In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Freitag, 2. März 2012
Ich bin wohl doch bekloppt - irgendwie
Soll 5 km im 6:00er pace
Ist:
Einlaufen 2,1 km in 7:10 o. ä.
5 km in 5:58
Auslaufen 1,7 km in ca. 7:20
Gleich nach der Arbeit bin ich nach Würselen in den Wald, merkte aber sofort, dass ich a) falsch angezogen war und b) irgendwie noch nicht bereit für eine Tempoeinheit war. So lief ich nur eine Einlaufrunde von 1,4 km und fuhr weiter bis nach Hause. Dort zog ich mich um und entschied mich, dass ich die Tempoeinheit auf der Bahn laufen wollte. Irgendwie traute ich mir heute den 6er Schnitt nicht zu, die Beine fühlten sich etwas schwer an. Dafür wollte ich es mir wenigstens vom Untergrund sowie vom Höhenprofil so einfach wie möglich machen, deshalb ab auf die Bahn.
Wie immer bei den Tempoeinheiten hatte ich auch heute etwas Bammel vor der Runde und hätte es gerne hinaus gezögert. Aber nützt ja nichts. Also, Lap gestartet und jep. Gedanklich nach der ersten Runde schon geschwankt zwischen Überlegungen wie "es sind ja nur 5 km " und "oh mein Gott, es sind 5 km, die ich dieses Tempo halten muss!" Ab der zweiten Runde gabs nur noch "oh mein Gott, das schaff ich bestimmt nicht". Im dritten Kilometer war ich erstaunt, dass ich noch lebe und noch laufe. Da kamen ein paar recht junge Menschen auf die Bahn, die sich warm liefen. Ihr Tempo war schneller als meins, obwohl sie nur plaudernd dahin trabten. Das irritierte wie demoralisierte mich ein wenig und ich versuchte tapfer, einfach mein Tempo weiter zu laufen und nicht auf sie zu achten. Zum Glück gingen sie nach 2 Runden in die Sporthalle und ich setzte meinen letzten Kilometer fort. Insgeheim hoffte ich natürlich, eine neue PB zu laufen, auch wenn die im Training nichts gilt. Aber für meinen bekloppten Kopp wäre das sicher ziemlich schmeichelhaft. So versuchte ich auf der Zielgeraden noch ein klein wenig dran zu ziehen. Und wieder gabs ne Punktlandung. Ziel erreicht, Einheit geschafft, neue Trainings-PB gelaufen, haarscharf, aber noch getroffen und längst nicht alles gegeben...
Danach dachte ich, war doch gar nicht so schlimm. Trotzdem merke ich, dass mir mein Kopf immer noch Schnippchen schlägt und mir das Leben bzw. das Laufen ganz schön schwer macht. Ich bin halt kein Prüfungsmensch und kein Wettkampfmensch. Wenn ich Leistung auf den Punkt genau abliefern muss, versagen meine Nerven, der Druck steigt so immens, das ist schrecklich. Ich habe während des Laufs mal versucht mir vorzustellen, ich spiele jetzt Wettkampf und gebe alles, alles bis auf das letzte Korn. Es ging nicht. Ab dem Moment, wo die anderen auf die Bahn kamen, wäre ich am liebsten stehen geblieben. Zwar nur kurzfristig, aber der Gedanke war da.
Also die Erkenntnis des Tages: Ich bin echt bekloppt...
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Ja, das muss man vielleicht üben. Ich fühl mich im Wettkampf auch immer sooo schwach - kann dich gut verstehen! Da wird man nur überholt und kriegt schlechte Laune. Und da werd ich auch immer wohl nochmal extra lahmer, die Psyche spielt einem einen Streich. Da muss man sich sehr auf sich selbst konzentrieren. Ich finds auch hilfreich, mit Musik zu laufen.
AntwortenLöschenWillst du denn mal bei Volksläufen starten? Ich laufe nicht um zu gewinnen, aber ich mag die Stimmung einfach und mit so vielen anderen zu laufen - und halt mal woanders zu laufen. Macht Spaß!
Hallo Lotti, ich bin schon diverse Läufe mit gelaufen, schau mal hier http://www.marionhansen.de/html/wettkampfe.html. Der nächste ist mein Halbmarathon-Debut in Berlin am 01.04... Bin echt sooo gespannt, wie das klappen wird. Körperlich ist es kein Thema, aber wie gesagt, der liebe Kopf...
AntwortenLöschenAch Marion, mach' Dir einfach nicht soviele Gedanken! Genieße einfach den Halbmarathon in Berlin! Die Zeit wird dort wie im Fluge vergehen :-)
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