Samstag, 24. August 2013

...von Halbmarathon auf Null...

Allerhöchste Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben.

Ich musste gerade erst mal schauen, wie lange ich nichts mehr geschrieben habe und vor allem, wie lange es her ist, seit ich meine Laufpause eingeläutet habe: über vier Monate, quasi von Halbmarathon auf Null runter gefahren...

Nun sind wir gestern aus einem sehr schönen Urlaub (Mallorca und Dresden) zurück gekommen, in dem ich tatsächlich auch 2 x gelaufen bin. Einmal an der Elbe in Dresden und einmal im großen Garten, beide Male um die 3,5 km. Leicht gefallen ist mir das nicht, denn vier Monate ohne Sport sind schon eine verdammt lange Zeit, vor allem habe ich gefühlt seit dem 10 Kilo mehr auf den Rippen. Die Alarmglocken läuten laut, denn ich fühle ich mich sehr unwohl. So ganz ohne Sport, da kann man nahezu beim Zunehmen zuschauen - ne, allerallerhöchste Zeit wieder aktiv zu werden.

Das Schöne ist, dass meine mentale Krise überwunden ist, die mich überhaupt erst in diese "Sport-verweigernde-Phase" geführt hat. Ich habe diese Zeit sehr genossen und nichts vermisst, wirklich nicht, aber  nun  ist wieder Schluss mit Müßiggang und Völlerei ;-).

Ich werde berichten, wie es weiter geht.

Samstag, 27. April 2013

Laufpause - Zwischenstand

Am 17. April gabs meinen letzten Lauf. Nun bin ich also seit einer guten Woche nicht mehr gelaufen.

Wie es mir damit geht? Mein Piriformis-Syndrom scheint endlich mal zur Ruhe zu kommen und auch morgens nach dem Aufstehen habe ich keine Schmerzen oder Zipperlein wie sonst - die Muskeln, Sehnen und Knochen genießen die belastungsfreie Zeit anscheinend sehr. Lediglich das linke Knie mag immer noch nicht zu lange am Stück sitzen, dann muckt es munter drauf los. Aber sonst... Ich wundere mich ...

Ob ich es vermisse? Ganz klares Nein! Gedanken an das Laufen hatte ich sicher schon, aber nicht unbedingt auch das Bedürfnis, mir die Schuhe zu schnüren. Vorgestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich beim Anblick der im Morgennebel liegenden Wiesen, der Sonne, die sich zaghaft in den Tannen des Würselener Waldes brach zum allerersten Mal den Wunsch, jetzt eine Runde durch den frischen Wald zu drehen. Doch leider war das ja nicht möglich. Später am Tag, als es auch schon über 20 Grad warm war und ich ohnehin von blöden Kopfschmerzen geplagt war, war der Wunsch längst wieder weg. Also, wenn ich gerne laufen würde, dann wohl am frühen Morgen, wenn der Tag noch unverbraucht und klar ist, die Luft noch kühl und frisch und mein Akku ohnehin noch knackig voll ist. Zu dumm aber auch, dass man immer genau das möchte, was man nicht haben kann ;-).

Und sonst? Vermutlich durch den Wetterumschwung habe ich im Moment ziemlichen Ärger mit Kopfschmerzen und müde bin ich auch vermehrt, wahrscheinlich die Frühjahrsmüdigkeit in Kombination mit Allergie. Böse Zungen behaupten, mir fehle die Lauferei bzw. das Kopf-frei-Laufen. Mag sein, ich sehe das im Moment nicht so und genieße es, ohne Druck und Zwang eben einfach mal nicht zu laufen. Lediglich die Tatsache, dass ich am Sonntag den Laufpart beim Triathlon übernehme, stinkt mir schon wieder ein wenig, denn es kommt langsam ein Duell-Charakter ins Spiel bei unseren Teams. Dabei sollte es eine just for fun Aktion werden - dachte ich zumindest, denn außerdem hat unser Team alleine schon wegen unseres Alters einen deutlichen Nachteil. Der andere Läufer, Jahrgang 1982, Sportlehrer und Marathonläufer, ach was erzähl ich hier überhaupt... Vergesst es, ich lauf meine 5 Kilometer und gut is... Irgendwann muss man vielleicht doch die Erfahrung machen, als Letzter ins Ziel zu kommen.

Alternativen? Die kommen im Moment klar zu kurz, aber das stört mich zur Zeit noch nicht, schließlich befinde ich mich gerade mal eine Woche in meiner Laufpause. Mittwoch wäre ich gerne zum Sport mit  meiner Freundin gegangen, doch leider hat sie sich eine heftige Erkältung gefangen, so dass wir erst nächste Woche gemeinsam zum Kurs gehen.

Unterm Strich gefällt mir die Situation, wie sie gerade ist. Ich mache mir wenig Gedanken um Sport (und auch Ernährung) und es lebt sich gar nicht mal so schlecht, ganz ohne Zwang und Druck (den ich natürlich ausschließlich selbst erzeuge).

