Dienstag, 27. November 2012

Ups... so schnell kanns gehen

Dass diese super euphorische gute Laune-Stimmung nicht ewig anhält, war eigentlich klar. Da eine kleine Bevormundung, dort ein in die Privatsphäre eingreifen, hier ein bisschen über mich verfügen und des Weiteren eine chronische Unterforderung - da reicht allemal eine kleine, unbedarfte Kränkung, um auch mich mal wieder runter zu ziehen.

Ich hab mich von dieser komischen Stimmung doch tatsächlich einfangen lassen und das Kind in mir ist gerade ziemlich bockig. Umso schlimmer, weil es eigentlich auch gar keine Süßigkeiten mehr essen darf und rauchen tuts auch schon fast zwei Monate nicht mehr. Wo also hin mit all dem Frust und der negativen Energie?!?

Richtig! Die nagelneuen Laufschuhe an und Gas geben. Genau das werde ich heute nach Feierabend tun. Da kommt ein Tempodauerlauf oder ein Fahrtspiel genau richtig.

Sollen mich doch alle mal kreuzweise... Und die Sonne braucht jetzt auch nicht zu scheinen!

EDIT: Nach dem beknackten Arbeitstag gabs dann den angekündigten Befreiungslauf. Mit Ein- und Auslaufen und ein bisschen Tempo zwischendurch kam ich auf 8,2 km in Ø 6:33 . Spaß hats gemacht und die Laune ist auch wieder im grünen Bereich. Nebenbei die neuen Mizuno-Laufschuhe eingeweiht. Fühlen sich super an, kamen mir nur ein wenig laut vor...

Samstag, 24. November 2012

Meine neuen Schätze ♥


Endlich ist diese komische Woche um, endlich ist Wochenende! Schön wurde dies mit einem Frisörbesuch gestern eingeleitet, wobei das lange Sitzen dort immer Quälerei für meine Beine und meinen Piriformis-Popo ist. Deutlich aufgehellt und frisch gestylt gings schnurstraks in den Runnerspoint. Fein, ich bin alleine im Laden und habe das Glück, die ungeteilte Aufmerksamkeit eines motivierten, jungen Verkaufsberaters zu bekommen. "Ich brauche neue Laufschuhe, stabilisierte, und ich dachte dabei an den neuen Brooks Adrenalin 12... blabla". Ob ich schon mal eine Laufbandanalyse gemacht habe, ja, vor drei Jahren und ob ich noch mal will. Klar, Schuhe aus, Strümpfe aus, rauf auf das Gummiteil. Soweit keine Veränderung, der Fuß knickt immer noch ein, also bleibt es bei Stabilschuhen. 

Er bringt mir den Brooks irgendwas mit 12, fühlt sich gut an, aber noch nicht so ganz optimal. Eine halbe Nummer größer, schon besser. Dann bringt er mir noch ein anderes Modell von Brooks, ja supi, schon so gut wie gekauft. "Ich würde ihnen trotzdem gern noch ein oder zwei andere Schuhe zeigen, damit sie mal einen Vergleich haben," ok, es gibt jetzt den Mizuno Wave Inspire 8, ich bin begeistert! Wieder wird auf dem Laufband fest gehalten, wie ich darin laufe. Fühlt sich gut an, anders, aber wirklich gut. Ich habe vorne sehr viel Platz, der Schuh ist schön weich vorne und fühlt sich mittig sehr stabil an, prima! Jep, den nehm ich! "Und ähm, haben sie den Pure Cadence von Brooks in meiner Größe da, ich würde einfach nur mal gerne fühlen, wie der sich so anfühlt am Fuß", ich bin immer noch alleine und nutze das voll aus. Nach ein paar Minuten kommt er mit dem Pure Flow, nein, der Cadence ist gerade nicht da, aber der ist dem Flow super ähnlich. Ich bin optisch ohnehin schon sehr angetan von dem Schuh und ja, man könnte sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Als ich rein steige, entfleucht mir ein "Wow, wie geil is das denn!" und es ist einfach wie bei Romika: Reintreten und wohlfühlen! Selten hab ich einen Schuh am Fuß als sooo angenehm empfunden, den könnte ich mir auch als Alltagsschuh sehr gut an meinen Mädchenfüßen vorstellen. Ich will ihn gar nicht mehr ausziehen und frage, wie lange der Laden noch geöffnet hat, ob ich noch ein wenig laufen darf. Da ist mein Entschluss längst gefasst: ich nehme den auch noch. Außerdem gibts im Runnerspoint gerade die Aktion "das 2. Paar zum halben Preis", ich spare also 60 Euro! Jetzt hab ich also auch ein Leichtgewicht (213 gr.) und einen neuen für die längeren Distanzen. Ich freu mich wie Bolle und verlasse grinsend wie ein Honigkuchenpferd mit zwei Taschen den Runnerspoint, der inzwischen noch mal richtig voll geworden ist - Glück gehabt. 

Heute Morgen gabs dann die ersten 5 Kilometer im neuen Schuh auf der Bahn. Und sie laufen sich tatsächlich wie von alleine, das Lauf ABC ging noch mal einen schönen Schwung leichter von statten (oder liegts doch eher daran, dass es eben von mal zu mal leichter wird?). Morgen steht wieder lang und langsam an, aber mehr wie 16 km darf ich nicht, sagt Dirk, weil langsam steigern. 

Ob ich es riskieren soll, dann die neuen Mizunos einzuweihen? Besser nicht, oder? 

Menno, ich will aber...






Freitag, 23. November 2012

Von Ehrgeiz, Motivation und Zielen

Da es bei mir im Moment lauftechnisch richtig super läuft (bin ich in der letzten Woche immerhin auf ganze 38,5 Wochenkilometer gekommen) gehen die Pferde gedanklich ein wenig mit mir durch und ich überlege, was als nächstes kommt. Nein - vom Marathon bin ich meilenweit entfernt, diese Distanz ist für mich völlig unvorstellbar... Aber mit dem ATG liebäugele ich inzwischen. Leider ist die Anmeldefrist längst vorbei , mal sehen, ob ich noch einen Platz auf der Warteliste bekomme oder ob ich irgendwie einen Trainingslauf daraus machen kann.

