Bei wunderschönstem Laufwetter gings heute natürlich wieder an die Maas. Ich wusste noch nicht genau, wie viel ich heute laufen wollte, musste erstmal abwarten, wie es meinen Beinen nach den gestrigen Übungen so geht. Zur Unterstützung unseres Trainings haben wir uns nämlich eine DVD (Fit fürs Laufen) gekauft. Sowohl Dirk als auch ich sind nicht so die kreativen do it yourself Turner, daher eine DVD mit Anleitung und einem motivierenden Vorturner. Die schönen kurzen Einheiten decken alles ab, was man dem Körper neben dem Laufen Gutes tun sollte. Ich kann sie daher nur empfehlen. Gestern gabs also die ersten zwei Einheiten sowie im Anschluss noch 15 min. fluffiges ausradeln, bevor es auf eine Party mit grottenschlechter, zu lauter Musik und selbstverständlich ohne Alkohlkonsum ging.
Ein angenehmes Gefühl, etwas (Gutes) getan zu haben, war daher heute im gesamten Körper zu spüren. Obwohl alles weiß gefroren war, war es irgendwie nicht so kalt, wie angenommen. Demnach war ich mal wieder zu warm angezogen. Die ersten 4,5 km war ich dann seit längerem mal wieder mit Musik unterwegs. Das waren dann meine langsamsten, also gibts künftig keine Musik mehr. Kurz mal in die Büsche gehopst (scheinbar immer noch zu viel 0.0 % Bier vom Vorabend), die Hosenbeine und Ärmel hoch gekrempelt und weiter ging es direkt viel angenehmer ohne Musik. Es lief gut, ich spürte zwar in Beinen, Po und Rücken einen leichten Muskelkater, aber empfand ihn nicht als belastend. Nach 9 km war ich wieder am Auto, zum Glück, und trennte mich von meinem dicken Laufshirt und zog das kurzärmlige Unterhemd unter meine Weste, was für eine Wohltat! Ich trank noch einen kleinen Schluck Wasser und weiter gings. Wie mit Dirk vereinbart, lief ich ihm entgegen und übergab ihm den Autoschlüssel bei km 11. Nach 2 Kilometern war ich dann am vereinbarten Treffpunkt an der Fähre und nutzte die Wartezeit, mich ausgiebig zu dehnen, um wohl auch nicht vollends auszukühlen. Da merkte ich meine Beine schon ganz nett. Aber ich bin rundum zufrieden mit dem Lauf und vor allem mit mir, es waren 13 wunderschöne Kilometer in einer herrlichen Landschaft.
Der Lauf am Freitag war mein erster im Dunkeln seit gefühlten Ewigkeiten. Ich begleitete Dirk 6 km lang durch den Wald, der zuvor auf der Bahn Tempotraining und Lauf-ABC gemacht hat beim Auslaufen. Nur mit seiner Stirnlampe war das schon ein abenteuerliches Unterfangen zu zweit. Aber es hat echt Spaß gemacht und für mich war es ein etwas zügigerer Lauf. Werden wir sicher mal wiederholen, wenn er langsam und ich schneller laufen "muss".
Was die Ernährung angeht, so bin ich immer noch sehr motiviert. Es fällt mir leicht auf Kohlenhydrate zu verzichten (die gibts nur vor den langen Läufen sonntags) und ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Woche 2 in Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 12.01.2014: 78,5 kg
Trainingseinheit Dienstag: 8 km Laufen, 59 min.
Trainingseinheit Freitag: 6,3 km Laufen, 43 min.
Trainingseinheit Samstag: 30 min. div. Übungen, 15 min. Ergometer
Trainingseinheit Sonntag: 13,1 km Laufen, 1.33 Std.
Gelaufene km gesamt: J 48,8 km / W 27,4 km
11 Tage alkoholfrei ;-)
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Sonntag, 12. Januar 2014
Dienstag, 7. Januar 2014
07.01.2014, Projekt sub 10, Tag 6
Essenstechnisch immer noch hochmotiviert, läuferisch heute leider eher weniger. Trotzdem habe ich brav meine 8 km gemacht, mit schweren Beinen und irgendwie Saft- und Kraft los. Immerhin hat sich die neue Jacke super bewährt, das Wetter ist aber auch zu verrückt. Ich habe tatsächlich heute mein erstes Viech verschluckt beim Laufen - und das Anfang Januar!
Vielleicht lags an den Übungen von gestern, vielleicht an den wenigen Kohlenhydraten, vielleicht am wieder so frühen Aufstehen, keine Ahnung, warum es mir so schwer gefallen ist. Auch jetzt fallen mir schon wieder die Augen zu, und deshalb geh ich auch gleich früh ins Bett, schließlich gehts morgen wieder richtig fies früh raus... uuuääääähhhhh, ich will nicht!
In Zahlen
Einheit heute: 8 km, 59 min. Laufen
Gelaufene km gesamt: 29,4 km
Vielleicht lags an den Übungen von gestern, vielleicht an den wenigen Kohlenhydraten, vielleicht am wieder so frühen Aufstehen, keine Ahnung, warum es mir so schwer gefallen ist. Auch jetzt fallen mir schon wieder die Augen zu, und deshalb geh ich auch gleich früh ins Bett, schließlich gehts morgen wieder richtig fies früh raus... uuuääääähhhhh, ich will nicht!
In Zahlen
Einheit heute: 8 km, 59 min. Laufen
Gelaufene km gesamt: 29,4 km
Montag, 6. Januar 2014
06.01.2014, Projekt sub 10, Tag 5
Der erste Arbeitstag im neuen Jahr wäre also auch geschafft. Das mit der Ernährung war auch überhaupt kein Problem, ich habe alles Süße erstmal fleißig entsorgt, was noch so von Weihnachten in diversen Schubladen und auf dem Schreibtisch übrig geblieben ist. Mit Obst, Tee und einer Müllermilch bin ich sehr gut über den Tag gekommen, ohne etwas zu vermissen - war eigentlich ganz easy.
Nach Feierabend gings dann in den Stall, aber dem Regen und Wind sei Dank, durfte ich mich lieber zu Hause im Sportzimmer etwas austoben. Nach 9 Monaten mal wieder auf dem Stabi-Brett zu stehen, das war eine ganz schön (erschreckend) wacklige Angelegenheit. Ein paar Situps, ein bisschen Yoga, Liegestütz an der Wand, oh Mann bin ich kraftlos geworden. Der Zeitpunkt, die Handbremse zu ziehen konnte richtiger wohl kaum sein. Ich schäme mich fast ein wenig, wie sehr ich mich vernachlässigt habe. Aber gut, Mund abwischen, Krone richten, aufstehen und weiter gehts.
Am Abend gabs Rinderfiletgeschnetzeltes mit gemischtem Gemüse und zuvor eine kleine Gemüsebrühe Marke Eigenbau. So ein Pürrierstab ist eine feine Sache, der wird sicher auch jetzt öfter mal zum Einsatz kommen. Vernünftige Ernährung ist eine wohl durchdachte Angelegenheit, wie ich mal wieder feststellen muss. Spontanessen war also gestern (und viel zu viele Jahre davor).
Auf einer Motivationsskala von 1 - 10 bin ich immer noch bei 8 - 10. Aber wir sind ja auch erst bei Tag 5 von ??? keine Ahnung, vermutlich ein Leben lang ;-). Vielleicht gehts ja aber auch irgendwann mal in Fleisch und Blut über...
In Zahlen:
Ergometer 10 km, 20 min.
40 min. diverse Übungen
Nach Feierabend gings dann in den Stall, aber dem Regen und Wind sei Dank, durfte ich mich lieber zu Hause im Sportzimmer etwas austoben. Nach 9 Monaten mal wieder auf dem Stabi-Brett zu stehen, das war eine ganz schön (erschreckend) wacklige Angelegenheit. Ein paar Situps, ein bisschen Yoga, Liegestütz an der Wand, oh Mann bin ich kraftlos geworden. Der Zeitpunkt, die Handbremse zu ziehen konnte richtiger wohl kaum sein. Ich schäme mich fast ein wenig, wie sehr ich mich vernachlässigt habe. Aber gut, Mund abwischen, Krone richten, aufstehen und weiter gehts.
Am Abend gabs Rinderfiletgeschnetzeltes mit gemischtem Gemüse und zuvor eine kleine Gemüsebrühe Marke Eigenbau. So ein Pürrierstab ist eine feine Sache, der wird sicher auch jetzt öfter mal zum Einsatz kommen. Vernünftige Ernährung ist eine wohl durchdachte Angelegenheit, wie ich mal wieder feststellen muss. Spontanessen war also gestern (und viel zu viele Jahre davor).
Auf einer Motivationsskala von 1 - 10 bin ich immer noch bei 8 - 10. Aber wir sind ja auch erst bei Tag 5 von ??? keine Ahnung, vermutlich ein Leben lang ;-). Vielleicht gehts ja aber auch irgendwann mal in Fleisch und Blut über...
In Zahlen:
Ergometer 10 km, 20 min.
40 min. diverse Übungen
Sonntag, 5. Januar 2014
05.01.2014, Projekt sub 10, Tag 4
Das Wichtigste zuerst: 1,6 kg sind schon runter! Im Moment bin ich hochmotiviert und es fällt mir leicht, bestimmte Sachen nicht zu essen und zu trinken, dafür wiederum andere zu mir zu nehmen, die mir gerade nützlich sind, mich von einer Seekuh in eine Elfe zu verwandeln.
So habe ich mich heute sehr auf eine Einheit "Wir nutzen eine Strecke von 10 Kilometern und verwandeln Nahrungsenergie in Schuhabrieb-Energie" gefreut. Die Sonne lachte, der Wind hielt sich in Grenzen und ich führte meine neue rote, gestern erst gekaufte hauchdünne Adidas-Laufjacke erstmalig aus. Fazit: Super Teil, genau richtig für das nicht-Fleisch-nicht-Fisch-Wetter. Darunter hatte ich nur ein kurzärmeliges Laufshirt, es war absolut nicht zu kalt bei um die 8 Grad.
Gefühlt war ich zwar nicht mehr ganz so tapsig unterwegs, aber schwerfällig wars teilweise dennoch, was sicher auch an den 80 Höhenmetern liegen könnte. Klar, 10 Kilo Übergewicht mitschleppen ist ja auch nicht ohne! Ich hab sie mir als 500 gr. Rama Becher in einem Rucksack auf meinem Rücken vorgestellt, ganze 20 Stück, nicht übel, oder?! Wie lange das wohl dauern wird und wie viele Kilometer es braucht, um die los zu werden?!?
Im Großen und Ganzen war ich aber mit mir und dem Lauf sehr zufrieden. So kann es weiter gehen. Allerdings, die große Herausforderung kommt ja erst, wenn es ab Morgen wieder zur Arbeit geht und mein organisatorisches Talent in Sachen Selbstversorgung gefragt ist. Bislang bin ich nämlich ein lustgeplagter Spontanesser, der nicht gerne plant, was er wann isst. Das Ergebnis dieser nicht empfehlenswerten Lebensweise ist jetzt unübersehbar und bedarf schleunigst einer Korrektur, glücklicherweise ist man ja nie zu alt, die Dinge zu ändern, die einem nicht gut tun. Schaumermal wie es klappt. Wie schon gesagt: hochmotiviert ;-)...
In Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 05.01.2014: 79,0 kg
Trainingseinheit: 10 km Laufen
Zeit: 1.10 Stunde
Gelaufene km gesamt: 21,4
So habe ich mich heute sehr auf eine Einheit "Wir nutzen eine Strecke von 10 Kilometern und verwandeln Nahrungsenergie in Schuhabrieb-Energie" gefreut. Die Sonne lachte, der Wind hielt sich in Grenzen und ich führte meine neue rote, gestern erst gekaufte hauchdünne Adidas-Laufjacke erstmalig aus. Fazit: Super Teil, genau richtig für das nicht-Fleisch-nicht-Fisch-Wetter. Darunter hatte ich nur ein kurzärmeliges Laufshirt, es war absolut nicht zu kalt bei um die 8 Grad.
