Sonntag, 16. Februar 2014

16.02.2014, Projekt sub10, Tag 47

Erstens kommt es anders und zweitens ist das egal :-)

In dieser Woche hat sich wenig getan, sowohl sportlich wie auch abnehmtechnisch. Es schwankt bzw. stagniert. Ich übe mich in Gelassenheit und es gelingt sogar.

Und so war die Woche im Einzelnen: Montag kurz im Stall gewesen und ein bisschen Pferde- sowie Kontaktpflege betrieben. Dienstag war der Handwerker wieder da und im Anschluss hab ich 3 intensive Einheiten der Fit-fürs-Laufen-DVD gemacht, so dass ich am nächsten und übernächsten Tag recht fiesen Muskelkater hatte. Mittwoch gabs dann einen schönen Ausritt mit Danika und Biggi, Donnerstag einen Akuttermin bei Osteopathen-Rene bekommen, weil der Nacken immer noch heftig verrenkt war - jetzt ist es zum Glück wieder wesentlich besser. Freitag war ich einfach nur müde, so dass ich nicht mit Dirk auf die Bahn gegangen bin, wollte ich ja auch eigentlich Samstag mit Astrid gemeinsam in Holland im Rahmen unseres Wellness-Trips laufen. Zum Valentinstag gabs neben diesmal persönlich überreichten Blumen noch ein Essen beim Spanier und anschließend einen Besuch im Kino in "Winter's tale". Ich fand den Film ganz toll, weil es sehr in die spirituelle Richtung (Seelen, Engel, Gut und Böse und unsere göttliche Bestimmung in diesem Leben) ging, Dirk konnte ganz typisch Mann damit wohl nicht allzu viel anfangen (obwohl er den Film vorgeschlagen hatte).

Samstagmorgen haben wir dann noch gemeinsam gefrühstückt, dann trennten sich unsere Wege; Dirk fuhr zu Sven nach Ludwigsburg, um mit ihm gemeinsam seinen 30er zu laufen, von dort aus ging es für ihn Sonntag weiter im Rahmen seiner Dienstreise. Ich machte mich derweil auf, um mich wie oben erwähnt mit Astrid zu treffen. Da wir ohnehin recht wenig Zeit hatten, legten wir den Fokus also mehr auf Wellness und ließen den angedachten Lauf sausen. Es war ein sehr schöner, entspannter gemeinsamer Nachmittag, Abend und Morgen, den wir nach dem Auschecken mit einem ca. 3 km langen Spaziergang im Sonnenschein abschlossen. Das Waldgebiet dort ist einfach nur herrlich - Reitwege, Laufwege wohin das Auge reicht *seufz*, einfach nur schön!

Von dort aus fuhr ich in ein dickes, fettes Regenband, das mir später zu Hause einen April-Wetter-Lauf bescherte. Die 13 km sind mir nicht ganz so leicht gefallen, obs am Schwimmen oder am Spaziergang lag oder einfach nur daran, dass mein Akku langsam leer wurde, schließlich hatte ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen - völlig egal, ich habs trotzdem genossen, auch wenn ich mal wieder seit langem nass geworden bin.

Diese Woche hat mich, u. a. nach einem sehr unschönen, aber überaus offenen Gespräch mit meinem Sohn, gelehrt, dass ich wohl geduldig vertrauen muss. Alles kommt zur rechten Zeit und alles ist genau richtig so, wie es ist: Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, sondern muss liebevoll vertrauen.

In diesem Sinne einen schönen Wochenstart Euch allen.

Woche 7 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 16.02.2014: ? kg (vermutlich 77 kg wieder)
Trainingseinheit Dienstag:  45 min. diverse Übungen, 15 km = 30 min. Ergometer
Trainingseinheit Sonntag: 13 km Laufen
Reiten: Mittwoch 45 min. Ausritt
Gelaufene km gesamt: J 137,8 km / W 13 km
47 Tage alkoholfrei ;-)

Sonntag, 9. Februar 2014

09.02.2014, Projekt sub 10, Tag 40

Das war keine gute Woche bei mir. Nur zweimal bin ich gelaufen und einmal Reiten gewesen. Nein, es hatte nicht unbedingt mit dem stürmischen und ungemütlichen Wetter zu tun, vielmehr hatte ich heftige Verspannungsschmerzen im Nacken- Kopf- und Schulterbereich. Am Donnerstag, wo ich nur allzu gerne was gemacht hätte an Sport, kam unser Sanitärfuzzi und hatte nebst seiner ohnehin recht gemütlichen Arbeitsweise auch noch Sitzfleisch. Danach war mein Hunger zu groß, als dass ich in diesem Zustand noch etwas hätte machen können oder wollen. Na ja, manchmal passt es eben nicht. Freitag war das Wetter zu übel, als dass ich mich hätte aufraffen können und da waren die Schmerzen auch leider wieder stärker. Immerhin war der Ausritt am Mittwoch wunderschön und gestern gabs einen super erholsamen und nicht weniger schönen Saunatag inklusive einer Massage für mich. Wir haben uns fest vorgenommen, das ab jetzt wieder häufiger zu tun. Wie schön, dass ich am kommenden Wochenende bereits die nächste Wellness-Gelegenheit habe, wenn ich mich mit Astrid in Holland treffe und wir ein schönes Mädels-Wochenende genießen werden (natürlich auch mit einem gemeinsamen Läufchen!).

Der heutige Lauf hat mein Sauerstoff- und Bewegungsdefizit der Woche dann glücklicherweise wieder ausgeglichen, (wobei es doch schon fast ein wenig zuviel an Sauerstoff war, dieser elende Wind war wirklich heftig). Zwar hatte ich heute Morgen gegen halb sechs wieder ein ungutes Krachen und Ziehen im Nacken, aber es blieb glücklicherweise ohne weitere Folgen. Ein bisschen Salbe, ein bisschen Wärme und eine wohltuende kleine Massage und alles war wieder ok.

Wegen des stürmischen Windes wählte Dirk meine Strecke weitestgehend wieder mit Rückenwind. Welch ein Glück, denn dort, wo er mal frontal kam, war es, als liefe man gegen eine unsichtbare Mauer, schrecklich anstrengend war das. Nein, schön ist anders. Ich hoffe wirklich, dass dies der letzte Lauf mit Wind in dieser Heftigkeit war. Wunderschöne Wolkenbilder und die ohnehin sehr schöne Landschaft entschädigten das aber dann doch wieder. Dass wir wieder an der Maas laufen waren, brauche ich wohl nicht explizit zu erwähnen, oder? Drei Fotos hab ich unterwegs fix gemacht und das sind zwei davon:



Und zum Beine ausschütteln gehts gleich noch eine Runde durch Ikea, wir brauchen mal wieder neue Kerzen ;-).

Euch noch einen schönen Sonntag und auf eine hoffentlich bessere kommende Woche, als die vergangene es für mich war.

Woche 6 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 09.02.2014: 77,0 kg 
Trainingseinheit Dienstag:  6 km Laufen, sehr schwerfällig
Trainingseinheit Sonntag: 16 km Laufen
Reiten: Mittwoch 45 min. Ausritt
Gelaufene km gesamt: J 124,8 km / W 22 km
40 Tage alkoholfrei ;-)

Donnerstag, 6. Februar 2014

Offtopic: Nachdenkliches zum Thema Krankenhaus und Sterben

Schon als Kind hat mich das Thema Tod und Sterben sehr beschäftigt. War mein Denken als Kind eher geprägt von Verlustängsten, so stehe ich dem Thema heute etwas "abgeklärter" gegenüber. Na ja, zumindest im Denken; wie das in der Praxis irgendwann mal aussieht, wenn ein mir nahe stehender Mensch gehen muss, kann ich nicht abschätzen. Als mein Vater vor nun schon 15 Jahren mit gerade erst 55 Jahren starb, war sein Tod eine Erlösung. Sein Krebsleiden war so heftig, dass ich jeden Tag gebetet habe, der liebe Gott möge ihn doch endlich erlösen von diesen Qualen. Viele Operationen, Bestrahlungen und Krankenhausaufenthalte haben die letzten Monate seines Daseins geprägt. Ich war erschüttert, was ein Mensch ertragen muss, und vor allem kann. Mein spirituelles Denken hat sich inzwischen geändert, so ist der Tod für mich der Übergang in eine andere Daseinsform. Aber ich möchte an dieser Stelle nicht über Glaube, Reinkarnation oder Karma sprechen. Ich werde im März mit einem Hospizhelferkurs beginnen und zu diesem Thema habe ich mir ein ganz tolles, vielseits gelobtes und empfohlenes Buch gekauft, von Dr. Elisabeth Kübler-Ross. Sie gehört zweifelsfrei zu den Pionieren in der westlichen Welt bei diesem Thema. Was sie im Nachfolgenden schreibt, hat mich sehr beeindruckt und deshalb möchte ich es hier für Euch einfach mal zitieren.

