Um meine allernächste Umwelt also nicht weiter mit meiner schlechten Laune zu belästigen, bin ich dann mal fix nach Berlin rüber... Also, mental, meine ich. Während mein Nachbar nebenan einen Höllenlärm mit dem Kärcher veranstaltet (ja, ist schließlich Samstag), greife ich in meiner Not zum MP3-Player und komme auf seltsame Gedanken. Wenn man nicht laufen kann, wird man zwangsläufig kreativ, scheint mir. Ich versuche mich also demnach in "mental-running". Hab sowas mal gelesen im Zusammenhang mit Leistungssportlern vor einem Wettkampf. So suche ich meine Playlist vom Wettkampf in Berlin raus und stehe tatsächlich beim ersten Lied, Rammstein, Du hast, aufgeregt im Startblock, schon klitschnass, weil es ja wie Sau geregnet hat. Ich heize mich ein und fühle tatsächlich, wie mein Herzschlag schneller geht. Der Startschuss fällt und mit den Foo Fighters, Walk, renne ich mit der Meute los, den Ku'damm runter, vorbei an klatschenden Zuschauern, vorbei an der Sambatruppe, dem Steakhouse und den Strassensperren. Ich habe eine Gänsehaut und wie immer, bei dieser bestimmten Stelle im Lied, schießen mir sogar Tränen in die Augen! Meine Füsse liegen derweil auf dem Stuhl und wippen heftig im Rhythmus des Laufs mit, meine Arme schwingen laufbibelgerecht im Takt und da kommt mir schon die wirklich zündende Idee.
Ab in den Keller, schlüpfe ich also in meine Laufklamotten und bugsiere den Homi vorsichtig auf die Terrasse, es sind schließlich 32 Grad, es wäre ein Verbrechen, drinnen zu strampeln. Playlist noch mal von vorne gestartet und ab gehts! Im Laufschritt über den Ku'damm Teil II (Es ist so leicht, im Kopf woanders zu sein, Clueso). Die Musik lässt nichts anderes zu, als etwas weniger fluffig wie gestern zu strampeln. Es ist so geil und spätestens jetzt macht es sich für mich bezahlt, weitestgehend mit Musik zu laufen. Wie eine Gehirnwäsche produzieren die Lieder mir ein tolles Laufgefühl, es fühlt sich so echt an. Und endlich fließt wieder Schweiß. So komme ich auf 15 Kilometer in 26 Minuten, Stufe 3 von 8. Ich mache eine kurze Pause, trinke etwas Wasser und triefe so vor mich hin. 26 Minuten ist schon ein bisschen arg wenig, finde ich. Also noch mal rauf zum gemütlichen Auslaufen. Ich hänge also noch mal 10 Kilometer in 23 Minuten dran, genau wie gestern, und bin nachher zufrieden und ausgeglichen, meine Laune wieder allerbestens! Gott sei Dank, denn so mutzig mochte ich mich ja selber nicht leiden!
Wünsche Euch ein schönes Wochenende!
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Samstag, 3. September 2011
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