Samstag, 7. Juli 2012

2. SportScheck Nachtlauf in Aachen, 06.07.2012

Wie auch im letzten Jahr spielte das Wetter - trotz CHIO-Bedingungen (da regnet es schließlich IMMER in Aachen) - mit. Es waren angenehme 20 Grad, leichter Wind und ein Mix aus Sonne und Wolken. Die zuvor entdeckten, sehr bedrohlichen Gewitterwolken haben sich vermutlich über Eschweiler entleert - unser Glück. Das Treiben rund um den Aachener Markt zeugte wieder von einer professionellen Veranstaltung und diesmal waren schon mehr Teilnehmer gemeldet, als im Vorjahr beim ersten Event dieser Art. 








Der Heimvorteil dabei ist wirklich Klasse, die Anreise kurz, man kennt sich aus und trifft tatsächlich einige bekannte Gesichter. So auch Detlef "The machine", mein ehemaliger Trainer, der mit einer 5 km und einer 10 km Gruppe am Start war. Ich hab mich sehr gefreut, ihn noch mal zu sehen und konnte es natürlich nicht unterlassen, ihm stolz von meinem ersten Halbmarathon in Berlin zu erzählen.


Unsere Gruppe hatte in diesem Jahr Zuwachs durch die Familie Butsch in Person von Arnd und den Zwillingen Sam und Nic bekommen. Yannic hatte ein wenig verpennt, so dass er auf diesem Gruppenbild leider fehlt. Unten im Bild unsere beiden Zwillingspärchen, dann unser Kaiser Karls-Brunnen vor dem historischen Rathaus, einmal mit, einmal ohne Regenbogen. Die kleinen Zwillinge sind übrigens aus dem Stand eine Zeit von 24:35 durch die 5 km "geflogen" - Respekt!







Weil ich aus Erschöpfungsgründen meinen Frisörtermin am Nachmittag vor dem Lauf nicht mehr wahrnehmen konnte/wollte, lief ich diesmal im 80er-Jahre-Madonna-look, der Ansatz war einfach zu grauslich. Doch auch um den Schweiß aufzufangen, war das Teil genau richtig. Hier im Startblock mit Gorjan, ähnliches Foto wie im letzten Jahr, diesmal bin ich jedoch mit Brille gelaufen, was auch absolut ok war.



Nach dem Startschuß gings direkt mal etwas bergab, was dazu verleitete, Gas zu geben. Mit "Ballast der Republik" lief es sich richtig gut an. Doch schon unten in der Fußgängerzone am Glascubus merkte ich, dass ich das Tempo sicher nicht halten würde, denn schließlich kam nun der Ätz-Kilometer von Elisenbrunnen hoch bis zur Jakobstraße - dieser Kilometer raubt mir jegliche Kraft und stellt auch meine mentale Stärke jedes Mal auf eine extreme Probe. Wie gut, dass unser Lauf nur 2 x durch die ansonsten sehr schöne Innen- und Altstadt führt, die auch durch die weitestgehend gepflasterten Untergründe nicht sonderlich schön zu laufen ist.




Während die Leute sich hier in der Altstadt Essen und Bierchen schmecken lassen, quälen die Läufer sich hoch zur "Rennbahn", wie passend.


Ab Runde 2 haben Dirk und Flo mich dann ein Stück "zum Warmlaufen" begleitet; was hier bei mir scheinbar ganz locker flockig aussieht, täuscht absolut ;-), ich war echt am Limit!

Doch irgendwann ist jedes Elend mal vorbei und ich war im Ziel! 


(Und sehe eigentlich gar nicht sooo fertig aus, wie es sich anfühlte.)


Mit einer Zielzeit von 31:22 min. bin ich absolut zufrieden. Mein Ziel war es, nach Möglichkeit schneller als im Vorjahr (32:31) zu sein, was ja mit etwas über 1 Minute auch geklappt hat (neue PB geschafft). An der sub30 beiß ich mir wohl noch ein wenig die Zähne aus, obwohl es um ein Haar gelungen wäre. Dafür, dass ich seit April nur noch rumgeeiert bin und hier ein Wehwehchen und dort ein Zipperlein hatte, war es doch echt in Ordnung! Außerdem hat diese Strecke nicht nur unschöne Beläge und einige Bürgersteige zu bieten, sondern auch noch um die 45 Höhenmeter (bei 2 Runden). Die Werte von Sportstracks und GPSies weichen hier übrigens ziemlich ab, wobei GPSies wohl aussagekräftiger sein soll.

Bevor die 10er  dann auf die Strecke gingen, fiel der Torbogen noch ein wenig in sich zusammen; ein Fußgänger hat wohl im vorbei Gehen das Kabel ausgestöpselt.


Und nach einem kurzweiligen 10 km Rennen, Hazel, Gorjan und ich feuerten ordentlich an, so dass all unsere Teilnehmer ihre PBs verbessern konnten, ging es im Anschluss zufrieden, hungrig und durstig noch in den Hofgarten zu einer Mitternachts-Currywurst (die ich allerdings nicht ganz geschafft habe).

Sven finisht mit 44:13

Dirk mit 47:13

Yannic (48:05) und Flo (47:58) waren sichtlich k. o., aber happy!

Gorjan hat sich mit 28:34 um 6 Minuten !! verbessern können!
Tolle Leistung!

