Sonntag, 9. August 2015

August - lost our hearts in tirol

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Mein letzter Stand der Dinge hier ist von April, doch es hat sich inzwischen wieder so viel getan.

Na ja, was soll ich sagen... Meine Wohnung habe ich inzwischen wieder gekündigt und ich bin wieder da, wo ich hingehöre, bei Dirk in unserem Haus. Doch, es fühlt sich sehr gut und richtig an. Der kurze Abstand war nötig, ziemlich schnell wieder zu merken, wie wertvoll und wunderbar mein Leben mit Dirk ist. Wir haben in jeder Beziehung wieder zueinander gefunden und das finde ich prima.

Der gerade zu Ende gegangene Urlaub in Tirol war vom ersten bis zum letzten Moment einfach nur Klasse (von meinem Einzelsessellift-Höhenangst-Erlebnis mal abgesehen!). Ja, in Tirol hab ich mich (und Dirk auch etwas) regelrecht verliebt, da gehts mit Sicherheit nochmal hin!!! Das Kraxeln durch die Berge, das Genießen des grünen Sees, eine wunderschöne Kombination und immer recht angenehme Temperaturen, was gerade mir ja sehr entgegenkommt. Meine vorschnelle Meinung von anno dazumal, Tirol sei nur was für alte Leute, musste ich ganz schnell korrigieren! Tirol ist ein Traum für einen Steinbock wie mich ;-)...

Die Arbeit macht wieder Spaß, auch wenn ich gleich mit einer Doppelstelle einsteige, weil meine arme Kollegin nun schon zum dritten Mal in diesem Jahr an der Verse operiert wurde und ein Ende noch nicht wirklich abzusehen ist, die Arme! Da ich mich aber nun mal nicht teilen kann, versuche ich es so gelassen wie möglich anzugehen, ich kann es ja nicht ändern und werde mein Bestes tun, an zwei Standorten alles zu wuppen. Die nächste Zeit wird ohnehin eine Herausforderung, was die Zusammenlegung von Real- und Gesamtschule in einem dieser Standorte mit sich bringen wird. Wir alle sind sehr gespannt, wie das funktionieren wird.

Lauftechnisch bin ich noch unterwegs, auch wenn es bekanntermaßen ja nun nicht meine bevorzugte Jahreszeit ist, in der ich gerne laufe. Ich versuche auf zwei Läufe die Woche zu kommen, was mir aber selten gelingt. In diesem Jahr habe ich erst 34 Läufe im Kalender stehen, aber ehrlich gesagt, juckt mich das wenig. Ich laufe nur noch, so wie ich Lust und Laune habe, hoffe aber, dass es wieder etwas mehr wird, da ich jedes Mal nach einem Lauf merke, wie gut es mir doch immer wieder tut. Ein wenig eingerostet fühle ich mich nämlich schon und das Piriformis-Problem in meiner linken Pobacke ist auch mit weniger Laufen nicht besser geworden.

Die nächsten Monate werden sehr kurzweilig werden, was zum Einen an der Jobsituation liegt und zum anderen an den größeren Veränderungen im Haus. Aber Hauptsache, es ist Bewegung drin ;-)

Und hier ein paar wild durcheinander gewürfelte Impressionen unseres Urlaubs (Innsbruck und Achensee):

Ja, mit jedem Atemzug!

Spuky - und nichts für Weicheier.

La dolce vita


Unser Hotel Bergland am Achensee -top!


Kostenloses upgrade in die Suite des Hotels in Innsbruck - 
manchmal hat man eben Glück!

Hier konnte man es wirklich sehr gut aushalten


Fast schon ein bisschen dekadent...
Und zu Hause hat Dirk dann festgestellt, 
dass sie auch noch versäumt haben,
uns das Frühstück zu berechnen.


Die Nordkettenbahn direkt vor dem Hotel



Die Altstadt umzingelt von den Bergen - herrlich!










Gleich beim Hotel war die Landebahn der 
Flugschule Achensee.
So gabs immer was zu gucken beim Frühstück.










Eines von vielen Selfies, hier auf dem Achensee



Höhenangst muss man bekämpfen ;-)














 Unser erster Gipfel!


Nicht der Weg ist das Ziel, sondern die gemütliche Einkehr


Wer hier runter springt, kann nur verrückt sein!