Fest steht, dass ich in jedem Fall mit dem Laufen weiter machen werde. Die weitere Woche Pause werde ich mir noch gönnen (der Lauf Morgen ist eher Kür ;-)), denn ich merke, wie sehr mein Körper es genießt, allen voran die Beine und Füße. Schon eigenartig, dass man doch als Sportler immer wieder damit lebt, hier und da mehr oder weniger heftige Zipperlein zu haben und dies auch noch als normal empfindet. Aber - darüber mag ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht weiter nachdenken. Fest steht allerdings wohl auch, dass sich mein Laufverhalten nach der Pause deutlich ändern wird. Der Spaß soll wieder ganz klar im Vordergrund stehen, kein Druck mehr!

Ein erstes Fazit: Regeneration ist und bleibt wohl eine sehr wertvolle Einheit und die darf ruhig auch einmal länger als zwei Tage dauern ;-).


Freitag, 19. April 2013

Laufpause

Seit einiger Zeit plagt mich die Laufunlust - angefangen hats vor Venlo. Dort habe ich zwar im Rahmen eines schnellen Trainingslaufs beim Venloop am 24.03.  meine "5 km in unter 30 Minuten-Marke" erfolgreich geknackt, aber leider wurde die Stimmung dadurch auch nicht besser. Natürlich hab ich mich gefreut, aber irgendwie war die Euphorie nur von sehr kurzer Dauer.

Genau zwei Wochen später, am 07. April, gabs dann in Berlin das nächste große Ereignis, meine Teilnahme am 33. Vattenfall Halbmarathon, mein zweiter offizieller Halbmarathon, auch wieder in Berlin. Die Vorfreude war lange im Vorfeld sehr groß, doch mit einem Mal war sie auch hier weg. Lediglich meine Wiedersehensfreude auf Berlin blieb ungemindert. Mit einer Durchschnittspace von 6:25 erreichte ich das Ziel (in 2 Stunden und 17 Minuten) und war auch hier wieder ziemlich happy, denn u. a. winkte mir als Motivationshilfe ein Smarthphone bei einer Zeit von unter 6:30. Wenn es auch weniger das Smarthphone als viel mehr mein Ehrgeiz war, so schaffte ich es, wenn auch längst nicht so locker, wie ich eigentlich wollte. Bereits bei km 14 kam der große Einbruch und bei km 18 bin ich mit einer Fußgängerin kollidiert, was alles in allem recht ärgerlich war. Obwohl ich gefühlt auf dem Zahnfleisch ging, konnte ich am Ende doch noch einen Zielsprint einlegen und war mehr als froh, dass es endlich vorbei war. Warum tu ich mir das eigentlich an?!

Auch nach den drei Tagen Muskelkater kam keine neue Lauflust auf. Erst am Samstag, dem 6. Tag nach dem Wettkampf, ging ich mit Dirk wieder das erste Mal auf die Bahn. Nach einem sehr anstrengenden Einlaufkilometer machten wir wie immer unsere 2 km Lauf-ABC, danach schaffte ich es noch mit Ach und Krach 2 Kilometer durch den Wald aus zu laufen, meine Beine schmerzten und waren bleischwer, der Kopf in Aufruhr.

Den nächsten Lauf versuchte ich am darauffolgenden Dienstag. Nachdem der erste Kilometer recht gut lief und ich trotz der ungewohnten 25 Grad ganz optimistisch war, ging das Drama wieder los, schwere Beine, aus unseren heimischen Hügeln wurden gefühlt die Alpen, und der Kopf war weder mit, noch ohne Musik gewillt, vernünftig mit zu laufen. So kam ich wieder nur auf 5 Kilometer mit Mühe und Not.

Spätestens auf dem Spazierkilometer nach Hause stand für mich fest, dass es so nicht weitergehen kann und ich habe daher beschlossen, für mindestens 14 Tage eine Laufpause einzulegen. Sollte mich in dieser Zeit doch die absolute Lust ergreifen, werde ich auf jeden Fall ohne Uhr laufen. Ich habe den Eindruck, ich habe mit Allem und Jedem Mittel Druck erzeugt, sei es aus den Zeiten, die ich zu laufen habe, die Distanzen, die Masse der Kilometer, die ich abspulen wollte und die Wettkämpfe, die anstanden. All das in Summe hat bei mir scheinbar derartig Druck erzeugt, dass es nun ins Gegenteil umgeschlagen ist und ich überhaupt keine Lust mehr habe. Außerdem ist mir inzwischen klar geworden, dass ich absolut kein Wettkampftyp bin; ich glaube, es gab nicht einen einzigen Wettkampf, den ich einfach nur genießen konnte und aus Spaß dabei war (gut, der Köhlbrandbrückenlauf vielleicht). Ergo gibts zunächst auch keine Wettkämpfe mehr. Falsch. Seit gestern bin ich für den Laufpart der Goethe-Staffel beim Brander Triathlon übernächsten Sonntag gemeldet. Aber das wird eine eher unambitionierte Spaßveranstaltung mit Kollegen werden - bis dahin schaffe ich die 5 Kilometer hoffentlich wieder lockerer.

