In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Mittwoch, 14. März 2012
Steif und schleppend... grauslicher Lauf!
Das Schönste an meinem heutigen Lauf war das strahlende Lächeln des zweijährigen Hosenmatzes mit den großen, blauen Augen, während er mir wie selbstverständlich ein "Hallo" zuwarf. Gott wie niedlich die in dem Alter doch sind! Diese leuchtenden, unvoreingenommenen, freundlichen Augen haben auch mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Mir, die zuvor 6,3 km lang mit jedem Schritt gelitten hat.
Mensch, was ist denn nur los? Heute stand eigentlich ein Tempolauf auf meinem Plan, ich sollte 7 x 1000 in 6:30 mit Trabpausen laufen. Gut, eigentlich schon gestern. Aber bereits gestern fühlten sich meine Beine so steif und schwer an, nein, Muskelkater kann man nicht sagen, dass ich mich gestern bereits für ein Verlegen auf heute entschied. Doch ehrlich gesagt fühlten sich die Beine auch heute über den ganzen Tag nicht viel besser an. Dass ich dann noch knapp 2 Stunden auf der Belegschaftsversammlung stehen musste, trug immerhin dazu bei, dass der Rücken auch etwas weh tat und eher nach Liegen als nach Laufen rief. Doch Plan ist Plan und ich konnte jetzt nicht schon wieder verschieben, denn dann käme ich mit den anderen Läufen nicht mehr nach.
Während des Umziehens habe ich mir dann schon überlegt, dass ich das Tempo nicht schaffen werde und lieber etwas langsamer mache - Lust zu laufen hatte ich maximal bis 13 Uhr, danach nicht mehr. Ich hab mich echt überwinden müssen und genauso fühlte es sich an, als trüge ich einen dicken, fetten Schweinehund auf meinem Buckel mit mir. Rücken, Po und Beine, also die komplette Hinterseite tat mir weh, die Waden zwackten bis in den Knöchel runter. Leider legte sich das auch nach dem ersten größeren Hügel nicht und spätestens da war mir klar, dass dies ein reiner Arbeitspflichtlauf war, bei dem ich die Vorgabe nicht annäherend erfülle. Doch besser 6 schlechte Kilometer als gar keinen. Na, über diese Theorie kann man sicher streiten.
Nur gut, dass dieser kleine Schatzemann da am Ende meines Laufs auf mich gewartet hat und mich durch seine reine Anwesenheit und den paar Sekunden freundlicher Aufmerksamkeit, die er mir geschenkt hat, entschädigt hat.
Ich gehe mal davon aus, dass die beiden Läufe vom Wochenende es ziemlich in sich hatten und tatsächlich noch nach wirken (Hochbelastungswochen, meint der Schatzi). Ich hatte mich schon gewundert, dass gleich auf einen Tempolauf ein langer folgt, ohne Tag dazwischen. Dass ich den langen dann noch etwas schneller gemacht habe als ich sollte, ... Ja, ich weiß es jetzt auch, nicht schimpfen. Ab jetzt halte ich mich strikt an den Plan, aber der sieht (nach dieser Woche) sooo viel gar nicht mehr vor.
Morgen muss ich noch mal 10 km in 7:30 laufen, wegen dem Verschieben, doof, aber geht nicht anders.
Samstag 5 km in 6:00 und
Sonntag 15 km in 7:15, au weia... schon wieder zwei von den Läufen gleich hinter einander!
Aber dann ist die Woche um und das tapering beginnt so langsam. Dann gibts nur noch 6, 8, 6, 8 km und 2 Tage vor dem WK 4 km in 7:30...
So viel zum Laufen. Der Rest ist ziemlich durcheinander, vom Essen angefangen bis zum Wein, dem ich wieder (in Maßen versteht sich) gefrönt habe (habe es immerhin bis zum 12.03. durchgehalten!). Kopf und Laune sind ziemlich durch den Wind, das Nervenkostüm ist angekratzt und schreit nach Ferien und Pilgertour.
Noch zwei Wochen und drei Tage bzw. 7 Tage, also 3 Wochen ...
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