Montag, 15. Juni 2015

Weils so schön ist, auch hier:

“Eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh.
Bin ein entschleunigtes Teilchen…. lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein andrer ihn lebt.
Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehm mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.
Ich halt mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.
Ich würd gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werd eh nie alles schaffen –
also fang ich gar nich´an.
Stattdessen häng´ich planlos vorm Smartphone,
wart´bloß auf den nächsten Freitag.
N´ach, das mach´ ich später,
ist die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund.
Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar ich immer – falls ich´s nochmal brauch.
Und eines Tages werd ich alt sein, oh baby, werd´ ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst Du fest, das du Recht hast, wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für Dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rausgehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr, obwohl Du nicht damit gerechnet hast, kam Dir wieder mal dieser Alltag dazwischen. Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer, falls wir´s nochmal brauchen.
Wir sind jung, und ham´ viel Zeit. Warum soll´n wir was riskieren, wir woll´n doch keine Fehler machen. wollen auch nichts verliern. Und es bleibt so viel zu tun, unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.
Und eines Tages, baby, werden wir alt sein, oh baby, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden – traurige Konjunktive sein wie
 <<Ein mal bin ich fast einen Marathon gelaufen und hätte fast die Buddenbrooks gelesen und einmal wär´ ich beinah bis die Wolken wieder lila war´n noch wach gewesen und einmal, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen wir sind die gleichen und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.>>
werden wir sagen.
Und das wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen, und uns heimlich wünschen, noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind –  und unsere Tage knapp, und das wird sowieso passiern´, dann erst werden wir kapiern´, wir hatten nie was zu verliern´ – denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selbst wählen, also lass´ uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzähln´. Lass uns nachts lange wach bleiben, auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen, wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind. Lass ma´ an uns selber glauben, ist mir egal ob das verrückt ist, und wer genau kuckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch warn´- lass mal werden wer wir sein wollen. Wir ham´ schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden. Der Sinn des Lebens ist leben, das hat schon Casper gesagt, let´s make the most of the night, das hat schon Kesha gesagt, lass uns möglichst viele Fehler machen, und möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen, dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun, weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig, und das soll ruhig jeder wissen, und – unsere Zeit die geht vorbei, das wird sowieso passiern´, und bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verliern. Lass uns uns mal demaskiern´ und dann sehen wir sind die gleichen und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben das wir führen wollen, das könn´ wir selber wählen.
Also – los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzähl´n. Und eines Tages, baby, werden wir alt sein. Oh baby, werden wir alt sein.
– und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.”
Der Poetry-Slam von Julia Engelmann, den sicher jeder von uns eins zu eins unterschreiben kann, mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen...

Freitag, 10. April 2015

April News

*schnauf*... geschafft! Der Umzug ist vollzogen, ein bisschen komisch ist diese neue Situation schon. Aber die Wohnung ist sehr schön geworden, so sitze ich gerade an meinem neuen "Arbeitsplatz" (-> aus Eiche-brutal mach einen echten Hingucker):


Ich wollte immer schon einen Sekretär haben, den auch möglichst richtig old-school, dass ich nun zu diesem Schätzchen gekommen bin, ist ein absoluter Zufall - herzlichen Dank für die Schenkung an Herrn F. ;-).

Ansonsten lebt es sich noch ungewohnt in diesem Umfeld, vor allem das neue Schlafdomizil ist auch nach knapp zwei Wochen noch gewöhnungsbedürftig. Seitenverkehrtes Liegen führt dazu, dass ich ständig Angst habe, aus dem Bett zu purzeln. Aber die am Vormittag Sonnen durchflutete Wohnung mit dem herrlichen Blick auf Bäume und Felder Broichweidens entschädigt für so einiges.

Morgens, 8 Uhr, Blick aus dem Wohnzimmerfenster

Beruflich gehts auch endlich weiter. Nachdem ich nun erstmal gezwungenermaßen mit Resturlaub den Wiedereinstieg begonnen habe, starte ich am Montag endlich meinen neuen Job in der Gesamtschule, gleich neben der alten Wirkungsstätte. Also, aus Realschule wird Gesamtschule, das heißt, Abwicklung der Realschule (noch 2 Jahrgänge) und Mitaufbau der erweiterten Gesamtschule (bislang 3 Jahrgänge), dann in den Räumen der noch-Realschule sowie Wahrnehmen von Aufgaben im Schulamt am Nachmittag, das ist der Plan meiner Chefin und mir. Ich freue mich unglaublich auf die neuen Aufgaben, die neuen Menschen und Eindrücke. Es wird allerhöchste Zeit, dass ich wieder unter Menschen komme, wieder einen geregelten Alltag habe und vor allem eine "Daseins-Berechtigung" - schlimm, wie sehr ich mich doch über meine Arbeit immer noch definiere!