Und hier noch ein paar Impressionen:



Die schnellste Frau war vom DJK Jung Siegfried die 
Herzogenratherin Eva Offermann mit 39:13, 
sie traininert dort, wo auch wir unsere Runden drehen.

Das Treppchen, auf welches unsereins nie kommen wird :-)

Im Hofgarten gibts lecker Zwickelbier

vorher

nachher

Papa Arnd erzählt von seinem Runners-Blues, 
während Sam und Nic schon richtig müde sind. 

Ich erkläre hiermit die Currywurst zu meinem finisher's diner ;-)

Alles in allem war er auch in diesem Jahr in Aachen wieder eine richtig schöne Laufveranstaltung, der


und wir sind garantiert im nächsten Jahr wieder dabei. Vielleicht kann ich dann ja mal die sub 30 knacken. Aber wenn nicht, geht meine Welt davon auch nicht unter :-))




Dienstag, 3. Juli 2012

Beim Osteopathen, Teil 2

Gestern war es dann soweit, ich hatte meinen zweiten, diesmal einen 60 Minuten-Termin bei Rene. Zuerst hat er sich um meinen verspannten Nacken gekümmert, was vermutlich mit meinem ersten Termin bei ihm zusammen hing, dann folgte eine sehr intensive Behandlung insbesondere der linken Seite meines Körpers, hier die Hüfte, das Bein, der Fuß. Aber auch die andere Seite ist nicht zu kurz gekommen. Kurz vor Ende der Behandlung merkte ich bereits, wie stark es auch diesmal wieder "wirkte", es brodelte förmlich in mir. Das Gehen im Anschluss gestaltete sich ein wenig wackelig, besonders im Hüft- und Leistenbereich. Laufen hätte ich sicher nicht mehr gekonnt gestern; ich hatte sogar ein wenig Bedenken, heute mit Muskelkater zu tun zu haben.

Geschlafen hab ich wie ein Murmeltier, ohne Unterbrechung, tief, fest und sehr erholsam. Von Muskelkater in den vermuteten Bereichen keine Spur. Ein leichtes Ziehen in den Waden und Oberschenkeln, was aber auf meine täglichen 30 Kniebeugen zurück zu führen ist. Der Nacken ist auch wieder komplett beschwerdefrei.

Heute hatte ich noch mal richtig gut zu tun in der Schule, was heißt, dass ich fast bis 12 Uhr ausschließlich am  Schreibtisch sitzend zu tun hatte. Aber nicht eine Sekunde hatte ich heute Probleme mit meinem Piriformis-Syndrom! Wenn ich sonst so lange sitzen muss, rutsche ich bereits unruhig hin und her, weil es in der linken Pobacke unangenehm zwackt. Es ist kaum zu glauben, wie gut diese Behandlungen anschlagen! Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich mal eine osteopathische Behandlung zu gönnen. Vor allem mit akuten Beschwerden (meine Magenschleimhautentzündung war ja auch prompt am nächsten Tag weg) ist man dort in den allerbesten Händen, im wahrsten Sinne des Wortes. Leider ist es mit Terminen nur etwas schwierig, ich hab auf den ersten Termin knapp zwei Monate gewartet. Doch es hat sich absolut gelohnt.


Morgen soll es ja wieder wärmer wieder, dennoch werde ich am Abend eine kleine Runde laufen - gemütlich versteht sich, es macht gerade wieder so richtig Spaß.

Sonntag, 1. Juli 2012

Fotoshooting

Der heutige Lauf stand unter dem Motto "Fotoshooting", denn Dirk, der heute lauffrei hatte, wollte die Gelegenheit nutzen, noch mal ein paar Laufbilder von mir zu machen. Für mich sollte der etwas längere Lauf bei angenehmen 19 Grad mit etwas Wind heute mehr ein weiterer Testlauf +-10 km sein, den vom Abiball geschundenen Füßen ging es zum Glück wieder gut. Es wurde dann sogar ein leichtes Fahrtspiel, denn immer wenn Dirk in Sicht kam (und das war 7 x der Fall), zog ich das Tempo an (dann sehen die Schritte etwas schöner aus). Bei einer leichten bergab Passage habe ich sogar einen kurzen Sprint eingelegt, wogegen ich beim bergauf laufen wie üblich rumgeschneckt bin - Hügel sind immer noch nicht wirklich meine Freunde und ich glaube, daran wird sich auch nichts ändern.

In Summe hatte ich dann knapp 4 Minuten Pausen in dem Lauf, der mit viel Geschick von Dirk überhaupt aus der Uhr gezogen werden konnte. Als wir die Strecke auslesen wollten, war der Lauf nicht separat aufgezeichnet. Glücklicherweise konnte Dirk das mit einem Garmin-Tool heraus zaubern, so dass die Daten doch nicht verloren waren, wie ich anfangs befürchtete. Was ich genau falsch gemacht habe, lässt sich kaum rekonstruieren. Ich hatte heute noch mal den alten FR 305 dabei, weil ich eigentlich gehofft habe, etwas mehr die aktuelle pace im Blick zu haben, was aber von Anfang an ein Trugschluss war. Gut, die Uhr werde ich sicher nur noch für Intervalle nutzen, wo sie mir immer per Pieps sagt, was ich tun muss, ich finde das sehr praktisch, da hat sie doch einen deutlichen Vorteil gegenüber dem FR 210 (den ich wohl einfach nicht so gut beherrsche und mit dem ich mich auch nicht wirklich beschäftige).