Sonntag hatte ich meinen zweiten 15 Kilometerlauf und es hat wieder wunderbar geklappt, war das Tempo doch im Verhältnis zur letzten Woche schon etwas flotter, ohne dass ich groß was dazu tun musste. Der nächste lange, langsame Lauf soll nun 18 km werden, will ich ja die 21 für Berlin optimieren. Bis vor kurzem hab ich mich noch von jeglicher Ambition verabschiedet und wollte nur noch just for fun laufen, so merke ich seit meiner hypnotischen Veränderung, dass mich der Ehrgeiz wieder gepackt hat. Vermutlich hat mich der Ehrgeiz aber auch nur deshalb gepackt, weil ich einfach so super motiviert bin und es dementsprechend gut läuft. Schließlich gilt, wer viel läuft, verbrennt viele Kalorien und im Grunde ist das mein primäres Ziel. Wer dazu noch schneller läuft, verbrennt noch mehr Kalorien und genau da will ich hin. Schließlich läuft, wer weniger wiegt, automatisch schneller und so schließt sich der Kreis am Ende. Ist doch genial, oder? Nicht zu vergessen, dass Laufen einfach nur super gut tut und Spaß macht. Mir gibt Laufen dabei ein ganz einzigartiges Gefühl von Lebendigkeit. Während ich im normalen Alltag eher mechanisch agiere und reagiere, steuere ich beim Laufen ganz gezielt mein Handeln. In dem ich immer wieder einen Fuß vor den anderen setze, die Strecke bestimme, die Landschaft um mich herum wahrnehme (hier besonders den Wechsel der Jahreszeiten), empfinde ich mein Atmen und Riechen, meine ganze Körperbewegung und die Funktion meines Körpers als äußerst lebendig, aktiv und selbstbestimmt.

Am Dienstag gab es dann den ersten Lauf im Dunkeln, ich habe also die beleuchtete Winterstrecke wiedereröffnet. Glaubte ich in Erinnerung zu haben, dass die Runde 8 km lang wäre, hatte ich am Ende doch glatt eine 11 auf der Uhr stehen. Und das nach einem Tag, an dem ich beinahe auf der Couch angewachsen wäre und fast 2 Stunden tief und fest geschlafen hatte. Verständlich, dass ich dann umso stolzer auf mich war, den inneren Schweinhund in die Schranken gewiesen zu haben. Der Gedanke an mein Ziel im April hat mich so motiviert, dass ich gar nicht anders konnte, als noch laufen zu gehen. Es beflügelt mich auch während eines Laufs immer wieder, wenn ich an den kommenden April denke und das Gewicht, welches ich dann erreicht habe. Das hilft mir, am Ball zu bleiben und mich in Geduld zu üben.

Mal sehen, wie es weiter geht, im Augenblick bin ich guter Dinge.

Montag, 19. November 2012

Goldener Herbst Teil II, heute mit Märchenwald

Das Wetter hat es so gewollt, dass Dirk und ich heute noch mal eine kurze Fotorunde drehen konnten. Zuerst war Dirk alleine an unserem Weiher unterwegs, als ich dann nach Hause gekommen bin, sind wir fix zum Grube-Adolf-Park nach Merkstein gefahren, damit er endlich auch mal "meinen Märchenwald" sieht. Leider war das Licht schon nicht mehr ganz so optimal zum Fotografieren... Aber schaut selbst:




Bei uns am kleinen Weiher - schön, wa?!







Die Kreation der Herbstfarben kennt keine Grenzen ;-)

Na? Lust zu Laufen???

Bisschen mystisch wars heute schon.

Meterhohe Bäume mit Efeu behangen

Durch den Märchenwald

Vorlage für Camouflage-Klamotten?

Die "Puschel".


Samstag, 17. November 2012

Veränderungen durch Hypnose

"Hhhhmmmm, is das lecker!" - diesen Ausspruch hab ich heute Mittag während des Essens mindestens 3 x gebracht. Üblicherweise hab ich das sonst getan, wenn es irgendeine Form von z. B. Nudelauflauf gab, zu Zeiten, als die Jungs noch bei uns wohnten. Aber das ist jetzt schon über ein halbes Jahr nicht mehr der Fall und so haben sich doch einige Dinge bei uns geändert. Was wir am meisten schätzen, ist die einfachere Art des Essens und das Planen des Essens. Der Eine mochte keinen Blumenkohl und keinen Fisch, der Andere mochte keine Paprikas und nichts Chinesisches, beide mochten weder Rosenkohl noch Sauerkraut und auch von Salat hielten die beiden Halbwüchsigen recht wenig. Stattdessen war alles prima, wenn es in Soße schwamm (bevorzugt Bratensoße oder Sauce Hollandaise), ob es Nudeln, Kartoffeln, Knödel oder Kroketten waren. Vermutlich muss ich mir diesen Schuh (zumindest bei Tim) selbst anziehen, denn die gute alte Hausmannskost hat auch mich geprägt.

Nun ist seit Anfang Oktober bei mir etwas geschehen, wofür ich wirklich sehr dankbar bin! Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich bislang ein regelrechter Obsthasser war. Obst, ja, das ist zwar gesund, aber es dient allerhöchstens als Nachtisch oder als kleine Zwischenmahlzeit, aber schmecken tuts nicht und satt macht es schon gar nicht. Während Dirk beim Essen einer Pampelmuse (wohlgemerkt mit Unmengen von Zucker drauf) frohlockte, dass er förmlich spüre, wie ihn die Vitaminchen anspringen, habe ich nur unverständlich den Kopf geschüttelt und die Augen verdreht. Zugegeben, mit Pampelmusen hab ich immer noch keinen Vertrag und mir läuft das Wasser unangenehm im Mund zusammen, wenn ich dabei zusehe, wie Dirk eine isst. Ne, das muss nicht sein. Aber so gut wie alles andere steht neuerdings auf meinem Ernährungsplan. Während ich früher maximal auf einen Apfel mal Lust hatte oder eine Banane auf ein Brötchen geschnippelt mochte, esse ich heute außerdem wirklich gerne Birnen, Ananas, Pflaumen, Kakis, Mandarinen, Trauben, Nektarinen und Pfirsiche. Gut, alles was sauer oder bitter ist, mag ich immer noch nicht, aber man muss ja auch nicht alles mögen. 