Aber ehrlich gesagt, gibt es etwas schöneres als das Gefühl, gebraucht zu werden? "Sie sehen, wir sind mehr als froh, Sie wieder mit an Bord zu haben!" das geht runter wie Öl und tut dem angeschlagenen Seelchen doch sehr gut. Genauso gut, wie das endlich abgeschlossene Fernstudium "Persönlichkeitstraining", das mich mit Erreichen der Note 1,0 so motiviert hat, nun noch die "Erziehungsberatung" dran zu hängen. Hier gehts im Mai los und auch darauf freue ich mich schon. Ob es mir beruflich nutzt, ist dann die eine Frage, fürs Ego ist es allemal gut.

Lauftechnisch läuft es auch noch, wenn auch aktuell aus Hustengründen nicht. Die neue Wohngegend wurde demnach schon laufend erkundet und stellt sich als sehr schön heraus. Zwar fehlt mir der Wald doch etwas, aber die Felder hier erinnern teilweise an Maasmechelen und wer hat schon immer alles gleich vor der Haustür - ist ja quasi auch nur umme Ecke der Wald.

Ja, soweit der Stand der Dinge, es ist Bewegung drin.

Fortsetzung folgt ;-)




Mittwoch, 11. März 2015

März-Update

So nehmen die Dinge also ihren Lauf. Die Wohnung ist fast fertig, es sind nur noch "Kleinigkeiten" zu tun und vor allem muss die Küche noch kommen, ohne die gehts nun mal nicht. Aber alles hat gut geklappt, keine sonderlichen Katastrophen sind passiert und es sieht wunderschön aus! Was so ein wenig Tapete, etwas Farbe und ein neuer Boden doch gleich ausmacht; die (von mir) lackierten Türen und Zargen sehen aus wie neu, der Effekt der matt-weißen Farbe im Vergleich zu dem vorher im Stil der 70er Jahre dunklen und hässlichen rotbraun ist wirklich krass. Ich möchte behaupten, dass die Wohnung ein absoluter Glücksgriff ist; jeder, der sie bis jetzt gesehen hat, findet sie schön, vor allem die Ausrichtung nach hinten hinaus, zur Sonnenseite, mit  Blick ins Grüne ist herrlich - und es ist schön ruhig dort! Der einzige Nachteil ist die rundum relativ schlechte Parksituation, das erste Knöllchen hab ich also auch schon kassiert.

Heute habe ich ein weiteres Gespräch mit meiner Chefin und dem Menschen für die Wiedereingliederung. Die Zeichen stehen sehr gut, dass ich innerhalb der Stadtverwaltung wechseln kann und bald an eine bzw. gleich zwei andere Schulen komme. Ich freue mich schon sehr auf neue, interessante Aufgaben und darauf, mit Schwung und Elan ganz neu durch zu starten. Auch habe ich mich für ein weiteres Fernstudium eingeschrieben - ab Mai starte ich mit der "Erziehungsberatung", auch hierauf freue ich mich sehr und hoffe, dass mir diese Zusatzqualifikation doch nochmal ganz andere Wege ermöglicht. Hier hat mir die Arbeit in der Schule ganz klar die Richtung gewiesen und meine Stärken gezeigt.

In allen Bereichen ist also eine positive Bewegung rein gekommen. Mit Dirk läuft es nach wie vor herrlich anders, vertraut und doch wieder neu, das ist wirklich erstaunlich. Dass er so hinter mir (und inzwischen unserer Entscheidung) steht, ist einfach nur Klasse. Wir sind sehr gespannt, wie sich das künftig mit dem Zwei-Wohnungen-Modell denn so lebt, wenn wirklich der klare Schnitt gemacht ist - heute werde ich mich ummelden.

Gestern war ich nach über drei Wochen nochmal laufen. Ich kanns noch ;-). Schön langsam, mit dem Nieselregen im Gesicht habe ich meine Runde durchs Wurmtal gedreht und mir dabei fest vorgenommen, jetzt hoffentlich wieder regelmäßiger zu laufen. Der März ist noch ein wenig durcheinander, aber ab April müsste es wieder gut funktionieren, da dürfte dann alles in neue Bahnen geleitet sein und die emotional lang ersehnte Ruhe endlich einkehren.





Samstag, 21. Februar 2015

Mach's mal anders


Ich
bestimme selbst
meinen Weg und
mein Tempo, meine Regeln -
selbstbewusst.

Als mir das Laufen endlich wieder anfing, Spaß zu machen, hatte ich ein Mantra im Kopf: Mein Leben, mein Weg, mein Tempo. Damit lief es sich deutlich gelassener, fernab von allem Druck, den ich ausschließlich selbst erzeugte, von jeglichem Wettkampfgeschehen und dem Glauben, irgendeiner besseren, schnelleren Zeit hinterher rennen zu müssen und mich mit anderen zu vergleichen. Ich bin und bleibe wohl eher eine "aus Spaß an der Freude-Freizeitjoggerin", als eine ambitionierte Läuferin, die Wettkämpfe braucht, um sich zu motivieren.