Den Namen des Buches nenne ich erst am Ende, um hier nicht evtl. jemanden zu verschrecken (denn was ich zitiere, hat mit dem Titel des Buches hier noch nichts zu tun) ;-)

…„Sicher gibt es mehrere Motive für die Flucht vor der Realität des Todes, doch das wichtigste liegt vielleicht in der Tatsache, daß Sterben heute grausamer als früher ist, so einsam, so mechanisiert und unpersönlich, daß man zuweilen nicht mehr angeben kann, in welchem Augenblick der Tod eintritt.

Die Einsamkeit, die unpersönliche Behandlung setzen schon ein, wenn der Kranke aus der gewohnten Umgebung herausgerissen und hastig ins Krankenhaus geschafft wird. Wer sich jemals in solchem Augenblick nach Ruhe und Trost gesehnt hat, vergißt niemals, wie man ihn auf die Trage packte und mit heulenden Sirenen ins Krankenhaus transportierte: Der Transport ist der Beginn einer langen Leidenszeit. Schon der Gesunde erträgt kaum die Geräusche, das Licht, die Pumpen, die vielen Stimmen, die den Kranken im Notaufnahmeraum überfallen. Vielleicht sollten wir mehr an den Patienten unter seinen Decken und Laken denken, sollten unsere gutgemeinte Tüchtigkeit und Hast einen Augenblick vergessen, dem Kranken die Hand halten, ihm zulächeln und seine Frage beantworten. In vielen Fällen ist der Transport ins Krankenhaus schlicht die erste Phase des Sterbens. Wenn ich in diesem Zusammenhang immer wieder an den Gegensatz zu dem Kranken erinnere, der in seiner gewohnten Umgebung bleiben darf, will ich damit natürlich nicht sagen, daß man ein Leben aufgeben sollte, das in einer Klinik vielleicht noch gerettet werden könnte: Ich möchte nur dazu auffordern, mehr als zur Zeit an die Situation des Kranken und seine Reaktionen zu denken. Häufig scheint man dem schwerkranken Patienten das Recht auf eine eigene Meinung abzusprechen, wenn man bestimmt, ob er ins Krankenhaus gebracht werden soll. Aber es kann ja schließlich nicht so schwierig sein, sich daran zu erinnern, daß der Kranke selbst Gefühle, Meinungen und vor allem das Recht hat, gehört zu werden.

Im Notaufnahmeraum der Klinik entfaltet sich sofort die Geschäftigkeit von Schwestern, Pflegern, Assistenzärzten; vielleicht stellt sich eine Laborantin zur Blutabnahme ein, ein Spezialist, der das Elektrokardiogramm machen will; vielleicht packt man den Kranken auf den Röntgentisch. Jedenfalls fängt er hier und da eine Bemerkung über seinen Zustand oder entsprechende Fragen an seine Angehörigen auf. Langsam, unausweichlich beginnt man ihn als Gegenstand zu behandeln, er hört auf, eine Person zu sein. Oft entscheidet man gegen seine Wünsche, und wenn er sich dagegen aufzulehnen versucht, verabreicht man ihm ein Beruhigungsmittel. Nach langen Erörterungen rollt man ihn vielleicht in den Operationssaal oder in eine Station für Intensivbehandlung, wo er zum Gegenstand intensiver Bemühungen und großer finanzieller Investitionen wird.

Er mag um Ruhe, Frieden und Würde flehen – man wird ihm Transfusionen, Infusionen, die Herz-Lungenmaschine, eine Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) verordnen – was eben medizinisch notwendig erscheint. Vielleicht sehnt er sich nur danach, daß ein einziger Mensch einmal einen Augenblick bei ihm stillhält, damit er ihm eine einzige Frage stellen kann – doch ein Dutzend Leute macht sich rund um die Uhr an ihm zu schaffen, kümmert sich um seine Herz- und Pulsfrequenz, um Elektrokardiogramm und Lungenfunktionen, um seine Sekrete und Exkremente – nur nicht um ihn als Persönlichkeit.

Auflehnung hilft nichts, denn alles wird ja nur getan, um sein Leben zu erhalten – und wenn man es retten kann, ist ja später immer noch Zeit, an ihn als Individuum zu denken. Wer zuerst den gesamten Menschen in Betracht zieht, könnte darüber wertvolle Zeit zu seiner Rettung verlieren! Das jedenfalls scheint die Begründung oder Rechtfertigung der ganzen Betriebsamkeit zu sein – oder ist es ganz anders? Liegt die Ursache dieser immer mehr mechanischen, unpersönlichen Behandlung in uns selbst?

Können wir vielleicht nur auf diese Weise mit den Ängsten fertig werden, die ein schwer oder hoffnungslos Erkrankter in uns selbst auslöst? Konzentrieren wir uns auf Blutdruckmesser und andere Instrumente, weil wir den drohenden Tod nicht sehen wollen, der so furchtbar und erschreckend ist, daß wir unser ganzes Wissen auf Apparaturen übertragen? Denn Instrumente bedrücken uns weniger als die leidenden Züge eines menschlichen Wesens, das uns wieder einmal an die eigene Ohnmacht erinnert, an unsere Grenzen, unser Versagen, unsere eigene Sterblichkeit.

Vielleicht müsste die Frage lauten: Werden wir menschlicher oder unmenschlicher? Dieses Buch will nicht die Antwort geben; doch wie sie auch immer ausfallen würde, steht eines doch fest: Der Patient leidet mehr, und wenn nicht körperlich, so doch in seinem Gefühlsleben. Seine Bedürfnisse haben sich im Laufe von Jahrhunderten nicht geändert, wohl aber unsere Fähigkeit, ihnen nachzukommen.“ …


Auszug aus dem Buch „Interviews mit Sterbenden“.

Ich hoffe, es hat Euch auch, wenn schon nicht unbedingt gefallen, so doch zum Nachdenken bewegt. Der Tod gehört zum Leben nun mal dazu, doch wir alle neigen dazu, ihn zu verdrängen (vor allem unseren eigenen, wie oben ja auch erwähnt). Und wenn er uns dann in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis be-trifft, sind wir oft Wort- und hilflos diesen Situationen ausgesetzt. Wer will schon das Ende sehen?! Aber ist der Tod wirklich das Ende? Mich tröstet nicht nur der Gedanke, dass meine Seele weiter lebt, sondern er nimmt mir auch die Angst vor meinem Ableben, weil ich weiß, dass es weiter geht, eben nicht das Ende ist. Mit diesem Satz schließe ich diesen Eintrag jetzt ab.

Danke fürs bis hier unten Lesen :-)




Mittwoch, 5. Februar 2014

05.02.2014 Verflixt und überhaupt

What the fuck mach ich denn falsch!?!

Meine Laune macht mir etwas Sorgen. Liegt es am Zuckermangel oder bin ich auf Alkoholentzug? Nein im Ernst, ich glaube, ich kann mich gerade selbst nicht leiden.

Seit drei Tagen (neuerdings immer montags besonders auffallend übel) habe ich ganz mieseLaune. Mit meiner "Disziplin" bei der Ernährung sieht es gerade nicht ganz so dolle aus. Ich versuche mich zwar weitestgehend an meine neue Regeln zu halten (die ich auch immer noch für gut und richtig befinde), aber ich habe doch neuerdings ständig Gelüste und schwache Momente, nichts schmeckt mir mehr richtig gut. Eigentlich ist meine Freundin Michaela "daran Schuld", denn sie hat mir gerade erst am Montag mächtig den Kopf gewaschen, dass ich es mit meinem Ehrgeiz mal wieder zu genau nehme. Mehr oder weniger bestätigt wurde dies am selben Nachmittag von meinem Osteopathen. Aber sobald ich mir erlaube, wieder halbwegs "normal" zu essen, also mit (einigen wenigen) schnellen Kohlenhydraten, geht die Waage sofort gnadenlos in die falsche Richtung zurück. Alles Reden von der goldenen Mitte, die es zu finden gilt, Genuß mit Verstand und im richtigen Maß, ist ja gut und schön, aber meine Realität in Form von Zahlen auf einem kleinen Metallkasten sieht leider anders aus. Ich kann nicht behaupten, dass ich zur Zeit maßlos bin, nein, ich gönne mir vielmehr ab und an eine Kleinigkeit aus meinem "alten Leben". Aber es sieht so aus, als wäre das schon wieder zuviel.

Gestern bin ich sehr schwerfällig meine Standardrunde von 6 km gelaufen. Im Anschluss habe ich noch 30 min. diverse Übungen (Dehnen, Stabi, Kraft) gemacht und danach sogar noch 15 km locker geradelt. Sport machen könnte ich zur Zeit glaube ich mehr als mir lieb ist, wenn es nach  meiner Motivation geht. Aber das hat zur Folge, dass ich hungriger bin und im Hinterkopf denke, dass ich mir auf Grund der guten Kalorienbilanz doch das ein oder andere dazu erlauben darf. Pustekuchen. Allerdings... nein, ich kasteie mich nicht und ich lasse mich nicht länger von dieser dämlichen Waage manipulieren. Schluss damit. Ab jetzt gehts nur noch einmal im Monat auf die Waage. Hm... oder mache ich mir vielleicht doch nur selbst etwas vor?! Wieso zum Teufel, nehme ich denn nur so schnell wieder zu, wenn gerade mal was runter ist? Ich glaube nicht unbedingt an diese 1-2 "normale Schwankungen Kilos", wie Dirk mir immer einredet.

