sich der Zug füllt. Gibt es eigentlich noch Menschen, die ohne Knopf im Ohr unterwegs sind, außer mir, meine ich? Alle, egal wie alt, alle haben Knöpfe im Ohr, hantieren mit ihren Handys, iPods oder MP3-Playern herum. Früher hat man im Zug gelesen...

In Düsseldorf angekommen ziehe ich mir erst einmal mein warmes Fleeceshirt an, die Kälte wird der rote Faden dieser Reise sein - sie zieht sich durch alle Tage hin durch. Ich treffe Heike und wir freuen uns, holen uns erst mal einen wärmenden Kaffee und steigen in den Zug weiter zum Flughafen. Dort angekommen checken wir online ein und es gibt den nächsten Kaffee. Alles läuft wie am Schnürchen. Der Flieger ist voll, es sind auch einige Schalke-Fans dabei, die ebenso wie wir das Ziel Bilbao haben. Nach 1:45 Stunde landen wir auf dem regnerischen Flughafen von Bilbao, und Heike lebt noch ;-)) (sie hat ziemliche Angst beim Start und beim Landen). Schnell bekommen wir unsere in Müllsäcke eingepackten Rucksäcke und steigen ins nächstbeste Taxi, das uns zum Bushof Bilbao fährt. Nach kurzer Wartezeit steigen wir in den Bus, der bis Logrono fährt, es dauert ca. 2 Stunden, bis wir dort ankommen. In Logrono werden wir auf Karel und Judith stoßen, die im selben Hotel wie wir übernachten (Heike kennt die beiden aus dem Pilgerforum). Judith hat heute ihren Camino bei km 0 beendet, Karel ist bereits seit 3 Tagen unterwegs und wird uns eine Weile begleiten. Das Hotel ist ok und nach kurzem Frischmachen gehen wir mit Judith und Karel in die Altstadt zurück, wir haben schließlich Hunger. Logrono ist eine schöne Stadt und wir finden eine Bar, in der wir Pinchos essen und den ersten Rotwein trinken (auch der zieht sich durch wie ein roter Faden). Später, Karel's Beharrlichkeit sei Dank, kommen wir doch noch in den Genuss, die Gründonnerstagsprozession in Logrono erleben zu dürfen. Ein unglaublich beeindruckendes Spektakel! Trommelnde und Kreuze tragende Menschen in Büßergewändern mit KuKluxKlan-Kapuzen  verursachen mir eine Gänsehaut - sehr mystisch!



Wir verbringen einen schönen Abend und fallen dann doch recht müde ins Bett - reisen ist anstrengend. Am nächsten Tag gehts gegen 8 Uhr gemeinsam mit Karel los mit unserer ersten Etappe von Logrono bis Najera; wir lassen es mit 20 km für den ersten Tag ruhig angehen.

So - und nun gibts einen Zeitraffer, also keine Angst, dass nun jeder Tag so detailliert von mir beschrieben wird. Leider hatte ich während der Reise überhaupt keine Lust zum Schreiben und aus dem Grund gibts jetzt nur noch etwas aus der groben Erinnerung. Obwohl es erst 3 Tage her ist, seit wir zurück gekommen sind, ist es schon wieder irgendwie unwirklich.

                                                                                  Fortsetzung folgt...

Samstag, 14. April 2012

Ein erster Lauf nach dem HM und der Wanderwoche


Heute ein erster Versuch, wieder zu laufen. Es war ein seltsames Gefühl, nach einer Woche Wanderklompen an den Füßen wieder die leichten Treter an zu haben. Die ersten 300 Meter waren sehr steif, danach lief es besser. Hab sogar den Hügel mit Leichtigkeit genommen und dabei sogar einen Läufer überholt. Das Training der letzten Wochen und die 120 km Wanderung mit Gepäck machen sich doch bemerkbar, es ist viel Kraft in den Beinen.

Nach 5,6 km musste ich leider wegen plötzlicher und starker Knieschmerzen abbrechen, was mir dann noch einen wunderschönen Frühlingsspaziergang bescherte, hab sogar 2 Rehe gesehen.

Nach dem Lauf dann erst mal gut gedehnt, auweia, war das alles verspannt. Das Dehnen werde ich wohl heute noch ein- zweimal wiederholen, es muss alles wieder geschmeidiger werden.

Die Lust zu laufen ist riesig und ab Mai gehts mit neuem Trainingsplan weiter. Der HM hat mir ein ganz neues Selbstbewusstsein gegeben, das ist Klasse!

Donnerstag, 12. April 2012

Wieder daheim...