Der Lauf wurde dadurch sehr kurzweilig und in Summe kam ich auf 10,8 Kilometer, die neu berechnete pace ohne Pause war demnach eine 7:01. Knie ok, Fuß ok - ich bin glücklich! Morgen habe ich den nächsten Termin bei Rene. Da wird er sich mal konkret um meinen Nacken kümmern müssen, der mich seit genau einer Woche durch starke Verspannungen ärgert.

Sofern das Wetter nicht zu heiß wird, werde ich am Freitag den Sportschecklauf in Aachen mit laufen. Die Strecke ist zwar nicht so schön, weil viel Kopfsteinpflaster, aber die Veranstaltung an sich ist wirklich nett. Das wird wieder ein kleines Familientreffen, denn auch Yannic, mein Neffe, und Florian laufen auch diesmal wieder mit, so dass 5 Hansens am Start sind (allerdings laufen die Männer alle den 10er). Gorjan (vorsichtshalber) und ich (aus Prinzip) bleiben dem 5er treu, mal sehen, wie es läuft.

Ja, damit sind wir auch schon in der letzten Schulwoche, die sicher noch einmal sehr hektisch für mich wird, auch wenn wir im Grunde nur noch Projektwoche und Schulfest mit Mensaeinweihung haben. Aber dann kehrt endlich Ruhe ein. Dann heißt es noch eine Woche nacharbeiten und vorbereiten und dann gehts in den Urlaub. Die Route durch Irland steht soweit, Hotels und Fähren sind gebucht, die Laufstrecken soweit ausgeguckt - also, here we go!

Tja und gleich gibts das EM-Finale. Mein Tipp bis zur 90. ist wieder ein Unentschieden, danach hoffe ich, dass Spanien gewinnt. Den zweiten Platz beim Tippspiel kann mir jetzt keiner mehr nehmen, egal, wie es ausgeht :-)).

Und nun gibts die Ausbeute der Fotos:






















Und das ist "unser Weiher" vor der Haustür

Ein doppeltes Dankeschön noch an meinen Schatz; zum Einen für die tollen Bilder (auch, wenn ich mich gar nicht mehr gerne fotografieren lasse!) und zum Anderen fürs Retten der Laufdaten :-*

Samstag, 30. Juni 2012

Und wieder ein Jahr vorbei...

Gestern war es wieder soweit: Abiball. Das heißt, dass mir heute die Füße weh tun - hohe Schuhe rächen sich eben früher oder später, vor allem, wenn man wie ich noch nicht mal im Alltag mit Absätzen sondern nur mit Laufschuhen oder ganz flachen Schuhen unterwegs ist. Nächstes Jahr brauch ich definitiv ein neues Outfit für den Abend, die Schuhe gehen gar nicht, auch wenn sie toll aussehen und ich mit meinem Mann endlich mal auf Augenhöhe bin ;-). Es war schön, es war lang - wieder ein Jahr vorbei.

Heute morgen erst mal ordentlich ausgeschlafen und mit Schmerzen am Knöchel aufgestanden. Halb so wild, aber doch gut spürbar. Deshalb gabs heute nur eine leichte aktive Regeneration, heißt 25 km auf dem Homi locker fluffig. Morgen will ich wieder eine Runde laufen gehen, hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen als Donnerstag.

Gleich gehts ins Kino, wir schauen uns "The Way" bzw. Dein Weg an. Da werden sicher viele Erinnerungen an Spanien wach, ich freu mich drauf!

Dienstag, 26. Juni 2012

Knie-Testlauf

Komme gerade von einem 10 km Testlauf fürs Knie.
Recht spontane Aktion, aber mir war einfach danach.

Bei herrlichem Sonnenschein und 22 Grad sollte es heute ein bisschen länger und ein bisschen gemütlicher sein. 
Es wurden tatsächlich 10 km in 7:32 mit 97 Höhenmeter und das fast alles in der Sonne. Was war nur los mit mir heute? 
Ich habe jeden Meter genossen. Und das Knie??? Absolut top - Null Problemo - allet juut! 

Deshalb mein Lied des Tages "So lucky".

Jetzt fühle mich wie heute ein König und freue mich aufs verdiente Mittag-Abendessen!

PS: Wenn Zauber-Rene nun auch noch die Sache mit dem Stechen im linken Fuß hinbekommt, küsse ich ihm vor Freude die holländischen Füsse. DAS will was heißen ;-))

Montag, 25. Juni 2012

Pure Lebensfreude

Ich komme nicht drumrum, dieses Foto auch hier zu veröffentlichen. Zeigt es Laufen und Leben in seiner reinsten, kindlichen Form - für mich drückt dieses Bild die pure Lebensfreude aus oder wenigstens die Freude an der Bewegung. Sie fliegen und strahlen - ich finde dieses Bild einfach nur herrlich.