Ich komme gerade wieder an den Punkt, wo ich schon x-mal in meiner fast 20jährigen Abnehmekarriere war: ich schwanke rauf und runter, immer im Rahmen von 2 - 5 Kilo - mehr geht einfach nicht runter. Zum Kotzen ist das! Da soll man keine schlechte Laune bekommen! Aber es nützt ja nichts. Durchhalten ist die Devise, einfach weiter machen und durchhalten. Ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Aufstehen, Krone richten und weiter machen. Mannmannmann, wie mich diese Ernährungs- bzw. Abnehmgeschichte doch langsam anödet. Ich gebe mir noch einen Monat. Wenn ich Ende Februar nicht 75,0 kg auf der Waage habe, stehe ich nochmal bei Edgar auf der Matte! Dann muss das Unterbewußtsein mit anderen Mitteln davon überzeugt werden, dass es sich ruhigen Gewissens von den Fettdepots trennen darf. Irgendwas scheint doch völlig verkehrt zu laufen, denn so falsch ist meine Ernährung nicht, im Gegenteil, und dann noch der Sport dazu... ich bin wirklich ein wenig ratlos.

Doch nun genug gejammert - sorry, ihr Lieben! Und vielen Dank fürs Zuhören, jetzt gehts mir schon wieder ein klein wenig besser ;-) *bussi*

Sonntag, 2. Februar 2014

02.02.2014, Projekt sub 10, Tag 33

Der Januar ist vorbei und ich schließe ihn mit minus 4 Kilo ab. Mit diesem Ergebnis bin ich super zufrieden, es motiviert mich, genau so weiter zu machen. Ich fühle mich körperlich und geistig richtig gut, merke auch, dass mein Hautbild sich positiv verändert hat, was ich auf den Alkoholverzicht zurück führe und natürlich die gesündere Ernährung.

Der heutige Lauf auf dem Deich war wie immer sehr schön, aber am Ende doch auch anstrengend. Mental war es ebenso eine Prüfung für mich, da Dirk wegen seiner Schienbeinschmerzen vom Fußball Spielen gestern seinen Lauf vernünftigerweise abgekürzt hat. Dumm nur, dass er mich dadurch ständig ungewollt auf die Probe stellte, meinen Lauf ja auch abkürzen zu können, in dem er mich an verschiedenen Stellen fotografierte. Aber aller Versuchung zum Trotze, ich blieb standhaft und zog meine geplanten 16 km durch. Wind gabs heute auch wieder, zum Glück aber weitestgehend von hinten bzw. der Seite, von vorn blieb er mir glücklicherweise bis auf kurze Abschnitte erspart. Ansonsten erfreute ich  mich an einem fast wolkenlosen, blauen Himmel mit jeder Menge Sonnenschein, lief somit in 3/4 Hose, kurzen Ärmeln und neuer Sonnenbrille. Ein Hauch von Frühling hing in der Luft. Und weil das Wetter auch morgen so schön bleiben soll, freue ich mich jetzt schon auf einen Ausritt. Und hier mal wieder ein paar Impressionen unseres Lieblingslaufgebiets:















Ansonsten gibts wenig zu berichten; ich war am Montag bei einer Infoveranstaltung der Malteser für einen Kurs zum "Hospizbegleiter", der im März startet. Dazu gibts zunächst am 18.02. ein intensives Einzelgespräch und danach werde ich sehen, ob dieser Kurs wirklich für mich in Frage kommt. Der Wunsch, "etwas Sinnvolles und Wertvolles" zu tun, treibt mich schon sehr lange an. Ich denke daher schon, dass ich diesen Kurs absolvieren werde. Ob ich allerdings am Ende des Kurses tatsächlich diese Aufgabe erfüllen kann, weiß ich jetzt noch nicht.  Ich denke, dass ich das im Rahmen dieser Zeit heraus finden werde. So oder so wird dieser Kurs eine sehr wichtige und wertvolle Erfahrung.

Woche 5 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 02.02.2014: 76,6 kg :-) 
Trainingseinheit Mittwoch:  45 min. div. Übungen, 10 km Ergometer in 20 min.
Trainingseinheit Donnerstag: 6 km Laufen , 42 min.
Trainingseinheit Freitag: Crosstrainer 30 min, (Fatburner), 30 min. div. Übungen
Trainingseinheit Sonntag: 16 km Laufen, 1:47 min.
Reiten: Mittwoch 40 min.
Gelaufene km gesamt: J 102,8 km / W 22 km
33 Tage alkoholfrei ;-)

Sonntag, 26. Januar 2014

26.01.2014, Projekt sub 10, Tag 25

Es geht voran!

Die Woche fing allerdings sehr bescheiden an. Vermutlich lag es am zu kurzen Wochenende, mir fehlte einfach der Samstag. Montagmorgen auf der Waage dann der Frust in Zahlen: 78,8 kg, das darf doch nicht wahr sein! Super schlecht gelaunt zur Arbeit und den Tag irgendwie überstanden. Im Anschluss hatte ich dann einen Termin beim Osteopathen, welch ein Segen! Rene also erstmal mächtig die Ohren vollgeheult, wie langsam es doch mit dem Abnehmen voran geht, dass das doch eigentlich gar nicht sein kann, so vernünftig ich doch esse und bei dem Sport, den ich mache und überhaupt *jammerjammerrumheul*. Wie auch Astrid schon zuvor, erklärte mir Rene, dass ich wohl mit der Brechstange ran will und doch bitte Geduld haben soll. Wenn ich in einem Monat 1 Kilo abnähme, wäre das realistisch. Na ja, das hätte ich dann ja schon geschafft. Aber sehr unbefriedigend ist das ganze schon, wenn man doch so sehr diszipliniert ist... und ach... Scheiße! Rene legte jedenfalls seine Zauberhände an meinen Kopf und "sortierte und kramte" mal ein wenig das Chaos in meinem Körperchen. Bestens gelaunt fuhr ich nach Hause und merkte sehr schnell, dass er wieder ein kleines Wunder vollbracht hatte. Meine Verdauung, meine Blase, sowie die gegen Mittag am Dienstag einsetzenden Kopfschmerzen bestätigen mir dies ebenfalls. Na ja, und die Waage auch - es tat sich was.

Es war irgendwie die Woche der Erkenntnisse für mich. Gut Ding will Weile haben, ist da zum Beispiel die eine. Ja, und dass ich keine kurz- oder längerfristige Diät mache, sondern eine sicher lebenslange Ernährungsumstellung angefangen habe, die andere. Dass ich beim Laufen in diesem Jahr nur nach Wohlfühlgefühl gehen möchte, ohne konkretes Ziel, weil ich einfach merke, dass es so wesentlich mehr Spaß macht, wieder eine andere.

Vier Wochen bin ich nun sehr konsequent gewesen. Und es hat richtig Spaß gemacht. Es fällt mir sehr leicht, bestimmte Dinge nicht zu essen. So sprachen wir heute auf der Fahrt nach Maasmechelen über Gyros und Pommes. Ich käme im Moment überhaupt nicht auf die Idee, so etwas gerade essen zu wollen. Oder ein Snikers. Nö. Das ist es mir im Moment einfach nicht wert. Hey, ich habe in vier Wochen vier Kilo abgenommen! Und ich freu mich wie Bolle darüber. Vermutlich wird der ein oder andere nun denken, ey, das ist viel zu schnell, deshalb ungesund. Nein, das glaube ich nicht. Ich verzichte lediglich auf schnelle Kohlenhydrate (in erster Linie Zucker, Brot, Nudeln und Kartoffeln*) und Alkohol, esse vermehrt Gemüse und Obst, trinke mit neuer Vorliebe Ingwer in heißem Wasser mit Honig statt Rotwein ;-) und finde das sogar echt Klasse. Ich rede mir das auch weder ein, noch schön, nein, es hat Klick gemacht und ich finde das prima! So darf es gerne weiter gehen. Allerdings dürfen die Kopfschmerzen jetzt auch gerne wieder verschwinden, die halten sich nämlich mehr oder weniger hartnäckig (jetzt, nach dem Lauf sind sie natürlich weg, genau wie Freitag). Ich vermute jedoch, dass es möglicherweise leichte Zuckerentzugsbegleiterscheinungen oder sogar auch Weinentzugserscheinungen sind. Gut, das dürfte sich dann auf kurz oder lang sicher auch wieder erledigen.