... von da, wo der kalte Wind immer von vorne kommt und Millionen von Steinen den Weg säumen.

Ein paar Impressionen:










































Dienstag, 3. April 2012

Afterrunparty, Heimreise und die Jungs aus Bremen

Die Zeit drängt, doch bevor ich nach Spanien entschwinde, muss der Abschlussbericht noch geschrieben werden...

Also... nach einem kurzen cool-down und leg die Beine hoch im Hotel ging es am Abend eine Hausnummer weiter zum Mexikaner. Der wieder merklich zunehmende kalte Ostwind trug uns förmlich ins Restaurant next door. Immer wieder schön zu sehen, Berlin hat wirklich noch zivile Preise, da macht das Essen doppelt Spaß und wo bitte kriegt man hier bei uns schon einen Mochito für 4 Euro?! (Das mit den zivilen Preisen bezieht sich übrigens nicht auf den Club 40 Seconds ;-)).

Nach der verdienten Stärkung gings weiter mit der Tram (oder auch S-Bahn, bzw. Stadschnellbahn, nicht zu verwechseln mit Straßenbahn, und ich glaube, das sind jetzt die gelben Dinger...) zum Club 40 Seconds, wo die Afterrunparty stattfand.  Mit dem Aufzug ging es hoch über die Dächer Berlins, im Club zeigte man auf Großleinwänden bereits Fotos vom just absolvierten Halbmarathon. Dort strahlte uns Hupsi in Über-Lebensgröße beim Anstehen an der Garderobe schon mit seiner Ente auf dem Kopf entgegen.

Schön, man fühlte sich sofort wohl, die Musik war für die Ohren des etwas älteren Semesters mit Bedacht ausgewählt und wir fanden den Rest unserer Truppe umgehend. Leider, leider war es ziemlich laut, was das unterhalten sehr anstrengend machte. In der Gruppe war es schier unmöglich, so dass man nur mit dem direkten Nachbarn quatschen konnte. Recht früh fielen mir zwei junge Männer auf, die sich quasi an unseren Tisch setzten und den Eindruck erweckten, Kontakt zu suchen ;-)). Der eine war sichtlich unter 30 Jahre alt, der andere trug einen Ehering und wirkte somit "vernünftig" und ein wenig älter ;-)). Es dauerte nicht lange, und Iris kam mit dem Jungspunt ins Gespräch (bitte entschuldige Mike, hihihi...) Es dauerte nicht allzu lange und die beiden tanzten wild drauf los, während ich mich sehr angeregt mit Manuela und später mit ihrem Freund Andre unterhielt. An tanzen war glaube ich bei mir an dem Abend nicht wirklich zu denken, Knie und Zeh taten immer noch weh.

Irgendwann kamen Iris und Mike wieder zu uns und es ergab sich, dass auch Manuela mit Mike ins Gespräch kam. Es stellte sich dabei heraus, dass Mike und sein Freund Andreas (aus siehe unten) die beiden fehlenden Personen an unserem Tisch bei der Pastaparty waren - warum auch immer sie nicht gekommen sind (ich glaube, sie waren im Fussballstadion -> was ist grün und stinkt nach Fisch?). So hat es denn trotzdem sollen sein, dass wir uns noch über den Weg laufen. Sehr witzig!

Es wurde viel geredet (meine Stimme war irgendwann weg), viel getrunken, viel gelacht und auch irgendwann doch noch viel getanzt. Gegen halb drei machten wir uns auf den Weg nach Hause und hatten mit Mike und Andreas sowie einigen Fahrgästen mit Bomben in der Tüte ;-) im Bus noch richtig Spaß.

Die Transe, die am Ende unserer Bustour plötzlich aus dem Nichts erschien, hatte witzigerweise ein solches rotes Kleid an, so, wie damals mein Brautkleid war - da hatten wir beide sofort den entsprechenden Gesprächsstoff. Dass diese jene Transe allerdings noch Mike und Andreas verfolgte (wer pinkelt denn da in meinem Wohnzimmer?), erfuhren wir erst am nächsten Tag, als wir die beiden Bremer Jungs wieder ganz zufällig am Hauptbahnhof bei der Gepäckaufbewahrung wieder trafen. Ist die Welt nun ein Dorf, oder ist sie es nicht?! Wir tranken noch einen gemeinsamen Kaffee und verabschiedeten uns herzlich. Jetzt versuchen wir, die beiden für den Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg zu begeistern. Vielleicht gibts ja dann ein Wiedersehen.