Drei Mädels aus der 5. Klasse beim 
Lauf für Vielfalt und Gemeinschaft

Sonntag, 24. Juni 2012

Kleine Runde

Nach 9 Tagen Laufpause gabs heute wieder eine kleine Runde. Mit nem steifen Nacken wach geworden, gings dann nach Maasmechelen, die Inline-Skates im Kofferraum. Da Dirk heute eigentlich einen 20 km Lauf auf dem Plan hatte, wollte ich ihn die restlichen 12 km seiner Runde begleiten. Schon unterwegs fing es an zu regnen und der Wind pfiff heftig den Kanal entlang - schönes Laufwetter sieht anders aus.

Doch uns Läufer kann ja so schnell nichts entmutigen, also ab gings. Die ersten hundert Meter waren nicht so prickelnd, bei jedem Schritt hatte ich gefühlt einen kleinen Stromschlag im Nacken. Mit und mit wurde es besser. Der Wind kam heftig von vorn bis km 3, gespickt mit Regenschauern, bei km 4 kam er von links und als ich wieder am Kanal war, kam er endlich mal von hinten. Da war die Runde auch schon vorbei.

Ich wechselte fix die Laufschuhe gegen die Skates und fuhr Dirk entgegen. Doch bereits von weitem winkte er ab - keine Verlängerung, es reicht für heute. Wadenschmerzen und sehr unschöne Wetterverhältnisse ließen uns dann umdisponieren, es ging wieder nach Hause. Traurig war ich nicht darüber, im Gegenteil, ich war stolz auf Dirk, dass er so besonnen den Lauf abgebrochen hat und nicht mit falschem Ehrgeiz einfach weiter gelaufen ist. Er ist ja auch ziemlich viel unterwegs in den letzten Wochen...

Meinem Nacken gehts bescheiden. Langsam reichts mir mit den ganzen Zipperlein. Aber mit dem Lauf war ich dennoch nicht unzufrieden, eine pace von 6:48 nach 9 Tagen Pause ist schon nicht schlecht für meine Verhältnisse. Den Sportscheck-Nachtlauf in Aachen werde ich demnach wohl mit laufen. Bis dahin habe ich ja auch noch einen weiteren Termin bei Zauber-Rene, ich bin also guter Dinge.

Samstag, 23. Juni 2012

Status zu dies und jenem

In Anlehnung an meine letzte Statusmeldung gibts heute eine Aktualisierung:

Zum Bauchweh gibts zu vermelden: dass ich am Donnerstag noch mal beim Hausarzt war. Dieser hat ewig lange Ultraschall gemacht (und war sehr amüsiert über mein kitzelig-sein), hat mir ewig viele Fragen gestellt und ist auf Grund dessen zu dem Ergebnis gekommen, dass ich wohl eine Magenschleimhautentzündung habe. Klar, passt auch mit dem "Stress" der letzten Wochen zusammen, vor allem die Aufregung wegen unserer Laufveranstaltung. Hab dann Tabletten bekommen und hatte aber glücklicherweise auch abends endlich den lang ersehnten

Osteopathen-Termin bei Rene: Fast 5 Jahre war es nun her, seit ich das letzte Mal dort war, inzwischen ist die Praxis auch von Hausnummer 1 zu Hausnummer 3 umgezogen, was eine tolle Vergrößerung der Räume und eine generell schönere Praxis bedeutete. Dirk begleitete mich nach Aachen, weil wir eigentlich zu seinem Geburtstag noch irgendwo eine Kleinigkeit essen gehen wollten. Da mir eigentlich nur ein 20 min. Termin einberaumt war, beeilte ich mich, kurz und knapp zu schildern, wo meine Zipperlein lagen und was in der letzten Zeit passiert war. Auch die akuten Magenprobleme, so es denn wirklich der Magen war, erwähnte ich. Rene machte sich kurz Notizen und legte auch gleich los. Interessant war der Ansatz, dass meine Gebärmutter-Entfernung vermutlich eine nicht ganz unwesentliche Rolle im Ganzen spielt. Rene drückte hier und drückte da, im Stehen, im Liegen, im Sitzen. Es knackte und krachte, er lockerte, massierte und strömte mich. Nach 40 !! min. fühlte ich mich irgendwie rundumerneuert, entblockiert, sehr euphorisch und gut durchblutet. Ich freue mich jetzt bereits auf den nächsten Termin, der eine ganze Stunde dauern wird! Ich hatte wirklich vergessen, mit welchen Zauberhänden dieser Mann ausgestattet zu sein scheint, der im Übrigen die Magenschleimhautentzündung bestätigte (und der einzige Mann neben Dirk ist, der mich anfassen kann, ohne dass es kitzelt!!). Das geplante Essen fiel im Anschluss buchstäblich ins Wasser, als die Welt plötzlich unterzugehen drohte. Dafür gehts heute mit den Jungs zum Mongolen.