Zum heutigen Lauf ist im Grunde nur zu sagen, dass der Wind einfach nur Scheiße war, denn der hat nicht nur gedreht während meines Laufs, sondern wurde auch noch stärker. Also habe ich hier den mentalen Heldenbonus auch mal eben mitgenommen. Jetzt, wo es vorbei ist, fühlt sich das natürlich wieder gut an; unterwegs hab ich allerdings mächtig geflucht und gezetert.

Woche 4 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 26.01.2014: 76,7 kg :-)
Trainingseinheit Dienstag:  30 min. div. Übungen, 16 km Ergometer in 30 min.
Trainingseinheit Freitag: 7 km Laufen mit Lauf-ABC
Trainingseinheit Samstag: 30 min. div. Übungen für Rücken u. Arme
Trainingseinheit Sonntag: 15 km Laufen , 1:42 min.
Reiten: Mittwoch 40 min.
Gelaufene km gesamt: J 80,8 km / W 22 km
26 Tage alkoholfrei ;-)

eine Handvoll Reis gönne ich mir nach dem langen Lauf sonntags, wenn wir beim Thailänder unser Essen holen, sowie sonntags morgens 2 oder 3 Scheiben Vollkorntoast vor den langen Läufen. Ich weiß ja schließlich schon, dass man zum Laufen Energie braucht ;-). Die letzten Kartoffeln gabs Neujahr, die letzten Nudeln vor Weihnachten.

Sonntag, 19. Januar 2014

19.01.2014, Projekt sub 10, Tag 18



Nein, Geduld ist wirklich nicht meine Stärke. Dabei ist heute erst der 18. Tag, an dem ich meine Ernährung geändert habe. 365 Tage im vergangenen Jahr habe ich mich vermutlich falsch ernährt, Alkohol getrunken, mit dem Rauchen aufgehört und wieder angefangen und wieder aufgehört... und nun erwarte ich ein kleines Wunder. Was mich total zermürbt, ist die Tatsache, dass das Gewicht von einem Tag auf den anderen um über 1 Kilo "schwanken" kann! Wie gemein ist das denn bitte?! Voller Stolz hatte ich am Donnerstag, also vor drei Tagen die 77,8 kg auf der Waage stehen, was eine Abnahme von knapp 3 Kilo bedeutet. Freitag stand immerhin noch dieselbe Zahl dort, die Freude war groß! Samstag war es dann eine 77,9 und obwohl ich mich brav an alle meine neuen Regeln gehalten habe und wirklich nichts "gesündigt" habe, steht da heute morgen wieder erbarmungslos die 79,0 - bam!

Umso schlimmer ist das, wenn man mit einem weiteren Rückgang des Gewichtes gerechnet hat, also vielleicht einer 77,5 oder so. Das ist kein guter Start in den Tag. Nein, das ist deprimierend. Zumindest für mich. Da kann mir mein Schatz noch so oft erklären, dass Gewichtsschwankungen von einem Kilo absolut normal sind und ich das doch eigentlich inzwischen kennen müsste. Aber stopp - genug gejammert...

Wir machen uns fertig zum Laufen. Ich bin mundfaul, wie Astrid das immer so schön nett. Wieder geht es an die Maas, das Wetter ist herrlich und ideal zum Laufen. Also von  mir aus braucht der Winter jetzt auch nicht mehr zu kommen, obwohl ich ja eigentlich ein Winterfan bin. 
Bei mir sollen es heute irgendwas +12 Kilometer werden. Der Wind lässt mich leicht frösteln, als wir aussteigen. Da ich mit Musik nicht mehr gut laufen kann, will ich heute testen, wie es mit einem Hörbuch klappt. Ich habe mir zu diesem Zweck "Wer bin ich und wenn Ja, wie viele?" ausgesucht. Ich begebe mich laufend auf eine philosophische Reise und bin ganz gefesselt, merke kaum, dass ich laufe, nehme allerdings auch nicht so wie sonst meine schöne Umgebung wahr, sehe vielmehr einen Film vor meinem inneren Auge. Nach einem guten Kilometer ist das Frösteln vorbei, aber der Wind aus dem Osten, der seitlich kommt, ist schon unangenehm. Da er seitlich kommt, werde ich kaum in den Genuss kommen, ihn nicht zu spüren. Aber, was soll ich machen, es ist, wie es ist. Immerhin kommt die Sonne raus und ich sinniere über das Ich, das Überich und darüber, dass uns vom Affen nur 3 % trennen. Ich erfahre, dass Sigmund Freud ein Koks-Problem hatte und dass der Mensch für manch einen ein Tier ist, dessen einziges Bestreben es ist, seine Art zu erhalten und andere wiederum davon überzeugt sind, der Mensch ist von Grund auf gut. Ok. Nach einer Stunde will mein Kopf nicht mehr zuhören und ich wechsle das Hörbuch gegen Meeresrauschen mit Subliminals, die mein Unterbewußtsein neu und positiv programmieren und von Altlasten und falschen Überzeugungen befreien (www.mentaltraining-to-go.de). Gerade beim Joggen sollen die besonders gut wirken. Na denn. 

Nach 14 Kilometern habe ich keine Lust mehr, bin ohnehin am Auto, und befinde, dass es für heute reicht. Mein Tempo, das sich einfach so ergeben hat, war gar nicht mal so übel. Ich laufe nur noch so, wie es sich gerade ergibt und wie es sich für mich gut anfühlt. Dieses Jahr gibts läuferisch keinen Plan, wenn doch gleich ein Ziel: 1000 Kilometer sollen es werden, mindestens. Wenn ich davon ausgehe, dass ich wöchentlich 25 Kilometer laufe, sind das bei 52 Wochen sogar 1300 Kilometer. Diese Woche hats schon mal nicht hin gehauen, da waren es nur 20, also könnte ich mit 1000 ein ganz realistisches Ziel gesetzt haben.

Auch wenn ich heute nicht die allerbeste Laune habe, so steht doch fest, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Alles, was ich brauche, ist Geduld und Durchhaltevermögen. Und das gelingt mal richtig gut, mal weniger. Fakt ist, dass ich mit meinen "neuen Regeln" gar nicht anders kann, als abzunehmen. Doch, ich bin immer noch motiviert und weiß, dass ich es schaffe. Wie habe ich Donnerstag doch erst so schön gesagt: Laufen macht glücklicher als Schokolade! Das erste Bahntraining nach fast 10 Monaten war richtig toll; so im Halbdunkeln wirkte es auf mich noch wohltuender und nahezu beruhigend. Ja, Laufen im Dunkeln finde ich Klasse. Vermutlich, weil man da nicht so viel sieht, was einen ablenkt. Auf der Bahn, wo man nur im Kreis läuft, hat das fast schon etwas meditatives für mich gehabt. So freue mich schon auf die nächste Einheit dort.

Vielleicht ist meine Laune heute auch deshalb nicht so dolle, weil das Wochenende viel zu kurz war und schon wieder vorbei ist. Ich musste Samstag arbeiten und konnte somit nur einmal ausschlafen. Das Ausschlafen ist mir nämlich heilig; das tägliche Aufstehen um kurz nach 5 Uhr ist schon wirklich übel, weshalb ich oft schon um 21 Uhr im Bett liege. Ja, ich weiß, jammern auf hohem Niveau... ich hör ja auch schon auf. Seht es mir einfach nach ;-)

Euch noch einen schönen Abend und viel Spaß beim Tatort!

Woche 3 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 18.01.2014: 79,0 kg :-(
Trainingseinheit Donnerstag: 6 km Bahntraining mit Lauf ABC
Trainingseinheit Freitag: 40 min. div. Übungen
Trainingseinheit Sonntag: 14 km Laufen, 1:36 min.
Reiten: Montag und Mittwoch je 30 min.
Gelaufene km gesamt: J 68,8 km / W 20 km
18 Tage alkoholfrei ;-)

Sonntag, 12. Januar 2014

12.01.2014, Projekt sub 10, Tag 11

Bei wunderschönstem Laufwetter gings heute natürlich wieder an die Maas. Ich wusste noch nicht genau, wie viel ich heute laufen wollte, musste erstmal abwarten, wie es meinen Beinen nach den gestrigen Übungen so geht. Zur Unterstützung unseres Trainings haben wir uns nämlich eine DVD (Fit fürs Laufen) gekauft. Sowohl Dirk als auch ich sind nicht so die kreativen do it yourself Turner, daher eine DVD mit Anleitung und einem motivierenden Vorturner. Die schönen kurzen Einheiten decken alles ab, was man dem Körper neben dem Laufen Gutes tun sollte. Ich kann sie daher nur empfehlen. Gestern gabs also die  ersten zwei Einheiten sowie im Anschluss noch 15 min. fluffiges ausradeln, bevor es auf eine Party mit grottenschlechter, zu lauter Musik und selbstverständlich ohne Alkohlkonsum ging.