Woher dieser plötzliche Wandel? Edgar ist Schuld daran und Edgar hat auch zu verantworten, dass ich seit dem 2. Oktober nicht mehr rauche. Edgar hat mich nämlich hypnotisiert. Und dafür bin ich Edgar wirklich dankbar (klar, ich hab ihn natürlich dafür bezahlt, aber dennoch ist mir die Veränderung in meinem Leben deutlich mehr wert, als das Geld, das er von mir für seine Dienste bekommen hat). Es sind durch die Gespräche mit ihm Knoten geplatzt, die mich buchstäblich leichter durchs Leben gehen lassen. Ein Punkt, der für mich eine ganz besondere Herausforderung ist, ist meine Ernährung und das erhoffte Abnehmen. Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich das seit Jahren bislang ziemlich vergeblich versuche. Nun übe ich mich seit dem 15.10. in Geduld und Kontinuität. Ich habe seitdem 4 Kilo abgenommen. Das ist nicht viel, aber auch nicht wenig und vor allem fühlt es sich für mich nach "mehr" als "nur" 4 Kilo an. Ich finde, mein Körper hat sich schon deutlich verändert. Aber - und jetzt kommt das große Aber... ich bin sehr ungeduldig. Vier Kilo in einem Monat, das ist der Anfang. Ich wiege mich täglich, um zu sehen, ob sich was tut. Drei bis fünf Mal pro Woche mache ich Sport. Im Grunde ist also ein Monat erstmal gar nicht lange. Heute noch las ich im Laufforum über Jemanden, der in 18 Monaten 20 Kilo abgenommen hat. Da ich glücklicherweise nur noch 7 bis allerhöchstens 9 Kilo abnehmen möchte, fehlt es mir jetzt maximal an Geduld und Durchhaltevermögen. Daran bin ich bisher immer wieder gescheitert, nie habe ich eine Änderung meiner Ernährung länger als vier oder fünf Wochen durchgehalten. Jetzt bin ich jedoch viel optimistischer. Ich weiß, dass ich es diesmal schaffe, denn ich bin motivierter denn je. Es hat Klick gemacht und diesmal richtig. Das merke ich daran, dass ich heute dreimal "Hhhhmmmm, is das lecker!" gesagt habe, als ich diese Schüssel vor mir hatte:

Ananas, Kaki, Banane und Mandarine

Für eine Hypnose muss man sicher offen sein. Dennoch möchte ich hier einmal ganz klar sagen, dass es nichts ist, wovor man Angst haben müsste und es hat in keiner Weise irgend etwas mit Kontrollverlust zu tun. Ich habe die beiden Hypnosen wirklich sehr genossen, war ich wohl noch nie in meinem Leben derart tiefenentspannt, während mein Geist dennoch hellwach war! Es war ein sehr schönes, beglückendes Erlebnis und ich kann es nur jedem empfehlen, der sich von alten, negativen Verhaltensmustern trennen möchte. Ich würde jeder Zeit wieder zu diesem Hilfsmittel greifen.

Beim Rauchen ist es inzwischen so, dass ich nahezu regelrecht vergesse, dass es "rauchen gibt". Ich werde nur noch daran erinnert, wenn ich in eine Dunstwolke laufe oder direkt mit jemandem spreche, der gerade frisch geraucht hat und dementsprechend riecht. All die Situationen, wo ich vorher beinahe zwanghaft das Gefühl hatte, jetzt rauchen zu müssen (nach dem Essen, bei Stress, Ärger oder Langweile), fühle ich nicht mehr. Das Muster scheint in der Tat durchbrochen zu sein. Ich bin darüber sehr froh und dankbar und wünsche mir, dass das auch ewig so bleibt.





Freitag, 16. November 2012

Goldener Herbst in unserem "Vorgarten"

Dirk hat heute sein neues L-Objektiv bekommen! 
Ein Grund, mal kurz mit mir zu meinem Lauf vor die Tür zu kommen und 
sich ein bisschen damit vertraut zu machen.
Hier ist seine erste Ausbeute, mit dem Profiobjektiv:













Derweil startete ich zu einem kleinen Fahrtspiel-Läufchen über 7 km - hat Spaß gemacht!

Dienstag, 13. November 2012

Es läuft wieder rund

Länger nichts geschrieben, doch lange nicht untätig gewesen. Hier meine gesammelten Kilometer post Muskelkater:

05.11.12: 8,3 km - sehr schöne Feierabendrunde im Regen
06.11.12: 4,3 km - warmlaufen und 40 min. Rumpfstabi & Co.
08.11.12: 10 km Crosstrainer
09.11.12: 10,3 km - Herzfrequenz-Ermittlungsversuch
11.11.12: 15 km langsamer Genusslauf, siehe hier:

Es ist schon manchmal erstaunlich, wie sich innerhalb einer Woche die Stimmung und das Befinden komplett verändern können. Vorletzte Woche noch gelitten, konnte ich am Sonntag meinen langen, langsamen 15 km Lauf mit jeder Sekunde einfach nur genießen! Trotz eines leichten Rotwein-Brummschädels lief es vom ersten Meter an richtig toll. Meine Vorgabe war, so langsam wie möglich, aber mindestens 15 km und nach Möglichkeit 2 Stunden (was also einem 8er pace entspräche), wollte ich doch im sogenannten Fettverbrennungsbereich laufen. Gefühlt ist mir das auch gelungen; ich musste zwar immer wieder einen Gang raus nehmen, doch vermutlich war es deswegen zu keiner Zeit auch nur ansatzweise anstrengend. Das Wetter lag um die 10 Grad, wobei die sich in Schatten und Sonne extrem unterschiedlich anfühlten; war es in der Sonne nahezu schon fast zu warm, bibberte ich im schattigen Wald tatsächlich ein wenig.

Es war ein Lauf mit dem Prädikat "besonders schön" und dazu fuhr ich hoch nach Merkstein, um von dort aus über die Felder Hofstadts bis nach Übach-Palenberg zu laufen. Die Sonne, der blaue Himmel, die Laubfärbung und die klare Luft, dazu das Genusstempo, all das in Summe war schon wirklich berauschend und ich merkte überhaupt nicht wirklich, dass ich lief. Nach 10 Kilometern war ich wieder oben in Merkstein und lief dort noch durch den Grube Adolf Park, ich brauchte ja noch 5 weitere Kilometer. Hier bin ich früher öfter mit der Laufgruppe unterwegs gewesen, so dass ich das Gebiet schon ganz gut kannte. Aber scheinbar hatte ich bislang nicht wirklich die Augen auf bei diesen Läufen (oder hab zuviel gequatscht). So kam ich nämlich aus dem Staunen und Schwärmen gar nicht mehr raus, bei dem wundervollen Anblick, der sich mir hier bot. Ich fühlte mich glatt in einen Märchenwald hinein gezaubert. Es war einfach nur ein wunderschöner Lauf.

13.11.12: 11 km Standortbestimmungslauf (was geht noch an Tempo?)


Das Wetter ließ wieder kurze Arme und 3/4 Hose zu, es waren um die 11 Grad, als ich Würselener Wald ankam. Der Plan war zunächst, einlaufen, 6 km DL im Tempo um die 6:50 - 6:45 und 2 km auslaufen. Beim Einlaufen überlegte ich mir aber, ob es nicht ganz sinnvoll wäre, überhaupt erst mal zu schauen, wie sich ein bisschen Tempo wieder anfühlt. Nach den letzten Wohlfühlläufen, hatte ich nahezu verdrängt, dass Laufen ja auch anstrengend sein kann...