Gefühlt war ich zwar nicht mehr ganz so tapsig unterwegs, aber schwerfällig wars teilweise dennoch, was sicher auch an den 80 Höhenmetern liegen könnte. Klar, 10 Kilo Übergewicht mitschleppen ist ja auch nicht ohne! Ich hab sie mir als 500 gr. Rama Becher in einem Rucksack auf meinem Rücken vorgestellt, ganze 20 Stück, nicht übel, oder?! Wie lange das wohl dauern wird und wie viele Kilometer es braucht, um die los zu werden?!?
Im Großen und Ganzen war ich aber mit mir und dem Lauf sehr zufrieden. So kann es weiter gehen. Allerdings, die große Herausforderung kommt ja erst, wenn es ab Morgen wieder zur Arbeit geht und mein organisatorisches Talent in Sachen Selbstversorgung gefragt ist. Bislang bin ich nämlich ein lustgeplagter Spontanesser, der nicht gerne plant, was er wann isst. Das Ergebnis dieser nicht empfehlenswerten Lebensweise ist jetzt unübersehbar und bedarf schleunigst einer Korrektur, glücklicherweise ist man ja nie zu alt, die Dinge zu ändern, die einem nicht gut tun. Schaumermal wie es klappt. Wie schon gesagt: hochmotiviert ;-)...
In Zahlen:
Start 03.01.2014: 80,6 kg
Sonntagsgewicht: 05.01.2014: 79,0 kg
Trainingseinheit: 10 km Laufen
Zeit: 1.10 Stunde
Gelaufene km gesamt: 21,4
Freitag, 3. Januar 2014
03.01.2014, Projekt sub 10, Tag 2
Obwohl ich wieder eine bewußte und auch längere Phase des Halbschlafs hatte, war es gefühlt besser als in der Nacht zuvor. Dementsprechend gut bin ich raus gekommen, unmittelbar nach dem Dirk kurz nach 8 Uhr aus dem Haus gegangen ist. Ich schiebe das auf den nicht getrunkenen Wein am Abend zuvor und es fühlt sich gut an.
Ich setze mich ans Laptop und starte mein "Projekt sub 10" schriftlich im Blog und stelle dabei wieder fest, dass gestern wirklich kein guter Tag war. Übers Schreiben verliere ich ein wenig die Uhr aus dem Auge, denn ich will laufen gehen, bevor ich um halb 12 zu Marlen zum Kosmetik-Termin muss. Als ich mich in die Laufklamotten schmeiße stelle ich fest, dass meine Laufuhr leer ist. Mist. Aber was solls, ich weiß auch so, dass meine Standardrunde 6 Kilometer lang ist und dass ich dafür ca. 45 Minuten brauche. Gefrühstückt habe ich bis dahin nur einen großen Kaffee und ein Glas Wasser, ich habe keinen Hunger und wage es dann doch, mich einmal auf die Waage zu stellen. Sie zeigt, wie erwartet 80,6 kg an. Ich bin nicht erstaunt, allerhöchstens über die Genauigkeit, mit der ich mein Gewicht auch ohne Waage schätzen kann. Die Schallgrenze ist also tatsächlich erreicht. Ich versuche, mir davon nicht die Laune vermiesen zu lassen, denn ich wußte es ja schließlich schon vorher.
Das Wetter ist mild, viel zu mild, aber trotzdem recht windig. Beim Laufen fühle ich mich fetter und unfitter denn je. Das ist gut so, denn ich versuche dieses Gefühl und diese Gedanken zu kompensieren für die Momente, in denen ich wieder drohe "zu sündigen". 80 Kilo kreist es in meinem Kopf. Wie lange werde ich wohl brauchen, um wieder ansatzweise an 70 zu kommen?!? Scheiße. Nein. ich werde jetzt keinen Frust schieben, sondern mich damit motivieren. Ich laufe in einem halbwegs gefühlten Wohlfühltempo, auch wenn ich mich doch mehr wie ein blutiger Anfänger fühle. Dass ich das nicht bin, vergesse ich fast. Ich versuche mich zu erinnern, wie sich die beiden Halbmarathons angefühlt haben und der ATG von 2012. Ein nur schwacher Trost irgendwie. Wie viele Läufe wird es brauchen, bis ich mich selber wieder halbwegs fit fühle und nicht gefühlt wie eine schnaubende Seekuh durch den Wald tapse?! Mein größter Feind ist immer die Ungeduld, davon darf ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Es ist müssig zu glauben, dass ich in drei Wochen am Ziel bin - damit versuche ich mir selber Mut zu machen, das ist wohl schon ein etwas längerer Weg. Sechs Kilometer später bin ich durch, es geht mir besser, die Runde ist vorbei, ich wäre gerne länger gelaufen, habe aber keine Zeit. Jetzt schnell unter die Dusche und ab zu Marlen, zwei Stunden verwöhnen lassen und dabei nett plaudern.
Um 14.45 Uhr ist mein Essen fertig, es gibt Hähnchenbrustgeschnetzeltes mit Champignons, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Tomaten in der Pfanne. Ich habe keinen Hunger und zwinge mich, eine kleine Portion davon zu essen, den Rest gibts später mit Dirk. Auf Kohlenhydrate will ich so gut es geht verzichten, schließlich nimmt man so am schnellsten ab (also ich zumindest). Vor allem lass ich die Finger von Süßigkeiten, Kuchen, Keksen und dem Übeltäter Nr. 1, Alkohol. Der Gedanke daran alleine widert mich gerade an. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Jetzt fahr ich gleich noch zum Stall, aber reiten werde ich wohl heute nicht. Heute war schon ein wesentlich besserer Tag - so kann es weiter gehen: es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!
Ich setze mich ans Laptop und starte mein "Projekt sub 10" schriftlich im Blog und stelle dabei wieder fest, dass gestern wirklich kein guter Tag war. Übers Schreiben verliere ich ein wenig die Uhr aus dem Auge, denn ich will laufen gehen, bevor ich um halb 12 zu Marlen zum Kosmetik-Termin muss. Als ich mich in die Laufklamotten schmeiße stelle ich fest, dass meine Laufuhr leer ist. Mist. Aber was solls, ich weiß auch so, dass meine Standardrunde 6 Kilometer lang ist und dass ich dafür ca. 45 Minuten brauche. Gefrühstückt habe ich bis dahin nur einen großen Kaffee und ein Glas Wasser, ich habe keinen Hunger und wage es dann doch, mich einmal auf die Waage zu stellen. Sie zeigt, wie erwartet 80,6 kg an. Ich bin nicht erstaunt, allerhöchstens über die Genauigkeit, mit der ich mein Gewicht auch ohne Waage schätzen kann. Die Schallgrenze ist also tatsächlich erreicht. Ich versuche, mir davon nicht die Laune vermiesen zu lassen, denn ich wußte es ja schließlich schon vorher.
Das Wetter ist mild, viel zu mild, aber trotzdem recht windig. Beim Laufen fühle ich mich fetter und unfitter denn je. Das ist gut so, denn ich versuche dieses Gefühl und diese Gedanken zu kompensieren für die Momente, in denen ich wieder drohe "zu sündigen". 80 Kilo kreist es in meinem Kopf. Wie lange werde ich wohl brauchen, um wieder ansatzweise an 70 zu kommen?!? Scheiße. Nein. ich werde jetzt keinen Frust schieben, sondern mich damit motivieren. Ich laufe in einem halbwegs gefühlten Wohlfühltempo, auch wenn ich mich doch mehr wie ein blutiger Anfänger fühle. Dass ich das nicht bin, vergesse ich fast. Ich versuche mich zu erinnern, wie sich die beiden Halbmarathons angefühlt haben und der ATG von 2012. Ein nur schwacher Trost irgendwie. Wie viele Läufe wird es brauchen, bis ich mich selber wieder halbwegs fit fühle und nicht gefühlt wie eine schnaubende Seekuh durch den Wald tapse?! Mein größter Feind ist immer die Ungeduld, davon darf ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Es ist müssig zu glauben, dass ich in drei Wochen am Ziel bin - damit versuche ich mir selber Mut zu machen, das ist wohl schon ein etwas längerer Weg. Sechs Kilometer später bin ich durch, es geht mir besser, die Runde ist vorbei, ich wäre gerne länger gelaufen, habe aber keine Zeit. Jetzt schnell unter die Dusche und ab zu Marlen, zwei Stunden verwöhnen lassen und dabei nett plaudern.
Um 14.45 Uhr ist mein Essen fertig, es gibt Hähnchenbrustgeschnetzeltes mit Champignons, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Tomaten in der Pfanne. Ich habe keinen Hunger und zwinge mich, eine kleine Portion davon zu essen, den Rest gibts später mit Dirk. Auf Kohlenhydrate will ich so gut es geht verzichten, schließlich nimmt man so am schnellsten ab (also ich zumindest). Vor allem lass ich die Finger von Süßigkeiten, Kuchen, Keksen und dem Übeltäter Nr. 1, Alkohol. Der Gedanke daran alleine widert mich gerade an. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen. Jetzt fahr ich gleich noch zum Stall, aber reiten werde ich wohl heute nicht. Heute war schon ein wesentlich besserer Tag - so kann es weiter gehen: es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!
02.01.2014, Projekt sub 10, Tag 1
Ich habe sehr schlecht geschlafen, war gefühlt wieder zwei Stunden wach und bin erst gegen Morgen wieder eingeschlafen, ich habe diese Woche noch frei. Um 10 Uhr bin ich mit Tim verabredet, wir wollen in die Stadt zum Frühstücken und Shoppen. Da ich mit Kopfschmerzen aufwache, hält sich meine Lust in Grenzen. Ich komme schwer in die Gänge und selbst der 2. Kaffee hilft nicht, also nehme ich eine Aspirin. Am liebsten würde ich Tim absagen und wieder ins Bett gehen, ich fühle mich unwohl und unmotiviert.
Die ganzen Feiertage reichen mir allmählich und dadurch, dass ich vor Weihnachten auch noch krank war, bin ich nun fast drei Wochen zu Hause. Ich bin froh, wenn am Montag wieder der Alltag zurück kehrt und alles seinen gewohnten Gang nimmt. Tim erscheint mit leichter Verspätung und wir starten, es geht mir etwas besser, aber nicht wirklich gut.
Unsere Shoppingtour durch Aachen lenkt mich schön ab und es freut mich zu sehen, wie sehr Tim sich über die neuen Sachen freut. Nach gefühlten fünf Stunden schließen wir die Tour in der Mayerschen Buchhandlung ab, wo ich meinen Gutschein verpulvere und mir drei Bücher kaufe, die Auswahl fiel mir sehr schwer, ich hätte locker 30 kaufen können. Von "Die Kunst der Selbstachtung" erhoffe ich mir sehr viel; bereits das Lesen der ersten Seiten zeigt mir, dass ich tatsächlich ein Problem habe, mich selbst Wert zu schätzen, was wohl wiederum daran liegt, dass meine Eltern es mir nicht vermittelt haben. Viel Kritik und wenig Lob stärken nicht unbedingt das Selbstvertrauen eines Kindes...