Wettkämpfe sind ja im Grunde gut und schön. Meine zwei wesentlichen Meilensteine hab ich nun erreicht, also wäre das nächste Ziel noch die 10 km in sub60 min zu laufen. Außerdem wären die aktuellen Bestzeiten sicher noch zu toppen. Brauch ich das, muss das sein? Nein! Mein vordergründiges Ziel ist es derzeit, überhaupt wieder Lust und Spaß am Laufen zu bekommen, Zeiten sind mir gerade sowas von egal! Wen interessieren die denn überhaupt (ja, mich selbst vielleicht, aber im Moment auch nicht mehr)... Vorerst ist also Druck raus nehmen angesagt, das heißt auch: Nase raus aus dem Laufforum. Ich möchte von dem ganzen Thema Laufen im Moment nicht wirklich was hören und schon gar nicht, wie toll und wie schnell und wie oft und wie weit es bei anderen gerade so läuft. Denn ja, auch das Forum erzeugt Druck und das nicht zu wenig.

Dass ich mich nun nicht auf die faule Haut lege, ist wohl selbstverständlich, ich brauche gefühlt einfach gerade ein paar Alternativen. So hab ich dann gestern gleich mal unser Sportzimmer aufgesucht für ein Workout@home mit Music by Paul Kalkbrenner. In Summe wurden es 25 Kilometer (45 min.) Radergometer, 30 min. Hantelschwingen und noch ein paar Situps - bin unterm Strich also gut verschwitzt und sehr zufrieden wieder da raus gekommen. Die Inliner werden denke ich auch wieder häufiger zum Einsatz kommen. Im Moment fühlt es sich so, wie bisher geplant, richtig und gut an. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die Lauflust zurück kommt.

Sonntag, 14. April 2013

Venloop und Berlin Halbmarathon 2013

Sorry, liebe LeserInnen, aber ich habe im Moment nicht viel zu erzählen bzw. wohl eher eine kleine Schreibblockade.

Daher möchte ich an der Stelle zumindest auf die beiden gerade fertig gestellten Laufberichte von Dirk hinweisen, der unsere Teilnahme am Venloop sowie am 33. Vattenfall Berlin Halbmarathon wieder sehr schön in Wort und Bild festgehalten hat (immerhin habe ich als Lektorin fungiert). Dem gibt es aus meiner Sicht auch nichts hinzuzufügen, außer, dass es scheißanstrengend und wieder sehr voll war und ich mir das versprochene Motivations-Smartphone (welches ich jetzt bereits sehr in mein Herz geschlossen habe) mehr als redlich verdient und mit jedem Kilometer erlaufen habe :-)).

Nächstes Jahr sind wir aber nicht mehr dabei, 2 x reicht fürs Erste, mir ist die Veranstaltung einfach zu groß.

Im Augenblick habe ich noch etwas schwere Beine; mein gestriger erster Laufversuch war sehr zäh, die Beine haben ordentlich gemeckert. Vielleicht gibts heute Abend einen kleinen, lockeren zweiten Versuch, mal sehen.

Ich hoffe, bald wieder mehr von mir hören zu lassen.

Euch allen noch einen schönen Sonntag :-)

Dienstag, 19. März 2013

Niclas braucht unsere Hilfe!

Niclas hat Leukämie - sein Zustand ist kritisch - die Zeit drängt!

Am 22.03.2013 findet von 12 bis 19 Uhr eine Typisierung durch die DKMS für Niclas in unserer Schule statt. 

Es kann jeden treffen, Dein Kind, Deinen Partner, Deine Eltern, Deine Geschwister oder Deinen besten Freund...

Lass auch Du Dich registrieren und hilf mit, Menschenleben zu retten.


Freitag, 8. März 2013

Unverhoffte Begleitung bei den Intervallen

Gestern standen bei mir noch mal Intervalle auf dem Programm, 8 x 400 in 5:45 (2:18') sollten es werden. Den ganzen Tag über war meine Laune auf dem Nullpunkt, ich musste mich schon mit Mühe und Not aus dem Bett quälen. Es war mal wieder ein Jobfrust-Tag vom allerfeinsten. Die Aussicht auf ein paar schöne Intervalle heiterten mich auch kaum auf. Erst als ich zu Hause war und kurz mit Dirk telefonierte, der auf dem Heimweg von Nürnberg war, änderte sich das schlagartig, denn er bot mir an, mich bei bei meinem Training zu begleiten und ein wenig zu motivieren. Was für ein Schatz!

Dass das wirklich gut war, zeigt das Resultat, mit dem ich überaus zufrieden bin. Es wurden nämlich außerdem 10 Intervalle statt 8 und die Zeiten waren teilweise auch schneller, als angedacht. Und das schönste war, dass ich es wirklich relativ locker geschafft habe, was mir auch die nur ganz geringe Schwere heute in den Beinen bestätigt.

Es war eine sehr lehrreiche Einheit, wie ich heute denke, denn mit Dirks Hilfe habe ich es geschafft, nicht gleich am Anfang eines Intervalls wie eine Irre los zu düsen und konnte so die Runde deutlich besser einteilen. Durch die 10 Wiederholungen glaube ich nun auch ein besseres Tempogefühl für diese pace bekommen zu haben.

War ein tolles Training. Morgen gehts wieder auf die Bahn zum Lauf-ABC. Für mich gibts aber nur maximal 5 Kilometer und auch ohne Tempo, denn am Sonntag möchte ich noch mal einen 20er laufen.