Nach einem km Einlaufen in 7:36 gings los, ich entschied mich heute mal für ohne Musikbegleitung. Gefühlt war es dann ein 6km-Intervall, aber es war irgendwie auch total geil, nochmal die Komfortzone zu verlassen. So wurden daraus 6 km in 6:27, 6:21, 6:43, 6:41, 6:34, 6:31. Den Rückweg mal wieder völlig unterschätzt, so dass statt der 2 km auslaufen gezwungenermaßen 4 km daraus wurden, die in  6:51, 7:35, 7:15 und 7:32. Teilweise war es schon dämmrig und das Laufen über sehr dichte, feuchte Laubteppiche, erforderte schon ein gesundes Urvertrauen von mir. Schließlich hätte es darunter matschig, holpersteinig, wurzelig, pfützig oder dellig sein können (wie es auf Waldwegen nun mal so ist) - und das ganz nebenbei bemerkt auch noch ohne Brille.  Das ist im übrigen einer der Gründe, warum ich Tempoeinheiten immer lieber auf der Bahn mache oder eben auf Asphaltwegen, hier im Wald fühlt es sich ein wenig mulmig an.

Am Auto angekommen gings mir verdammt gut, außer, dass ich super hungrig war, denn ich hatte mittags irgendwie versäumt, etwas zu essen und dann, als ich es merkte, war es zu knapp vor dem Lauf. Umso leckerer war dann das Omelett mit Spinat und Lachs!

Mit dem Ergebnis der Standortbestimmung bin ich zufrieden. Viel schneller oder länger hätte es nicht sein brauchen. Nun kann ich darauf meinen TP aufbauen. Der heutige Lauf hat echt wieder Laune auf Intervalle gemacht - die sind wenigstens schneller vorbei :-)

Montag, 5. November 2012

Der Spuk ist vorbei!

Seit dem ich vor mehr als hundert Jahren mal kurzweilig im Einzelhandel tätig war, weiß ich ein Wochenende wirklich mehr als zu schätzen. Meines fängt nun seit etwa drei Jahren Freitagmittag um 14 Uhr an, geht über den kompletten Samstag und Sonntag hinaus, bis montags um 5.15 Uhr wieder der Wecker klingelt.

Als dies heute Morgen der Fall war, war ich mehr als froh, dass dieses bescheidene Wochenende endlich vorbei ist. Wie schon erwähnt, plagte mich ein ziemlich fieser Muskelkater, den ich  mir am Donnerstag mit dem Laufbahntraining eingefangen hatte. Jede Bewegung war einfach nur von Schmerzen und seltsamen Lauten geprägt, Treppe rauf und runter, Setzen, Aufstehen, Bücken - uuuuuääähhh, einfach nur AUA! Dass man ja eigentlich sehr sportlich war, gerät dann völlig in den Hintergrund dabei, denn ganz im Gegenteil, es fühlt sich so super ungelenk, steif und grobmotorisch an. Man hoppelt staksig und langsam durch die Gegend, stützt sich überall ab, wo es geht, und fühlt sich wie ein Greis. Ihr denkt jetzt bestimmt, boah hey, die übertreibt aber jetzt sowas von! Mit nichten, meine Lieben, denn selbst im Liegen taten die Beine noch weh. In diesem Zustand ins Kino zu gehen war daher ein gewagtes Unterfangen: Von der rechten Arschbacke auf die linke Arschbacke, den Oberkörper vor, dann wieder besser zurück, Arm auf die rechte Lehne verlagert, dann auf die linke und das ganze dann wieder von vorn, bitteschön. Zwischendurch die außerdem schmerzenden Knie, die wegen drohender Bruchgefahr (so fühlte es sich wirklich an!) durchgedrückt werden wollten, mal rechts, mal links das Bein lang gemacht (soweit es der Vordersitz zuließ),  mit Hilfe der Hände die Beine dann doch lieber wieder übereinander geschlagen (so gut es der Vordersitz zuließ), dabei die dauerpopkornfressende Nachbarin touchiert, dem Schatz den Fuß auch mal in die Wade gerammt, egal, ich glaub, er hat von meinem Rumgerutsche eh nicht viel mitbekommen.Wie gut nur, dass der neue James Bond immerhin so spannend war, dass er doch phasenweise sehr ablenkte und einige Minuten stilles Sitzen trotz alledem auch bei mir möglich war.

Neben der körperlichen Pein kam erschwerend noch die seelische hinzu, denn für diese heftige Form von Muskelkater hatte ich keinerlei Erklärung (und hab sie eigentlich bis heute nicht), was mich in einen tiefen Selbstzweifel stürzte. Das Training war gut, es hat Spaß gemacht und es war sicher nicht abzusehen, dass sowas dabei heraus kommen könnte! Wie ich inzwischen weiß, lagert sich Wasser in den Muskeln ab, wenn man Muskelkater hat. Das war bei mir auch völlig unübersehbar! Hatte ich doch in den letzten 15 Tagen über 3 Kilo abgenommen, waren mit einem Mal wieder 2 drauf gekommen! Das zog mich extrem runter und ich wäre am liebsten ins Bett gekrochen und nicht mehr raus gekommen. So ging ich also drei Tage durch die Hölle. Am Samstag hab ich dann versucht, mit einem kleinen Lauf gegenzusteuern, was nur von mäßigem Erfolg gekrönt war, scheiterte ich doch bereits an der nächstbesten Treppe wieder! 

Der geduldigste und liebevollste Schatzi der Welt, der immer wieder fragte, ob er mir irgendwas Gutes tun könnte (von seinen sehr belustigten ab und zu Kommentaren jetzt mal abgesehen) zeigte wieder wahre Größe und ließ sich von meiner miesen Stimmung nicht beeindrucken. Hatte er denn möglicherweise sogar und überhaupt ein schlechtes Gewissen? Schließlich war er es ja, der mich über die Bahn gescheucht hat?! Nein, ich war nicht böse auf ihn, vielmehr auf meinen untrainierten, defizitären Körper und/oder bestenfalls über meinen gesteigerten Ehrgeiz (den ich allerdings gar nicht als solchen empfand).

Doch der vielen Worte nun genug. Heute war der Spuk endlich vorbei und die Beine wollten nur noch laufen. Also ließ ich sie. Im allerbesten Üsselsherbstregenwetter bei 7 Grad drehte ich eine herrliche 8,3 km Runde und als ich pitschnass zu Hause ankam, fühlte ich mich endlich wieder großartig. Krise überwunden.

Freitag, 2. November 2012

Lauf ABC und seine Folgen

Heute hat sie denn mal einen kleinen Einbruch, die Euphorie der letzten Tage. Zwar gibt es heute gleich doppelten Grund zur Freude (1. ich bin wieder einen Monat rauchfrei und 2. ich habe meine zweite Eins zurück bekommen), aber trotzdem ist meine Stimmung heute leicht getrübt. Der Grund dafür? Keine Ahnung. Vermutlich wäre heute einfach nur einer dieser speziellen "Tage", die ich ja seit meiner Hysterektomie nicht mehr habe. Vielleicht liegt es aber auch am Muskelkater, der mich heute einfach ausbremst.