Zu Hause angekommen bin ich fix und alle und beschließe, während ich eine Tomatensuppe esse, heute nicht zum Stall zu fahren, ich bin k. o. und muss mich erstmal hinlegen; an Sport ist nicht zu denken. Ich schlafe etwa eine Stunde auf der Couch und spiele dann mehrere Runden Quizduell, das Spiel macht wirklich süchtig, aber die Fragen werden irgendwie immer schwerer und ich rate mich weitestgehend so durch, bis Dirk von der Arbeit kommt. Ich improvisiere ein Abendessen mit Putensteaks und bin nicht gut drauf. Also spiele ich weiter und höre dabei ein wenig Musik. Erst als wir um viertel nach Acht anfangen, weitere Folgen von Game of Thrones zu schauen, fühle ich mich besser. Ok, wegen starker Verspannungen im Schulterbereich habe ich dann doch noch eine Ibu800 genommen. Ich beschließe auch deshalb bereits heute keinen Wein mehr zu trinken, obwohl der Plan eigentlich erst am Montag anfängt und wir schließlich noch das "letzte Wochenende" vor der Brust haben. Egal. Ich habe schwer die Vermutung, dass es am Alkohol liegt, dass ich mich morgens so unwohl gefühlt habe, auch, wenn es nur zwei Gläser am Vorabend waren.
Nach zwei Folgen machen wir Schluss, denn die letzten beiden Folgen der 2. Staffel wollen wir Samstag schauen. Morgen gehts ins Kino. Die Serie ist wirklich Klasse und hat uns voll in ihren Bann gezogen, ich freue mich jetzt schon auf die 3. Staffel, die leider erst im März auf BluRay erscheint. Kurz nach 23 Uhr liege ich im Bett und lese noch ein wenig, müde bin ich noch nicht, aber das Lesen hilft. Ich kann schlecht einschlafen und habe das Gefühl, ich bin völlig durcheinander wegen der vielen freien Tage. Nein, das war kein guter Start für mein Projekt. Aber immerhin gabs zwei Mandarinen und einen Apfel, außerdem keinen Wein. Es kann nur besser werden ;-). Morgen früh werde ich laufen gehen, auf jeden Fall!
Die ganzen Feiertage reichen mir allmählich und dadurch, dass ich vor Weihnachten auch noch krank war, bin ich nun fast drei Wochen zu Hause. Ich bin froh, wenn am Montag wieder der Alltag zurück kehrt und alles seinen gewohnten Gang nimmt. Tim erscheint mit leichter Verspätung und wir starten, es geht mir etwas besser, aber nicht wirklich gut.
Unsere Shoppingtour durch Aachen lenkt mich schön ab und es freut mich zu sehen, wie sehr Tim sich über die neuen Sachen freut. Nach gefühlten fünf Stunden schließen wir die Tour in der Mayerschen Buchhandlung ab, wo ich meinen Gutschein verpulvere und mir drei Bücher kaufe, die Auswahl fiel mir sehr schwer, ich hätte locker 30 kaufen können. Von "Die Kunst der Selbstachtung" erhoffe ich mir sehr viel; bereits das Lesen der ersten Seiten zeigt mir, dass ich tatsächlich ein Problem habe, mich selbst Wert zu schätzen, was wohl wiederum daran liegt, dass meine Eltern es mir nicht vermittelt haben. Viel Kritik und wenig Lob stärken nicht unbedingt das Selbstvertrauen eines Kindes...
Zu Hause angekommen bin ich fix und alle und beschließe, während ich eine Tomatensuppe esse, heute nicht zum Stall zu fahren, ich bin k. o. und muss mich erstmal hinlegen; an Sport ist nicht zu denken. Ich schlafe etwa eine Stunde auf der Couch und spiele dann mehrere Runden Quizduell, das Spiel macht wirklich süchtig, aber die Fragen werden irgendwie immer schwerer und ich rate mich weitestgehend so durch, bis Dirk von der Arbeit kommt. Ich improvisiere ein Abendessen mit Putensteaks und bin nicht gut drauf. Also spiele ich weiter und höre dabei ein wenig Musik. Erst als wir um viertel nach Acht anfangen, weitere Folgen von Game of Thrones zu schauen, fühle ich mich besser. Ok, wegen starker Verspannungen im Schulterbereich habe ich dann doch noch eine Ibu800 genommen. Ich beschließe auch deshalb bereits heute keinen Wein mehr zu trinken, obwohl der Plan eigentlich erst am Montag anfängt und wir schließlich noch das "letzte Wochenende" vor der Brust haben. Egal. Ich habe schwer die Vermutung, dass es am Alkohol liegt, dass ich mich morgens so unwohl gefühlt habe, auch, wenn es nur zwei Gläser am Vorabend waren.
Nach zwei Folgen machen wir Schluss, denn die letzten beiden Folgen der 2. Staffel wollen wir Samstag schauen. Morgen gehts ins Kino. Die Serie ist wirklich Klasse und hat uns voll in ihren Bann gezogen, ich freue mich jetzt schon auf die 3. Staffel, die leider erst im März auf BluRay erscheint. Kurz nach 23 Uhr liege ich im Bett und lese noch ein wenig, müde bin ich noch nicht, aber das Lesen hilft. Ich kann schlecht einschlafen und habe das Gefühl, ich bin völlig durcheinander wegen der vielen freien Tage. Nein, das war kein guter Start für mein Projekt. Aber immerhin gabs zwei Mandarinen und einen Apfel, außerdem keinen Wein. Es kann nur besser werden ;-). Morgen früh werde ich laufen gehen, auf jeden Fall!
Reset
Wie der Name des Blogs ja eigentlich vermuten lässt, soll hier der Speck schwinden, der leider im letzten Jahr durch sehr viel "sportfreie Gelassenheit" mehr geworden ist. So viel mehr, dass ich mich nicht mehr auf die Waage traue ;-). Nein, im Ernst, ich habe keine Ahnung, wie viel mehr es ist, aber ich fühle mich verdammt unwohl und daher soll der Fokus dieses neuen Jahres nun in der Tat auf "Speck muss weg" liegen. In Summe möchte ich mindestens 10 Kilo los werden. Ja, wirklich, sooo viel?!?! Ja, sooo viel, denn so viel ist es nicht. Im Fernsehen hat neulich jemand 65 Kilo abgenommen, dagegen sind 10 Kilo in der Tat nicht viel. Aber gut, ich wiege auch keine 170 Kilo (schätze es sind 80) und insofern ist die Relation schon anders, das stimmt. Aber ich habe mich nun auf 10 Kilo eingeschossen und so soll es sein. Ob ich vielleicht sogar an mein Traumgewicht von 65 Kilo ran komme möchte ich mal im Raume stehen lassen...
Wer mich länger kennt weiß, dass ich bereits x-mal vorhatte, abzunehmen und es nie wirklich geschafft habe. Doch meine Schmerzgrenze ist nun so groß, dass es passieren muss, ich will unbedingt wieder leichter werden, ich fühle mich wirklich sehr unfit und ja, fett. Das fühlt sich absolut nicht gut an, meine Klamotten zwicken und zwacken an allen Enden
Ein Zeitziel habe ich insofern, dass ich mir an meinem Geburtstag (also in einem knappen Jahr) vorstellen könnte, allerspätestens das Ziel erreicht zu haben. Allerdings hoffe ich, dass es wesentlich früher passiert.
Wie sieht mein Plan aus? Zunächst möchte ich wieder regelmäßig und bis an die 25-30 Kilometer pro Woche laufen, was eigentlich 3 x pro Woche heißt. Das wichtigste Element in meinem Plan ist jedoch eine bessere Organisation meiner Mahlzeiten und vor allem "besseres Essen", d. h. mehr Obst, weniger Süßes und Brot und vor allem kein Alkohol oder nur ganz wenig davon. Als ich neulich in unserem Keller das Leergut sortiert habe, habe ich mich erschrocken, als ich all die leeren Weinflaschen gesehen habe, die da zusammen gekommen sind! Damit ist jetzt Schluss.
Parallel zu meinem Vorhaben wird Dirk seinen Marathon-Plan angehen, er fängt am Montag damit an und will auch bis zum Venloop weitestgehend auf Alkohol verzichten. Das macht es sicher um einiges einfacher. Ich werde nun in Tagebuchform mein "Projekt sub10" hier kommentieren, das Schreiben hilft mir immer wieder, mich zu sortieren.
Also dann, auf gehts!
Wer mich länger kennt weiß, dass ich bereits x-mal vorhatte, abzunehmen und es nie wirklich geschafft habe. Doch meine Schmerzgrenze ist nun so groß, dass es passieren muss, ich will unbedingt wieder leichter werden, ich fühle mich wirklich sehr unfit und ja, fett. Das fühlt sich absolut nicht gut an, meine Klamotten zwicken und zwacken an allen Enden
Ein Zeitziel habe ich insofern, dass ich mir an meinem Geburtstag (also in einem knappen Jahr) vorstellen könnte, allerspätestens das Ziel erreicht zu haben. Allerdings hoffe ich, dass es wesentlich früher passiert.
Wie sieht mein Plan aus? Zunächst möchte ich wieder regelmäßig und bis an die 25-30 Kilometer pro Woche laufen, was eigentlich 3 x pro Woche heißt. Das wichtigste Element in meinem Plan ist jedoch eine bessere Organisation meiner Mahlzeiten und vor allem "besseres Essen", d. h. mehr Obst, weniger Süßes und Brot und vor allem kein Alkohol oder nur ganz wenig davon. Als ich neulich in unserem Keller das Leergut sortiert habe, habe ich mich erschrocken, als ich all die leeren Weinflaschen gesehen habe, die da zusammen gekommen sind! Damit ist jetzt Schluss.
Parallel zu meinem Vorhaben wird Dirk seinen Marathon-Plan angehen, er fängt am Montag damit an und will auch bis zum Venloop weitestgehend auf Alkohol verzichten. Das macht es sicher um einiges einfacher. Ich werde nun in Tagebuchform mein "Projekt sub10" hier kommentieren, das Schreiben hilft mir immer wieder, mich zu sortieren.
Also dann, auf gehts!
Freitag, 20. Dezember 2013
Mein Jahresrückblick 2013
Was war das für ein Jahr, wie würde ich es mit wenigen Worten beschreiben? Nun, es war ein wenig chaotisch und irgendwie emotional, ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt, wenn auch alles mehr "im Kopf als in echt". Zum Ende hin bin ich froh, dass es vorbei ist, wie in jedem Jahr ;-). Der Dezember ist nie wirklich mein Monat und ich sehne den 31. herbei, um virtuell meinen besagten Reset-Knopf zu drücken, alles auf Null, neue Chance, neues Glück.
Läuferisch war das Jahr auf jeden Fall nicht so dolle, auch wenn es mit einem gut vorbereiteten 2. Berlin Halbmarathon eigentlich hätte ein super Jahr werden können. Immerhin bin ich den Halbmarathon ganze 6 Minuten schneller gelaufen als im Vorjahr. Auch beim Venloop konnte ich endlich meine 5 km in sub 30 min. knacken. Aber dann kam das große Kopf-Aus und nichts ging mehr, eine handfeste Krise war da, und ich bin über 5 Monate keinen einzigen Meter mehr gelaufen (in der Zeit habe ich auch wieder angefangen zu rauchen). In Summe schließe ich das Jahr jetzt mit nur etwas um die 650 Kilometer ab (2012 waren es 1050 km). Der Wiedereinstieg nach der langen Pause fiel schon nicht gerade leicht und hat mich am Anfang sehr viel Überwindung gekostet, gefühlt habe ich nahezu bei Null angefangen. Die Tatsache, dass ich über die Zeit einige Kilos zugenommen habe, kam mir da schon zu Hilfe, wenn auch leider ohne Effekt bis jetzt. Aber immerhin hat der missglückte ATG meine Motivation neu entfacht, in Zukunft wieder mehr für meinen Körper zu tun.
Meine Liebe zum Pferd hat sich in diesem Jahr deutlich verstärkt. So hege ich im Stillen den Wunsch, irgendwann wohl doch noch einen eigenen wunderschönsten, lackschwarzen Friesen zu besitzen :-) - die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit einer Reitbeteiligung und freue mich über neue Freundschaften, die sich dadurch entwickeln.