Die Wetteraussichten für die kommende Woche sind grausig - es soll wieder kalt werden und noch mal schneien, teilweise sogar viel schneien.  Aber bitte, bitte nicht mehr bei uns! Wie glücklich war ich doch, als heute das Thermometer wieder 18 Grad anzeigte und auch der kleinste Rest Schnee auf unserem Schulhof endlich verschwunden war. Nein, bitte kein Schnee mehr. Sonntag können wir noch Glück haben, da wir genau an der Wettergrenze liegen. Bin mal gespannt und werde berichten, wie der lange Lauf gelaufen ist.

Euch ein schönes Wochenende.

Sonntag, 3. März 2013

Rituale pflegen

Samstags bei Hansens:

Ein guter Start in den März beginnt mit einem guten Bahntraining. Und es musste schließlich ein gutes Training werden, um den Grusel-Lauf von Dienstag wieder wett zu machen. Wie ja schon geschrieben, hatte ich ein leicht mulmiges Gefühl im Vorfeld, das sich aber schnell in Wohlgefallen auflöste, als wir auf der schneefreien Bahn ankamen und die ersten Meter liefen. Ich merke immer recht schnell, ob es gut läuft oder nicht, und diese Einheit ließ ein "gut" erahnen, vor allem, weil auch der Schnee fast vollständig verschwunden war, das beflügelte ungemein!

Gemeinsam liefen wir uns einen Kilometer ein und machten zwei weitere Kilometer lang die Lauf-ABC Übungen. Dann trennten sich unsere Wege und mir standen 3 Kilometer Tempodauerlauf in 5:50 pace bevor. Eigentlich hätte ich einen 5 km TDL machen sollen, aber wegen des schlechten Laufs am Dienstag traute ich mir das irgendwie noch nicht zu. Im ersten Kilometer lief ich eine 5:30, was viel zu schnell war und mich bereits völlig aus dem Tritt brachte. Ich japste nach Luft und wurde hektisch, versuchte das Tempo entsprechend zu drosseln. Der zweite Kilometer lief schon besser, aber weder Luft noch Rhythmus wollte sich einstellen, so dass ich beschloss, den dritten Kilometer nicht mehr zu machen. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich auslaufen. Doch das Tempo war für Auslaufen noch zu schnell, so entschied ich mich spontan, zwei weitere,  zügigere Kilometer (in 6:30 und 6:18) zu machen und dann am Ende noch einen Kilometer (6:53) auszulaufen. Während Dirk noch tapfer seinen TDL über 8 km (4:40) zu Ende machte, dehnte ich mich an der Bahn und war am Ende sehr zufrieden mit der Einheit. Macht immer wieder Spaß und hat sich inzwischen zu einem schönen gemeinsamen Training entwickelt.

Sonntags bei Hansens:

Eigentlich wollte ich ja nicht schon wieder nach Maasmechelen, aber Dirk schaffte es schnell, mich zu überreden und das war auch gut so, denn hier waren die Wege doch noch sehr matschig. Er hatte eine schöne Strecke um die 16 Kilometer für mich ausgesucht, die mir die Möglichkeit gab, nach 8 Kilometern am Auto ggf. die Schuhe zu wechseln. Leider stellte sich auch beim Brooks Adrenalin GTS 13, wie bei fast allen neuen Schuhen, das Problem mit dem Stechen im linken Fuss nach ca. 5 Kilometern ein. Ich schaffte diesmal 7 Kilometer, dann ging es los und ich war froh, die Option mit dem Schuhwechsel am Auto zu haben. Die ersten 8 Kilometer verflogen rasch, was auch an der mir unbekannten Playlist lag, die Dirk für mich zusammen gestellt hatte. Das war echt Klasse, jedes neue Lied eine kleine Überraschung und ich konnte mal wieder mit Musik laufen, die mich nicht nervte. Der Frühling lag schon ein wenig in der Luft, die 3 Grad fühlten sich fast ganz ohne Wind auch gar nicht kalt an und zu meinem Unmut schwirrten bereits die ersten lästigen Viecher durch die Luft.

Den kurzen Stopp am Auto nutzte ich auch um meine Jacke gegen meine Weste zu tauschen, zwei Schlückchen Wasser zu trinken und mit den anderen Schuhen gings locker flockig und wohltuend weiter. Nach 17 Kilometern war ich wieder am Auto, schneller als gedacht, sollte es doch eigentlich ein langsamer Lauf werden. Aber das Körpergefühl war so gut, dass ich einfach so gelaufen bin, wie es Beinen und Körper gefiel. Ich hängte noch einen langsameren Auslaufkilometer dran, als Dirk mir auch schon entgegen kam und seine 22 Kilometer genauso happy beendet hatte, wie ich meine 18. Auf dem nach Hause Weg holten wir uns bei Longlie unser wohl verdientes Mittagessen - Rituale müssen gepflegt werden.

Der Knoten ist geplatzt, es läuft wieder und das ist schön! Bis Berlin sind es nur noch knappe 5 Wochen, ich freu mich!


Freitag, 1. März 2013

Ein unzufriedener Februar ist endlich vorbei

Heute hat er denn nun endlich begonnen, der meteorologische Frühling. Zu sehen und zu spüren war davon jedoch nicht viel. Die Vögel, die bereits um halb sechs zu hören sind, sind die einzigen Vorboten, dass etwas in der Luft liegt. Jeden Tag schauen wir voller Erwartung den Wetterbericht mindestens einmal an und ja, endlich ist Besserung in Sicht. Am Montag kommt die Sonne zu uns zurück und bereits am Dienstag sollen es 14 Grad werden! Na wenn das keine erfreulichen Aussichten sind!