Gestern Morgen, am Feiertag, war ich mit Dirk zum gemeinsamen Laufen. Geplant waren 2 km einlaufen, 2 km Lauf ABC auf der Bahn und dann wieder 2 km auslaufen. Soweit so gut. Das Training hat ziemlichen Spaß gemacht, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich alleine dazu sicher nicht in dieser Form und Intensität hätte aufraffen können. Hier und da musste Dirk auch mal den Drill-Instructor raus holen und sich ein pampig genervtes "ja doch!" dazu von mir gefallen  lassen. Aber Dirk kennt mich schließlich schon lange und weiß, dass ich das nicht böse meine, ich komme eben aus Mariadorf, da ist man nicht so zimperlich und so lange ich nicht "A... loch" (mein Lieblingsschimpfwort) zu ihm sage, ist alles im grünen Bereich ;-). Schließlich weiß er, was gut für mich ist. Und wie gut es war, das habe ich bereits beim Auslaufen gemerkt, da ging nämlich schon nicht mehr besonders viel. Dass es dann in der Tat auch genau richtig (und wohl sehr nötig) war, habe ich heute beim Aufstehen sofort gespürt - ein fieser Muskelkater an allen erdenklichen Stellen meiner Extremitäten machte mir das Treppensteigen besonders schwer. Ok, ich hab im Laufe des gestrigen Tages auch noch ein paar andere Übungen gemacht (Situps und Liegestütze, sowie am Vortag und am Vorvortag), die haben mir sicher den Rest gegeben. Ja, ich muss es auch immer gleich übertreiben, wenn mich der Ehrgeiz packt, so bin ich wohl.

Fazit: Der für heute im Würselener Wald geplante Lauf nach Feierabend fiel wegen akuter Schwächelei aus, stattdessen gabs ne Runde Schlummern mit einer Ibuprofentablette.

Essenstechnisch merke ich auch, dass heute nicht alles so optimopti läuft. Dafür gibts gleich einen leckeren Lamacun von Alibaba, bevor es ins Kino zum neuen Bond-Film geht. Und Morgen ist die Welt sicher wieder in Ordnung ;-).

Sonntag, 28. Oktober 2012

Saisoneröffnung 2012/2013

Nun ist es amtlich, wir sind zum Halbmarathon am 7. April 2013 in Berlin angemeldet. Und um mich allmählich wieder auf die längeren Distanzen einzustimmen, gabs heute einen ersten langen, langsamen Lauf, also einen LalaLauf. Angedacht war ein Schneckentempo von 7:45 und eine Distanz von 12 Kilometer. Das Wetter war wieder ganz nach meinem Geschmack (ca. 4 Grad), ziemlich kalt und sonnig; im Schatten war noch alles voller Raureif, während es in der Sonne mit der schwarzen (langen) Hose schon wieder nett warm wurde am Popöchen. Direkt beim Loslaufen merkte ich, dass ich super drauf war und die Beine fühlten sich auch sehr fit an. Ich freute mich schon den ganzen Morgen auf den Lauf, den ich einfach nur genießen wollte. Also, gesagt, getan. Es lief sich leicht und locker, immer wieder konnte ich mich an der Landschaft rechts und links des Weges erfreuen, so dass ich kaum merkte, dass ich überhaupt lief. Mit einem Trainingsplan fange ich auch wieder an (vermutlich zum 1. Dezember), denn er bringt Struktur und Abwechslung in die Lauferei und ins Training. Damit habe ich im letzten Jahr recht gute Erfahrungen gemacht, es hat mich sehr motiviert. Ja, all das ging mir während des Laufs so durch den Kopf und phasenweise war ich bereits in Berlin. Um die Runde dann noch mit einer geraden Zahl zu beenden, musste ich bis haargenau dort laufen, wo ich die Uhr gestartet habe, vor unserer Haustür. 13 km (mit 120 Höhenmetern) in einer pace von 7:22 sind ein guter Anfang für die Halbmarathonvorbereitung, ebenso sind minus 3 Kilo in 14 Tagen ein guter Schnitt. Weiter gehts!

Berlin 2.0 - ich hab da noch ne Rechnung offen - wir kommen! :-)

Freitag, 26. Oktober 2012

Genau mein Wetter!

Vom Indian Summer zum typisch deutschen Herbst, da reichen manchmal nur wenige Tage und schwupps hat man beinahe 20 Grad Temperaturunterschied und eine völlig neue Jahreszeit.

Den ganzen Tag schon hab ich mich auf den heutigen Lauf gefreut, obwohl es regnete und eben so typisch üsselig herbstlich war. Schließlich ist das aber genau mein Wetter. 

Nach Feierabend zu Hause schnell umgezogen und die neongelbe Leuchtregenjacke zur Premiere ausgeführt.  Ein bisschen unbehaglich fühlte ich mich schon in dem super auffälligen Teil. Kurz noch einen Abstecher zur Post gemacht und ein leidiges Einschreiben nach Italien aufgegeben. Spätestens jetzt hatte mein Ego die Jackenprüfung bestanden.

Im Regen und bei 7 Grad gings dann endlich los, der Weg bis zu meinem Haus- und Hoflaufgebiet war nicht weit. Wie ich es liebe!!! Immer noch diese wunderbare Laubfärbung und dazu die frische, feuchte und klare Luft, der würzige Geruch des Herbstes atmet sich mit jedem Zug wohlig ein. Die Regentropfen stören nicht wirklich, nur die dumme Kapuze, die ich bereits nach kurzer Zeit wieder ab nehme. Aus meinem Buff mache ich mir eine schicke Mütze, denn meine Ohren haben das Frische nicht ganz so gern, wie alles andere von mir (die Nase allerdings auch nicht, die läuft beinahe in einer Tour). Es dauert die üblichen 2 - 3 Kilometer, bis ich in meinen Rhythmus finde und ich laufe grinsend durch den Wald, über das Feld,  wieder zurück in den Wald und freue mich einfach nur über das Wetter und die überwiegende Leichtigkeit in meinen Beinen. Autofahrer schauen mich seltsam an - liegt es an der Leuchtjacke oder an der Tatsache, dass da eine Frau im Regen mit halb kurzer Hose rum läuft? Ich amüsiere mich und genieße jeden Kilometer. Ein Omi mit Krücken und Hund lächelt mich herzlich an, sie ist beinahe der einzige Mensch, der mir begegnet. Da ist meine Runde auch schon wieder zu Ende, nach 8,6 km und genau einer Stunde. Richtig glücklich gehe ich die letzten Meter bis zum Haus und erschrecke mich, wenn ich mich in einer Scheibe sehe. Hui, an die Jacke muss ich mich wirklich noch gewöhnen, aber eines ist sicher, damit übersieht mich garantiert keiner.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Indian-Summer-Lauf 2.0

Die Beine muckten nach den 6 km von Freitag heute morgen noch ganz leicht, was ihnen auch absolut zustand, nach dem sie 10 Tage still halten mussten. Von Muskelkater aber dennoch keine Rede. Um 10 Uhr verließ ich das Haus im strahlenden Sonnenschein, abermals in kurz-kurz, diesmal jedoch wieder mit Musik im Ohr. Die Bäume leuchteten in den schönsten Herbstfarben, immer wieder rieselte neues Laub nach. Ich bedauerte schon kurz, meine Kamera nicht dabei zu haben, doch dann erinnerte ich mich, dass ich bereits im letzten Jahr genau dieselben Eindrücke festgehalten habe, die jetzt wieder entlang des Weges meine Sinne beeindruckten.

