Freitag, 3. Januar 2014

03.01.2014, Projekt sub 10, Tag 2

Obwohl ich wieder eine bewußte und auch längere Phase des Halbschlafs hatte, war es gefühlt besser als in der Nacht zuvor. Dementsprechend gut bin ich raus gekommen, unmittelbar nach dem Dirk kurz nach 8 Uhr aus dem Haus gegangen ist. Ich schiebe das auf den nicht getrunkenen Wein am Abend zuvor und es fühlt sich gut an.

Ich setze mich ans Laptop und starte mein "Projekt sub 10" schriftlich im Blog und stelle dabei wieder fest, dass gestern wirklich kein guter Tag war. Übers Schreiben verliere ich ein wenig die Uhr aus dem Auge, denn ich will laufen gehen, bevor ich um halb 12 zu Marlen zum Kosmetik-Termin muss. Als ich mich in die Laufklamotten schmeiße stelle ich fest, dass meine Laufuhr leer ist. Mist. Aber was solls, ich weiß auch so, dass meine Standardrunde 6 Kilometer lang ist und dass ich dafür ca. 45 Minuten brauche. Gefrühstückt habe ich bis dahin nur einen großen Kaffee und ein Glas Wasser, ich habe keinen Hunger und wage es dann doch, mich einmal auf die Waage zu stellen. Sie zeigt, wie erwartet 80,6 kg an. Ich bin nicht erstaunt, allerhöchstens über die Genauigkeit, mit der ich mein Gewicht auch ohne Waage schätzen kann. Die Schallgrenze ist also tatsächlich erreicht. Ich versuche, mir davon nicht die Laune vermiesen zu lassen, denn ich wußte es ja schließlich schon vorher.

Das Wetter ist mild, viel zu mild, aber trotzdem recht windig. Beim Laufen fühle ich mich fetter und unfitter denn je. Das ist gut so, denn ich versuche dieses Gefühl und diese Gedanken zu kompensieren für die Momente, in denen ich wieder drohe "zu sündigen". 80 Kilo kreist es in meinem Kopf. Wie lange werde ich wohl brauchen, um wieder ansatzweise an 70 zu kommen?!? Scheiße. Nein. ich werde jetzt keinen Frust schieben, sondern mich damit motivieren. Ich laufe in einem halbwegs gefühlten Wohlfühltempo, auch wenn ich mich doch mehr wie ein blutiger Anfänger fühle. Dass ich das nicht bin, vergesse ich fast. Ich versuche mich zu erinnern, wie sich die beiden Halbmarathons angefühlt haben und der ATG von 2012. Ein nur schwacher Trost irgendwie. Wie viele Läufe wird es brauchen, bis ich mich selber wieder halbwegs fit fühle und nicht gefühlt wie eine schnaubende Seekuh durch den Wald tapse?! Mein größter Feind ist immer die Ungeduld, davon darf ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Es ist müssig zu glauben, dass ich in drei Wochen am Ziel bin - damit versuche ich mir selber Mut zu machen, das ist wohl schon ein etwas längerer Weg. Sechs Kilometer später bin ich durch, es geht mir besser, die Runde ist vorbei, ich wäre gerne länger gelaufen, habe aber keine Zeit. Jetzt schnell unter die Dusche und ab zu Marlen, zwei Stunden verwöhnen lassen und dabei nett plaudern.

Um 14.45 Uhr ist mein Essen fertig, es gibt Hähnchenbrustgeschnetzeltes mit Champignons, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Tomaten in der Pfanne. Ich habe keinen Hunger und zwinge mich, eine kleine Portion davon zu essen, den Rest gibts später mit Dirk. Auf Kohlenhydrate will ich so gut es geht verzichten, schließlich nimmt man so am schnellsten ab (also ich zumindest). Vor allem lass ich die Finger von Süßigkeiten, Kuchen, Keksen und dem Übeltäter Nr. 1, Alkohol. Der Gedanke daran alleine widert mich gerade an. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Jetzt fahr ich gleich noch zum Stall, aber reiten werde ich wohl heute nicht. Heute war schon ein wesentlich besserer Tag - so kann es weiter gehen: es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!

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