Als bekennender Winterfan ist es mir ein wenig peinlich, so auf das Wetter zu schimpfen, aber zwischen Winterwetter und Winterwetter liegen manchmal Welten. Gefühlt ist es seit November nicht mehr richtig hell gewesen, von ein paar kleinen Ausnahmen vielleicht abgesehen Vier komplette Monate nur trübes Schmuddelwetter mit häufigem Ostwind, da vergeht auch dem härtesten Winterfan die Laune. Es wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn mein Aufschwung der letzten Wochen noch bis zum Halbmarathon in Berlin angehalten hätte.

Nein, der Februar war nicht wirklich gut, ich habe nur 112 Kilometer in diesem Monat geschafft zu laufen. Der nochmalige und vor allem in Stolberg heftige Schneefall hat mir den Rest gegeben. Über eine Woche konnte ich nicht laufen, wollte ich nicht laufen, weil es mir einfach zu anstrengend ist, so hochkonzentriert einen Schritt vor den anderen zu machen. Nun taut es fleissig und Morgen gehts wieder auf die Bahn. Mir ist ein wenig mulmig, denn mein erster Laufversuch in dieser Woche am Dienstag ist mächtig daneben gegangen. Alles hat einfach nicht gepasst, weder meine Klamottenauswahl, noch meine Strecke, von meiner Kondition und meinem Wohlfühlen ganz und gar zu schweigen, die Beine bleischwer und ein sehr unangenehmes Magendarmgerumpel hat dem Lauf die Krone aufgesetzt. Wie ein blutiger Anfänger habe ich drei Gehpausen eingelegt und die 7 Kilometer hab ich nur mit Mühe und Not geschafft, weil es zum Gehen doch zu kalt war. Es war ein Lauf für die Tonne und er hat mir mental ziemlich zugesetzt. So sehr, dass ich nun ein bisschen Angst vor dem Lauftraining Morgen habe. Es ist, als hätte ich verlernt, wie man läuft, und Tempo wie Kondition gleichermaßen irgendwo im Schnee oder auf der Couch irgendwann im Februar einfach so verloren.

Dass das nicht sein kann, weiß ich wohl. Ich bin irgendwie total aus dem Tritt und im Kopf muss der Knoten jetzt erst mal wieder platzen. Lange Arbeitszeiten, verlängertes Wochenende in Hamburg, heftiger Schneefall und ungeplante Termine, all das hat mich aus dem Rhythmus gebracht. Von meiner daraus resultierenden Fresslust aus Unzufriedenheit mag ich eigentlich gar nicht groß erzählen, die drei Worte sprechen Bände, auch ohne weitere Erklärungen. Also das mit dem Verzichten von wegen Fastenzeit und Süßkram war ein Satz mit x. Je mehr ich es mir verboten habe, umso schlimmer wurde die Gier. Unter anderen Umständen hätte ich in dieser Stimmung garantiert wieder mal angefangen zu rauchen, aber das ist mir zum Glück erspart geblieben, denn, ganz im Gegenteil, das Thema scheint endgültig bei mir durch zu sein.

Morgen beginnt der neue Läufermonat und ich bin sicher, es wird ein guter Monat!

Sonntag, 24. Februar 2013

Schnee steht nicht im Trainingsplan!

Der meteorologische Winter dauert genau noch 6 Tage an und das nutzt er schamlos aus. Seit Freitag schneit es bei uns mehr oder weniger ohne Pause. Wann habe ich zuletzt so viel Schnee gesehen? Vor zwei Jahren war es ja auch schon heftig, aber das war wenigstens im Januar. Schnee im Februar, bzw. Ende Februar ist einfach nur deprimierend in unseren Breiten. Der gehört um diese Zeit in die Skigebiete, aber doch nicht mehr nach NRW! Zugegeben, es sieht Klasse aus. Auf unserem gestrigen Spaziergang hatte es wegen der späten Nachmittagszeit etwas sehr mystisches. Heute, mit der fast doppelten Menge Schnee dazu kam ich mir stellenweise vor wie in Bayern. Die Waldwege schon ordentlich fest getreten, suchen wir die Wege, die für Fotos besonders geeignet erscheinen. Zu der Zeit noch entzückt, frage ich mich, warum das nicht im November oder besser noch Dezember so sein konnte, dann, wenn alle Menschen gerne Schnee hätten und sogar damit rechnen, weil es in die Zeit des Jahres passt. Der letzte Kilometer unseres Spaziergangs zieht sich wie Kaugummi. Die Fotomotive wiederholen sich und lohnen daher nicht weiter, fotografiert zu werden, in den dicken Schuhen macht sich bei mir allmählich eine Blase bemerkbar. Das Kind in mir will sich auf die nächst beste Bank hocken und vom Auto abholen lassen - 600 Meter vor der Haustür. Ok, ich reiße mich zusammen und gehe brav weiter.