Wie oft muss ich den selben Fehler eigentlich noch machen, bevor ich schlauer werde?! Mit frisch geputzten Zähnen läuft es sich nicht gut, wie ich auch heute wieder feststellen musste - das schleimt so grauslich im Mund. Auch beim heutigen Lauf merkte ich noch die leicht belegten Atemwege, obwohl ich schon wieder etwas zügiger unterwegs war als noch am Freitag. Besonders die leichten bergan Passagen empfand ich als sehr anstrengend. Gut, laufen ist eben nicht spazieren gehen und wenns nicht ein wenig anstrengend wäre, hätte es sicher keinen richtigen Effekt. Diesmal lief ich die Runde anders herum und war auch heute wieder froh, als es vorbei war (im Sinne von, weiter hätts nicht sein brauchen).

Zu Hause angekommen erwartete mich ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch. Ist schon komisch, wenn ich laufen gehe und Dirk es mal nicht kann. Aber auch für ihn ist am Dienstag Schluss mit der Regeneration, das Bein ist wieder einsatzfähig. Um unserer beider Beine noch was Gutes zu tun, gings am Mittag zu einem Spaziergang auf nach Weisweiler. Wir wollten uns mal ein alternatives Laufgebiet zu Maasmechelen etwas näher anschauen. Die Strecken entlang der Rur sind schon sehr schön, hier werden wir sicher mal zum Laufen hin fahren. Heute reichte uns jedoch eine 5 km Runde rund um das Indemännchen, dabei haben wir kurz ein paar Eindrücke am Braunkohletagebau mitgenommen. Bis 2060 !!! wird da noch weiter gebuddelt. Schon beeindruckend, dann sind selbst unsere Jungs schon um die 70 Jahre alt!

Jetzt gibts noch ein lecker Käffchen und die Beine werden verdienterweise mal hoch gelegt. Die "Verachtung" wartet auf mich.

Allen noch einen schönen Sonntag (mit einem hoffentlich spannenden Tatort) und einen guten Start in die neue Woche :-))





Samstag, 20. Oktober 2012

Veränderungen

So ist nun auch dieser Urlaub wieder vorbei, der leider mit einer Woche Krankheit durchzogen war. Der Sport, den ich mir eigentlich für diese Zeit gewünscht hatte, konnte nur stark eingeschränkt stattfinden. Aber ich habe die Zeit dennoch sinnvoll genutzt, die Seele buchstäblich mal baumeln zu lassen, in den Tag hinein zu leben und zu sehen, was kommt, wenn man so mit sich alleine ist, ohne jegliche Verpflichtungen und jeden Zeitdruck. Ich habe viel gelesen (extrem wenig TV geguckt) und ich habe meine 2. Lektion des Fernstudiums zumindest durchgearbeitet, wenn auch die Fragen noch nicht bearbeitet. Für meine erste Einsendeaufgabe habe ich inzwischen die Note erhalten, so freue ich mich sehr über eine 1 ("korrekt beantwortet, sehr ausführlich, gut strukturiert, weiter so Frau Hansen!" war der Kommentar der Studienleiterin). Schon verrückt, wie aufgeregt man sein kann, wenn man noch mal so eine Note bekommt.

Vor 22 Tagen war ich zum ersten Mal bei Edgar Nemes, seit dem hat sich einiges verändert. Ich rauche zum Beispiel seit dem 1. Oktober nicht mehr, außerdem habe ich von Montag bis heute 2,3 kg Gewicht verloren, ein Anfang ist gemacht, schließlich sollen noch etwa 8 kg folgen. Auf einmal klappt es und ich denke, das ist in erster Linie auf den Austausch mit Edgar zurück zu führen.

Gestern hab ich dann auch ein erstes Läufchen gewagt nach der Erkältung, die Einnahme des letzten Antibiotikums war nun über einen Tag her. Bei herrlichstem Herbstwetter bin ich um halb zehn aus dem Haus, da waren es schon um die 16 Grad. Mit kurzer Hose und kurzem Laufshirt ging es durch den wunderbar würzigen Wald und um nicht zu schnell zu werden, hatte ich keine Musik dabei, so dass ich das Rascheln des Laubes unter meinen Füßen mal ausnahmsweise hören konnte. Nur meine Schritte und mein Atem, das Rascheln der Blätter und die Vögel waren zu hören, herrlich! Die Beine liefen recht leicht, ich hatte ja in der Woche ein bisschen was auf dem Crosstrainer gemacht, aber die Atmung war noch nicht so optimal, die Atemwege noch ein klein wenig belegt. Es war daher etwas anstrengend, aber schön. Nach 6 km war meine Standardrunde wie immer zu Ende und mehr wäre auch nicht drin gewesen. Aber es musste ja auch nicht mehr sein, nach 10 Tagen Pause war das absolut in Ordnung.

Und Montag geht der Alltag weiter, ich freu mich schon ein bisschen drauf. Aber nur ein bisschen ;-)...

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Lektion 1 ist also unterwegs

Wer zum Arzt geht, muss damit rechnen, dass es nicht unbedingt so kommt, wie erwartet. Irgendwie hatte ich ein Antibiotikum so gar nicht auf meiner Rechnung stehen und nun darf ich sechs Tage lang je zwei von den Dingern schlucken. Das war doch eigentlich nur ein harmloser Schnupfen - dachte ich. Natürlich ist es nichts dramatisches, aber ärgerlich ist es allemal und ansteckend obendrein. Na toll. Nun habe ich bis Mittwoch eine Krankmeldung, ich hätte mir meinen Urlaub auch anders gewünscht, so in etwa mit einem Lauf an jedem zweiten Tag, vor allem bei diesem herrlichen Wetter. Das kann ich nun knicken. Immerhin klappt es mit einer doppelten Portion Aspirin Complex, dass mit der morgendlichen Supermatschbirne immerhin noch Lesen möglich ist.