Die Nacht war nicht sehr angenehm. Ob es an der Behandlung oder am späten Essen lag, weiß ich nicht, ich hatte zumindest heftige Schmerzen und wurde mehrfach wach. Den Vormittag in der Schule, der wegen des ungewollt freien Kranktages am Donnerstag recht buisy ausfiel, überstand ich mit Hilfe einer Ibu800 und dann war es schlagartig vorbei mit den Schmerzen. Pünktlich zu unserer

Laufveranstaltung war ich fit. Wie vereinbart fingen wir gegen 15.30 Uhr mit dem Aufbau an. Der durch die Firma Kaulard und die AOK gesponsorte Start-und-Zieltorbogen war schnell aufgebaut und mit Werbeplakaten verziert - mittig ragte unser "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" - Banner. Der Aufbau lockte bereits einige Kinder an, die auch später spontan mit liefen und sich über die Urkunden und Buttons, Freigetränke und den selbstgemachten Kuchen freuten. Die Teilnehmerzahl war, wie bereits erwartet, sehr enttäuschend. Das lag wohl vorrangig am verschobenen Termin, der ursprünglich ja für Ende März geplant war und wegen einer Baustelle nicht stattfinden konnte. Zu viele sonstige Veranstaltungen und Verpflichtungen knubbeln sich zum Ende eines Schuljahres - wir haben daraus gelernt. Für alle Teilnehmer und Begleiter war es dennoch eine schöne Veranstaltung mit einer entspannten Stimmung und wir Organisatoren waren zwar enttäuscht, aber dennoch nicht unzufrieden. Im Gegenteil, ich für meinen Teil bin seitdem umso motivierter. Mein Hirn rattert schon die ganze Zeit und ich weiß jetzt, dass ich andere Mittel und Wege nutzen muss, die Kommunikation zu verbessern und die Leute zur Teilnahme zu motivieren - Hallo?! Ich sitze schließlich an der Quelle...

So, das waren erstmal die News of the week bei mir. Kurz erwähnen möchte ich noch, dass ich soeben 20 km geradelt bin, 20 min. Stabitraining zuvor gemacht habe und dass ich auch weiterhin bzw. wieder das EM-Tippspiel der Firma van den Berg mit 61 Punkten anführe *ganzbreitgrins*...

Mittwoch, 20. Juni 2012

So ist immer etwas anderes...

Plagt mich mal nicht das böse Knie, findet sich garantiert rasch etwas anderes. Die Frage ist nur, was ist es diesmal?

Heute Morgen war ich also im Krankenhaus. Seit gestern Abend hatte ich mit Schmerzen in der linken Seite zu tun, die hielten die ganze Nacht an, entsprechend schlecht hab ich geschlafen. Heute Morgen nach dem Aufstehen wurde es schlimmer, richtig kolikartig. Ich hab nicht lange gefackelt und war um kurz vor sieben Uhr beim Notdienst, das medizinische Zentrum ist 5 Minuten von uns entfernt und ich hatte Glück, ich kam sofort dran.

Mit einem Verdacht auf Nierensteinen hat mich der Notdienstarzt in die Urologie überwiesen, dort wurde ein Ultraschall gemacht, zum Glück ohne Befund. Die Aussicht auf Nierensteine fand ich nicht sehr amüsant! Dann wurde mir noch direkt aus der Blase Urin entnommen, der wiederum ins Labor ging, hier liegt noch kein Ergebnis vor, aber der Schnelltest hat verschiedene schlechte Werte angezeigt. Sofern etwas im Argen ist, wird mein Hausarzt informiert. Ich bin dann zwar noch zur Arbeit gefahren, aber gegen 12 Uhr wieder nach Hause, es ging mir nicht wirklich gut. Die Schmerzen sind immer noch da und vermutlich werde ich morgen doch lieber noch mal zum Hausarzt fahren, denn der Arzt in der Urologie meinte, es könnte Leber, Galle, Magen oder Dickdarm sein, evtl. auch eine Nierenbeckenentzündung, dazu müsse aber das Blut untersucht werden. So ohne etwas Genaueres zu erfahren, malt man sich ja dann doch die dollsten Dinge aus...

Gestern wollte ich eigentlich Crossen, aber daraus wurde zum Einen wegen eines längeren Telefonats mit meiner Tante nichts und zum anderen hatte ich da bereits beginnende Schmerzen. Der nächste Lauf sollte heute sein. Egal. Stattdessen koch ich mir jetzt einen Tee und leg mich auf die Couch. Und Morgen bin ich hoffentlich wieder fit. Denn da steht u. a. der Termin beim Osteopathen an. Vermutlich kommt der genau zur richtigen Zeit und er kann gleich sämtliche Baustellen auf einmal bearbeiten. Oh weh, der arme Mann! Was erwarte ich nicht noch alles von ihm?!

Ja... Und am Freitag ist nun unser Lauf gegen Rechts. Bin sooo gespannt, wie es werden wird. Der verschobene Termin war leider kein glücklicher Ausweichtermin. An diesem Tag finden alle möglichen Abschlussfeiern in anderen Schulen statt, so dass die Resonanz an Anmeldungen sehr mager war. Wie immer zum Schuljahresende häufen sich die Termine und Veranstaltungen, so dass viele Leute ziemlich überfrachtet sind und Prioritäten setzen müssen. Erschwerend kommt nun auch noch das Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft dazu. Aber gut, wir werden das Beste draus machen, sind optimal vorbereitet und ich freue mich drauf.

Samstag, 16. Juni 2012

Umdenken und Druck raus nehmen - klappt!

Donnerstag:
Heute gabs ein schönes Läufchen ganz nach Lust und Laune, obwohl ich zuvor ziemlich müde war. Beflügelt von der angenehmen Luft, dem Sonnenschein und meiner Musik lief es richtig gut, bisschen viele Viecher in der Luft, aber sonst richtig toll. 

Knie gut, Fuß gut, Po zwackt. Jetzt gehts noch ab aufs Stabi-Pad - wat mutt, dat mutt - Lust hab ich keine...