Wie lange wird es wohl dauern, bis diese Schneemasse wieder verschwunden ist und die Wege wieder schön laufbar sind? Jetzt, wo auch noch alles gut fest getreten ist und es vermutlich über Nacht wieder frieren wird, was über Tag mühsam weg taut... Oh wie mich dieses Wetter nervt. Es bringt meinen ganzen Trainingsplan durch einander. So sehr, dass ich mich phasenweise schon wieder vom Laufen verabschiede. Aber das tue ich natürlich nicht. Irgendwann ist schließlich jeder Winter vorbei, der Winter, den ich eigentlich doch so sehr mag. Ja, ich mag ihn, solange mich sein Wetter nicht allzu sehr beim Laufen beeinträchtigt. Regen ist mir allemal egal und auch gegen Kälte kann man etwas tun. Aber Laufen auf Schnee ist einfach nur anstrengend, man muss sich zu sehr konzentrieren und Tempoeinheiten sind da schon gar nicht groß möglich. Doch dabei sind gerade die es, die wirklich was bringen. Na ja, was nutzt alles ärgern und zetern, ändern wird es eh nichts. Also heißt es ausharren - der nächste Frühling steht quasi vor der Türe!













Samstag, 16. Februar 2013

Erste Fortschritte

Weil die letzten Läufe sich irgendwie anstrengend anfühlten, wollte ich gestern mal gezielt wieder etwas langsamer laufen. Die ersten 5 Kilometer ging es im absoluten Wohlfühlmodus durch den zum Glück wieder schneefreien Wald, ich lief ein Tempo, bei dem ich nonstop hätte plaudern können. Gefühlt also nicht anstrengend, sondern sehr angenehm und das, wo es die ersten drei Kilometer leicht bergan geht. Um aber auch bei diesem Lauf einen Reiz zu setzen, laufe ich die letzten beiden Kilometer ein bisschen schneller. Das passierte nahezu automatisch, eben weils auch leicht bergab ging. So kam ich im letzten Kilometer auf eine pace von 6:06, die sich irgendwie überhaupt nicht anstrengend anfühlte.

Heute ging es wieder mit Dirk auf die Bahn zum gemeinsamen Lauf ABC. Diese Einheiten gefallen mir inzwischen richtig gut und machen vor allem auch sehr viel Spaß. Ich liebe den weichen und ebenmäßigen Untergrund der Tartanbahn, die immer schön sauber ist, so dass man ohne hinzuschauen drauf los laufen kann und keine Angst haben muss, über Stock oder Stein zu stolpern. Meine nur für die Bahn genutzten leichten Brooks Laufschuhe tun ihr übriges dazu, dass sich das Laufen noch viel schöner als sonst anfühlt.

Ich hatte vor, heute wieder meine 4 x 2 km Einheit zu machen (2 km einlaufen, 2 km Lauf-ABC, 2 km Tempodauerlauf und 2 km auslaufen). Alleine waren wir auch heute wieder nicht; drei Jungs vom Leichtathletikverein wurden von ihrem Trainer gedrillt, aber in die Quere kamen wir uns nicht. Bereits beim Einlaufen kam ich auf 6:35 im ersten und auf 6:22 im zweiten Kilometer. Eigentlich für Einlaufen viel zu schnell, aber es fühlte sich überhaupt nicht schnell an. Dann kamen 2 Kilometer Lauf-ABC - die Übungen machen scheinbar nicht nur Spaß, sondern zeigten jetzt auch ihre Wirkung und fallen immer leichter. Anfersen, Hopserlauf, Skippings, Einbeinsprünge und Rückwärtslaufen, dazwischen immer wieder gehen, später noch zwei Steigerungsläufe, das Ganze zweimal. Es folgten die zwei Kilometer Tempodauerlauf und ich gab Gas. Wieder fühlte es sich nicht wirklich schnell an, ich atmete gleichmäßig und lief ruhig. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir eine 5:40 an. Nein, never, das kann nicht sein! Ich laufe unbeirrt weiter, im Glauben, dass meine Uhr irgendwie spinnt, ich laufe doch überhaupt nicht so schnell, geht es mir durch den Kopf. Als auch der zweite Kilometer mit einer 5 davor endet, glaube ich immer noch, dass die Uhr nicht richtig gemessen hat, mich der Satellit eventuell wie in Hamburg verloren hat oder was auch immer. Für die  Kilometer 7 und 8 wechsle ich meine Schuhe. Im ersten Moment fühlt es sich an, als habe ich Holzgaloschen an den Füßen. Auslaufen, ich reduziere das Tempo und laufe gefühlt sehr gemütlich, lasse die Uhr Uhr sein und schaue erst wieder darauf, als Kilometer 8 zu Ende ist, um die Uhr zu stoppen. Dort steht eine 6:08. Wieder glaube ich nicht, was die Uhr anzeigt. Während Dirk noch weiter seine Intervalle durchzieht, dehne ich mich in Ruhe und gehe dann nach Hause, um nicht allzu sehr auszukühlen.

Zu Hause angekommen schließe ich die Uhr am Rechner an und kann wirklich kaum glauben, was dort steht. Erst als Dirk nach Hause kommt und mir versichert, dass es mit Sicherheit stimme, was dort steht, fange ich an zu glauben, dass ich wohl tatsächlich Fortschritte gemacht habe und schneller geworden bin. 'Es fühlte sich überhaupt nicht so anstrengend an, das kann nicht stimmen', geht es mir immer wieder durch den Kopf. Es hat Spaß gemacht, es war gut zu schaffen. Und je mehr ich es sacken lasse, umso größer wird die Freude. Auf dieses samstägliche Bahntraining möchte ich nicht mehr verzichten. Für nächsten Samstag hat mir mein personal coach jetzt einen 5 km Testlauf in 5:50 aufgebrummt. Er meint, ich solle mir ruhig mal etwas zutrauen. Nun denn, ich bin jetzt schon ganz aufgeregt!