Zur Zeit hänge ich leider etwas in den Seilen, da ich krank bin. Zwischen Schlafen, Laptop und Couch habe ich daher einige Zeit zum Nachdenken, so wie jetzt, wo ich über das vergangene Jahr nachdenke. Passend zur Situation war das Jahr mental sehr anstrengend, daher brauchte mein Körper wohl jetzt am Ende noch eine ungewollte Auszeit. Ja, ich fühle mich mental sehr erschöpft und freue mich daher auf die bevorstehenden freien Tage. Diese mentale Erschöpfung hat aber auch wertvolle Erkenntnisse zu Tage gebracht, sie ist daher schon ok ;-).
Im kommenden Jahr möchte ich mein Wohlbefinden in den Vordergrund stellen, ich muss mich wichtig nehmen und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Ich muss mehr auf mich achten (körperlich und geistig!), meine Ziele besser verfolgen, zusehen, dass ich ausgeglichen bin. Mein Ding machen, unabhängig davon, was andere davon halten oder dazu sagen. Mir schwebt außerdem vor, mich einem Ehrenamt zu widmen, denn ich merke immer wieder wie glücklich es mich macht, wenn ich anderen Menschen helfen kann. Meine ausgeprägte Empathie ist mir im Job schon sehr hilfreich, ich denke, ich muss das weiter ausbauen, das scheint meine besondere Gabe zu sein, die ich doch irgendwie immer noch suche.
Ja und dann war da noch die Sache mit den neuen Augen. Seit drei Woche habe ich nun implantierte Linsen im Auge. So richtig und zu 100 Prozent glücklich bin ich noch nicht, aber es ist auch noch recht früh. So hoffe ich, dass die Lichtempfindlichkeit noch nachlässt und vor allem das linke Auge noch etwas "normaler" wird. Meine Sehkraft, denke ich, ist bereits wieder bei 100 % angelangt, aber das Gefühl ist noch nicht so richtig gut. Klar, muss man sich ja auch erst mal dran gewöhnen, vor allem das Gehirn.
Am Ende aber ist doch irgendwie alles gut: Mit dem Rauchen hab ich vor drei Monaten wieder aufgehört (und diesmal hoffentlich wirklich für immer!), das Wesentliche ist mir wieder klarer geworden und ich bin dankbar für die Unterstützung von meinen lieben, diversen Seelengefährten, auch wenn sie es nicht immer leicht mit mir haben. Hier allen voran Dirk, der wohl einerseits mein kritischster Widersacher wie aber auch mein liebster Berater und Unterstützer ist. Er holt mich auf den Boden zurück, hält mir den gefürchteten Spiegel vor die ungeschminkte Nase und hält mich von spontanen Fixideen ab. Ist nicht immer der schönste Job, den er sich da in meinem Leben ausgesucht hat, aber er hat es ja auch schließlich so gewollt ;-).
Nun bin ich gespannt, welche Erfahrungen, Ereignisse, Begegnungen und auch Überraschungen das neue Jahr wohl so zu bieten hat. Ich habe das Gefühl, es wird ein sehr interessantes und aktives Jahr werden.
In diesem Sinne wünsche ich Euch erholsame und harmonische Feiertage und ein wunderbares Jahr 2014 - mögen sich all Eure Wünsche und Hoffnungen erfüllen und bleibt vor allem schön gesund :-)
Sonntag, 15. Dezember 2013
Der ATG 2013
Hm... war wohl irgendwie nicht mein Wochenende.
Gestern bin ich schon mit Kopfschmerzen wach geworden, die leider im Laufe des Tages immer heftiger wurden, so dass ich den ganzen Samstag mehr oder weniger im Bett liegend und schlafend verbracht habe. Die Doppelgeburtstags-80er-Party ist somit auch für uns ins Wasser gefallen.
Frohen Mutes und gut erholt ging es dann heute mit Dirk und Sven nach Mulartshütte, zum Start des 31. ATG Winterlaufs. Ich fühlte mich nach einem üblichen Läuferfrühstück guter Dinge, alles passte soweit. In der Voreifel angekommen, war es wie immer kalt, üsselig und nass, zum Glück ohne Regen, aber die Wege waren schon recht pratschig. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mein vorsichtshalber mal angezogenes Unterhemd anlassen sollte oder besser nicht, es war irgendwie schwer abzuwägen für mich und dann war die Tasche mit unseren Sachen auch schon abgegeben und ab ging es in den Startblock. Tja, Unterhemd blieb also wo es war, eng am Körper. Kurz nach 11 Uhr fiel der Startschuss und der Tross der 2500 Teilnehmer setzte sich in Bewegung. Mit einem 6:42er pace lief ich den ersten Kilometer, aber dann kam der erste fiese Berg. Immerhin noch mit 7:15 keuchte ich dort hoch, bis es endlich für längere Zeit bergab ging. Nach dem 2. Kilometer wusste ich wohl schon, dass das Unterhemd definitiv zuviel ist! Die nächsten vier Kilometer waren dann sehr schnell, zu schnell, wie ich im Nachhinein fürchte. Das schnelle bergab Laufen war nicht so gut für meine recht untrainierten Knochen, die seit Ewigkeiten kein Lauf-ABC mehr gemacht hatten, so dass ich bereits ab Kilometer 9 große Probleme bekam. An der Bahnhofsvision entschied ich mich zunächst für einen Stopp, wo ich mich des Unterhemdes in aller Öffentlichkeit entledigte und dabei einen Becher Wasser trank. Hier verlor ich schon sehr viel Zeit. Tja und dann auch den Anschluss, im wahrsten Sinne des Wortes. Es fiel mir super schwer, wieder in einen Rhythmus zu kommen und das Gequatsche der Holländerinnen hinter mir nervte. Meine Knie fingen fast gleichzeitig an zu mucken, der linke Fuß hatte sein berühmtes Stechen schon länger hinter sich, auch der fühlte sich nicht gut an.
Das war der Zeitpunkt, wo ich zum ersten Mal über einen Ausstieg nachdachte. Dumm nur, dass diese von A nach B Strecke durch die Pampa keinerlei Möglichkeit bietet, abzukürzen oder sonst irgendwie zum Zielbereich zu kommen. Ich versuchte es dann noch mit Musik, aber die half mir auch nicht. Ich ärgerte mich, mal wieder kein Handy dabei zu haben, sonst hätte ich wenigstens Flo informieren können, dass man mich später irgendwo aufsammeln soll. Und so blieb mir also nichts anderes übrig, als mich durchzukämpfen. Immer wieder starte ich mal einen neuen Versuch, ins Laufen zu kommen, aber schon nach wenigen Schritten schmerzten beide Knie um die Wette. Die Schmerzen waren im Gehen natürlich nicht weg, aber zumindest nicht ganz so dolle. Nun tat mir auch die Hüfte und der Hintern weh und der Blick auf die Uhr, die mir noch 6 Kilometer anzeigte, machte das Ganze nicht wirklich angenehmer. Der Besenwagen überholte mich irgendwo am Ende vom Hitfeld, hatte aber leider keinen Platz, mich mitzunehmen. Der Rote Kreuz Wagen wäre noch eine Möglichkeit gewesen, denn Schmerzen hatte ich ja nun. Aber irgendwie war das dann doch keine Option für mich. Also ging ich weiter und weiter und weiter. Und wusste irgendwann an einer Hauptstraße nicht mehr, wo der Weg nun weiter geht. Also ging ich ein Stück die Straße runter und wusste nur intuitiv, dass ich auf die andere Seite musste. Da waren es noch 2 Kilometer bis ins Stadion. Die kamen mir endlos lang vor, während mir bereits die ersten Läufer schon wieder entgegenkamen. Ich wich ihren Blicken betont desinteressiert aus ;-)...
Nach 2:30 Stunden war ich endlich im Ziel und hätte zu gerne nach einem Rollstuhl gefragt. Dirk hatte sich natürlich schon Sorgen gemacht, er war nach 1:34 h im Ziel und musste also recht lange auf mich warten. Wir holten noch meine Printe und den Buff ab und dann gings endlich nach Hause. Zwischenstopp bei Longlie, wie jeden Sonntag nach den langen Läufen, und mit einer Ibu 800 dann erst mal auf die Couch in eine warme Decke gemummelt.
Den Haken hab ich längst dran gemacht. Insgesamt war es ein Lauf der Erkenntnisse: Lauf besser solche Kanten nicht mehr ohne Geld oder Handy, lauf nicht zu schnell los und mach künftig wieder immer schön brav das Lauf-ABC, denn das bringt wirklich was. Interessant war es auch mal, vom Besenwagen überholt zu werden, immerhin eine neue Erfahrung, die man hoffentlich nicht allzu oft macht. Und hier ist er, mein Lauf, den ich am Ende auch noch vergessen habe, abzustoppen :-). Erstaunt war ich zu sehen, dass trotz der ganzen Geherei immer noch eine 8:13er pace dabei raus gekommen ist. Doch zu den lässigen 6:35 vom Vorjahr natürlich kein Vergleich, den Lauf hab ich wirklich genossen, der lief einfach nur richtig gut (ok, da hab ich glaube ich auch schon für Berlin trainiert). Im nächsten Jahr werde ich den ATG auf jeden Fall nicht mehr mit laufen. Die profilierte Strecke ist nicht wirklich schön (mein Empfinden!), warum dieser Lauf hier in der Region so heiß begehrt ist, weiß ich beim besten Willen nicht. Dann stehe ich meinen Jungs wieder als Fahrerin zur Verfügung und Flo wird an meiner Stelle dabei sein, wie er heute unter Zeugen sagte :-).
Gestern bin ich schon mit Kopfschmerzen wach geworden, die leider im Laufe des Tages immer heftiger wurden, so dass ich den ganzen Samstag mehr oder weniger im Bett liegend und schlafend verbracht habe. Die Doppelgeburtstags-80er-Party ist somit auch für uns ins Wasser gefallen.
Frohen Mutes und gut erholt ging es dann heute mit Dirk und Sven nach Mulartshütte, zum Start des 31. ATG Winterlaufs. Ich fühlte mich nach einem üblichen Läuferfrühstück guter Dinge, alles passte soweit. In der Voreifel angekommen, war es wie immer kalt, üsselig und nass, zum Glück ohne Regen, aber die Wege waren schon recht pratschig. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mein vorsichtshalber mal angezogenes Unterhemd anlassen sollte oder besser nicht, es war irgendwie schwer abzuwägen für mich und dann war die Tasche mit unseren Sachen auch schon abgegeben und ab ging es in den Startblock. Tja, Unterhemd blieb also wo es war, eng am Körper. Kurz nach 11 Uhr fiel der Startschuss und der Tross der 2500 Teilnehmer setzte sich in Bewegung. Mit einem 6:42er pace lief ich den ersten Kilometer, aber dann kam der erste fiese Berg. Immerhin noch mit 7:15 keuchte ich dort hoch, bis es endlich für längere Zeit bergab ging. Nach dem 2. Kilometer wusste ich wohl schon, dass das Unterhemd definitiv zuviel ist! Die nächsten vier Kilometer waren dann sehr schnell, zu schnell, wie ich im Nachhinein fürchte. Das schnelle bergab Laufen war nicht so gut für meine recht untrainierten Knochen, die seit Ewigkeiten kein Lauf-ABC mehr gemacht hatten, so dass ich bereits ab Kilometer 9 große Probleme bekam. An der Bahnhofsvision entschied ich mich zunächst für einen Stopp, wo ich mich des Unterhemdes in aller Öffentlichkeit entledigte und dabei einen Becher Wasser trank. Hier verlor ich schon sehr viel Zeit. Tja und dann auch den Anschluss, im wahrsten Sinne des Wortes. Es fiel mir super schwer, wieder in einen Rhythmus zu kommen und das Gequatsche der Holländerinnen hinter mir nervte. Meine Knie fingen fast gleichzeitig an zu mucken, der linke Fuß hatte sein berühmtes Stechen schon länger hinter sich, auch der fühlte sich nicht gut an.