Ein angenehmes Gefühl, etwas (Gutes) getan zu haben, war daher heute im gesamten Körper zu spüren. Obwohl alles weiß gefroren war, war es irgendwie nicht so kalt, wie angenommen. Demnach war ich mal wieder zu warm angezogen. Die ersten 4,5 km war ich dann seit längerem mal wieder mit Musik unterwegs. Das waren dann meine langsamsten, also gibts künftig keine Musik mehr. Kurz mal in die Büsche gehopst (scheinbar immer noch zu viel 0.0 % Bier vom Vorabend), die Hosenbeine und Ärmel hoch gekrempelt und weiter ging es direkt viel angenehmer ohne Musik. Es lief gut, ich spürte zwar in Beinen, Po und Rücken einen leichten Muskelkater, aber empfand ihn nicht als belastend. Nach 9 km war ich wieder am Auto, zum Glück, und trennte mich von meinem dicken Laufshirt und zog das kurzärmlige Unterhemd unter meine Weste, was für eine Wohltat! Ich trank noch einen kleinen Schluck Wasser und weiter gings. Wie mit Dirk vereinbart, lief ich ihm entgegen und übergab ihm den Autoschlüssel bei km 11. Nach 2 Kilometern war ich dann am vereinbarten Treffpunkt an der Fähre und nutzte die Wartezeit, mich ausgiebig zu dehnen, um wohl auch nicht vollends auszukühlen. Da merkte ich meine Beine schon ganz nett. Aber ich bin rundum zufrieden mit dem Lauf und vor allem mit mir, es waren 13 wunderschöne Kilometer in einer herrlichen Landschaft.

Der Lauf am Freitag war mein erster im Dunkeln seit gefühlten Ewigkeiten. Ich begleitete Dirk 6 km lang durch den Wald, der zuvor auf der Bahn Tempotraining und Lauf-ABC gemacht hat beim Auslaufen. Nur mit seiner Stirnlampe war das schon ein abenteuerliches Unterfangen zu zweit. Aber es hat echt Spaß gemacht und für mich war es ein etwas zügigerer Lauf. Werden wir sicher mal wiederholen, wenn er langsam und ich schneller laufen "muss".

Was die Ernährung angeht, so bin ich immer noch sehr motiviert. Es fällt mir leicht auf Kohlenhydrate zu verzichten (die gibts nur vor den langen Läufen sonntags) und ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Woche 2 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 12.01.2014: 78,5 kg
Trainingseinheit  Dienstag: 8 km Laufen, 59 min.
Trainingseinheit Freitag: 6,3 km Laufen, 43 min.
Trainingseinheit Samstag: 30 min. div. Übungen, 15 min. Ergometer
Trainingseinheit Sonntag: 13,1 km Laufen, 1.33 Std.
Gelaufene km gesamt: J 48,8 km / W 27,4 km
11 Tage alkoholfrei ;-)

Dienstag, 7. Januar 2014

07.01.2014, Projekt sub 10, Tag 6

Essenstechnisch immer noch hochmotiviert, läuferisch heute leider eher weniger. Trotzdem habe ich brav meine 8 km gemacht, mit schweren Beinen und irgendwie Saft- und Kraft los. Immerhin hat sich die neue Jacke super bewährt, das Wetter ist aber auch zu verrückt. Ich habe tatsächlich heute mein erstes Viech verschluckt beim Laufen - und das Anfang Januar!

Vielleicht lags an den Übungen von gestern, vielleicht an den wenigen Kohlenhydraten, vielleicht am wieder so frühen Aufstehen, keine Ahnung, warum es mir so schwer gefallen ist. Auch jetzt fallen mir schon wieder die Augen zu, und deshalb geh ich auch gleich früh ins Bett, schließlich gehts morgen wieder richtig fies früh raus... uuuääääähhhhh, ich will nicht!

In Zahlen
Einheit heute: 8 km, 59 min. Laufen
Gelaufene km gesamt: 29,4 km

Montag, 6. Januar 2014

06.01.2014, Projekt sub 10, Tag 5

Der erste Arbeitstag im neuen Jahr wäre also auch geschafft. Das mit der Ernährung war auch überhaupt kein Problem, ich habe alles Süße erstmal fleißig entsorgt, was noch so von Weihnachten in diversen Schubladen und auf dem Schreibtisch übrig geblieben ist. Mit Obst, Tee und einer Müllermilch bin ich sehr gut über den Tag gekommen, ohne etwas zu vermissen - war eigentlich ganz easy.

Nach Feierabend gings dann in den Stall, aber dem Regen und Wind sei Dank, durfte ich mich lieber zu Hause im Sportzimmer etwas austoben. Nach 9 Monaten mal wieder auf dem Stabi-Brett zu stehen, das war eine ganz schön (erschreckend) wacklige Angelegenheit. Ein paar Situps, ein bisschen Yoga, Liegestütz an der Wand, oh Mann bin ich kraftlos geworden. Der Zeitpunkt, die Handbremse zu ziehen konnte richtiger wohl kaum sein. Ich schäme mich fast ein wenig, wie sehr ich mich vernachlässigt habe. Aber gut, Mund abwischen, Krone richten, aufstehen und weiter gehts.

Am Abend gabs Rinderfiletgeschnetzeltes mit gemischtem Gemüse und zuvor eine kleine Gemüsebrühe Marke Eigenbau. So ein Pürrierstab ist eine feine Sache, der wird sicher auch jetzt öfter mal zum Einsatz kommen. Vernünftige Ernährung ist eine wohl durchdachte Angelegenheit, wie ich mal wieder feststellen muss. Spontanessen war also gestern (und viel zu viele Jahre davor).

Auf einer Motivationsskala von 1 - 10 bin ich immer noch bei 8 - 10. Aber wir sind ja auch erst bei Tag 5 von ??? keine Ahnung, vermutlich ein Leben lang ;-). Vielleicht gehts ja aber auch irgendwann mal in Fleisch und Blut über...

In Zahlen:
Ergometer 10 km, 20 min.
40 min. diverse Übungen

Sonntag, 5. Januar 2014

05.01.2014, Projekt sub 10, Tag 4

Das Wichtigste zuerst: 1,6 kg sind schon runter! Im Moment bin ich hochmotiviert und es fällt mir leicht, bestimmte Sachen nicht zu essen und zu trinken, dafür wiederum andere zu mir zu nehmen, die mir gerade nützlich sind, mich von einer Seekuh in eine Elfe zu verwandeln.

So habe ich mich heute sehr auf eine Einheit "Wir nutzen eine Strecke von 10 Kilometern und verwandeln Nahrungsenergie in Schuhabrieb-Energie" gefreut. Die Sonne lachte, der Wind hielt sich in Grenzen und ich führte meine neue rote, gestern erst gekaufte hauchdünne Adidas-Laufjacke erstmalig aus. Fazit: Super Teil, genau richtig für das nicht-Fleisch-nicht-Fisch-Wetter. Darunter hatte ich nur ein kurzärmeliges Laufshirt, es war absolut nicht zu kalt bei um die 8 Grad.

Gefühlt war ich zwar nicht mehr ganz so tapsig unterwegs, aber schwerfällig wars teilweise dennoch, was sicher auch an den 80 Höhenmetern liegen könnte. Klar, 10 Kilo Übergewicht mitschleppen ist ja auch nicht ohne! Ich hab sie mir als 500 gr. Rama Becher in einem Rucksack auf meinem Rücken vorgestellt, ganze 20 Stück, nicht übel, oder?! Wie lange das wohl dauern wird und wie viele Kilometer es braucht, um die los zu werden?!?

Im Großen und Ganzen war ich aber mit mir und dem Lauf sehr zufrieden. So kann es weiter gehen. Allerdings, die große Herausforderung kommt ja erst, wenn es ab Morgen wieder zur Arbeit geht und mein organisatorisches Talent in Sachen Selbstversorgung gefragt ist. Bislang bin ich nämlich ein lustgeplagter Spontanesser, der nicht gerne plant, was er wann isst. Das Ergebnis dieser nicht empfehlenswerten Lebensweise ist jetzt unübersehbar und bedarf schleunigst einer Korrektur, glücklicherweise ist man ja nie zu alt, die Dinge zu ändern, die einem nicht gut tun. Schaumermal wie es klappt. Wie schon gesagt: hochmotiviert ;-)...

In Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 05.01.2014: 79,0 kg
Trainingseinheit: 10 km Laufen
Zeit: 1.10 Stunde
Gelaufene km gesamt: 21,4

Freitag, 3. Januar 2014

03.01.2014, Projekt sub 10, Tag 2

Obwohl ich wieder eine bewußte und auch längere Phase des Halbschlafs hatte, war es gefühlt besser als in der Nacht zuvor. Dementsprechend gut bin ich raus gekommen, unmittelbar nach dem Dirk kurz nach 8 Uhr aus dem Haus gegangen ist. Ich schiebe das auf den nicht getrunkenen Wein am Abend zuvor und es fühlt sich gut an.