Dieses Mantra habe ich nun um "meine Regeln" ergänzt, was keinen egoistischen Eindruck erwecken soll - nein, vielmehr soll es den Weg (zurück) in ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes Leben darstellen.

Es mal anders zu machen, das nennen Psychotherapeuten "Musterunterbrechung" und genau das mache ich jetzt - nicht aufs Laufen bezogen, sondern auf die Art und Weise meiner Beziehung/Ehe. Schlimm genug, dass sich das Muster meiner Trennung nach einer "Kur" wiederholt hat, so soll es doch nicht umsonst gewesen sein.

Die Erkenntnis, dass der Alltag der Beziehungskiller Nr. 1 ist, die habe ich schon sehr lange. Damit, also mit dem Alltagstrott, komme ich einfach nicht klar. Sicher weiß ich wohl, dass jede Beziehung nach X Jahren an Schwung verliert und wohl oder übel die Luft raus ist. Mal dauert es länger, mal weniger. In unserem Fall hat es mindestens sieben Jahre sehr gut funktioniert, bis die Unzufriedenheit sich mit und mit über weitere Jahre einschlich. Gut, hier spielt auch meine Veranlagung zum depressiv sein sicher eine nicht unwichtige Rolle.

Warum wird uns der einst so vertraute Partner, in den wir so unglaublich verliebt waren zu Beginn unseres Zusammenseins irgendwann so zur Gewohnheit, dass wir ihrer früher oder später überdrüssig werden?! Warum ist irgendwann seine Anwesenheit nur mehr eine lieb gewonnene Selbstverständlichkeit? Wir hören uns gegenseitig nicht mehr richtig zu, schauen uns kaum noch intensiv in die Augen und die Berührungen werden mehr und mehr mechanisch, der Sex erfolgt nach Schema F, wenn überhaupt noch. Das ist doch traurig, aber leider der fast überall natürliche Lauf der Dinge.

Bereits im September 2014 war ich mir sicher, dass ich so nicht mehr mit Dirk zusammen leben möchte, wie wir dies in den letzten fast fünf Jahren getan haben, auch, wenn  das oberflächlich gesehen, doch sehr schön war. Die Betonung liegt jedoch auf "so", denn ich gehe davon aus, dass wir im Großen und Ganzen doch ein sehr gutes Fundament haben und ganz gut zusammen passen (wenn auch nicht in jeder Facette unserer Charaktere, aber das macht es ja auch interessanter).

Diese Erkenntnis hat mich viele Tränen gekostet, wollte ich einfach nicht verstehen, wie ich so ein schönes Leben mit einem so tollen Mann doch so in Frage stellen kann. Aber es war heilsam und hilfreich, nicht zuletzt kamen die Erkenntnisse wie ein Bombeneinschlag in der Klinik.

Wir haben sehr viel geredet, ich habe viel erklärt, bis Dirk nicht nur verstanden hat, warum ich mich von ihm trennen möchte. Inzwischen steht er auch voll dahinter und befürwortet sogar, dass ich ausziehe. Wir wollen es schlichtweg nun anders machen, betrachten es als Experiment mit offenem Ausgang, wollen es einfach mal versuchen, über die Distanz und die getrennten Wege wieder zueinander zu finden. Seitdem wir uns darüber doch jetzt einig sind, klappt es auf einmal wieder wunderbar. Natürlich gibt es dafür keine Garantie, doch im Augenblick fühlt es sich sehr vielversprechend an. Habe ich an meiner Liebe zu Dirk noch vor Kurzem sehr gezweifelt, merke ich doch, wie wichtig er mir tatsächlich ist und dass ich mich doch noch mehr zu ihm hingezogen fühle, als ich zunächst dachte. Es ist erstaunlich, was so eine Musterunterbrechung bewirken kann. Warten wir mal ab, wie es weitergeht.

Ich freue mich sehr auf das jetzt beginnende neue Leben, die neue Wohnung und die Gewissheit, dass Dirk noch eine wesentliche Rolle dabei spielt. Ob es funktioniert und wie es funktioniert?... keine Ahnung!

Montag, 16. Februar 2015

Wer nie weint und niemals trauert...

... der weiß auch nichts vom Glück.