Das war der Zeitpunkt, wo ich zum ersten Mal über einen Ausstieg nachdachte. Dumm nur, dass diese von A nach B Strecke durch die Pampa keinerlei Möglichkeit bietet, abzukürzen oder sonst irgendwie zum Zielbereich zu kommen. Ich versuchte es dann noch mit Musik, aber die half mir auch nicht. Ich ärgerte mich, mal wieder kein Handy dabei zu haben, sonst hätte ich wenigstens Flo informieren können, dass man mich später irgendwo aufsammeln soll. Und so blieb mir also nichts anderes übrig, als mich durchzukämpfen. Immer wieder starte ich mal einen neuen Versuch, ins Laufen zu kommen, aber schon nach wenigen Schritten schmerzten beide Knie um die Wette. Die Schmerzen waren im Gehen natürlich nicht weg, aber zumindest nicht ganz so dolle. Nun tat mir auch die Hüfte und der Hintern weh und der Blick auf die Uhr, die mir noch 6 Kilometer anzeigte, machte das Ganze nicht wirklich angenehmer. Der Besenwagen überholte mich irgendwo am Ende vom Hitfeld, hatte aber leider keinen Platz, mich mitzunehmen. Der Rote Kreuz Wagen wäre noch eine Möglichkeit gewesen, denn Schmerzen hatte ich ja nun. Aber irgendwie war das dann doch keine Option für mich. Also ging ich weiter und weiter und weiter. Und wusste irgendwann an einer Hauptstraße nicht mehr, wo der Weg nun weiter geht. Also ging ich ein Stück die Straße runter und wusste nur intuitiv, dass ich auf die andere Seite musste. Da waren es noch 2 Kilometer bis ins Stadion. Die kamen mir endlos lang vor, während mir bereits die ersten Läufer schon wieder entgegenkamen. Ich wich ihren Blicken betont desinteressiert aus ;-)...
Nach 2:30 Stunden war ich endlich im Ziel und hätte zu gerne nach einem Rollstuhl gefragt. Dirk hatte sich natürlich schon Sorgen gemacht, er war nach 1:34 h im Ziel und musste also recht lange auf mich warten. Wir holten noch meine Printe und den Buff ab und dann gings endlich nach Hause. Zwischenstopp bei Longlie, wie jeden Sonntag nach den langen Läufen, und mit einer Ibu 800 dann erst mal auf die Couch in eine warme Decke gemummelt.
Den Haken hab ich längst dran gemacht. Insgesamt war es ein Lauf der Erkenntnisse: Lauf besser solche Kanten nicht mehr ohne Geld oder Handy, lauf nicht zu schnell los und mach künftig wieder immer schön brav das Lauf-ABC, denn das bringt wirklich was. Interessant war es auch mal, vom Besenwagen überholt zu werden, immerhin eine neue Erfahrung, die man hoffentlich nicht allzu oft macht. Und hier ist er, mein Lauf, den ich am Ende auch noch vergessen habe, abzustoppen :-). Erstaunt war ich zu sehen, dass trotz der ganzen Geherei immer noch eine 8:13er pace dabei raus gekommen ist. Doch zu den lässigen 6:35 vom Vorjahr natürlich kein Vergleich, den Lauf hab ich wirklich genossen, der lief einfach nur richtig gut (ok, da hab ich glaube ich auch schon für Berlin trainiert). Im nächsten Jahr werde ich den ATG auf jeden Fall nicht mehr mit laufen. Die profilierte Strecke ist nicht wirklich schön (mein Empfinden!), warum dieser Lauf hier in der Region so heiß begehrt ist, weiß ich beim besten Willen nicht. Dann stehe ich meinen Jungs wieder als Fahrerin zur Verfügung und Flo wird an meiner Stelle dabei sein, wie er heute unter Zeugen sagte :-).
Sonntag, 8. Dezember 2013
Noch eine Woche
Eigentlich sollte es ja heute noch mal etwas profilierter werden, quasi als Probelauf für den ATG nächste Woche, aber das Laufen am Maasdeich ist so derart reizvoll, dass es uns Woche um Woche dort hin zieht. Nein, die Landschaft wird uns einfach nicht langweilig, sie ist immer wieder super schön, egal bei welchem Wetter und egal in welcher Jahreszeit.
Allerlei gemischtes gabs heute, das Wetter hätte also gut in den April gepasst: Regen, Sonne und Wind. Daher musste ich mich erst einmal kurz überwinden, überhaupt aus dem Auto aus zu steigen, nachdem ich Dirk an seinem Startpunkt 18 Kilometer weiter abgesetzt hatte. Es war kalt und ungemütlich und meine Lust hielt sich doch sehr in Grenzen. Da es aber um meine Gemütslage im Augenblick nicht so besonders gut bestellt ist (und jährlich grüßt der Weihnachtsblues!?) wusste ich, dass mir der Lauf sehr gut tun würde und warm würde es aus Erfahrung gewiss auch noch werden.
So lief ich zunächst einen Teil der Runde, den ich neulich spaziert bin. Leider war das Aha-Gefühl heute nicht so intensiv, was sicher dem Wetter geschuldet war. Trotzdem machte ich hier und da einen kleinen Fotostopp. Dann gings weiter den Deich hoch mit Gegenwind, aber es lief ohnehin nicht wirklich rund, so dass mich der Wind auch nicht unbedingt störte, der Kopf kam nicht wirklich zur Ruhe. Durch das Naturschutzgebiet (mit Gattern abgesperrt wegen der freilaufenden Tiere) ging es dann zum Auto zurück, ich brauchte dringend ein frisches Taschentuch. Der Weg hier war teils steinig und matschig, aber im Großen und Ganzen gut laufbar - Natur pur!
Am Auto traf ich auf Dirk, der genau wie ich noch die 3,5 Kilometer-Runde laufen wollte, mit der ich meine Runde begonnen hatte, nur diesmal anders herum. Wir tauschten kurz den Autoschlüssel und weiter gings mit frisch geputzter Nase. Endlich lief es bei mir dann auch flüssig. Die prophylaktisch eingepackte Musik brauchte ich auch heute nicht. Am Ende wartete Dirk bereits auf mich und ich begrüßte ihn mit den Worten, "Ob ich mir den ATG nächste Woche allerdings zutraue, weiß ich noch nicht..." Immerhin ist der noch ganze 6 Kilometer weiter, als meine heutige 12,3 km Runde. Dumm ist außerdem, dass wir am Abend zuvor auf einem Doppelgeburtstag in Form einer 80er Jahre Fete eingeladen sind. Menno, ich würde zu gerne nochmal richtig abzappeln und einen weg zischen, stattdessen heißt es um 7 Uhr aufstehen - echt ärgerlich. Laufen ist manchmal echt doof ;-)
Und nun am Rande noch ein kleiner Kinotipp: Nach einem neuerlichen Besuch auf unserem schönen Weihnachtsmarkt gestern, waren wir in "Fack ju Göhte" - voll krass lustisch!!!
Und hier gibts weitere Impressionen vom schönen Maasland:
Sonntag, 1. Dezember 2013
Unterwegs in Maasvalley
10 Kilometer am Deich waren das Ziel für heute. Da wir ohnehin beschlossen haben, nicht mehr ohne Handy los zu zuckeln, konnte ich diese Gelegenheit bestens nutzen, ein paar Eindrücke meiner Laufstrecke für euch fest zu halten. Ich war, wie auch bei meinem Spaziergang vergangene Woche, ähnlich begeistert. Die ersten 5 Kilometer hab ich mich etwas schwer getan, meinen Rhythmus zu finden. Außerdem merkte ich recht bald, dass ich irgendwie zu warm angezogen war. Die zwei Wochen Pause ließen meine Beine schwer wirken, doch nachdem ich mich von meinem Langarmshirt befreit hatte und mit kurzen Armen weiter lief, ging es gleich um einiges besser. Leider fing im letzten Kilometer mein rechtes Knie wieder an zu mucken. Es war trotz der Schmerzen am Ende und der Schwere am Anfang ein absoluter Genusslauf.
Die unterschiedlichen Helligkeiten liegen daran, dass ich sowohl vorwärts als auch rückwärts blickend fotografiert habe und die Sonne mal mehr mal weniger schien und somit den Eiindruck der Landschaft veränderte. Aber ich habe die Fotos natürlich minimal nachbearbeitet. Langsam komme ich auf den Geschmack... :-)
Sonntag, 24. November 2013
Naturkind mit neuen Augen
Wie wunderschön war das denn bitte heute!?!
Und nein, es hat sicher nicht an meinen "neuen Augen" gelegen, durch die ich seit Dienstag und Donnerstag dieser Woche die Welt sehen kann. Für alle, die es noch nicht wissen: Bei mir wurde im Augen Centrum Dreiländereck ein refraktiver Linsenaustausch vorgenommen, d. h. die körpereigene Linse im Auge wird durch eine künstliche ersetzt. Mein Sehvermögen war schon am folgenden Tag bei der Nachuntersuchung wieder bei 100 %, dennoch sind die Augen erst in ca. 2 - 4 Wochen aussagekräftig verheilt**. Das Mehr an Lebensqualität ist jetzt schon unbeschreiblich - nie wieder eine Brille tragen müssen! Aus dem Grund darf ich im Augenblick auch noch nicht wieder laufen, da die Linsen noch verrutschen könnten durch die Stoßbewegungen. Genau deshalb stand heute für mich auch nur ein schöner Spaziergang auf dem Plan, während Dirk heute 23 Kilometer laufen wollte. Wie immer, wenn es um die langen Läufe geht, fuhren wir auch diesmal dafür ins platte Maasland nach Belgien. War ich nicht schon ohnehin längst ein Maasland-Fan, so wurde ich spätestens heute dazu. Schon länger laufen wir ja sehr gerne mal an der Maas im benachbarten Belgien bzw. Holland. Die Maas ist übrigens die Grenze zwischen beiden Ländern, wir laufen bevorzugt um die Gegend herum von Maasmechelen (bekannt durch ein großes Outlet-Shoppingcenter). Im Gegensatz zu unseren heimischen, profilierten Gefilden, gibt es dort so gut wie keine Höhenmeter und deshalb ist das Maasland auch bei Radfahrern überaus beliebt.