Wir verbrachten bis dahin den Tag nach einem ausgiebigen Frühstück noch recht entspannt  in diversen S-Bahnen und auf Rolltreppen, schipperten ein wenig auf der Spree herum und aßen in der Berliner Republik die lang ersehnte Currywurst mit Pommes und Mayo. Dann ging es wieder nach Tegel und "rein, rauf, runter, raus" war das Motto des Rückflugs, extrem pünktlich und sehr entspannt. Ein tolles Wochenende mit ganz vielen Eindrücken war somit zu Ende.



Und das Fazit: Wir haben wieder super nette Menschen kennen gelernt. Und uns alle verbindet das Laufen. Is et nisch schöööön!?

Und abschließend ein herzliches Danke an Manu, fürs tolle Organisieren der Pastaparty.

Wir freuen uns jetzt bereits auf ein Wiedersehen!

32. Vattenfall HM in Berlin - mein erster Halbmarathon

Anreise / Messe / Pastaparty
Samstag, 31. März 2012

Ja... Wo fang ich an?! Am besten da, wo ich aufgehört habe. Am Freitag kam also endlich die Freude auf Berlin zurück und mit einem sehr guten Gefühl bin ich am Samstagmorgen aufgestanden. Erst mal unter die Dusche, dann den Koffer packen, Kleinigkeit frühstücken und auf zum Flughafen nach Köln. Unterwegs Iris eingeladen, die schon mächtig aufgeregt war (komisch, denn sie läuft doch jeden Sonntag einen Halbmarathon, mindestens!). Im Auto wurde mächtig gehustet und geschnupft und ich zog eine imaginäre Schutzhülle um mich herum - nein! ich bleibe gesund!!! Mit einer leichten Verspätung und Bürger Lars Dietrich an Board starteten wir unspektakulär nach Berlin. Die Landung war ein wenig holprig, denn in Berlin pfiff bereits ein ordentlicher Wind. Der sollte uns mehr oder weniger heftig, aber dafür bitter kalt, die ganze Zeit erhalten bleiben. Es grenzt somit wirklich an ein kleines Wunder, dass ich die Zeit ohne Erkältung überstanden habe. Mit dem Taxi gings zum Hotel Park Plaza, wo wir uns nur kurz aufhielten und dann direkt weiter zum Flughafen Tempelhof starteten, um dort unsere Startunterlagen abzuholen und die Messe zu besuchen. Dort wollten wir uns auch mit Hupsi und Ines treffen. Die Entfernungen in Berlin sind immer wieder gigantisch (wohl nicht nur) für jemanden, der aus Herzogenrath kommt. Die Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel ist traumhaft und günstig obendrein. Im Charme des alten Flughafengeländes bekamen wir zügig die Unterlagen und T-Shirts und konnten dann in Ruhe durch die Messestände streunen. Na ja, nicht ganz in Ruhe, denn es war verdammt voll. Dann das erste Aufeinandertreffen mit Hupsi und Ines, es war so herzlich wie erhofft und bereits nach wenigen Minuten so vertraut, als würde man sich schon ewig kennen. Läufer unter sich halt. Draußen ging derweil ein wenig die Welt unter, es hagelte, schneite sogar ein wenig und stürmte heftig um den Hanger - die Wetteraussichten für den Sonntag waren glücklicherweise deutlich besser.

Die beiden nahmen uns dann im Auto mit zum Restaurant, wo Manuela die Pastaparty für uns organisiert hat, langsam bekam ich doch ein Hüngerchen und wenn ich Hunger habe, werde ich schon mal gerne unangenehm. Dort angekommen saßen bereits weitere Lauffreunde aus dem Facebook, allen voran die liebe Manuela, an einem Tisch, der für 30 Personen gedacht war, wieder wurde sich herzlich begrüßt. Weitere gleich große Tische im Raum füllten sich ebenfalls fleißig mit Läufern - herrlich! Sonja und Imke aus Hamburg, die wir aus dem Laufforum kennen und beim HM in Hamburg 2011 erstmalig trafen, kamen mit ein wenig Verspätung, wie schön, auch sie hier wiederzusehen. In gemütlicher Runde mit dem Lieblingsthema Nr. 1 aßen wir Pasta, Pizza und Bruscchetta, tranken ein Bier und plauderten wild drauf los. Es fehlten lediglich zwei mir bis dahin noch unbekannte Läufer aus Bremen in dieser Runde, aber dazu komme ich später noch. Um 20 Uhr wurden wir leider ein wenig plötzlich zum Zahlen genötigt, denn die Reservierung ging nur über 2 Stunden, der Tisch wurde wieder benötigt. Da wir bereits recht geschlaucht von der Reise waren, verabschiedeten wir uns, verabredeten uns für 9:45 Uhr am Kaffee Alberts im Startbereich und machten uns wieder auf zum Hotel. Dort tranken wir noch ein Schlummerbier und so fiel ich kurz vor 22 Uhr todmüde ins Bett, das frühe Aufstehen in der ganzen Woche, die Zeitumstellung, die ganzen Meter bereits durch Berlin, all das kam jetzt raus, meine Beine waren schwer und die Füße taten weh - super! Wenn ich jetzt laufen müsste, na Prostmahlzeit!