Dachte ich doch tatsächlich, heute wäre mal ein erster Tag ohne Tränen, habe ich mich doch getäuscht. Die Mädels aus der Klinik haben mir nämlich (m)ein Lied geschickt:

Die Rose

Liebe ist wie wildes Wasser, das sich durch Felsen zwängt
Liebe ist so wie ein Messer, das dir im Herzen brennt
Sie ist süß und sie ist bitter, ein Sturmwind und ein Hauch
Für mich ist sie eine Rose, für dich ein Dornenstrauch
Wer nie weint und niemals trauert, der weiß auch nichts vom Glück
Wer nur sucht, was ewig dauert, versäumt den Augenblick
Wer nie nimmt, kann auch nicht geben, und wer sein Leben lang
Immer Angst hat vor dem Sterben, fängt nie zu leben an
Wenn du denkst, du bist verlassen, und kein Weg führt aus der Nacht
Fängst du an, die Welt zu hassen, die nur and're glücklich macht
Doch vergiss nicht, an dem Zweig dort, der im Schnee beinah erfror
Blüht im Frühjahr eine Rose, so schön wie nie zuvor

https://www.youtube.com/watch?v=1yEoL49NCSc


In der Klinik hatten wir eine wunderbare Sängerin unter uns, die liebe Monika  S., sie hat dieses Lied zum Abschied für mich gesungen. Ich habe Rotz und Wasser geheult.

PS: Gut, die Version von Helene Fischer ist auch nicht übel ;-)

Samstag, 14. Februar 2015

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

... der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. (Hermann Hesse)


Jedes Ende ist auch immer ein neuer Anfang - leider ist das nicht immer so einfach, auch, wenn man es selbst so will.

So fing der Tag heute sehr positiv an, ich war bereits um 8.15 Uhr unterwegs zum Joggen, zur Übergangs-Haustür raus und los...

Die Vögel zwitscherten längst munter und aufgeregt, die Sonne brach rot und zart durch Tannen und Bäume, die Wurm plätscherte noch müde in ihrem Bett in den noch jungen Tag. Das Klopfen des Spechtes entlockte mir lächelnd ein "Guten Morgen, Herr Specht! Schon so fleissig?" und die frische, klare Luft war reines Balsam in meinen Lungen. Das satte, feuchte Grün der Wiesen war eine Wohltat für meinen so überstrapazierten Kopf und die müde geweinten Augen. Wenn auch der Verstand immer noch keine Ruhe geben wollte, so tat es meinem erschöpften Körper gut, sich wieder einmal so lebendig zu fühlen.

Nach einer wohltuenden Dusche ging es dann zur ersten Wohnungsbesichtigung; ich hoffte sehr, es würde auf Anhieb passen, da ich absolut keine Lust auf einen Wohnungssuche-Marathon hatte, fällt mir das Entscheiden doch immer noch sehr schwer - ich neige stets intuitiv dazu, das Erstbeste zu nehmen, auch beim Shoppen. Das Telefonat mit dem Eigentümer zwei Tage zuvor ließ mich berechtigt hoffen, machte der ältere Herr einen sehr sympathischen und lieben Eindruck. Dieser bestätigte sich auch sofort und die Wohnung bestach durch ihren günstigen Preis, wie auch der Lage,und das fast einstündige, überaus nette und offene Gespräch mit dem Eigentümer Ehepaar bestärkte meinen Eindruck. Es passte zwischen uns. 46 Quadratmeter aufgeteilt in einem WohnSchlafraum, einer hellen und relativ großen Küche, einem kleinen Bad und einer Diele, in einem gepflegten und ruhigen Nichtraucher Haus, die Wohnung geht nach hinten raus, mit Blick über die Felder - Keller und Waschküche sowie ggf. Fahrradstellplatz in einer großen Garage, was will man mehr?! Morgen werde ich zusagen. Die Miete ist so günstig, dass ich selbst im Falle einer möglichen Arbeitslosigkeit noch die Wohnung behalten könnte. Ich möchte gezielt klein und günstig bleiben, da ich mir nicht mit einer eventuell schöneren, größeren Wohnung den Hals zuschnüren mag. Ich möchte wieder eine Reitbeteiligung haben, mich in einem Fitnessstudio anmelden, ein weiteres Fernstudium machen, und auch die ein oder andere Reise sollte  noch drin sein. Es gibt allerdings viel zu Renovieren, aber auch das hat den Vorteil, dass ich es mir genau so machen kann, wie ich es haben möchte und später, bei einem möglichen Auszug, alles auch wieder so verlassen kann.

Wäre da nicht die kurze Begegnung mit Dirk gewesen, der mir ein letztes Valentinstagsgeschenk gemacht, und mich damit zutiefst berührt hat - es wäre ein rundum toller Tag gewesen. Aber so ist es wohl und das gehört dazu, ich denke, das nennt sich nun trauern. Auch wenn ich mir sicher bin, dass es aktuell keine andere Lösung gibt, so tut der Abschied doch sehr weh! 13 Jahre, in denen ich auf Händen getragen wurde, Dirk mir nicht nur die Welt gezeigt hat, sondern auch, wie es sich anfühlt, uneingeschränkt geliebt zu werden, ja, das darf man dann ruhig auch beweinen und betrauern, fällt das Verstehen auch sehr schwer...