Ich setze mich ans Laptop und starte mein "Projekt sub 10" schriftlich im Blog und stelle dabei wieder fest, dass gestern wirklich kein guter Tag war. Übers Schreiben verliere ich ein wenig die Uhr aus dem Auge, denn ich will laufen gehen, bevor ich um halb 12 zu Marlen zum Kosmetik-Termin muss. Als ich mich in die Laufklamotten schmeiße stelle ich fest, dass meine Laufuhr leer ist. Mist. Aber was solls, ich weiß auch so, dass meine Standardrunde 6 Kilometer lang ist und dass ich dafür ca. 45 Minuten brauche. Gefrühstückt habe ich bis dahin nur einen großen Kaffee und ein Glas Wasser, ich habe keinen Hunger und wage es dann doch, mich einmal auf die Waage zu stellen. Sie zeigt, wie erwartet 80,6 kg an. Ich bin nicht erstaunt, allerhöchstens über die Genauigkeit, mit der ich mein Gewicht auch ohne Waage schätzen kann. Die Schallgrenze ist also tatsächlich erreicht. Ich versuche, mir davon nicht die Laune vermiesen zu lassen, denn ich wußte es ja schließlich schon vorher.

Das Wetter ist mild, viel zu mild, aber trotzdem recht windig. Beim Laufen fühle ich mich fetter und unfitter denn je. Das ist gut so, denn ich versuche dieses Gefühl und diese Gedanken zu kompensieren für die Momente, in denen ich wieder drohe "zu sündigen". 80 Kilo kreist es in meinem Kopf. Wie lange werde ich wohl brauchen, um wieder ansatzweise an 70 zu kommen?!? Scheiße. Nein. ich werde jetzt keinen Frust schieben, sondern mich damit motivieren. Ich laufe in einem halbwegs gefühlten Wohlfühltempo, auch wenn ich mich doch mehr wie ein blutiger Anfänger fühle. Dass ich das nicht bin, vergesse ich fast. Ich versuche mich zu erinnern, wie sich die beiden Halbmarathons angefühlt haben und der ATG von 2012. Ein nur schwacher Trost irgendwie. Wie viele Läufe wird es brauchen, bis ich mich selber wieder halbwegs fit fühle und nicht gefühlt wie eine schnaubende Seekuh durch den Wald tapse?! Mein größter Feind ist immer die Ungeduld, davon darf ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Es ist müssig zu glauben, dass ich in drei Wochen am Ziel bin - damit versuche ich mir selber Mut zu machen, das ist wohl schon ein etwas längerer Weg. Sechs Kilometer später bin ich durch, es geht mir besser, die Runde ist vorbei, ich wäre gerne länger gelaufen, habe aber keine Zeit. Jetzt schnell unter die Dusche und ab zu Marlen, zwei Stunden verwöhnen lassen und dabei nett plaudern.

Um 14.45 Uhr ist mein Essen fertig, es gibt Hähnchenbrustgeschnetzeltes mit Champignons, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Tomaten in der Pfanne. Ich habe keinen Hunger und zwinge mich, eine kleine Portion davon zu essen, den Rest gibts später mit Dirk. Auf Kohlenhydrate will ich so gut es geht verzichten, schließlich nimmt man so am schnellsten ab (also ich zumindest). Vor allem lass ich die Finger von Süßigkeiten, Kuchen, Keksen und dem Übeltäter Nr. 1, Alkohol. Der Gedanke daran alleine widert mich gerade an. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Jetzt fahr ich gleich noch zum Stall, aber reiten werde ich wohl heute nicht. Heute war schon ein wesentlich besserer Tag - so kann es weiter gehen: es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!

02.01.2014, Projekt sub 10, Tag 1

Ich habe sehr schlecht geschlafen, war gefühlt wieder zwei Stunden wach und bin erst gegen Morgen wieder eingeschlafen, ich habe diese Woche noch frei. Um 10 Uhr bin ich mit Tim verabredet, wir wollen in die Stadt zum Frühstücken und Shoppen. Da ich mit Kopfschmerzen aufwache, hält sich meine Lust in Grenzen. Ich komme schwer in die Gänge und selbst der 2. Kaffee hilft nicht, also nehme ich eine Aspirin. Am liebsten würde ich Tim absagen und wieder ins Bett gehen, ich fühle mich unwohl und unmotiviert.

Die ganzen Feiertage reichen mir allmählich und dadurch, dass ich vor Weihnachten auch noch krank war, bin ich nun fast drei Wochen zu Hause. Ich bin froh, wenn am Montag wieder der Alltag zurück kehrt und alles seinen gewohnten Gang nimmt. Tim erscheint mit leichter Verspätung und wir starten, es geht mir etwas besser, aber nicht wirklich gut.

Unsere Shoppingtour durch Aachen lenkt mich schön ab und es freut mich zu sehen, wie sehr Tim sich über die neuen Sachen freut. Nach gefühlten fünf Stunden schließen wir die Tour in der Mayerschen Buchhandlung ab, wo ich meinen Gutschein verpulvere und mir drei Bücher kaufe, die Auswahl fiel mir sehr schwer, ich hätte locker 30 kaufen können. Von "Die Kunst der Selbstachtung" erhoffe ich mir sehr viel; bereits das Lesen der ersten Seiten zeigt mir, dass ich tatsächlich ein Problem habe, mich selbst Wert zu schätzen, was wohl wiederum daran liegt, dass meine Eltern es mir nicht vermittelt haben. Viel Kritik und wenig Lob stärken nicht unbedingt das Selbstvertrauen eines Kindes...

Zu Hause angekommen bin ich fix und alle und beschließe, während ich eine Tomatensuppe esse, heute nicht zum Stall zu fahren, ich bin k. o. und muss mich erstmal hinlegen; an Sport ist nicht zu denken. Ich schlafe etwa eine Stunde auf der Couch und spiele dann mehrere Runden Quizduell, das Spiel macht wirklich süchtig, aber die Fragen werden irgendwie immer schwerer und ich rate mich weitestgehend so durch, bis Dirk von der Arbeit kommt. Ich improvisiere ein Abendessen mit Putensteaks und bin nicht gut drauf. Also spiele ich weiter und höre dabei ein wenig Musik. Erst als wir um viertel nach Acht anfangen, weitere Folgen von Game of Thrones zu schauen, fühle ich mich besser. Ok, wegen starker Verspannungen im Schulterbereich habe ich dann doch noch eine Ibu800 genommen. Ich beschließe auch deshalb bereits heute keinen Wein mehr zu trinken, obwohl der Plan eigentlich erst am Montag anfängt und wir schließlich noch das "letzte Wochenende" vor der Brust haben. Egal. Ich habe schwer die Vermutung, dass es am Alkohol liegt, dass ich mich morgens so unwohl gefühlt habe, auch, wenn es nur zwei Gläser am Vorabend waren.

Nach zwei Folgen machen wir Schluss, denn die letzten beiden Folgen der 2. Staffel wollen wir Samstag schauen. Morgen gehts ins Kino. Die Serie ist wirklich Klasse und hat uns voll in ihren Bann gezogen, ich freue mich jetzt schon auf die 3. Staffel, die leider erst im März auf BluRay erscheint. Kurz nach 23 Uhr liege ich im Bett und lese noch ein wenig, müde bin ich noch nicht, aber das Lesen hilft. Ich kann schlecht einschlafen und habe das Gefühl, ich bin völlig durcheinander wegen der vielen freien Tage. Nein, das war kein guter Start für mein Projekt. Aber immerhin gabs zwei Mandarinen und einen Apfel, außerdem keinen Wein. Es kann nur besser werden ;-). Morgen früh werde ich laufen gehen, auf jeden Fall!

Reset

Wie der Name des Blogs ja eigentlich vermuten lässt, soll hier der Speck schwinden, der leider im letzten Jahr durch sehr viel "sportfreie Gelassenheit" mehr geworden ist. So viel mehr, dass ich mich nicht mehr auf die Waage traue ;-). Nein, im Ernst, ich habe keine Ahnung, wie viel mehr es ist, aber ich fühle mich verdammt unwohl und daher soll der Fokus dieses neuen Jahres nun in der Tat auf "Speck muss weg" liegen. In Summe möchte ich mindestens 10 Kilo los werden. Ja, wirklich, sooo viel?!?! Ja, sooo viel, denn so viel ist es nicht. Im Fernsehen hat neulich jemand 65 Kilo abgenommen, dagegen sind 10 Kilo in der Tat nicht viel. Aber gut, ich wiege auch keine 170 Kilo (schätze es sind 80) und insofern ist die Relation schon anders, das stimmt. Aber ich habe mich nun auf 10 Kilo eingeschossen und so soll es sein. Ob ich vielleicht sogar an mein Traumgewicht von 65 Kilo ran komme möchte ich mal im Raume stehen lassen...

Wer mich länger kennt weiß, dass ich bereits x-mal vorhatte, abzunehmen und es nie wirklich geschafft habe. Doch meine Schmerzgrenze ist nun so groß, dass es passieren muss, ich will unbedingt wieder leichter werden, ich fühle mich wirklich sehr unfit und ja, fett. Das fühlt sich absolut nicht gut an, meine Klamotten zwicken und zwacken an allen Enden

Ein Zeitziel habe ich insofern, dass ich mir an meinem Geburtstag (also in einem knappen Jahr) vorstellen könnte, allerspätestens das Ziel erreicht zu haben. Allerdings hoffe ich, dass es wesentlich früher passiert.