Der große Tag
Sonntag, 01. April 2012

Am nächsten Morgen wurde ich wach, bevor das Handy klingelte und ich war wie ausgewechselt: die Laune gut, die Beine fit, wunderbar! Die Sonne zeigte sich an einem blauen Himmel und der Wind hatte merklich nachgelassen, die Außentemperatur um 8 Uhr betrug 0 Grad. Meine Aufregung hielt sich in Grenzen, immer wieder sagte ich mir, dass ich die Distanz drauf habe und ohnehin nicht Attacke laufen werde, wie Hupsi es immer so schön nennt, wenn man Vollgas gibt, also was soll denn passieren?! Beim Frühstück (ich habe 3 Toast gegessen!) eröffnete uns ein etwas niedergeschlagener Dirk dann, dass er nicht seine persönliche Bestzeit angreifen wird, da der Husten immer noch nicht besser geworden ist und nun sogar vom Mistwetter des Vortags eine verstopfte Nase hinzu gekommen ist. Er wollte somit sein Versprechen einlösen, mich bei meinem ersten Halbmarathon zu begleiten, was mich natürlich sehr freute, wenn es mir auch für ihn sehr leid tat.

Dann zogen wir dick eingepackt mit Kleiderbeutel unterm Arm los. Der erste Schritt nach draußen wurde mit einem "Das Wetter ist perfekt!" von uns allen Dreien kommentiert. Leider pfiff aber an der nächsten Ecke schon wieder dieser blöde Wind, wenn auch nicht ganz so heftig wie am Vortag. Trotzdem waren die Bedingungen sehr gut. Mit der S-Bahn (oder der Tram - ich lerne es nie! Und Iris übrigens auch nicht... ;-)) fuhren wir zum Alex. Es wimmelte bereits von Läufern in der Bahn und auf den Straßen, die bereits abgesperrt waren. Wahnsinn, die Masse an Menschen, die hier auf den Beinen war! Der Startbereich war beeindruckend, die Skater liefen sich hier gerade ein wenig warm. Schnell fanden wir die anderen am vereinbarten Treffpunkt, aber Dirk und ich hatten ja noch eine andere Verabredung, denn wir wollten noch kurz den Berliner Laufforis Hallo sagen. Spätestens seit diesem Wochenende braucht mir keiner mehr mit "Zufällen" zu kommen, da ich ohnehin schon immer an Bestimmung geglaubt habe! So stehe ich denn am Kaffee Alberts, es werden noch Fotos gemacht, es wird geplaudert, als mir ein Hüne erscheint, den ich aus dem Internet "kenne". Mit knapp 2 Metern Körpergröße ist es auch nicht schwer, Rene nicht zu sehen (vorausgesetzt, man weiß, wie er aussieht). Hocherfreut rufe ich seinen Namen und wir begrüßen uns herzlich. Gemeinsam begeben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt, wo die anderen hoffentlich auf uns warten. Und tatsächlich, auf einer Bank sitzt LumberLouie, um die Ecke kommt Immanuel Blunt und auch Talerson ist dort. Wie schön! Rene ist ein wenig traurig, weil er auf Grund einer Verletzung nicht mit laufen kann, Louie ist sehr nervös, IB und Talerson wirken recht entspannt. Dann wird es auch schon Zeit, Richtung Startblock zu marschieren. Wir verabschieden erst von Thomas und dann von Rene, von Aufregung bei mir immer noch keine Spur. Am Kaffee Alberts wird noch mal allerseits Glück gewünscht und die Wege trennen sich vorerst. Dirk und ich verschwinden in eine Seitenstraße um noch einmal zu pinkeln, die zahlreichen Dixi-Klos sind mit Riesenschlagen belagert. Wir laufen uns ein wenig warm und stellen uns dann zu den vielen tausend anderen Läufern in den Pulk des Startblocks E (dem Spaßblock). Mit Musik und Klatschen werden wir heiß gemacht und dann, als es endlich 20 Minuten später los geht als für Block A, meint der Sprecher zu uns: "Los, schnappt euch die Kenianer!" Tolle Atmosphäre, wir setzen uns gehend in Bewegung, der Tross ist endlos. Und dann die Uhr abgedrückt, als wir die Matte passieren, die ersten Schritte werden gelaufen. Ich fühle mich großartig, ja, das ist mein Tag! Lächelnd der Sonne entgegen, leichtfüßig und mit Dirk an meiner Seite gehen die ersten Kilometer vorbei, es ist voll und es wird voll bleiben um uns herum. Dirk fotografiert fleißig drauf los. Wir nähern uns dem Brandenburger Tor, ein absolutes Hochgefühl überkommt mich. Ich laufe mitten durch und berühre die kalte Mauer des Tores voller Ehrfurcht. Doch leider wird mein Grinsen kurze Zeit später von einem Bild eingefroren, das ich gerne nicht gesehen hätte: Ein Mann liegt leblos am Rand der Laufstrecke und wird mit einer Herzmassage bearbeitet, zwei Polizisten stehen daneben. Ich bin geschockt und eine Gänsehaut am ganzen Körper ergreift mich. Als Sekunden später zwei Sanitäter mit dem Motorrad auf der anderen Seite angeschossen kommen, bete ich ganz kurz, der Mann möge doch bitte überleben! Tränen schießen mir in die Augen, ein Kloß sitzt in meinem Hals und ich zwinge mich, ganz schnell an etwas anderes zu denken. Bei dieser Masse an Menschen ist es sicher nicht ungewöhnlich, dass so etwas passiert. Aber bis dahin waren es gerade mal 5 Kilometer! Es fällt mir schwer, die Gedanken los zu lassen und mich wieder auf die Strecke zu konzentrieren. Ich achte vermehrt auf die Musik in meinen Ohren und irgendwann läuft es wieder gelassener.