Und Morgen ist ein neuer Tag, dem wieder ein neuer Zauber inne wohnt - der Zauber des Neubeginns, jedem Tag die Chance zu geben, der schönste Deines Lebens zu werden. Und wenn schon nicht der Schönste, so doch immerhin eine einzigartige und unwiderbringliche Erfahrung, die sich Dein Leben nennt!



Freitag, 13. Februar 2015

Folgenschwere Erkenntnisse

Geschlüpft

Kribbeln
im Bauch.
Der erste Tag,
neue Umgebung, neues Leben.
Zaghaft.

Das Schreiben war während meines Klinikaufenthalt von sehr großer Bedeutung. Die oben geschriebenen Zeilen bezeichnet man als „Elfchen“, was weniger mit Elfen zu tun hat, denn mehr mit elf Worten, die in 1-2-3-4-1-Weise geschrieben werden. Man kann so viel damit zum Ausdruck bringen und ich finde diese Form  von Poesie wirklich sehr einfach und gleichermaßen schön.
In einer Geschichte, die ich fortführen musste, kamen wir über einen Satz zum Kern „meines Problems“. Dieser Satz lautete: „Der Hunger wies mir den Weg.“ Bereits beim Schreiben spürte ich seine elementare Aussage und als die Therapeutin ihn vorlas, wussten wir beide, dass dieser Hunger bei mir sehr ausschlaggebend ist. Dieser Hunger hat viele Gesichter, ich kann ihn  noch nicht wirklich greifen und definieren. Mir fallen einige Dinge dazu ein, die gewiss eine große Rolle spielen. So ist es zum Beispiel Fakt, dass ich seit meinem 12. Lebensjahr mit meinem Körpergewicht im Clinch liege und versuche, den Hunger zu kontrollieren und gehe in gewisser Weise sogar von einer Form von Essstörung bei mir aus; wenn auch nicht so schlimm wie eine Bulimie, so kreisen meine Gedanken ständig ums Essen, ums Abnehmen und meistens, wenn ich gegessen habe, habe ich ein schlechtes Gewissen. Dann spielt wohl der Hunger, den mein Opa auf seiner Flucht aus Ungarn und seiner Zeit im Krieg und in späterer Gefangenschaft leiden musste, wohl ebenfalls bei mir „mit rein“. Über das Buch „Kriegsenkel –Die Erben der vergessenen Generation“ von Sabine Bode kam ich zu diversen Erkenntnissen, dass die Geschehnisse des Krieges, bzw. sogar beider Kriege, noch meine Seele beeinflussen. Das Buch wurde in der Klinik von Hand zu Hand gereicht! Nahezu auf jeder Seite habe ich mich, meine Eltern oder Großeltern in dem Buch wieder gefunden! Schon beim Lesen der ersten Seiten platzte ein Knoten bei mir und meiner Mutter, zu der ich seit vielen Jahren ein sehr schwieriges Verhältnis habe. Durch das Buch habe ich für mich ein anderes Verständnis bekommen, dachte ich doch seit vielen Jahren schon, dass mit mir etwas nicht stimmt, ich nicht alle Tassen im Schrank habe, umtriebig, rast- und ruhelos bin, nie wirklich glücklich und zufrieden über einen längeren Zeitraum sein kann. Ich hatte keine  plausible Erklärung dafür, dass ich seit früher Jugend depressiv bin und regelmäßig von Selbstmordgedanken heimgesucht werde.
Nun stehe ich wieder an einem Scheidepunkt in meinem Leben. Ich habe meine zweite Ehe in den Sand gesetzt, den zweiten guten Mann verlassen und weiß nun, dass ich mich mit mir zunächst aussöhnen muss, bevor ich mich einem anderen Menschen „zumuten“ kann. Ich weiß nun, dass es eine Ursache gibt, warum ich mich selbst nicht lieben und akzeptieren kann, wie ich bin, und dies muss ich jetzt erarbeiten, annehmen und auflösen. Für Dirk tut es mir unsagbar leid, dass er nun der Leidtragende in dieser Angelegenheit ist – ich hoffe, er versteht und verzeiht es mir irgendwann!

Auf der ganzen Linie muss ich also gerade mein Leben neu sortieren, denn für mich steht fest, dass ich in meinen alten Job als Schulsekretärin nicht mehr zurückgehen werde. Es bleibt also spannend, es wird ein interessantes Jahr. Aber ich bin von einer sehr positiven Grundstimmung geprägt, das Licht am Horizont ist deutlich zu sehen.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Neubeginn

Zart
und zerbrechlich
pocht das Herz,
dann wild und heftig -
Lebensfreude.