Dienstag, 12. Februar 2013

Fastenzeit

Inspiriert von Achim Achilles, der für die nächsten Wochen auf Fleisch verzichten wird, wie er in seinem Blog schrieb, habe ich mich auch zu so einem Verzichtsdings durch gerungen. Ist ja nicht so, als hätte ich das nicht schon mal ein paar Wochen durch gehalten und eigentlich wollte ich das bereits seit Neujahr tun... Aber gerade frisch vom feucht-fröhlichen Hamburg-Trip zurück, halte ich es für mehr als sinnvoll, mal wieder ein wenig auf die Bremse zu treten - bis Ostern also jetzt quasi ohne Papst kein Alkohol. Es ist nicht so, dass ich aus religiösen Gründen verzichte, es sei denn, ich betrachte meinen Körper als meine Religion, was ja in gewisser Weise schon zutrifft, weil mir meine Füße regelrecht heilig geworden sind ;-).

Mein Körper hat seit Dezember wortwörtlich viel eingesteckt, vor allem Süßes, Bier und Wein. Damit ist es jetzt wieder Schluss. Und weil ich heute frei habe, wird auch gleich damit angefangen, der erste Ingwer Tee steht bereits neben mir, denn meinen Kaffeekonsum muss ich auch drastisch senken.

Dass Zucker süchtig macht, zeigt ein sehr interessanter Dreiteiler auf  Spiegel-Online. 35 kg Zucker pro  Kopf im Jahr in Deutschland sprechen eine sehr deutliche Sprache. Erschreckend!!!

Montag, 11. Februar 2013

Zu Django und Tarzan nach Hamburg

Es stand noch aus, unser Hochzeitstagsreisewochenende von 2012 und dafür entschieden wir uns an Silvester zu einem Musical-Besuch nach Hamburg, der Stadt, die immer eine Reise wert ist, egal zu welcher Jahreszeit (genau wie Berlin ;-)). Freitagmorgen ging es kurz vor 11 Uhr los und wir kamen ohne Verkehrsprobleme entspannt in St. Pauli an, wo wir mitten im Herzen des Kiez im Hotel Holiday Inn Express für drei Nächte einquartiert waren. Gleich nach dem wir das Zimmer bezogen hatten, ging es auch schon wieder raus, um ein Paar Querstraßen weiter das kleine Studio-Kino zu besuchen, wo wir uns Django unchained angesehen haben. Wieder ein sehr toller Film mit einem genialen Christoph Waltz; für Tarantino-Fans ohnehin ein absolutes Muss - wir waren ziemlich begeistert! Danach ging es erst mal zum Essen zum Thailänder auf den Kiez. Hier saßen und aßen wir vor zwei Jahren mit diversen "Ladies", als wir unerwartet das Vergnügen hatten, zufällig den CSD in Hamburg auf unserer Durchreise mit zu erleben. Rund um den Hans Albers Platz beobachteten wir das noch unspektakuläre Treiben der Bordsteinschwälbchen, die sich ihre süßen Hintern abfroren und auf sehr penetrante Weise immer wieder teils sehr genervte Männer ansprachen. Ein erstes Astra tranken wir in der HSV-Supporter-Hochburg, der "Tankstelle", weiter gings ins Albers-Eck mit Jägermeister-Cola und sehr !!! guter !!! 80er Jahre Musik, bis wir im Murphys Irish Pub bei Live-Musik ein Absacker-Kilkenny tranken. Hier hätten wir locker versacken können, doch schließlich wollten wir am nächsten Tag laufen und mit allzu viel Alkohol im Blut geht das nicht wirklich gut. Es reichte immerhin für einen recht dicken Schädel bei mir am nächsten Morgen, was vermutlich aber auch an den nicht rauchfreien Kneipen lag - unsere Klamotten stanken wirklich abartig!

Nach einer Dusche, einem Frühstück und einer Aspirin gings mir dann aber wieder gut und so konnte ich ohne Probleme meinen Lauf antreten. Geplant war eine Runde am Moorfleet; das ist da, wo das Stubbe-Haus steht, wie wir schnell bei google heraus fanden. Leider war die geplante Streckenhälfte auf der anderen Seite des Moorfleets nicht so schön, wie vermutet. Trotz des Deiches (auf dem man nicht laufen konnte) und der Nähe eines Seitenarms der Elbe, konnte man diese nicht sehen und lief mehr oder weniger in einem grünen Tunnel. Dort unter der Autobahnbrücke verlor mich auch der Satellit, so dass meine Laufaufzeichung ziemlich konfuse Werte zeigte und aus den geplanten 10 km irrtümlich dadurch nur 9 km wurden. Egal, es war trotzdem schön und die frische Luft hat sehr gut getan!

