Sonntag, 18. September 2011

11 Kilometer oder: Nicht unser Tag!

Gestern sind Dirk und ich nach dem Mittagessen denn mal los, um unseren allerersten Geocache zu suchen. Bei dieser Gelegenheit hatte ich wieder meine neuen Camino-Schuhe an, die mir ganz schön warme Füße bescheren. Ich habe ja leider eher mit zu warmen als zu kalten Füßen (ganz unweiblich) zu tun und hoffe wirklich, dass das keine Probleme gibt in Spanien. Heiße Füße sind nämlich genauso ätzend, wie kalte!

Wir also mit Dirks Handy als Navigator los und den ersten Cache auch recht gut gefunden. Da war doch tatsächlich gestern schon mal jemand vor uns da! Echt ne witzige Sache und vor allem mal was anderes, als nur dumm durch die Gegend zu spazieren. Wir also ganz im cache-Fieber noch auf der Suche nach einem Zweiten, aber das Handy wollte nicht so recht und außerdem wartete zu Hause im TV die Partie HSV gegen Gladbach, wir also nach einem cache und ca. 5 km wieder nach Hause. Käffchen gemacht und beim Rausholen der Milch aus dem Kühlschrank fliegt mir ein Becher Sahne entgegen. Schön über die Bux und quer durch die Küche! Feine Angelegenheit, vor allem so schön fettig. Ich also noch mal fluchend und wischend durch die Küche (ohne Hose) auf allen Vieren gekrabbelt und das Chaos wieder beseitigt. Super, hatte ja am Vormittag erst die Küche geputzt!

Gegen Ende des Spiels stellt Dirk plötzlich fest, dass seine heiß geliebte Kette mit dem Unikat-Anhänger, die er von mir zum 40. Geburtstag bekommen hatte, weg ist. Große Aufregung. Das Lederband selbst finden wir dann auf der Kellertreppe, aber der Anhänger bleibt verschollen. Wir also wieder in die Wanderlatschen und ab, die Strecke zurück bis zum Cache, denn dort war die Kette noch da, weil ich sie ihm zurecht gezupft habe. Die Augen am Boden klebend und ziemlich schweigsam alles abgesucht, nichts. Den Weg dann noch mal zurück, aber wieder ohne Erfolg. Ich versuche Dirk so gut es geht zu trösten, bekommt er eben eine Neue beim nächsten Geburtstag, ich sehe das ziemlich gelassen, im Gegensatz zu ihm. Aber wir haben unser Möglichstes getan und den Spaziergang somit auf 11 Kilometer erhöht. Ich bin leicht verschwitzt und groggy.

Als ich zu Hause dann noch ein wenig mit Wäsche und Ständern rum krame, haue ich den Benjamin aus den Socken, der Baum fällt um und die Hälfte der Blumenerde landet im Wohnzimmer. Ich hätte ihn schon längst mal umtopfen sollen! Ne, heut ist irgendwie nicht mein Tag, schimpfe ich laut vor mich hin. Ein Blick zu Dirk, "Ne, und deiner auch nicht!", ergänze ich mich selbst. Um diesen doofen Tag, der eigentlich gar nicht so schlecht anfing, zu einem vernünftigen Ende zu bringen, wollen wir bei Reiner um die Ecke einen leckeren Salat essen gehen und ein Weinchen trinken. Doch schon von weitem lässt sich erahnen, dass dort heute eine geschlossene Gesellschaft feiert, was die rauchende Kellnerin vor der Tür sofort bestätigt. Prima, passt doch! Wir gehen zurück nach Hause und lassen uns von Hallo Pizza einen Salat kommen, ich trinke zwei Gläser Sekt, schaue alleine einen Horrorfilm auf Sky an (was ich sonst noch nicht mal in Gesellschaft tue!), während Dirk oben am Rechner sitzt. Gegen halb elf werde ich wach und schleiche mich ins Bett. Tag vorbei.

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