Püppchen,
ein Schmetterling.
Verwandlung und Neubeginn,
mit Leichtigkeit ein Flügelschlag -
Lebenslust.

Blumenwiese
herrlich grün,
rot, blau, gelb,
die Sonne strahlend schön -
Leichtigkeit.


Seit gestern nun bin ich "ausgewildert" worden und wieder im realen Leben, habe den geborgenen Schutzraum der Klinik verlassen. Noch ist diese Leichtigkeit mehr Wunschdenken als Realität. Noch bin ich traurig und extrem erschöpft. Aber da ist ein Licht am Horizont, das mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin, auch wenn dieser nun von mir alleine fortgesetzt werden muss.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Ich bin dann mal ...

Früher als geplant bin ich nun in Lahnstein gestrandet, was ich sehr begrüße. Nun bin ich morgen schon die erste von vier Wochen hier und habe mich ein wenig eingelebt. Die Umstellung auf Vollwertkost ist vor allem wegen meines geliebten Kaffees nicht einfach gewesen, denn mich plagten die ersten vier Tage heftigste !! Kopf- und Rückenschmerzen, die mich nicht schlafen und wie ein Kind weinen ließen. Aber das gehört wohl dazu. Mit den Anwendungen würde es dann besser, viele Eindrücke prasseln auf mich ein. Die lieben Frauen, die ich bisher mit ihren Schicksalen kennen lernen durfte, werfen die Frage auf, was ein Mensch alles ertragen kann in einem Leben! Es ist teilweise wirklich schockierend, was manchem Menschen angetan wurde.
An dieser Stelle beende ich meinen Eintrag fürs Erste. Ich bin froh und dankbar hier zu sein und bereit für alles, was nun kommen mag.

Herzlichst,
Eure Mary

PS: Wer mag ... Ich freue mich sehr über jede Art von Post.
Meine aktuelle Adresse lautet:
Klinik Lahnhöhe
Am Kurpark 1
56112 Lahnstein
Zimmer 4124

Schreibfehler bitte übersehen, es ist sehr mühsam mit dem iPhone zu schreiben ;-)

Montag, 5. Januar 2015

Zurück zum 15.09.2014

Und wieder bin ich da, wo ich schon einmal war, genauer gesagt, war ich dort am 15.09.2014. Wieder steht die Waage knapp vor 80 und wieder ist es mir zuwider, mich im Spiegel anzuschauen. Es wird allerhöchste Zeit, dass etwas passiert. Es ist mir ja schon peinlich, immer diese Inkonsequenz hier zu beschreiben, die sich wohl 'mein Leben' nennt. Zwei Schritte vor, einen zurück, oder vielleicht sogar auch zwei zurück, so fühlt es sich an. Ein ewiges Auf und Ab, ein auf der Stelle treten. Ich würde es ja nicht schreiben, aber die Therapeutin meint, ich solle viel schreiben, es täte mir gut. Natürlich schreibe ich nicht alles hier, was mich gerade bewegt, das wäre wirklich zu persönlich (und wohl auch zu destruktiv), aber ja, es tut tatsächlich gut, hier diesen Kanal zu nutzen.

Ich kann nur soviel sagen, dass es mir überhaupt nicht gut geht und ich bin heilfroh, wenn endlich der 18. Februar ist, wenn es in die Klinik geht. Ich möchte gar nicht sagen, dass ich mein Leben nicht "auf die Reihe" bekomme oder es nicht im Griff habe, aber es ist wohl mehr der Unterschied, zu funktionieren, denn mit Freude dabei zu sein. Ich will endlich wissen, warum ich so bin, wie ich bin, so melancholisch, so tiefgründig und grüblerisch. Nein, Dirk meint nicht, ich sei kompliziert, er findet es tatsächlich interessant, mit mir wird es nicht langweilig, sagt er. Ich hingegen finde es unglaublich anstrengend, mich mit mir immer wieder auseinandersetzen zu müssen, mich teilweise ertragen zu müssen. Ich wünsche mir in jeder Hinsicht mehr Leichtigkeit. Nehme ich deshalb vielleicht nicht oder nur so schwer ab? Hängt das eine so eng mit dem anderen zusammen? Mache ich es mir sogar gezielt schwer? Ich merke ja, dass ich mir immer wieder selbst im Weg stehe. Es wird wahrlich Zeit für Antworten; viel zu lange schon hänge ich in dieser sich ständig wiederholenden Schleife fest. Aus eigener Kraft schaffe ich es nicht, ich habe es wirklich lange versucht. So richtet sich meine ganze Hoffnung gen Lahnstein.