Samstag:
2. Lauf nach Lust und Laune, es wurde dieselbe Runde wie am Donnerstag, leider ohne Sonnenschein, dafür mit Nieselregen und teils stürmischem Wind über den Feldwegen. Der hielt mich dann auch davon ab, unvernünftig zu werden, denn ich hatte prompt mit meiner alten 10 km Lieblingsrunde geliebäugelt. Ich fühlte mich heute fit und durch die ganze Fussballguckerei hatte ich irgendwie total Bock auf Laufen. Kurz vor Ende der Runde hatte ich überlegt, auf der Bahn noch ein paar Kreise zu ziehen, entschied mich aber dann für den Crosstrainer. Mit einer richtig geilen Playlist quälte ich mich dann noch einmal weitere 6 km im Fat-Burner-Modus und fühle mich nun richtig gut und vor allem zufrieden!

So darf es gerne weiter gehen. Und: Knie gut, Fuß gut!

Euch allen ein schönes Wochenende und spannende Fussballspiele!

Dienstag, 12. Juni 2012

Hintern hoch!

Zweimal drüber schlafen hilft in der Regel, wieder klar zu denken. Nützt ja alles Trübsal blasen und Jammern nichts, das einzige, was wirklich hilft, ist den Hintern hoch zu kriegen und aktiv zu werden. Umdisponieren heißt meine Lösung, zumindest ist es mal einen Versuch wert.

Punkt 1 heißt also, ein Fütterchen abziehen und Ernährung verbessern
Punkt 2 heißt deshalb unweigerlich, Alkoholkonsum überdenken und wieder reduzieren
Punkt 3 zwangsläufig, Alternativen zu finden für das Laufen, welches sich auf max. 5 km beschränkt

Um nicht Gefahr zu laufen, vollends den Spaß am Laufen zu verlieren, muss ich umdenken und vor allem Druck raus nehmen. Schonung einerseits und gezieltes Bewegen andererseits ist jetzt bei mir angesagt. Aus dem Grund habe ich heute den Crosstrainer wieder aktiviert, der Hometrainer steht ohnehin im Wohnzimmer (wird auch gelegentlich genutzt) und kann fix auf die Terrasse befördert werden (was nun regelmäßiger passieren wird). 

Ich denke, dass ich meine Kalorienbilanz so wieder besser halten kann, wenn die Läufe schon nicht mehr so lang ausfallen dürfen. In der Hoffnung, in der Form und mit Hilfe des Osteopathen, die Zipperlein endlich auskurieren zu können, gabs heute die erste Soft-Einheit, während sich Griechenland gegen Tschechien abkämpft.

1. Einheit
28 min. Fat-Burner-Modus, 6,5 km (sehr schweißtreibend!)
2. Einheit
42 min. Stufe 2, 10 km

Essenstechnisch war ich heute auch gut dabei, ich hatte mir einen großen Salat mit in die Schule genommen, um den man mich sehr beneidet hat "Das sieht aber verdammt gut aus!" - und er war auch gut. Wenn man schon morgens um viertel nach 6 Uhr Salat schnippelt, solls auch wenigstens schmecken. Part II des Salats gibts gleich mit Hähnchenbrustfilet. Reduktion der schnellen Kohlenhydrate ist außerdem wieder angesagt, vor allem was Schoki und Chips betrifft!

Das Schönste ist: Das Knie hat nach 16,5 km Belastung in keiner Weise gemuckt! Es war noch nicht mal das übliche "da-ist-was"-Gefühl zu spüren. Ich bin guter Dinge, dass ich so auf dem richtigen Weg bin. Das Stechen im linken Fuß war allerdings leider auch auf dem Crosstrainer nach ca. 5 km da.

Ich fühle mich ziemlich gut (schwitzen kann ja sooo schön sein) - wurde auch mal wieder Zeit!

Sonntag, 10. Juni 2012

Aus für Hamburg

Mein heutiger Probelauf für Hamburg - Ziel war lediglich 10 km zu laufen - ist negativ ausgefallen. Die ersten 5,7 km waren im Grunde ganz ok und wäre der Rest so geblieben, hätte ich mich überaus gefreut. Doch leider kam nicht nur der Wind von vorne sondern auch das Mucken im Knie und das Stechen im linken Fuß auf der zweiten Hälfte des Laufs. Ich will jetzt auch nicht groß ins Detail gehen, Fakt ist, dass Hamburg für mich kein Thema ist (wir werden aber trotzdem fahren, damit Dirk dort laufen kann - Hamburg ist immer eine Reise wert! Meinen Traum vom Marathon habe ich heute endgültig begraben, ich habe die 10 km mit Ach und Krach geschafft, war froh, als es vorbei war. Es fühlt sich an, als habe ich meine ganze Form verloren, mental wie konditionell und von den "Gebrechen in Knie und Hintern" mal ganz abgesehen.

Ich muss das nun erst mal sacken lassen, bin gar nicht gut drauf und muss überlegen, wie es nun weiter geht. Resetknopf drücken? Sieht wohl ganz danach aus.

Euch noch einen schönen Sonntag.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Und noch was:

Aus gegebenem Anlass, gibts mich heute noch mal.

