Ein Hauch von Bronchialtee hängt in der Luft, die Tasse steht immer griffbereit neben mir. Langsam gehts mir besser.
Was zuvor geschah: Vergangene Mittwochnacht werde ich wach mit einer Ladung Rasierklingen im Hals. Was der kalte Wind Berlins und Spaniens nicht geschafft hat, hat in Stolberg funktioniert: ich hab mir ne fette Erkältung eingefangen. Habs dann noch versucht, mit Arbeiten, aber um 10 Uhr musste ich die Segel streichen, nichts geht mehr, ab zum Arzt, ich fühl mich durchgekaut und ausgespuckt. Dort lasse ich mir direkt ein Antibiotikum verschreiben, ich will die Seuche so schnell wie möglich wieder los werden. Mich zu ärgern nützt ja nichts, also gleich ab ins Bett und das volle Programm: Hustenlöser, Nasenspray, Tee und jede Menge Papiertaschentücher zieren meinen Nachttisch. Ich schlafe den Schlaf der Gerechten und mache die Erkältung wohl wegen des Antibiotikums im Schnelldurchlauf durch, Tag 1, der Hals tut sauweh, die Nase kribbelt, ich bin platt. Tag 2 der Schnupfen kommt, der Hals wird besser, aber "es" rutscht langsam auf die Brust, bin immer noch platt und die Stimme ist weg. Tag 3, heftige Niesattacken, laufende Augen und Nase, der Hals ist gut, die Brust tut weh, der Husten sitzt noch fest, bin schon etwas weniger platt, aber längst nicht fit. Heute also Tag 4, alles löst sich, aber der Kopf ist noch matschig, der Körper noch schlapp. Morgen wird wohl alles so gut wie überstanden sein, außerdem muss ich auch wieder arbeiten gehn. Drei Tage krank feiern ohne Vertretung geht mir ohnehin gegen den Strich, aber was will ich machen, es ging beim besten Willen nicht.
Zwischen den Schlafphasen ab und zu mal kurz am Rechner gesessen und am Leben und an den Läufen der nicht Kranken Anteil genommen. Gestern mit Dirk dann mal eine erste Urlaubsplanung auf die Beine gestellt, es geht wirklich jetzt im Sommer nach Irland (und ein bisschen Südengland auf dem Rückweg), ein Jugendtraum von mir wird wahr. Ich freu mich schon riesig.
Vermutlich kann ich am kommenden Wochenende auch wieder einen ersten Lauf in Erwägung ziehen. Ich denke mal, diese Zwangspause war gar nicht so verkehrt, wenn ich an mein zickendes Knie denke, das sowohl beim Halbmarathon, einmal kurz in Spanien und vor allem aber den Abbruch meines ersten Laufs nach der Reise verursachte. Es hat wohl so sollen sein, dass ich ein paar Tage Pause einlegen musste, auch wenn es gerade so schön lief. Dann gehts weiter mit neuem Elan. Ab Mai fange ich einen neuen Trainingsplan an, ich will endlich mal die 10 Kilometer unter 60 laufen. Ich freue mich schon auf die nächsten Intervalle, wer hätte das je gedacht?! Vermutlich werde ich mir auch einen neuen MP3-Player zulegen, einen ohne Kabel, nämlich diesen hier. Nächste Woche heißt es aber erstmal, neue Laufschuhe kaufen, yesss... Bin schon sehr gespannt, welche Wahl der Experte für mich trifft.
Ihr werdet es sicher erfahren ;-)
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Sonntag, 22. April 2012
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