Montag, 13. August 2012

One day, Baby, we'll be old...

One day, Baby, we'll be old
Eines Tages, Baby, werden wir alt sein.
Oh Baby, we'll be old 
Oh Baby, wir werden alt sein.
And think of all the stories that we could have told... 
Und über all die Geschichten nachdenken, die wir hätten erzählen können...

Der Song ist echt Klasse, passt gerade mal wieder zu dem, was mir so im Kopf rum spukt. Irgendwie bin ich augenblicklich in so einer "Tabula rasa"-Stimmung... Dieser Konjunktiv  "die wir hätten erzählen können" zeigt ja eindeutig, dass die Geschichten nicht passiert sind! Das berühmte hätte, wäre, wenn... macht mich etwas nachdenklich.

Neulich hab ich mal folgenden Kommentar gepostet: "Ein Ziel, ist immer nur so lange ein Ziel, bis man es erreicht hat, genauso wie ein Traum nur solange ein Traum ist, bis er sich irgendwann erfüllt hat". Nun ist mit der Irland-Reise ein ziemlich alter Jugendtraum von mir in Erfüllung gegangen. Und ein Ziel, das ich im April verfolgte, war das Laufen eines Halbmarathons - beides kann ich nun von meiner "to-do-before-I-die-Liste" streichen.

Und nun? Was kommt als nächstes, was steht sonst noch auf dieser Liste? Ehrlich gesagt, muss ich lange überlegen, bis mir etwas halbwegs Wichtiges in den Sinn kommt. Irgendwo ganz unten steht vielleicht "Motorradführerschein machen", aber der Wunsch ist schon beinahe abgehakt, ich denke sogar, es würde mir schon genügen, noch einmal mit einem Motorrad mitzufahren.

Also, was noch? Reisen ist im Grunde das einzige, was mir immer wieder in den Kopf kommt. Es gibt bestimmte Orte, die ich einfach mal gerne sehen möchte, wie zum Beispiel die Niagara Fälle oder den Himalaya. Früher, als ich noch jung und leichtsinnig war, wollte ich unbedingt mal Fallschirmspringen oder wenigstens einen Tandem-Paraglideflug machen. Aber das Thema ist heute durch, ich hab viel zu viel Angst vor dem freien Fall und darüber hinaus inzwischen auch mächtige Höhen/Tiefenangst.

Ich komme, bis auf diverse Reiseziele, nicht weiter mit meiner Liste. Gut, da wäre vielleicht noch "ein Buch schreiben". Aber meine Kreativität und Phantasie spielen da im Moment überhaupt nicht mit. Einen richtigen Marathon zu laufen, das habe ich mir nach dem Halbmarathon auch leider schon ganz klar abgeschminkt.

Es ist schon verrückt, dass mir einfach nicht mehr einfällt. Bin ich schon so abgestumpft oder alt und genügsam? Klar, ich habe meinen ganz speziellen Traum, aber von dem weiß ich auch, dass er sich mit ziemlicher Gewissheit nicht erfüllt. Es ist der Traum der Unabhängigkeit, was in diesem Fall in erster Linie "finanzielle Unabhängigkeit" bedeutet. Ich möchte selbstverständlich arbeiten, aber nicht "arbeiten müssen"; ich möchte keine Angst haben müssen, ob meine Rente irgendwann zum Leben reichen wird, ich will von diesem Staat einfach nicht abhängig sein. Ich wünsche mir, meine Zeit so verbringen zu können, wie ich es gerade möchte, mein Geld mit dem verdienen, was mir Freude bereitet - hier kommt mir gerade unweigerlich das Bild mit dem Hamsterrad in den Sinn. Was bereitet mir aber Freude, womit man seinen Lebensunterhalt bestreiten könnte? Schwierig, denn das meiste setzt erst Mal eine gewisse Kapitalanlage voraus und sei es, um das Häuschen mit dem Garten zu kaufen und dann stellt sich gleich die Frage, wo soll das sein? Ich möchte irgendwo in der Nähe von Wasser leben, aber zu heiß darf es auch nicht werden... Komme ich also zum Schluss, dass ich meinen Traum neu definieren muss. Der heißt jetzt, mindestens eine, besser aber zwei Millionen im Lotto oder wo auch immer gewinnen, denn dann kann ich mir ganz in Ruhe den Kopf darüber zerbrechen, womit ich mir dann meine Zeit (mehr oder weniger) sinnvoll vertreiben möchte :-).

Die schönsten Fleckchen der Erde belaufen - das ist immerhin ein nicht ganz unrealistischer Wunsch. Und gibt es nicht sogar gleich um die Ecke "schönste Fleckchen", wenn man sie denn nur erkennt? Ich sehe sie vor allem im Frühjahr und im Herbst, wenn ich aus der Haustür heraus komme und meine Standardrunde um unseren kleinen Weiher einschlage. Wenn die Natur ihr Kleid wechselt und dies mit allen Sinnen von mir wahrgenommen werden kann, wenn ich mit der frischen Luft das Gefühl von lebendig sein einatme. Dabei fällt mir ein, dass ich den Winter eigentlich auch ganz toll finde und sogar dem mystischen Nebel etwas abgewinnen kann und auch gerne mal im Regen und im Dunkeln laufe. Apropos laufen.. Mir läuft gerade die Zeit davon, denn jetzt geb ich mich wirklich an die Bilder... Es sind ja nur 700 bereits ausgesuchte, aus denen ich jetzt wählen darf. Und ich verspreche, es wird keinen oder nur ganz wenig Text dazu geben. Warum? Weil die Bilder schlicht und einfach für sich selbst sprechen :-)

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