Gerade eben habe ich das letzte, böse Überbleibsel des Berlin Halbmarathon "verloren"; der kleine Zehnagel, (wegen dem ich ab km 15 solche Schmerzen hatte und die wiederum vermutlich die Ursache für meine ganze Knie-Misere sind), ist endlich abgefallen! Somit hat mich der Berlin HM 2 Zehnägel gekostet - den Nachbarzehnagel habe ich erst am letzten Wochenende "beseitigen" können. In Summe war es nun das 4. Mal, dass ich in meiner kurzen Laufkarriere einen Zehnagel gelassen habe, davon 3 x den Gleichen.

Abergläubisch, wie ich bin, hoffe ich nun, dass mit diesem letzten kleinen Rest, die "Seuche" auch vollends verschwindet. Der bescheidene Lauf heute hat mich nämlich wieder enorm an mir und meiner Lauferei zweifeln lassen.

Außerdem hab ich beim Duschen feststellen müssen, dass ich einen leichten Sonnenbrand auf den Schultern und am Dekolleté habe, soviel zum Thema, wenn die Sonne denn mal raus kommt. Die hat sich übrigens ganz unmittelbar nach unserem Lauf heute sofort wieder verabschiedet, geregnet hat es inzwischen auch schon wieder. Das nennt man wohl einen klassischen Fall von schlechtem timing.


Ein einziger Krampf

Für die geplanten IV (5 x 1000 in 6:40), um einen ersten Versuch zu starten, wieder ein wenig mehr Tempo zu laufen, waren die Bedingungen heute einfach zu schlecht. Es war sooo schwül, dass ich am liebsten gar nicht gelaufen wäre. Kurz bevor wir los sind, hatte es noch mal geregnet, eigentlich sah es nach allerbestem Laufwetter aus, trüber Himmel und etwas Wind. Doch mit einem Mal riss der Himmel auf und wenn die Sonne denn mal raus kommt, knallt sie auch sofort. Die Feuchtigkeit in Kombination mit der Sonne war förmlich spürbar wie eine warme Welle, neee, das ist nicht mein Wetter! Außerdem gabs gestern Abend ne halbe Flasche Rotwein... 

Auf der Bahn angekommen, war ich nach 2,3 km Einlaufen schon am Ende. Ein junges Pärchen der LG Euregio (Leichtathletik) betrieb dort Dehnen und Körperkraftraining vom Allerfeinsten - es war eine Augenweide! Dirk und ich machten zunächst auch wie geplant ein wenig Lauf-ABC, da merkte ich schon, dass es vermutlich heute bei mir nicht für Intervalle reichen wird. Doch immerhin startete ich einen Versuch und brachte wenigstens einen Kilometer in 6:30 zustande. Tja, und dann verabschiedete sich mal wieder mein MP3-Player und die Moral war vollends im Eimer. Noch ein zweites Mal angelaufen und nach 800 Metern die Stoptaste gedrückt, dann die Resettaste und mich in den Wald verabschiedet. Ich hatte die Hoffnung, dort im Schatten der Bäume trotzdem ein wenig schneller laufen zu können. Doch schnell merkte ich, das weder meine Lungen noch meine Beine heute laufen wollten. Etliche Viecher waren in der Luft unterwegs, die mich teilweise wirklich verfolgten, jeder kleinste, sonnige Abschnitt beschwor meinen ISH zum Anhalten. Nee, dann lieber im Nieselregen unterwegs sein. Genug gejammert, nach 4,3 km war der Krampflauf endlich zu Ende. Selbst 10 min. später hatte ich noch das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.

Unterm Strich zählt der Lauf und weitere 8,5 km auf dem Konto verbuchen zu können. Haken dran und fertig. Ach ja, das Knie hat zum Ende hin ein ganz klein wenig gemuckert, aber kaum der Rede wert.


Und jetzt noch ein paar Bilder - hier ein bisschen Schleichwerbung für Falke
Die Sportunterwäsche von denen ist wirklich Klasse! 
Ich kann die Sport-BHs und auch die Unterhosen nur empfehlen, die sitzen perfekt!





Auf der Bahn - leider heute für mich eine einzige Qual!





Dienstag, 5. Juni 2012

Wiederaufbau 5 / 2.

Heute sagte der Plan erneut, ich solle 5 km laufen. Nach einem kurzen Nickerchen hab ich mich kurz nach 19 Uhr dann aufgemacht. Es war eine herrliche, frische Luft draußen, die jede Menge Jogger und einige wenige Walker raus lockte. Es lief richtig gut, was wohl auch an meiner Musik lag. Die 5 km waren irgendwie viel zu schnell vorbei, ich hab kaum geschwitzt. Die anfänglichen Kopfschmerzen waren dann glücklicherweise weg, auch das Knie nicht gemuckert. Schön, so darf es gerne weitergehen.

Und am 17.11.2012 gehts in die Lanxess Arena zu den Toten Hosen!!! Ich freu mich riesig!!!

Sonntag, 3. Juni 2012

Wiederaufbau 5 / 1.

Mit schweren Beinen, um nicht unbedingt Muskelkater zu sagen, und einem schwammigen Bierkopf gabs heute eine  kleine RundeSoll 5 km in 7:20, Ist 5,5 km in 7:16. 