Das Gebiet, in dem wir heute bei typischem Novemberwetter starteten, war neu für uns. Nach den letzten Läufen verlangte es uns mal wieder nach etwas Abwechslung. Dirk hatte mir einen schönen Rundkurs ausgeguckt. Kurz bevor wir am Startpunkt ankamen, fing es leicht an zu regnen. Doch so, wie wir aus dem Auto steigen, hörte es nicht nur auf zu regnen, sondern wie auf Bestellung kam sogar die Sonne durch die Wolken, was ein wunderbares, silbriges Licht auf den Deich und seine Umgebung zauberte, die im diesigen Nebel verschwamm (1. Foto). Völlig verzückt und etwas geblendet von dem Licht (meine Augen sind noch recht lichtempfindlich) startete ich euphorisch meinen Spaziergang auf dem Deich. Immer wieder dachte ich nur, mein Gott ist das schön hier! Ich beneidete die Menschen sehr, die in den Häusern direkt am Deich leben, die immer auf das malerische Becken mit seinen Farnen und Enten schauen, wenn sie aus dem Fenster blicken. Wie geil muss es sein, dort zu leben?! Gut, zugegebenermaßen liegt Dilsen-Stokkem irgendwie am AdW, aber wenn man die Hütten hier sieht, muss das Bauland zumindest sehr günstig sein. Hier ist fast ein Haus schöner als das andere und ich fragte mich häufiger während meines Spazierganges, was all die Belgier wohl so beruflich machen, um sich solche Einfamilienhäuser leisten zu können (nicht selten standen auch recht noble Karossen davor), die können sicher nicht alle Bauern sein, auch wenn es sehr viel Land dort gibt. Das Bild, das ich bislang vom gemeinen Belgier hatte, ist sehr einfach: es sind für mein Empfinden eher weniger gut angezogene und weniger gut aussehende Menschen als anderswo, ich fand das auffallend, wobei es mir auch egal ist. Ihre größeren Städte sind häufig sehr schmutzig und ungepflegt und von Gegensätzen geprägt, neben dem schönen, großen Einfamilienhaus steht oft eine runter gekommene Kaschemme und bis auf die bekannten belgischen Fritten hat die belgische Küche für mich wenig zu bieten. Umso schöner ist das Umland, hierin habe ich mich heute regelrecht verliebt. Wie sehr habe ich es bedauert, keine Kamera dabei zu haben, so idyllisch waren die Motive: gelbe Herbstbäume, grüne Deiche mit hellen Kühen, Wiesen überall, mit und ohne Pferde, Weiher mit schneeweißen Schwänen und als wäre das alles nicht genug, erscheinen hinter den Bäumen auch noch zwei Angler in einem Boot, gemütlich Rücken an Rücken sitzend. Van Gogh hätte daher sicher seine wahre Freude auch an diesem Motiv gehabt.
Und nein, es hat sicher nicht an meinen "neuen Augen" gelegen, durch die ich seit Dienstag und Donnerstag dieser Woche die Welt sehen kann. Für alle, die es noch nicht wissen: Bei mir wurde im Augen Centrum Dreiländereck ein refraktiver Linsenaustausch vorgenommen, d. h. die körpereigene Linse im Auge wird durch eine künstliche ersetzt. Mein Sehvermögen war schon am folgenden Tag bei der Nachuntersuchung wieder bei 100 %, dennoch sind die Augen erst in ca. 2 - 4 Wochen aussagekräftig verheilt**. Das Mehr an Lebensqualität ist jetzt schon unbeschreiblich - nie wieder eine Brille tragen müssen! Aus dem Grund darf ich im Augenblick auch noch nicht wieder laufen, da die Linsen noch verrutschen könnten durch die Stoßbewegungen. Genau deshalb stand heute für mich auch nur ein schöner Spaziergang auf dem Plan, während Dirk heute 23 Kilometer laufen wollte. Wie immer, wenn es um die langen Läufe geht, fuhren wir auch diesmal dafür ins platte Maasland nach Belgien. War ich nicht schon ohnehin längst ein Maasland-Fan, so wurde ich spätestens heute dazu. Schon länger laufen wir ja sehr gerne mal an der Maas im benachbarten Belgien bzw. Holland. Die Maas ist übrigens die Grenze zwischen beiden Ländern, wir laufen bevorzugt um die Gegend herum von Maasmechelen (bekannt durch ein großes Outlet-Shoppingcenter). Im Gegensatz zu unseren heimischen, profilierten Gefilden, gibt es dort so gut wie keine Höhenmeter und deshalb ist das Maasland auch bei Radfahrern überaus beliebt.
Das Gebiet, in dem wir heute bei typischem Novemberwetter starteten, war neu für uns. Nach den letzten Läufen verlangte es uns mal wieder nach etwas Abwechslung. Dirk hatte mir einen schönen Rundkurs ausgeguckt. Kurz bevor wir am Startpunkt ankamen, fing es leicht an zu regnen. Doch so, wie wir aus dem Auto steigen, hörte es nicht nur auf zu regnen, sondern wie auf Bestellung kam sogar die Sonne durch die Wolken, was ein wunderbares, silbriges Licht auf den Deich und seine Umgebung zauberte, die im diesigen Nebel verschwamm (1. Foto). Völlig verzückt und etwas geblendet von dem Licht (meine Augen sind noch recht lichtempfindlich) startete ich euphorisch meinen Spaziergang auf dem Deich. Immer wieder dachte ich nur, mein Gott ist das schön hier! Ich beneidete die Menschen sehr, die in den Häusern direkt am Deich leben, die immer auf das malerische Becken mit seinen Farnen und Enten schauen, wenn sie aus dem Fenster blicken. Wie geil muss es sein, dort zu leben?! Gut, zugegebenermaßen liegt Dilsen-Stokkem irgendwie am AdW, aber wenn man die Hütten hier sieht, muss das Bauland zumindest sehr günstig sein. Hier ist fast ein Haus schöner als das andere und ich fragte mich häufiger während meines Spazierganges, was all die Belgier wohl so beruflich machen, um sich solche Einfamilienhäuser leisten zu können (nicht selten standen auch recht noble Karossen davor), die können sicher nicht alle Bauern sein, auch wenn es sehr viel Land dort gibt. Das Bild, das ich bislang vom gemeinen Belgier hatte, ist sehr einfach: es sind für mein Empfinden eher weniger gut angezogene und weniger gut aussehende Menschen als anderswo, ich fand das auffallend, wobei es mir auch egal ist. Ihre größeren Städte sind häufig sehr schmutzig und ungepflegt und von Gegensätzen geprägt, neben dem schönen, großen Einfamilienhaus steht oft eine runter gekommene Kaschemme und bis auf die bekannten belgischen Fritten hat die belgische Küche für mich wenig zu bieten. Umso schöner ist das Umland, hierin habe ich mich heute regelrecht verliebt. Wie sehr habe ich es bedauert, keine Kamera dabei zu haben, so idyllisch waren die Motive: gelbe Herbstbäume, grüne Deiche mit hellen Kühen, Wiesen überall, mit und ohne Pferde, Weiher mit schneeweißen Schwänen und als wäre das alles nicht genug, erscheinen hinter den Bäumen auch noch zwei Angler in einem Boot, gemütlich Rücken an Rücken sitzend. Van Gogh hätte daher sicher seine wahre Freude auch an diesem Motiv gehabt.
Van Gogh - Angler und Boote an der Pont de Clichy
Als ob sie mich ärgern wollte, kam die Sonne immer stärker heraus und ich
weiß nicht, ob es die wunderschöne Landschaft war, die mir die Tränen in die
Augen trieb, oder der Frust, keine Kamera dabei zu haben. (Die drei Fotos habe
ich mit Dirks Handy gemacht, welches im Auto lag. Aber da war die Sonne fast
schon wieder weg und die schönsten Stellen auch nicht mit dem Auto erreichbar).
Nach 6 Kilometern ist meine Runde dann leider auch schon wieder zu Ende, ich hätte noch ewig so weiter gehen können. Fest steht in jedem Fall, dass ich ein Landei bin, ich gehöre auf den Deich, ich gehöre ans Wasser, ich brauche die Weite der Natur, ich bin alles andere nur kein Stadtmensch! Ja, so will ich leben. Auch wenn wir hier bei uns zu Hause schon sehr schön leben mit unserem Weiher und Wald vor der Haustüre, dem schönen Wurmtal, der Aachener Soers und der fast um die Ecke liegenden Eifel... Es fehlt eindeutig mehr Wasser! Es muss ja nicht gerade Belgien sein, nein, vielleicht klappts ja irgendwann doch noch mit dem schönen Hamburg oder von mir aus auch mit Dresden.
Nach 6 Kilometern ist meine Runde dann leider auch schon wieder zu Ende, ich hätte noch ewig so weiter gehen können. Fest steht in jedem Fall, dass ich ein Landei bin, ich gehöre auf den Deich, ich gehöre ans Wasser, ich brauche die Weite der Natur, ich bin alles andere nur kein Stadtmensch! Ja, so will ich leben. Auch wenn wir hier bei uns zu Hause schon sehr schön leben mit unserem Weiher und Wald vor der Haustüre, dem schönen Wurmtal, der Aachener Soers und der fast um die Ecke liegenden Eifel... Es fehlt eindeutig mehr Wasser! Es muss ja nicht gerade Belgien sein, nein, vielleicht klappts ja irgendwann doch noch mit dem schönen Hamburg oder von mir aus auch mit Dresden.
Als ich Dirk später am vereinbarten Treffpunkt abhole, hat es sich schon
mächtig zu gezogen. Unterwegs auf der Autobahn geht ein Wolkenbruch los.
Perfekter hätte heute das timing nicht sein können. Danke :-)
** ich muss mich korrigieren: ein endgültiges Resultat wird erst in 4 - 6 Monaten da sein. Ups...
** ich muss mich korrigieren: ein endgültiges Resultat wird erst in 4 - 6 Monaten da sein. Ups...
Dienstag, 12. November 2013
Neuer Blog: Crashkurs für Ungläubige
Wer (mehr oder weniger) gerne liest, was ich so von mir gebe, kann hier jetzt finden, was mich ausser Laufen und Reiten noch so interessiert und bewegt. Da dieses Thema doch etwas spezieller ist, habe ich mich entschieden, einen separaten Blog dafür zu nutzen.
Bitte berücksichtigt dabei, dass ich diese Themen nicht wissenschaftlich bis in die allertiefsten Tiefen der Quantenphysik schildern kann und werde, es soll mehr eine Art Gedankenanstoß sein. Ich hoffe es kommt an, wo es hin soll. Und umso schöner, wenn ich den ein oder anderen Erwachsenen außerdem zum Nachdenken/Überdenken anrege.
Also dann, ich hoffe, es gefällt euch. Feedback wie immer gerne willkommen :-)
Bitte berücksichtigt dabei, dass ich diese Themen nicht wissenschaftlich bis in die allertiefsten Tiefen der Quantenphysik schildern kann und werde, es soll mehr eine Art Gedankenanstoß sein. Ich hoffe es kommt an, wo es hin soll. Und umso schöner, wenn ich den ein oder anderen Erwachsenen außerdem zum Nachdenken/Überdenken anrege.
Also dann, ich hoffe, es gefällt euch. Feedback wie immer gerne willkommen :-)
Dienstag, 29. Oktober 2013
Veränderungen
Uiuiui... was ist nur los?! Scheinbar musste ich mal mit der Nase drauf gestoßen werden... Da hatte ich doch letzte Woche Mittwoch tatsächlich meinen ersten richtigen Crash! Nein, nichts Schlimmes, nur ein Blechschaden, ich war dummerweise Schuld, es ging buchstäblich schneller als ich gucken konnte und zack, hing ich drauf, Rückstau vom Kreisverkehr, wohl der Klassiker. Ja, doch, wach gerüttelt hat mich das, sehr sogar. Auto fahren, sowas mach ich eigentlich eher nebenbei und nahezu mechanisch. Jeden Tag eine halbe Stunde hin zur Arbeit, eine halbe Stunde zurück. Da kann man schon mal in den stand-by Modus geraten nach fast 30 Jahren Autofahren. Na ja, es hätte wesentlich schlimmer kommen können, wenn ich statt des Astras zum Beispiel einen Fussgänger oder Radfahrer auf die Haube genommen hätte. Oh nee, das mag ich mir gar nicht vorstellen! Der Schreck war groß, aber am nächsten Tag, als das Auto dann in der Werkstatt war und ich in meinem schnuckeligen, kleinen Föcki-Leihwagen saß, sah die Welt schon wieder freundlicher aus. Seit dem fahre ich nicht mehr mit Radio an. Da kommt ohnehin immer nur derselbe Kack raus, also nutze ich die Zeit lieber, mich auf die Fahrt zu konzentrieren und nebenbei ein bisschen das positive Denken zu trainieren.