Wie sieht mein Plan aus? Zunächst möchte ich wieder regelmäßig und bis an die 25-30 Kilometer pro Woche laufen, was eigentlich 3 x pro Woche heißt. Das wichtigste Element in meinem Plan ist jedoch eine bessere Organisation meiner Mahlzeiten und vor allem "besseres Essen", d. h. mehr Obst, weniger Süßes und Brot und vor allem kein Alkohol oder nur ganz wenig davon. Als ich neulich in unserem Keller das Leergut sortiert habe, habe ich mich erschrocken, als ich all die leeren Weinflaschen gesehen habe, die da zusammen gekommen sind! Damit ist jetzt Schluss.

Parallel zu meinem Vorhaben wird Dirk seinen Marathon-Plan angehen, er fängt am Montag damit an und will auch bis zum Venloop weitestgehend auf Alkohol verzichten. Das macht es sicher um einiges einfacher. Ich werde nun in Tagebuchform mein "Projekt sub10" hier kommentieren, das Schreiben hilft mir immer wieder, mich zu sortieren.

Also dann, auf  gehts!


Freitag, 20. Dezember 2013

Mein Jahresrückblick 2013

Was war das für ein Jahr, wie würde ich es mit wenigen Worten beschreiben? Nun, es war ein wenig chaotisch und irgendwie emotional, ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt, wenn auch alles mehr "im Kopf als in echt". Zum Ende hin bin ich froh, dass es vorbei ist, wie in jedem Jahr ;-). Der Dezember ist nie wirklich mein Monat und ich sehne den 31. herbei, um virtuell meinen besagten Reset-Knopf zu drücken, alles auf Null, neue Chance, neues Glück.

Läuferisch war das Jahr auf jeden Fall nicht so dolle, auch wenn es mit einem gut vorbereiteten 2. Berlin Halbmarathon eigentlich hätte ein super Jahr werden können. Immerhin bin ich den Halbmarathon ganze 6 Minuten schneller gelaufen als im Vorjahr. Auch beim Venloop konnte ich endlich meine 5 km in sub 30 min. knacken. Aber dann kam das große Kopf-Aus und nichts ging mehr, eine handfeste Krise war da, und ich bin über 5 Monate keinen einzigen Meter mehr gelaufen (in der Zeit habe ich auch wieder angefangen zu rauchen). In Summe schließe ich das Jahr jetzt mit nur etwas um die 650 Kilometer ab (2012 waren es 1050 km). Der Wiedereinstieg nach der langen Pause fiel schon nicht gerade leicht und hat mich am Anfang sehr viel Überwindung gekostet, gefühlt habe ich nahezu bei Null angefangen. Die Tatsache, dass ich über die Zeit einige Kilos zugenommen habe, kam mir da schon zu Hilfe, wenn auch leider ohne Effekt bis jetzt. Aber immerhin hat der missglückte ATG meine Motivation neu entfacht, in Zukunft wieder mehr für meinen Körper zu tun.

Meine Liebe zum Pferd hat sich in diesem Jahr deutlich verstärkt. So hege ich im Stillen den Wunsch, irgendwann wohl doch noch einen eigenen wunderschönsten, lackschwarzen Friesen zu besitzen :-) - die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit einer Reitbeteiligung und freue mich über neue Freundschaften, die sich dadurch entwickeln.

Zur Zeit hänge ich leider etwas in den Seilen, da ich krank bin. Zwischen Schlafen, Laptop und Couch habe ich daher einige Zeit zum Nachdenken, so wie jetzt, wo ich über das vergangene Jahr nachdenke. Passend zur Situation war das Jahr mental sehr anstrengend, daher brauchte mein Körper wohl jetzt am Ende noch eine ungewollte Auszeit. Ja, ich fühle mich mental sehr erschöpft und freue mich daher auf die bevorstehenden freien Tage. Diese mentale Erschöpfung hat aber auch wertvolle Erkenntnisse zu Tage gebracht, sie ist daher schon ok ;-).

Im kommenden Jahr möchte ich mein Wohlbefinden in den Vordergrund stellen, ich muss mich wichtig nehmen und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Ich muss mehr auf mich achten (körperlich und geistig!), meine Ziele besser verfolgen, zusehen, dass ich ausgeglichen bin. Mein Ding machen, unabhängig davon, was andere davon halten oder dazu sagen. Mir schwebt außerdem vor, mich einem Ehrenamt zu widmen, denn ich merke immer wieder wie glücklich es mich macht, wenn ich anderen Menschen helfen kann. Meine ausgeprägte Empathie ist mir im Job schon sehr hilfreich, ich denke, ich muss das weiter ausbauen, das scheint meine besondere Gabe zu sein, die ich doch irgendwie immer noch suche.

Ja und dann war da noch die Sache mit den neuen Augen. Seit drei Woche habe ich nun implantierte Linsen im Auge. So richtig und zu 100 Prozent glücklich bin ich noch nicht, aber es ist auch noch recht früh. So hoffe ich, dass die Lichtempfindlichkeit noch nachlässt und vor allem das linke Auge noch etwas "normaler" wird. Meine Sehkraft, denke ich, ist bereits wieder bei 100 % angelangt, aber das Gefühl ist noch nicht so richtig gut. Klar, muss man sich ja auch erst mal dran gewöhnen, vor allem das Gehirn.

Am Ende aber ist doch irgendwie alles gut: Mit dem Rauchen hab ich vor drei Monaten wieder aufgehört (und diesmal hoffentlich wirklich für immer!), das Wesentliche ist mir wieder klarer geworden und ich bin dankbar für die Unterstützung von meinen lieben, diversen Seelengefährten, auch wenn sie es nicht immer leicht mit mir haben. Hier allen voran Dirk, der wohl einerseits mein kritischster Widersacher wie aber auch mein liebster Berater und Unterstützer ist. Er holt mich auf den Boden zurück, hält mir den gefürchteten Spiegel vor die ungeschminkte Nase und hält mich von spontanen Fixideen ab. Ist nicht immer der schönste Job, den er sich da in meinem Leben ausgesucht hat, aber er hat es ja auch schließlich so gewollt ;-).

Nun bin ich gespannt, welche Erfahrungen, Ereignisse, Begegnungen und auch Überraschungen das neue Jahr wohl so zu bieten hat. Ich habe das Gefühl, es wird ein sehr interessantes und aktives Jahr werden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch erholsame und harmonische Feiertage und ein wunderbares Jahr 2014 - mögen sich all Eure Wünsche und Hoffnungen erfüllen und bleibt vor allem schön gesund :-)




Sonntag, 15. Dezember 2013

Der ATG 2013

Hm... war wohl irgendwie nicht mein Wochenende.

Gestern bin ich schon mit Kopfschmerzen wach geworden, die leider im Laufe des Tages immer heftiger wurden, so dass ich den ganzen Samstag mehr oder weniger im Bett liegend und schlafend verbracht habe. Die Doppelgeburtstags-80er-Party ist somit auch für uns ins Wasser gefallen.

Frohen Mutes und gut erholt ging es dann heute mit Dirk und Sven nach Mulartshütte, zum Start des 31. ATG Winterlaufs. Ich fühlte mich nach einem üblichen Läuferfrühstück guter Dinge, alles passte soweit. In der Voreifel angekommen, war es wie immer kalt, üsselig und nass, zum Glück ohne Regen, aber die Wege waren schon recht pratschig. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mein vorsichtshalber mal angezogenes Unterhemd anlassen sollte oder besser nicht, es war irgendwie schwer abzuwägen für mich und dann war die Tasche mit unseren Sachen auch schon abgegeben und ab ging es in den Startblock. Tja, Unterhemd blieb also wo es war, eng am Körper. Kurz nach 11 Uhr fiel der Startschuss und der Tross der 2500 Teilnehmer setzte sich in Bewegung. Mit einem 6:42er pace lief ich den ersten Kilometer, aber dann kam der erste fiese Berg. Immerhin noch mit 7:15 keuchte ich dort hoch, bis es endlich für längere Zeit bergab ging. Nach dem 2. Kilometer wusste ich wohl schon, dass das Unterhemd definitiv zuviel ist! Die nächsten vier Kilometer waren dann sehr schnell, zu schnell, wie ich im Nachhinein fürchte. Das schnelle bergab Laufen war nicht so gut für meine recht untrainierten Knochen, die seit Ewigkeiten kein Lauf-ABC mehr gemacht hatten, so dass ich bereits ab Kilometer 9 große Probleme bekam. An der Bahnhofsvision entschied ich mich zunächst für einen Stopp, wo ich mich des Unterhemdes in aller Öffentlichkeit entledigte und dabei einen Becher Wasser trank. Hier verlor ich schon sehr viel Zeit. Tja und dann auch den Anschluss, im wahrsten Sinne des Wortes. Es fiel mir super schwer, wieder in einen Rhythmus zu kommen und das Gequatsche der Holländerinnen hinter mir nervte. Meine Knie fingen fast gleichzeitig an zu mucken, der linke Fuß hatte sein berühmtes Stechen schon länger hinter sich, auch der fühlte sich nicht gut an.