Knie und Fuß ok, danach war ich umso stolzer, mich bei diesem (herrlich) trüben Wetter und mit dem ein-Bierchen-zuviel-getrunken-Gefühl aufgerafft zu haben (im Gegensatz zu Gorjan, der mich heute versetzt hat und die Couch einem erfrischenden und munter machenden Läufchen vorgezogen hat, tzzz, Weichei ;-))). Heute Morgen um 7 Uhr, als ich die erste Aspirin genommen habe, hätte ich das allerdings auch nicht für möglich gehalten, irgendwie vertrag ich nix mehr...

Diese Woche wird der Wiederaufbau um 1 km erhöht und der Plan sieht für Donnerstag sogar ein erstes Intervalltraining vor (5 x 1000 in 6:40). Sonntag soll ich dann erstmalig wieder 10 km in 7:40 laufen und danach entscheiden, ob ich mir die 21 für den 24.06. zutraue. Wenn das Knie so bleibt wie im Augenblick, siehts gut aus. Mein Hintern macht mir da zur Zeit etwas mehr Ärger, aber ich bin  mir leider auch nicht ganz sicher, ob ich vielleicht zu intensiv dehne und es deshalb gerade wieder mehr weh tut. Auch das Radeln auf dem harten Sattel vom Homi scheint für die Sitzknochen nicht sonderlich gut zu sein. Es ist aber auch zum Mäuse melken, dass mein nächster Termin beim Physio-Osteopathen erst am 21.06. sein wird.

Mir tut der Hintern weh - oder das Piriformis-Syndrom

Schon seit längerem plagen mich Schmerzen im Gesäß, vor allem in der linken Seite. Was mir zunächst nur peinlich war - wer sagt schon gerne von sich selbst, dass er Schmerzen am Hintern hat? - stellt sich inzwischen als nerviges Dauerproblem dar (bei Schmerzen am Hintern denkt doch jeder sofort erstmal an Hämorrhoiden, oder nicht?) Jetzt hat das Kind seit einiger Zeit aber einen konkreten Namen, der wohl weit weniger peinlich ist als "Schmerzen am Hintern", nämlich das "Piriformis-Syndrom", welches bei Läufern recht verbreitet ist, wie ich inzwischen weiß.

Die Ursache für diese unangenehmen Schmerzen ist eine Reizung des Ischiasnervs, die durch eine Entzündung des Piriformis-Muskels provoziert wird, durch den der Ischiasnerv verläuft (siehe Abbildung 1). Hervorgerufen werden können diese Entzündungen durch verschiedene Faktoren, wie z. B. Überlastung (Erhöhung des Laufpensums), eine schlechte Lauftechnik, unterschiedliche Beinlängen oder grundsätzliche Haltungsschäden, abgenutzte Schuhe oder auch geneigte Geländeflächen. Aber auch Schreibtischarbeit und starres, langes Sitzen (Autofahrten) wirken sich negativ auf eine schwache Beckenmuskulatur aus, wodurch die Biomechanik der Hüfte beeinträchtigt wird. Die Schmerzen beim Piriformis-Syndrom ähneln denen eines Bandscheibenvorfalls (stechender Schmerz, Kribbeln und Ausstrahlen bis ins Bein, Taubheitsgefühl, Rückenschmerzen). Hier sollte in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, welche tatsächliche Ursache die Schmerzen hervorruft, um eine entsprechende Behandlung anzustreben.



Einen Bandscheibenvorfall (L5/S1) hatte ich erstmalig im Dezember 1997, es war witzigerweise mein 30. Geburtstag - von da an gings bergab ;-).   Da sich diese Schmerzen aber ganz anders anfühlten, konnte ich das erst mal ausschließen und Dank des Internets kam ich irgendwann zum Piriformis-Syndrom. Es hat mich schon ein wenig verärgert, dass mein Physiotherapeut da nicht längst drauf gekommen ist, hatte ich doch einen regelmäßigen, wöchentlichen Termin dort und hab das Thema mehrfach angesprochen (wußte da allerdings noch nicht, wie das Ding heißt). Erst eine Kollegin brachte mir die 99 prozentige Gewissheit, dass ich sowas wohl auch habe. Ja, und es passte auch ins Bild, denn es wurde schlimmer, als ich nach einem Trainingsplan für den Halbmarathon trainierte und sich somit die Umfänge meines Laufens unweigerlich erhöhten.

Nun, was tun? Erst einmal versuche ich das Problem nun mit einer Reduzierung der Laufumfänge und den unten gezeigten Dehnübungen in den Griff zu bekommen. In drei Wochen habe ich einen Termin beim Osteopathen, von dem ich mir sehr viel verspreche. Sollte all das nicht fruchten, was ich natürlich nicht hoffe, kann man auch mit Injektionen (Cortison) weiter machen. Und zu guter Letzt habe ich gelesen, dass man sogar operativ mit recht wenig Aufwand inzwischen ein Piriformis-Syndrom beheben kann. Zunächst aber liegt meine ganze Hoffnung beim Osteopathen, der hoffentlich auch die Baustelle im rechten Knie bewältigt bekommt - sind sämtliche Blockaden erst mal weg, dann läufts auch sicher wieder rund.

Dehnübungen zur Behandlung des Piriformis-Syndroms

Medizinische Quelle: Netzathleten.de / Wikipedia.de, Angaben ohne Gewähr!

Interessant dazu: Ein Bericht in der Trainingsworld.

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