Apropos... Am Samstag waren wir wieder in Maasmechelen und ich hatte einen 12 Kilometer-Lauf auf dem nicht vorhandenen Plan stehen. Schön gemütlich, langsam die Distanzen wieder erhöhen, das ist das Ziel, um im Dezember den ATG zu schaffen. Da fegte auch schon ein heftiger Wind über die Lande (trotz sommerlichen Temperaturen, die mir nochmal ein kurz/kurz Outfit bescherten), so dass ausgerechnet die ersten vier Kilometer mit heftigem Gegenwind liefen, dann, wenn man eh noch nicht richtig warm gelaufen und noch nicht im Rhythmus ist. Aber egal. Die Beine (immer noch) schwer vom Reiten, ging es sehr zäh und langsam los, der Wind kam in Böen von vorne teilweise so laut, dass ich die Musik auf meinen Ohren überhaupt nicht hören konnte. Da praktizierte ich ganz konkret das positive Verstärken. Normalerweise neige ich ja dazu, mich eher (und nahezu mit Begeisterung) negativ in etwas hineinzusteigern, vor allem beim Laufen. Es war ziemlich warm, es war ziemlich windig - das sind im Grunde schon zwei Faktoren, die mehr als ausreichen, mir einen Lauf ganz ordentlich zu vermiesen. Doch diesmal machte ich es anders; immer wieder sagte ich mir, es sind nur vier Kilometer, dann musst du abbiegen und der Wind kommt nicht mehr von vorne - im Idealfall schiebt er dich! Ja, so hab ich es tatsächlich geschafft, diese fiese Strecke, wenn auch recht langsam, lächelnd zu überstehen. Danach lief es wirklich fast von alleine. Bei den letzten zwei Kilometern kam der Wind dann wieder sehr unkontrolliert aus allen möglichen Richtungen und die Sonne schien mir auch übel ins Gesicht, die Kräfte ließen auch schon merklich nach und es war Zeit, sich noch einmal positiv zu motivieren. Hey, diese Beine sind schon zweimal einen Halbmarathon gelaufen, da schaffen sie doch die letzten 2 Kilometer bis die 12 geschafft sind noch locker flockig?! So und ähnlich redete ich mir gut zu und siehe da, nach 12,5 km überlief ich meine imaginäre Ziellinie und riss wie Rocky die Arme hoch. Geht doch! Ja, und wie es ging, ich war total happy. Obwohl ich schon so lange nicht mehr über 10 Kilometer gelaufen bin, ist mir dieser Lauf doch sehr leicht gefallen. Ich hatte am Nachmittag weder hier ein Ziepen noch da ein Zwacken und von Muskelkater kann ich auch nicht berichten. Sollte ich es wirklich geschafft haben, mich umzuprogrammieren? Oder erinnern sich die Beine einfach wieder daran, was sie schon können?
Heute ging es mit Kopfschmerzen, verspanntem Nacken und nicht ganz so guter Laune (ich habe heute meine Reitbeteiligung beendet) nach Hause. Zunächst wollte ich von einem Lauf nichts wissen. Aber dann, zu Hause angekommen, zog es mich doch auf unerklärliche Weise nach draußen. Für die Standardrunde wird die Motivation schon reichen. Obwohl ich gestern nicht geritten bin, waren die Beine schwer. Die ersten 2,5 Kilometer gings, wie immer, bergan. Es lief sich zäh und fühlte sich sehr langsam an. Doch wie ich nachher bei der Auswertung sehen konnte, war das Tempo nicht unbedingt der leicht profilierten Strecke entsprechend plausibel. Seltsam. Vielleicht lag es an meiner Musik, die mal mehr mal weniger Einfluss auf meinen Lauf hatte. Aber egal, am Ende reichte es im letzten Kilometer dann doch noch für eine kleine Endbeschleunigung. 6 zufriedene Kilometer -> Haken dran, was will ich mehr :-) ?? So langsam macht es wieder Spaß - klaro, ist ja auch inzwischen wieder Üselswetter, nä?! Für mich als bekennende Schlechtwetterläuferin geht jetzt die Saison los ;-).
Tja, und wie oben bereits erwähnt, hab ich heute meine Reitbeteiligung beendet. Es war doch so, dass das ein oder andere nicht passte, eigentlich von Beginn an. Nun weiß ich aber immerhin, was ich konkret möchte und wie es sein soll und das ist eine sehr wertvolle Erkenntnis, die ich aus dieser Zeit mitnehme. Und deshalb gibts an dieser Stelle jetzt mein Gesuch für eine neue Reitbeteiligung - möge ich also umgehend gefunden werden :-).
Apropos... Am Samstag waren wir wieder in Maasmechelen und ich hatte einen 12 Kilometer-Lauf auf dem nicht vorhandenen Plan stehen. Schön gemütlich, langsam die Distanzen wieder erhöhen, das ist das Ziel, um im Dezember den ATG zu schaffen. Da fegte auch schon ein heftiger Wind über die Lande (trotz sommerlichen Temperaturen, die mir nochmal ein kurz/kurz Outfit bescherten), so dass ausgerechnet die ersten vier Kilometer mit heftigem Gegenwind liefen, dann, wenn man eh noch nicht richtig warm gelaufen und noch nicht im Rhythmus ist. Aber egal. Die Beine (immer noch) schwer vom Reiten, ging es sehr zäh und langsam los, der Wind kam in Böen von vorne teilweise so laut, dass ich die Musik auf meinen Ohren überhaupt nicht hören konnte. Da praktizierte ich ganz konkret das positive Verstärken. Normalerweise neige ich ja dazu, mich eher (und nahezu mit Begeisterung) negativ in etwas hineinzusteigern, vor allem beim Laufen. Es war ziemlich warm, es war ziemlich windig - das sind im Grunde schon zwei Faktoren, die mehr als ausreichen, mir einen Lauf ganz ordentlich zu vermiesen. Doch diesmal machte ich es anders; immer wieder sagte ich mir, es sind nur vier Kilometer, dann musst du abbiegen und der Wind kommt nicht mehr von vorne - im Idealfall schiebt er dich! Ja, so hab ich es tatsächlich geschafft, diese fiese Strecke, wenn auch recht langsam, lächelnd zu überstehen. Danach lief es wirklich fast von alleine. Bei den letzten zwei Kilometern kam der Wind dann wieder sehr unkontrolliert aus allen möglichen Richtungen und die Sonne schien mir auch übel ins Gesicht, die Kräfte ließen auch schon merklich nach und es war Zeit, sich noch einmal positiv zu motivieren. Hey, diese Beine sind schon zweimal einen Halbmarathon gelaufen, da schaffen sie doch die letzten 2 Kilometer bis die 12 geschafft sind noch locker flockig?! So und ähnlich redete ich mir gut zu und siehe da, nach 12,5 km überlief ich meine imaginäre Ziellinie und riss wie Rocky die Arme hoch. Geht doch! Ja, und wie es ging, ich war total happy. Obwohl ich schon so lange nicht mehr über 10 Kilometer gelaufen bin, ist mir dieser Lauf doch sehr leicht gefallen. Ich hatte am Nachmittag weder hier ein Ziepen noch da ein Zwacken und von Muskelkater kann ich auch nicht berichten. Sollte ich es wirklich geschafft haben, mich umzuprogrammieren? Oder erinnern sich die Beine einfach wieder daran, was sie schon können?
Heute ging es mit Kopfschmerzen, verspanntem Nacken und nicht ganz so guter Laune (ich habe heute meine Reitbeteiligung beendet) nach Hause. Zunächst wollte ich von einem Lauf nichts wissen. Aber dann, zu Hause angekommen, zog es mich doch auf unerklärliche Weise nach draußen. Für die Standardrunde wird die Motivation schon reichen. Obwohl ich gestern nicht geritten bin, waren die Beine schwer. Die ersten 2,5 Kilometer gings, wie immer, bergan. Es lief sich zäh und fühlte sich sehr langsam an. Doch wie ich nachher bei der Auswertung sehen konnte, war das Tempo nicht unbedingt der leicht profilierten Strecke entsprechend plausibel. Seltsam. Vielleicht lag es an meiner Musik, die mal mehr mal weniger Einfluss auf meinen Lauf hatte. Aber egal, am Ende reichte es im letzten Kilometer dann doch noch für eine kleine Endbeschleunigung. 6 zufriedene Kilometer -> Haken dran, was will ich mehr :-) ?? So langsam macht es wieder Spaß - klaro, ist ja auch inzwischen wieder Üselswetter, nä?! Für mich als bekennende Schlechtwetterläuferin geht jetzt die Saison los ;-).
Tja, und wie oben bereits erwähnt, hab ich heute meine Reitbeteiligung beendet. Es war doch so, dass das ein oder andere nicht passte, eigentlich von Beginn an. Nun weiß ich aber immerhin, was ich konkret möchte und wie es sein soll und das ist eine sehr wertvolle Erkenntnis, die ich aus dieser Zeit mitnehme. Und deshalb gibts an dieser Stelle jetzt mein Gesuch für eine neue Reitbeteiligung - möge ich also umgehend gefunden werden :-).
Dienstag, 22. Oktober 2013
Von dicken Beinen und Dankbarkeit
Laufen und Reiten, das ganze im Wechsel, verursacht, zumindest am Anfang gefühlt Beine wie ein Preisboxer. Nach der langen Laufpause komme ich allmählich wieder in einen Wohlfühlmodus und ja, ich bin sogar soweit zu sagen, dass ich mich wieder aufs Laufen freue. Gehpausen brauche ich zum Glück keine mehr zu machen, allerdings lässt das Tempo noch zu wünschen übrig. Aber, darauf liegt auch gar nicht mehr mein Fokus, ich möchte laufen, so dass es Spaß macht. Vielleicht macht es mir ja irgendwann wieder Spaß, schneller werden zu wollen, mal wieder Intervalle zu laufen oder ein Fahrtenspiel zu machen. Im Augenblick arbeite ich eher daran, die Distanz zu verlängern, denn schließlich möchte ich im Dezember die 18 Kilometer beim ATG "mit Anstand" schaffen. Das Ergebnis von Samstag reiten, Sonntag laufen, Montag reiten, Dienstag laufen fühlt sich jedenfalls noch nicht nach Gewöhnung an, eher nach einem straffen Body Buildung Programm. Aber Geduld war ja noch nie meine Stärke. Dran bleiben ist also die Devise.
Heute Morgen war ich bei unglaublich schönem Herbstwetter, es waren laut meiner Uhr um 9 Uhr bereits 17 Grad, im leuchtend goldenen Herbstwald unterwegs. Diesmal gezielt ohne Musik und dafür auch ganz langsam. Die Beine waren, wie oben schon erwähnt, ziemlich schwer, aber sie haben tapfer die 7 Kilometer durchgehalten. Dafür war ich sehr dankbar.