Gestern hab ich also erstmalig mein Studienpaket in die Hand genommen und einfach mal mit der ersten Lektion los gelegt. Ging alles schneller als erwartet (weils wohl auch so interessant war), so dass ich gestern auch sofort mit dem Beantworten der Einsendefragen angefangen habe. An der 2. Aufgabe habe ich mir ein wenig die Zähne ausgebissen und musste recht viel im Internet recherchieren. Aber siehe da, es war hochinteressant und hat super Spaß gemacht, ich habe wirklich Zeit und Raum vergessen darüber. So soll es doch sein, genau das war die Intension dieses Fernstudiums, prima! Also habe ich die erste Aufgabenstellung heute noch an meinen Studienberater geschickt. Jetzt heißt es für mich also auch wieder Noten bekommen (wie habe ich das zuletzt in der Schule gehasst!). Nun, von mir aus kann es gerne so weitergehen, von Lektion zu Lektion. Die Zweite habe ich bereits vor mir liegen, auch dieses Thema ist genau nach meinem Geschmack: "Was bestimmt das menschliche Handeln?". Mal sehen, wie lange ich dafür denn brauche.

Aber so langsam zieht sich mein Kopf wieder richtig zu und ich muss jetzt mal auf die Couch und unseren tollen, neuen Smart-TV bestaunen, mir einen Tee kochen und mich ein bisschen schonen. Den Fernseher hat Dirk übrigens gestern Nachmittag gegen 15.30 Uhr bestellt, heute Vormittag gegen 11 Uhr wurde er von DHL geliefert - Amazon prime lohnt sich absolut!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Schnupfen und so

Wenn ich einen Frisörtermin absagen muss, muss wahrlich was gravierendes dazwischen kommen. Im heutigen Fall wurde also doch aus dem "Schnupfen im Anmarsch" eine fiese Erkältung. Lags an den Spaziergängen im Regen, lags an dem verschnupften Besuch aus Duisburg oder vielleicht dem leichtsinnigen Lauf in Schweinfurt? Es spielt ja doch keine Rolle, also heisst es jetzt aussitzen und Tee trinken. Ärgerlich ist so eine Erkältung allemal, besonders für so ungeduldige Gemüter wie ich es bin, aber es gibt Schlimmeres. Schließlich habe ich noch einige sehr interessante Sachen, die ich lesen muss, seit gestern sogar den brandneuen Adler-Olsen! Also schmeiß ich mich jetzt wieder ins Bett und versinke in die Geschichten, die es mir momentan erlauben, kein eigenes, aktives Leben leben zu müssen ;-). 

Und Morgen gehts bestimmt schon wieder besser. Meine größte Sorge ist jedoch im Augenblick, dass Dirk sich hoffentlich nicht ansteckt, denn den zweiten Halbmarathon in diesem Jahr wegen einer dummen Erkältung sausen lassen zu müssen - das wäre wirklich zu dumm!

Apropos Dirk... Vielen Dank für bis heute neun wunderbare Ehejahre, mein Schatz. Ich freue mich auf alle die, die da noch kommen werden!

Montag, 8. Oktober 2012

Der Lauf in Schweinfurt

Es wurde dann doch noch ein wunderschöner Herbsttag; nachdem sich der Nebel gelichtet hatte, schien die Sonne und ein blauer Himmel zeigte sich. Leider ließ ich mich von den im Internet nur angezeigten 4,9 Grad etwas verunsichern, außerdem wollte ich wegen des Schnupfens im Anmarsch auch nichts riskieren. Schon nach den ersten Metern merkte ich aber, dass ich viel zu warm angezogen war, auch war das Tempo zu schnell. Mein Beine waren recht zickig und schwer, so dass ich den ersten Stopp nach knapp 3 Kilometern einlegen musste. Doch auch danach lief es noch nicht rund; obwohl ich zuvor noch im Hotel auf Toilette war, meckerte meine Blase schon wieder und nach 4,7 km suchte ich einen Busch auf. Das war dann auch meine Wendemarke und ich lief, sichtlich erleichtert und nun endlich wesentlich runder am Main zurück. Ab da konnte ich endlich die vielen bunten leuchtenden Blätter genießen, den herrlichen Herbstgeruch und die Blicke durch das Dickicht auf den Main. Nach 10 Kilometern war ich durch und jetzt gehts ins die Badewanne.

Grüße aus dem schönen Schweinfurt

Während Kehrmaschine und Laubbläser wie verrückt vor dem Hotel für Ordnung sorgen, schaue ich mal so nach, was sich im www getan hat. Das Frühstück habe ich schon hinter mir, Dirk ist bereits zur Arbeit und ich kann mir den ganzen Tag mit was auch immer ich möchte versüßen. Laptop, Lektion 1 des Fernstudiums, e-Book, neues richtiges Buch, alles dabei, womit ich zwei Tage in Schweinfurt bestens um bekomme. Ach ja, das wichtigste hab ich ja ganz vergessen aufzuzählen: die Laufsachen :-)). Im Augenblick ist hier noch alles Nebel verhangen, die Temperaturen um den Gefrierpunkt noch nicht ganz so ideal zum Laufen. Ich denke mal gegen 11 - 12 Uhr werde ich mich aufmachen. Zuvor muss ich nämlich noch kurz in die Apotheke, ich hab nen Schnupfen im Anmarsch (und außerdem die Zahnbürste vergessen). Da sich unser Hotel direkt im Zentrum des schönen Schweinfurt befindet, könnte ich auch kurz einen Abstecher in diverse Geschäfte machen, irgendwie hab ich ein wenig Shoppinglaune... Ach herrlich, wie auch immer ich die Zeit tot schlage, es wird mir ein Vergnügen sein. Zwei Wochen Urlaub, ich kanns noch gar nicht richtig glauben - wie schön!

Ich melde mich später wieder, wenn ich von meinem Lauf am Main berichten kann.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Das Fernstudium ist da!

20.45 Uhr, es klingelt an unserer Haustür. Hm... wer ist das denn noch? Ah ja, Diana, die Nachbarin von Haus-Nr. 26 mit einem Paket für mich. Ups, so groß!? Wieso hatte ich denn keine Benachrichtigung im Briefkasten?! Bevor mich Diana für super faul und mega bequem hält, die paar Schritte bis zu ihrer Haustür zu machen, erkläre ich kurz und wirklich peinlich berührt, dass mir DHL keine Nachricht über ein Paket hinterlassen hat (wie leider häufiger), sie solle bitte nicht meinen, ich würde mir das Paket nicht gerne selbst abholen kommen und nur darauf warten, dass sie es mir bringt. Ist mir echt unangenehm.

