Heute war es denn endlich soweit, ich hatte meinen 30 min. Termin. Der erste Eindruck von der Praxis war irgendwie nicht so prickelnd, im Hausflur schlug mir sofort ein übler Kellergeruch entgegen, die Praxis selbst war, na ja, recht einfach. Der Osteopath selbst hingegen sehr sympathisch, noch sehr jung und seiner Figur nach zu urteilen extrem sportlich, was sich im Laufe des Gesprächs bestätigte.
Zunächst gabs ein paar Fragen und Antworten, dann musste ich die Hose und die Socken ausziehen - oh, wie ich das liebe (vor allem bei diesem Wetter) vor wildfremden (und dann noch so jungen) Männern in Unterhose rum zu turnen :-(((. Nun, nützt ja alles nichts, es sollte ja zu meinem Wohle sein, also alle Scham und alles Unwohlsein beiseite geschoben. So wurde ich, bzw. meine Beine und Füße von vorne und von hinten begutachtet, hier und da betastet und ich war dabei sehr, sehr tapfer, immer im guten Glauben, meine Knieprobleme hoffentlich bald in den Griff zu bekommen mit Hilfe dieses Menschen. So locker wie unter diesen furchtbaren Bedingungen möglich, haben wir ergründet, wo mein Problem liegt. Dieses war wohl doch recht offensichtlich für ihn, denn er kam recht umgehend zu der Vermutung, dass ich ein runners-knee habe, welches durch Überlastung der Sehnenplatten an den Oberschenkelaußenseiten hervorgerufen wurde (HM und Spanien).
Dann gabs eine Dehnübung, die ich nun täglich 10 min. lang machen soll - eine gute Übung, denn ich kann bzw. soll sie auf der Couch liegend machen. Außerdem empfahl er mir, das Becken beim Laufen ein klein wenig mehr nach vorne zu schieben und so die Körperspannung zu verändern, den Schritt automatisch zu verlängern. Zu guter Letzt soll ich auch meinen Laufstil ein bisschen korrigieren, ich muss das Abrollen etwas mehr nach innen verlagern, so dass der dicke Zehballen als letztes den Boden berührt, also leicht, ganz leicht, nach innen einknicken (bisschen X-Bein machen übertrieben ausgedrückt).
Die halbe Stunde war natürlich schneller um, als ich mir gewünscht habe und den nächsten Termin bei ihm habe ich - man glaubt es nicht - am 06.07. bekommen. Hammer! Aber ich stehe immerhin auf seiner Warteliste für frühere Termine, ich glaube an 10. oder 12. Stelle.
Meine Laufumfänge soll ich drastisch reduzieren. Ich muss quasi mit 3 km pro Einheit (das dürfen allerdings bis zu 3 in der Woche sein) wieder anfangen, wöchentlich darf ich um 1 km erhöhen, einen Tag Pause dazwischen muss ich auf jeden Fall einhalten. Dass ich am 24.06. den HM in Hamburg laufen kann, hielt er zwar nicht für ausgeschlossen, wollte aber eher davon abraten. Apropos abraten... Einen kompletten Marathon sollte ich mir lieber aus dem Kopf schlagen, meinte er.
Hm... Das ganze muss ich jetzt mal ein bisschen sacken lassen. Außerdem hab ich eine Verabredung im OP, heute ist schließlich Mittwoch ;-). Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so genau, was ich davon jetzt halten soll.
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
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Wo genau hast Du denn Deine Knieschmerzen? Ich hatte das auch mal in 2007/08 und die Probleme traten bei mir immer an der Außenseite des Oberschenkels über dem Knie auf. Anfangs nur manchmal und zum Schluss dann jedes Mal beim Laufen nach spätestens 8 min. Ärzte konnten mir nicht helfen - ich habe mir dann selbst geholfen und jeden Tag eine bestimmte Dehnübung gemacht und fleissig im Fitneßstudio die Beine gekräftigt. Musste aber leider 8 Monate aussetzen. Aber das Problem bei mir war, dass ich nach den ersten Schmerzen weitergemacht hatte und nicht rechtzeitig pausiert hatte. Drücke Dir die Daumen, dass es bei Dir rechtzeitig erkannt wurde und Du nun gegensteuern kannst! Alles Gute!
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