Wir schauten in der oben erwähnten Tankstelle das Spiel vom HSV (4 !! Tore) gegen den BVB (leider nur 1 Tor :-)) an (sehr geil!), aßen später an der Davidwache eine Currywurst und entschieden uns, den Weg in die Speicherstadt zum Miniatur-Wunderland komplett zu Fuß zu gehen. Das war ein schönes Auslaufen für die Beine und zum Auslüften unserer Jacken wars ebenfalls gut. An den Landungsbrücken war wie immer, wenn gerade die Sonne unter geht, diese wunderschöne Industrieromantik-Stimmung. Lange warten mussten wir diesmal nicht, dennoch war das Miniatur-Wunderland auch nach 19 Uhr immer noch gut besucht, wenn auch kein Vergleich zum Tagesbetrieb. Wir kamen überall recht gut ran und staunten erneut über die faszinierenden Details und der für uns dort neu erbauten Schweiz, die gabs beim letzten Besuch vor einigen Jahren noch nicht. Auch der neue Flughafen zog mit vielen Raffinessen die Aufmerksamkeit von Groß und Klein auf sich. Immer wieder sind wir von dieser Detailliebe und Realitätsnähe absolut beeindruckt! - Eine Fischplatte für Zwei mit lecker Rotwein  beim Spanier rundete unseren zweiten Abend in Hamburg ab. In der Scheune, einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt, gabs noch einen Absacker, bevor ich todmüde ins Bett fiel.

Unser Hotel scheint wegen seiner Lage sehr beliebt zu sein, es war daher beim Frühstück leider sehr voll. Wieder habe ich feststellen müssen, dass der Kaffee in Hamburgs Hotels nicht wirklich gut ist - oder liegt es an meiner Dark-Senseo-verwöhnten Zunge, die Kaffee liebt, je stärker er ist? Filterkaffee geht irgendwie gar nicht mehr. - Zum Laufen fuhren wir später an die Elbe. In etwa auf Höhe Övelgönne starteten wir am Elbweg unseren Lauf, der leider von vielen, vielen anderen Fußgängern und Läufern ebenfalls aufgesucht wurde. Klar, es war Sonntagmittag, die Sonne schien - was macht man da in Hamburg? An der Elbe spazieren, logisch. Schlimm wird es, wenn Fussgänger andere Fussgänger überholen, ein Läufer oder Radfahrer entgegen kommt, der wiederum Fussgänger auf seiner Seite des Weges überholt. So wurden die 7 km in Richtung Blankenese zu einem Slalomlauf mit der Sonne im Rücken, was mich ordentlich ins Schwitzen brachte. Nach 7 Kilometern in Blankenese, am höchsten Punkt angekommen, entschied ich mich, den Rückweg anzutreten. Dazu musste ich erstmal eine 40 Meter hohe Treppe erklimmen, die mir buchstäblich den Atem raubte. Oben ankommen war die Sonne weg und der kalte Ostwind pfiff mir von vorne entgegen. Verschwitzt wie ich war, war das wirklich fies kalt. Aber nützt ja alles nichts, ich musste jetzt noch 8 Kilometer über die Elbchaussee zurück. An den vielen tollen Villen entlang des Weges konnte ich mich nur bedingt erfreuen, da ich doch größtenteils auf den Weg achten mussten, der von unterschiedlicher Beschaffenheit war und außerdem teils von parkenden Autos zugestellt war. Auch diese Runde erwies sich mit sehr kritischem Mary-Blick betrachtet nicht als wirklich schön, aber was solls - jeder Kilometer ist ein guter Kilometer ;-).

Im Brauhaus Blockbräu stärkten wir uns, bevor es zur neuen Flora mit der S-Bahn zu Tarzan ging. Hier gabs zum Einstimmen einen Cocktail (diese Sauferei muss unbedingt wieder aufhören!). Unsere Plätze in Reihe 16 waren wirklich gut gewählt - die Affen schwangen direkt über unseren Köpfen und turnten unmittelbar in der Reihe vor uns umher. Musical quasi zum fast Anfassen und durch den ganzen Saal - sehr schön! Die allseits doch bekannte Geschichte um das Findelkind Tarzan, das bei Gorillas aufwächst und sich später in die schöne Jane verliebt, war sehr toll inszeniert. Doch, ich musste mir auch das ein oder andere Tränchen verdrücken, auch wenn mich das Musical jetzt insofern nicht vom Hocker gehauen hat. Es war schön, es hat sich absolut gelohnt, aber ein zweites Mal müsste ich es nicht sehen. Das ist so mein persönlicher Bewertungsmesser. Auf dem Rückweg kehrten wir abermals im Blockbräu ein, denn so ein kleines Hüngerchen kam dann doch noch mal auf und das selbstgebraute Bier war wirklich sehr süffig. Zwei Bier, zwei Cocktails, 15 Kilometer gelaufen und jede Menge frische Luft gehabt - gute Nacht Marion, dann schlaf mal schön.

Heute gings dann wieder nach Hause, sehr wenig Verkehr und viel Sonnenschein begleiten uns unterwegs. Ein wirklich sehr schönes Hamburg-Wochenende ist damit zu Ende. Und morgen hab ich noch frei, während Dirk beruflich schon wieder mit Sven nach Stuttgart gefahren ist. Ich werde sicher eine kleine Runde laufen und außerdem sehr viel nichts tun! Ich freu mich drauf :-).

Foto-Lauf-Story:


















































10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...