Heute ist also Weihnachten! Ich packe das Paket von ILS aus und finde ein sehr professionell aussehendes Studienpaket vor, links unten in der Lasche lacht mich sogar ein auf meinen Namen ausgestellter Studienausweis an. Bin ich jetzt tatsächlich offiziell eine Studentin? Nein, wohl eher nicht. Aber sieht trotzdem gut aus und vielleicht komme ich damit ja günstiger ins Freizeitbad. Kugelschreiber, Block, Ordner und alle Teile meines Lehrgangs "Persönlichkeitstraining" sind darin, die ich nun mit und mit durcharbeiten und einsenden muss.

Yes, jetzt gehts also los - ich freu mich!!!

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Der Köhlbrandbrückenlauf 2012

Gerade sind wir Heim gekommen und hier gibts die ersten Eindrücke und Zahlen:

Die Anreise: 5 Stunden, Stau im Pott und Tempolimits ohne Ende - grausam!
Die Rückreise: 4 Stunden
Ergebnis: 1:19 h
Die Laufstrecke: 12 Kilometer
Die Höhenmeter: lt. ST ca. 65, Garmin meint  über 200 und GPSies wird noch befragt, also eher so irgendwas dazwischen, Dirks ST meint 100, was ungefähr hin kommt.

Der Lauf: Vor dem Lauf hab ich wirklich kurz nervöse Übelkeit bekommen, da ich beim Anblick all der Läufer fast davon ausgegangen bin, dass ich diesmal wirklich als Letzte ins Ziel kommen werde. Alle waren extrem athletisch, eine/einer schlanker wie der andere, an der Kleidung und der Gelassenheit konnte man erkennen, dass es erfahrene ambitionierte Läufer waren, ebenso an den Lauf-T-Shirts, von Marathon über Sport-Freak bis zu Triathlon war alles vertreten - die sahen einfach alle super schnell aus. Wirkliche Freizeitläufer, die just for fun diese ungewöhnliche Strecke mal laufen wollen, konnte ich beim besten Willen nicht entdecken. Dirk holte mich dann wieder ein bisschen runter und überhaupt, wollte ich ja nicht mehr auf Zeiten schielen, nicht wahr?! Und wenn ich wirklich Letzte würde, wäre mir der tosende Mitleidsbeifall immerhin gewiss. Als es dann los ging, war ich wieder die Ruhe selbst und alles war gut, ich reihte mich im hinteren Mittelfeld ein. Wie ich später auf der Brücke bei einem Blick zurück feststellte, war ich wirklich im letzten Viertel, aber da war schon klar, dass ich sicher nicht Letzte werden würde. Also, so what?! Nach einer Stunde und 19 Minuten und Quetsch Sekunden bin ich somit mit einer pace von 6:33 über die Zielmatte gelaufen. Mit diesem Ergebnis bin ich wirklich super zufrieden und auch Dirk hatte mich erst ein paar Minuten später erwartet. Es ist eine wirklich ungewöhnliche Laufstrecke mit Start und Ziel im Industriegebiet, dann über die wirklich geile Brücke mit aussergewöhnlichem Ausblick auf Hamburg und den Hafen und das ganze hin und zurück. Viele sind auf der Brücke gegangen, aber ich nicht, nur ganz wenige Schritte beim Wenden (einzige Verpflegungsstation) bei km 6, da ich im Laufen nicht trinken kann.

Einziges Manko: Bei Kilometer 4 und 5 bzw. zurück bei 8 und 9 stank es fürchterlich. Zuerst nach Biodiesel und dann nach Großküche bzw. ESSEN (konkret nach Sauerkraut). Dirk erzählte mir später, dass er sich fast übergeben und deshalb kurz stehen bleiben musste und ich hab auch krampfhaft versucht, durch den Mund zu atmen, wobei ich glaubte, das Sauerkraut förmlich schmecken zu können. Das war echt eklig, zumal es die anstrengendsten Kilometer waren, wo man sicher am tiefsten einatmet...

Und hier die Eindrücke in Bildern:


Auf dem Navi erkennbar -> die gesperrte Köhlbrandbrücke


Man beachte den Herrn in Neongelb  :-)))

Ganz schön frisch wars im Startblock, 
obwohl ich später gern auf die Weste verzichtet hätte.

Je 2000 Läufer starteten sowohl um 12 Uhr,
als auch um 15 Uhr.

Diese beiden Herren standen tapfer spielend an der höchsten 
Stelle der Brücke und dudelten nur für uns! 
Respekt, denn es war wirklich schattig dort oben.
Ansonsten gabs nur eine Handvoll Zuschauer auf er ganzen Strecke verteilt.
Mir ist das lieber, ich hab nicht gerne Zuschauer.



Geschafft aber nicht völlig verausgabt, so soll es sein!

Schicke Medaillen und Shirts von Asics gabs


Hier ist jemand stolz wie Bolle und sichtlich erleichtert ;-)

Die beeindruckende Köhlbrandbrücke ohne Läufer und ohne Autos.
Ein ganz seltener Zustand denke ich.



Montag, 1. Oktober 2012

Der richtige Weg


Es ist Montagmorgen, ich schalte im Sekretariat den Rechner ein und es erreicht mich folgende E-Mail:

„Liebe Frau Hansen!

Ich bedanke mich für die einfühlsamen, verständnisvollen, beruhigenden Worte, die mir gut getan haben.

Wie sagte doch einmal ein Kollege so schön:
Die Schulleitung ist der Kopf einer Schule.
Die Sekretärin ist das Herz einer Schule.

Sie sind eine große Bereicherung fürs Goethe, sowohl in menschlicher als auch in beruflicher Hinsicht.
Vielen, lieben, herzlichen Dank und Gruß!

G. XXXXXX“

Ich bin sehr gerührt und freue mich über diese Zeilen, die mir das Gefühl geben, einen guten Job hier in der Schule zu machen und wohl doch gar kein so übler Mensch zu sein, wie ich manchmal selber von mir denke.

Das war so einer dieser Momente, der mich zutiefst glücklich macht. Wie es zu dieser Mail kam, ist kurz erklärt. Die Mutter dieser Lehrkraft war in der Nacht zuvor verstorben, als mich der Anruf erreichte. Die Person war völlig durch den Wind und mit der Situation total überfordert, vor allem mit den ganzen Formalien, die jetzt noch anstanden. Normalerweise ist das ein Thema, eine Situation für mich, mit der ich  mich selbst stets überfordert fühle. Die Nachricht vom Tode eines nahe stehenden Menschen mitgeteilt zu bekommen, macht mich meist eher sprachlos und hilflos. Die oben genannte Mail straft mich lügen, denn scheinbar habe ich wohl doch die richtigen Worte gefunden.

Das zeigt mir, dass ich mit meinem Vorhaben, mich in dieser Richtung weiterzubilden genau richtig bin – wie schön!

10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...