Donnerstag, 1. Januar 2015

Welcome 2015

Die Sonne scheint, im Radio läuft gerade "Dear Darling" und ich bin guter Dinge. Was für ein Jahr, das zu Ende gegangen ist! Seit September bin ich arbeitsunfähig und seitdem in einer ziemlich anstrengenden und unschönen Gedankenspirale. Mein Leben, das bislang recht normal und unspektakulär verlaufen ist, ist nicht mehr das Gleiche. Das "Zeitalter der Transformation", wie Robert Betz und andere Psycho-Esotheriker diese aktuelle Zeit nennen, die noch bis 2016 andauert, hat mich mit voller Wucht gepackt und mich erstmal in die Knie gezwungen. Alles kommt jetzt ans Licht, was nicht gut ist und nach Veränderung schreit. Alles, was gesehen werden muss, zeigt sich nun, ob man es sehen will oder nicht, man wird gezwungen, hin zu schauen. Und das ist gut so. Das war das letzte Weihnachten, das mir meine Mutter vermasselt hat, der letzte Geburtstag, der sooo unwichtig war, dass er nicht gefeiert wurde.

So lautet der einzige Vorsatz, den ich im neuen Jahr habe, mein Leben von Grund auf zu beleuchten und ggf. zu verändern. Ob mir das in einem Jahr gelingt, mag mal dahin gestellt sein. Aber ich bin an dem Punkt, wo ich weiß, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Der wichtigste Schritt dahin wird im Februar der Aufenthalt in der Lahnhöhe sein, ich bin sehr gespannt, was dort auf mich zu kommt und noch gespannter, wie es danach weitergehen wird. Es bleibt also weiterhin spannend und ich hoffe sehr, dass ich dieses aktuelle positive Gefühl halten kann und nicht wieder in dieses destruktive Loch falle. Schließlich sind es mit viel Glück noch dreißig oder gar vierzig Jahre, die ich noch hier verweilen soll/darf/kann... und ich möchte nicht wieder sagen "muss".

Euch allen wünsche ich ein wunderbares, ereignisreiches und vor allem gesundes neues Jahr, mit vielen schönen Augenblicken, an die man sich gerne erinnern wird und die letztendlich unser Leben lebenswert und schön machen.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

OT: Deutsche Musik

Am vergangenen Samstag waren Dirk und ich nun zum 6. Mal live bei Clueso, diesmal in der großen Lanxess Arena in Köln, die Thomas Hübner, alias Clueso, selbst enorm beeindruckt hat. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sehr er mit Leib und Seele seine Musik macht, der nette Junge aus Erfurt. Gut, die Rap-Sachen sind jetzt nicht so mein Ding, aber seine Texte immer wieder ein Genuss. Die Vorband, Annen-May-Kantereit, der Sänger hat so ne Hammer geile Stimme!, hat mir, wie seinerzeit Max Prosa, auch wieder sehr gut gefallen. Dabei habe ich wirklich festgestellt, dass deutsche Musik wohl echt mein Ding ist. Klar, vermutlich, weil der Text sofort verstanden wird, ohne dabei groß übersetzen oder nachdenken zu müssen. Angefangen hat es wohl vor vielen Jahren mit GroenemeyerWesternhagen und Wolf Maahn, doch viele sind hinzu gekommen, die mir wirklich gut gefallen, ob Revolverheld, Luxuslärm, Johannes Oerding, Xavier Naidoo, die Hosen, die Ärzte, Rammstein, Alin Coen und ihre Band oder jetzt recht aktuell auch Mark Forster, ach es gibt so viele gute deutsche "Liedermacher". Im Augenblick höre ich aber recht intensiv Maxim, der schon vor einem Jahr mit dem Lied "Meine Soldaten" sofort meine Seele berührt hat. Er ist, wie ich finde, ein ähnlich guter Wortakrobat wie Herbert Groenemeyer und seine Texte sind sehr tiefgründig. Das komplette Album Staub gefällt mir ausnahmslos und ich vermag nicht zu sagen, welches Lied mein Favorit ist.

Apropos Favorit... Ich bin ja bekennende The Voice of Germany Guckerin, weil ich diese hier und da unerwarteten, emotionalen Nummern so mag, und hier gab es ein battle, das bereits jetzt mein ganz persönlicher Gewinner ist! Jedes Mal aufs Neue bekomme ich beim Hören eine Ganzkörpergänsehaut und einen Kloß im Hals und ich kann euch verraten dass ich es mindestens schon 100 x gehört habe, mein Wolke 7-Trio ...


10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...