Das war der Zeitpunkt, wo ich zum ersten Mal über einen Ausstieg nachdachte. Dumm nur, dass diese von A nach B Strecke durch die Pampa keinerlei Möglichkeit bietet, abzukürzen oder sonst irgendwie zum Zielbereich zu kommen. Ich versuchte es dann noch mit Musik, aber die half mir auch nicht. Ich ärgerte mich, mal wieder kein Handy dabei zu haben, sonst hätte ich wenigstens Flo informieren können, dass man mich später irgendwo aufsammeln soll. Und so blieb mir also nichts anderes übrig, als mich durchzukämpfen. Immer wieder starte ich mal einen neuen Versuch, ins Laufen zu kommen, aber schon nach wenigen Schritten schmerzten beide Knie um die Wette. Die Schmerzen waren im Gehen natürlich nicht weg, aber zumindest nicht ganz so dolle. Nun tat mir auch die Hüfte und der Hintern weh und der Blick auf die Uhr, die mir noch 6 Kilometer anzeigte, machte das Ganze nicht wirklich angenehmer. Der Besenwagen überholte mich irgendwo am Ende vom Hitfeld, hatte aber leider keinen Platz, mich mitzunehmen. Der Rote Kreuz Wagen wäre noch eine Möglichkeit gewesen, denn Schmerzen hatte ich ja nun. Aber irgendwie war das dann doch keine Option für mich. Also ging ich weiter und weiter und weiter. Und wusste irgendwann an einer Hauptstraße nicht mehr, wo der Weg nun weiter geht. Also ging ich ein Stück die Straße runter und wusste nur intuitiv, dass ich auf die andere Seite musste. Da waren es noch 2 Kilometer bis ins Stadion. Die kamen mir endlos lang vor, während mir bereits die ersten Läufer schon wieder entgegenkamen. Ich wich ihren Blicken betont desinteressiert aus ;-)...

Nach 2:30 Stunden war ich endlich im Ziel und hätte zu gerne nach einem Rollstuhl gefragt. Dirk hatte sich natürlich schon Sorgen gemacht, er war nach 1:34 h im Ziel und musste also recht lange auf mich warten. Wir holten noch meine Printe und den Buff ab und dann gings endlich nach Hause. Zwischenstopp bei Longlie, wie jeden Sonntag nach den langen Läufen, und mit einer Ibu 800 dann erst mal auf die Couch in eine warme Decke gemummelt.

Den Haken hab ich längst dran gemacht. Insgesamt war es ein Lauf der Erkenntnisse: Lauf besser solche Kanten nicht mehr ohne Geld oder Handy, lauf nicht zu schnell los und mach künftig wieder immer schön brav das Lauf-ABC, denn das bringt wirklich was. Interessant war es auch mal, vom Besenwagen überholt zu werden, immerhin eine neue Erfahrung, die man hoffentlich nicht allzu oft macht. Und hier ist er, mein Lauf, den ich am Ende auch noch vergessen habe, abzustoppen :-). Erstaunt war ich zu sehen, dass trotz der ganzen Geherei immer noch eine 8:13er pace dabei raus gekommen ist. Doch zu den lässigen 6:35 vom Vorjahr natürlich kein Vergleich, den Lauf hab ich wirklich genossen, der lief einfach nur richtig gut (ok, da hab ich glaube ich auch schon für Berlin trainiert). Im nächsten Jahr werde ich den ATG auf jeden Fall nicht mehr mit laufen. Die profilierte Strecke ist nicht wirklich schön (mein Empfinden!), warum dieser Lauf hier in der Region so heiß begehrt ist, weiß ich beim besten Willen nicht. Dann stehe ich meinen Jungs wieder als Fahrerin zur Verfügung und Flo wird an meiner Stelle dabei sein, wie er heute unter Zeugen sagte :-).


Sonntag, 8. Dezember 2013

Noch eine Woche

Eigentlich sollte es ja heute noch mal etwas profilierter werden, quasi als Probelauf für den ATG nächste Woche, aber das Laufen am Maasdeich ist so derart reizvoll, dass es uns Woche um Woche dort hin zieht. Nein, die Landschaft wird uns einfach nicht langweilig, sie ist immer wieder super schön, egal bei welchem Wetter und egal in welcher Jahreszeit.

Allerlei gemischtes gabs heute, das Wetter hätte also gut in den April gepasst: Regen, Sonne und Wind. Daher musste ich mich erst einmal kurz überwinden, überhaupt aus dem Auto aus zu steigen, nachdem ich Dirk an seinem Startpunkt 18 Kilometer weiter abgesetzt hatte. Es war kalt und ungemütlich und meine Lust hielt sich doch sehr in Grenzen. Da es aber um meine Gemütslage im Augenblick nicht so besonders gut bestellt ist (und jährlich grüßt der Weihnachtsblues!?) wusste ich, dass mir der Lauf sehr gut tun würde und warm würde es aus Erfahrung gewiss auch noch werden. 

So lief ich zunächst einen Teil der Runde, den ich neulich spaziert bin. Leider war das Aha-Gefühl heute nicht so intensiv, was sicher dem Wetter geschuldet war. Trotzdem machte ich hier und da einen kleinen Fotostopp. Dann gings weiter den Deich hoch mit Gegenwind, aber es lief ohnehin nicht wirklich rund, so dass mich der Wind auch nicht unbedingt störte, der Kopf kam nicht wirklich zur Ruhe. Durch das Naturschutzgebiet (mit Gattern abgesperrt wegen der freilaufenden Tiere) ging es dann zum Auto zurück, ich brauchte dringend ein frisches Taschentuch. Der Weg hier war teils steinig und matschig, aber im Großen und Ganzen gut laufbar - Natur pur!

Am Auto traf ich auf Dirk, der genau wie ich noch die 3,5 Kilometer-Runde laufen wollte, mit der ich meine Runde begonnen hatte, nur diesmal anders herum. Wir tauschten kurz den Autoschlüssel und weiter gings mit frisch geputzter Nase. Endlich lief es bei mir dann auch flüssig. Die prophylaktisch eingepackte Musik brauchte ich auch heute nicht. Am Ende wartete Dirk bereits auf mich und ich begrüßte ihn mit den Worten, "Ob ich mir den ATG nächste Woche allerdings zutraue, weiß ich noch nicht..." Immerhin ist der noch ganze 6 Kilometer weiter, als meine heutige 12,3 km Runde. Dumm ist außerdem, dass wir am Abend zuvor auf einem Doppelgeburtstag in Form einer 80er Jahre Fete eingeladen sind. Menno, ich würde zu gerne nochmal richtig abzappeln und einen weg zischen, stattdessen heißt es um 7 Uhr aufstehen - echt ärgerlich. Laufen ist manchmal echt doof ;-)

Und nun am Rande noch ein kleiner Kinotipp: Nach einem neuerlichen Besuch auf unserem schönen Weihnachtsmarkt gestern, waren wir in "Fack ju Göhte" - voll krass lustisch!!!

Und hier gibts weitere Impressionen vom schönen Maasland:

















Sonntag, 1. Dezember 2013

Unterwegs in Maasvalley



Nach meiner zwei wöchigen Laufpause ging es nun mit klarem Durchblick und ohne Brille erneut ins Maasland, hatte ich auch am Freitag das OK des Augenarztes dafür bekommen.

10 Kilometer am Deich waren das Ziel für heute. Da wir ohnehin beschlossen haben, nicht mehr ohne Handy los zu zuckeln, konnte ich diese Gelegenheit bestens nutzen, ein paar Eindrücke meiner Laufstrecke für euch fest zu halten. Ich war, wie auch bei meinem Spaziergang vergangene Woche, ähnlich begeistert. Die ersten 5 Kilometer hab ich mich etwas schwer getan, meinen Rhythmus zu finden. Außerdem merkte ich recht bald, dass ich irgendwie zu warm angezogen war. Die zwei Wochen Pause ließen meine Beine schwer wirken, doch nachdem ich mich von meinem Langarmshirt befreit hatte und mit kurzen Armen weiter lief, ging es gleich um einiges besser. Leider fing im letzten Kilometer mein rechtes Knie wieder an zu mucken. Es war trotz der Schmerzen am Ende und der Schwere am Anfang ein absoluter Genusslauf.















Die unterschiedlichen Helligkeiten liegen daran, dass ich sowohl vorwärts als auch rückwärts blickend fotografiert habe und die Sonne mal mehr mal weniger schien und somit den Eiindruck der Landschaft veränderte. Aber ich habe die Fotos natürlich minimal nachbearbeitet. Langsam komme ich auf den Geschmack... :-)



10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...