Sonntag, 25. März 2012

Schöner Tag, schöner Lauf!

Was für ein schöner Tag war das heute!

Nach einem kurzen Frühstück gings auch an diesem 3. Sonntag in Folge wieder in unser Trainingslager nach Maasmechelen. Unterwegs die ersten Flipflopper gesehen, ein untrügliches Zeichen für den Beginn des Frühlings. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau, was will man mehr? Super angenehme 11 Grad waren es bei unserer Ankunft in Belgien, wo ich erst mal hinter unserem Auto verschwinden musste, um ihr wisst schon was zu tun. Wurde aber leider unterbrochen und musste später bereits beim Lauf noch mal hinter einen Baum, wie ärgerlich.

Mit der neuen Uhr am Handgelenk gings los, erstmalig über Feldwege in Richtung Deich nach Kotem. Wie auch in den Wochen zuvor fuhren auch diesmal wieder bunte Karnevalswagen durch die Gegend. Schon wirklich seltsam und nach einem kurzen googlen gerade habe ich gesehen, dass sich das "Halfvasten-Carnaval" nennt, was da wohl über Wochen in Belgien gefeiert wird und scheinbar von Ort zu Ort wochenweise abläuft. Diesmal ging der Umzug wohl durch Kotem, alles war geschmückt, laute Karnevalsmusik aus den Vorgärten mit Pavillions, kostümierte Menschen überall. Verrückt diese Belgier. Und ich lief mittendurch und freute mich für all die Verrückten, die heute allerbestes Wetter hatten, ihre komischen Bräuche zu zelebrieren.

Gedanklich war ich heute sehr oft in Berlin, schließlich war es in etwa dieselbe Uhrzeit, zu der wir nächste Woche den Halbmarathon laufen werden. Wenn das Wetter nur genauso wäre in einer Woche, ich wäre mehr als zufrieden! Ich überlegte, was ich anziehen sollte, ob ich eine Trinkflasche mitnehme und übte ein wenig das lockere Lächeln bei jedem, der mir entgegen kam.

Wegen der gecancelten IV-Einheit von gestern standen also 15 km heute bei mir an, allerdings ohne Tempovorgabe. Ich wollte einfach nur nach Gefühl laufen, mal sehen, wie es so geht, und es sollte auch keine Generalprobe werden. Mal überlegte ich, doch langsam zu laufen, dann dachte ich, ich will zusehen, wenigstens unter 7:00 zu bleiben und später spukte mir ein Fahrtenspiel im Kopf herum. Also open finish irgendwie oder suprise, suprise.

Um eine gewisse Tradition aufrecht zu halten, lief ich bei km 6,7 nicht wie auf der Karte (die sich langsam in meinem Hosenbund auflöste) vorgesehen in die Ortschaft hinein. Wohl immer wissend, wo ich bin, lief ich die Runde ein bisschen anders, kam aber haargenau bei 9 km da aus, wo ich hin sollte. Da war ich dann am Kanal, wo mir ein frischer Wind entgegen kam, der blaue Himmel spiegelte sich im Wasser, einfach nur wunderschön und die Temperatur perfekt zum Laufen. Bei km 11 verabschiedete sich mein MP3 Player und km 12 war prompt der langsamste (was die Uhr bei km 6 gemessen hat, keine Ahnung, pace von 9:48, vermutlich die Pippipause mit drin). Um einem möglichen noch mehr Verlangsamen entgegen zu wirken, erhöhte ich das Tempo ein wenig. Km 13 kam somit auf 6:48, km 14 auf 6:38 und km 15 auf 6:25. Dann war 350 Meter weiter meine Runde zu Ende und ich war glücklich und zufrieden.

Gerade gabs noch einen 4 km Spaziergang um unseren Weiher, wo es von Menschen nur so wimmelte. Wieder waren wir gedanklich in Berlin und ich konnte die Currywurst beinahe riechen, die dann auf mich wartet...

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