Bei Kilometer 10 wird die Zwischenzeit genommen und bis dahin lief es perfekt, die erste kleine Trinkpause wird eingelegt. Bei km 12 habe ich plötzlich ein heißes Blitzgefühl unter dem rechten Mittelfuß. So plötzlich wie es gekommen war, war es wieder weg. Dieser heiße Blitz kommt bei km 14 wieder und ich bekomme blöde Gedanken. Hoffentlich ist da nicht irgendwas gerissen. Vermutlich würde das aber richtig weh tun. Hm, schon seltsam. Nun, ab da horche ich auf jeden Fall extrem in mich hinein. Am kleinen Zeh fängts an weh zu tun. Ein bisschen Zuviel an Stoff meiner Socke drückt auf den Zehnagel, wie sich später raus stellt. Bei km 15 fängt das rechte Knie auch noch an zu mucken. Ich versuche locker zu bleiben, doch ich merke, wie die Kräfte langsam schwinden. Die Kilometerschilder kommen in immer größeren Abständen, ich versuche mich abzulenken und mich an den Sambagruppen und anderen Bands entlang der Strecke zu erfreuen, habe inzwischen schon beide Buffs an Dirk abgegeben, welch ein Glück, dass er neben mir läuft, das tut gut. Weiter gehts. Zeh tut weh, Knie muckt und der Rücken fängt auch an. Kilometer 18, jetzt sind es nur noch gute 3 Kilometer, die schaffst du auch noch. Immer wieder der Blick auf die Uhr, ich werde immer langsamer. Die letzte Wasserstation lasse ich aus, ich will nicht mehr stoppen, habe Angst, danach nicht weiter laufen zu wollen. Hupsi kommt uns entgegen, wie versprochen. Er schießt ein Foto von uns, ich laufe wie im Tunnel weiter. Die letzte Kurve, Massen an Zuschauer, die Zielgerade. Von einer Euphorie gepackt laufe ich mit Dirk an der Hand über die Matte und bin einfach nur happy. 2:23 Stunden sagt der Forerunner. Im Ziel werden meine Beine leicht wackelig, ein erstes Foto, etwas zu trinken, eine wärmende Plastiktüte, ein Stück Banane. Geschafft, die Medaille hängt um meinem Hals, aufkeimende Tränen werden wieder weg gedrückt.

Später sitze ich in der kochend heißen Badewanne im Hotel und grinse. Ich grinse einfach nur und genieße die wohlige Wärme in meinen Knochen. Ich habs geschafft, ich bin meinen ersten, offiziellen Halbmarathon gelaufen und habe mein Ziel, unter einer pace von 7 zu bleiben, erreicht! Ich freue mich.



Afterrunparty und Heimreise folgt...

10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...