Ohnehin ist das Thema "Dankbarkeit" bei mir gerade sehr hoch im Kurs. Nachdem ich nun hoffentlich die Phase der midlife crises endgültig abgeschlossen haben (Danke Edgar!), komme ich so allmählich wieder in meine Mitte. Man sagt ja, nichts geschieht ohne Grund (also, zumindest sage ich das), so fielen mir zwei Bücher in die Hände, durch die ich im Internet auf eine tolle Motivationsgruppe gestoßen bin. Unmittelbar nach meinem Beitritt in die Gruppe, eröffnete jemand einen thread zum Thema: "Ich bin dankbar für..." Ich schrieb so dies und jenes da rein, wofür man eben so dankbar ist, doch je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr sind es die kleinen Dinge, die alltäglichen, die selbstverständlichen, für die ich plötzlich wieder sehr große Dankbarkeit empfinde. So war es zum Beispiel der Moment, als ich mir ein Glas Wasser eingoß, worüber ich plötzlich sehr dankbar war: Ich bin in der glücklichen Lage, mit einer klitzekleinen Handbewegung, kaltes oder heißes Wasser zu bekommen, ich darf eine saubere Toilette benutzen und muss mir über nichts weiter dabei Gedanken machen. Ich knipse einen Schalter an und habe Licht, meine Wäsche schmeiße ich in eine Maschine, auf Knopfdruck kommt ein Kaffee aus einer anderen Maschine, der Kühlschrank ist voll und hält die Lebensmittel frischer. Wow, was hier so banal klingt, ist für viele Menschen, die nicht das Privileg haben, in Europa geboren zu sein, nicht selbstverständlich. Ich denke gerade an die armen Seelen, die eine lebensgefährliche Bootsfahrt auf sich nehmen, ohne Hab und Gut, in der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben, als da, wo sie her kommen. Kommen sie trotz widriger Umstände doch an, will sie keiner haben, sie sind nichts wert, sie haben keine Lobby... Würden diese Menschen mich sehen, mein Haus, mein Auto, meine Arbeit, meinen Kleiderschrank (sowie meine 7 Paar Laufschuhe, ohne die "normalen" Turn- und Alltagschuhe!) und meinen Kühlschrank, sie würden denken, ich wäre ein sehr reicher Mensch. Und ja, das bin ich auch. Und dafür bin ich sehr dankbar! Dass ich heute morgen 7 Kilometer laufen konnte, ist auch nicht selbstverständlich. Denn wie viele Menschen sitzen in einem Rollstuhl oder haben nur ein, oder gar keine Beine? Wie viele Menschen sind so krank, dass sie gar nicht in der Lage wären, 7 Kilometer zu laufen? Nein, sich am Leid von anderen ständig zu orientieren macht sicher nicht glücklich auf Dauer. Aber es macht doch immerhin ab und an dankbar und auch demütig! Das zu erkennen, tut gerade richtig gut, ja, den Blick mal wieder auf das Wesentliche richten...
Heute Morgen war ich bei unglaublich schönem Herbstwetter, es waren laut meiner Uhr um 9 Uhr bereits 17 Grad, im leuchtend goldenen Herbstwald unterwegs. Diesmal gezielt ohne Musik und dafür auch ganz langsam. Die Beine waren, wie oben schon erwähnt, ziemlich schwer, aber sie haben tapfer die 7 Kilometer durchgehalten. Dafür war ich sehr dankbar.
Ohnehin ist das Thema "Dankbarkeit" bei mir gerade sehr hoch im Kurs. Nachdem ich nun hoffentlich die Phase der midlife crises endgültig abgeschlossen haben (Danke Edgar!), komme ich so allmählich wieder in meine Mitte. Man sagt ja, nichts geschieht ohne Grund (also, zumindest sage ich das), so fielen mir zwei Bücher in die Hände, durch die ich im Internet auf eine tolle Motivationsgruppe gestoßen bin. Unmittelbar nach meinem Beitritt in die Gruppe, eröffnete jemand einen thread zum Thema: "Ich bin dankbar für..." Ich schrieb so dies und jenes da rein, wofür man eben so dankbar ist, doch je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr sind es die kleinen Dinge, die alltäglichen, die selbstverständlichen, für die ich plötzlich wieder sehr große Dankbarkeit empfinde. So war es zum Beispiel der Moment, als ich mir ein Glas Wasser eingoß, worüber ich plötzlich sehr dankbar war: Ich bin in der glücklichen Lage, mit einer klitzekleinen Handbewegung, kaltes oder heißes Wasser zu bekommen, ich darf eine saubere Toilette benutzen und muss mir über nichts weiter dabei Gedanken machen. Ich knipse einen Schalter an und habe Licht, meine Wäsche schmeiße ich in eine Maschine, auf Knopfdruck kommt ein Kaffee aus einer anderen Maschine, der Kühlschrank ist voll und hält die Lebensmittel frischer. Wow, was hier so banal klingt, ist für viele Menschen, die nicht das Privileg haben, in Europa geboren zu sein, nicht selbstverständlich. Ich denke gerade an die armen Seelen, die eine lebensgefährliche Bootsfahrt auf sich nehmen, ohne Hab und Gut, in der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben, als da, wo sie her kommen. Kommen sie trotz widriger Umstände doch an, will sie keiner haben, sie sind nichts wert, sie haben keine Lobby... Würden diese Menschen mich sehen, mein Haus, mein Auto, meine Arbeit, meinen Kleiderschrank (sowie meine 7 Paar Laufschuhe, ohne die "normalen" Turn- und Alltagschuhe!) und meinen Kühlschrank, sie würden denken, ich wäre ein sehr reicher Mensch. Und ja, das bin ich auch. Und dafür bin ich sehr dankbar! Dass ich heute morgen 7 Kilometer laufen konnte, ist auch nicht selbstverständlich. Denn wie viele Menschen sitzen in einem Rollstuhl oder haben nur ein, oder gar keine Beine? Wie viele Menschen sind so krank, dass sie gar nicht in der Lage wären, 7 Kilometer zu laufen? Nein, sich am Leid von anderen ständig zu orientieren macht sicher nicht glücklich auf Dauer. Aber es macht doch immerhin ab und an dankbar und auch demütig! Das zu erkennen, tut gerade richtig gut, ja, den Blick mal wieder auf das Wesentliche richten...
Sonntag, 13. Oktober 2013
Es geht voran...
Während sich heute in Köln zwei liebe Bekannte ihr erstes Marathon-Debut geben, freue ich mich über meine 9 Kilometer in Herzogenrath. Letzte Woche in Maasmechelen gerade noch so die 8 Kilometer geschafft, ist heute schon eine kleine Verbesserung spürbar gewesen. Während die 6 Kilometer am Mittwoch doch etwas unerwartet langsam waren, gings heute phasenweise schon wieder richtig locker. Ok, das waren die Abschnitte, wo es mit Rückenwind bergab ging ;-)... aber egal. Immerhin sind Gehpausen glücklicherweise schon kein Thema mehr und heute hatte ich auch wieder ein paar Hügelchen mit drin, im Gegensatz zu den beiden vorherigen Läufen. Aber - was red ich hier?! Hauptsache ist doch, dass es langsam wieder anfängt, Spaß zu machen. Am Anfang musste ich mich ein wenig bremsen und mir immer wieder sagen, mach schön langsam, aber dafür etwas länger heute.
Und überhaupt, das Wetter ist ja auch absolut mein Ding, wenn auch heute etwas viel Wind dabei war. Aber genau so liebe ich es! Herbstlich: bunt, frisch, herb, feucht und angenehm kühl, vorbei an Katze, Kuh, Fischreier und Pferd, yessss!
Für die nächste Woche sollen es noch mal drei Läufe werden; Dienstag, Freitag und Sonntag. Montag und Donnerstag wird geritten, Mittwoch ist Ruhetag.
Ansonsten bin ich doch ein wenig aufgeregt und in freudiger Erwartungsstimmung; am 19.11. und am 21.11. werde ich an den Augen operiert, aber nix dolles, wie es heisst. Meine eigenen, fehlsichtigen Linsen (kurz- und weitsichtig) werden durch trifokale (nah, mittel, fern) Kunststofflinsen ausgetauscht (ich benutze nicht gerne das Wort "Implantat" - das klingt so nach künstlicher Hüfte und uralt!), was mir eine lebenslange Erhaltung der vollen Sehkraft garantieren soll, also weg von der Brille für immer! Die Läufe (und Reitstunden) mit Brille sind somit gezählt - das ist auch echt nervig, vor allem jetzt, wenn ständig die Brille beschlägt. Ob die Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt, bleibt noch abzuwarten. Fragen kostet ja mal nix, von daher... Ansonsten sind die ca. 4.500 Euro wohl auch gut und langfristig investiert. Eine neue Brille hätte mich jetzt allein schon wieder um die 1000 Euro gekostet. Hui, ich bin so gespannt und werde Euch berichten, wie es weitergeht.
Ach ja, noch was... ich habe übrigens mal wieder mit dem Rauchen aufgehört. Und nach dem heutigen Lauf hab ich meinem Körper versprochen, weil ich so stolz auf seine Leistung war, dass ich ihn nicht noch mal mit diesem giftigen Scheiß behelligen werde!
Und überhaupt, das Wetter ist ja auch absolut mein Ding, wenn auch heute etwas viel Wind dabei war. Aber genau so liebe ich es! Herbstlich: bunt, frisch, herb, feucht und angenehm kühl, vorbei an Katze, Kuh, Fischreier und Pferd, yessss!
Für die nächste Woche sollen es noch mal drei Läufe werden; Dienstag, Freitag und Sonntag. Montag und Donnerstag wird geritten, Mittwoch ist Ruhetag.
Ansonsten bin ich doch ein wenig aufgeregt und in freudiger Erwartungsstimmung; am 19.11. und am 21.11. werde ich an den Augen operiert, aber nix dolles, wie es heisst. Meine eigenen, fehlsichtigen Linsen (kurz- und weitsichtig) werden durch trifokale (nah, mittel, fern) Kunststofflinsen ausgetauscht (ich benutze nicht gerne das Wort "Implantat" - das klingt so nach künstlicher Hüfte und uralt!), was mir eine lebenslange Erhaltung der vollen Sehkraft garantieren soll, also weg von der Brille für immer! Die Läufe (und Reitstunden) mit Brille sind somit gezählt - das ist auch echt nervig, vor allem jetzt, wenn ständig die Brille beschlägt. Ob die Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt, bleibt noch abzuwarten. Fragen kostet ja mal nix, von daher... Ansonsten sind die ca. 4.500 Euro wohl auch gut und langfristig investiert. Eine neue Brille hätte mich jetzt allein schon wieder um die 1000 Euro gekostet. Hui, ich bin so gespannt und werde Euch berichten, wie es weitergeht.
Ach ja, noch was... ich habe übrigens mal wieder mit dem Rauchen aufgehört. Und nach dem heutigen Lauf hab ich meinem Körper versprochen, weil ich so stolz auf seine Leistung war, dass ich ihn nicht noch mal mit diesem giftigen Scheiß behelligen werde!
Sonntag, 15. September 2013
Schlüsselerlebnis
In unserem Keller stehen 7 Paar Laufschuhe von mir. Da war doch was...?!
Deshalb gings heute mit Dirk gemeinsam zum Teuterhof. Die 5 km-Runde (knapp drei davon sind wir gemeinsam gelaufen), die ich zu meinen besseren Zeiten sogar zweimal gelaufen bin, fiel mir heute sehr schwer (der letzte Lauf war ja auch schon wieder 2 Wochen her). Das profilierte Gelände zwang mich sogar einmal zu einer Gehpause, so dass ich am Ende die 5 km in 39 Minuten "geschafft" habe.
Es ist wirklich kaum zu glauben, dass ich noch am 07. April diesen Jahres in Berlin den Halbmarathon in einer pace von unter 6:30 geschafft habe (2h und 17min.). Das gibt mir schon zu denken, wenn auch die Fakten klar auf dem Tisch liegen: ich habe seit dem so gut wie gar keinen Sport mehr gemacht, wieder mit dem Rauchen angefangen und nebenbei mal locker so um die 5 Kilo Gewicht zugelegt. Davon abgesehen, dass der Sommer ohnehin nicht meine Lieblingsjahreszeit für Sport ist und ich eher ein Schlechtwetterläufer bin, hätte es ja durchaus Alternativen gegeben. Gut, ich hab mal ein wenig auf dem Ergometer geradelt, ein bisschen auf dem Crosstrainer gestrampelt und seit neuestem Reite ich ja auch wieder. Aber so anstrengend eine Reitstunde (vor allem mit Lehrerin) auch sein kann, es bietet keine Alternative zum Laufen, vor allem wenn man damit abnehmen möchte.
Ich hatte fast vergessen, wie anders man beim Laufen die Natur wahr nimmt, vor allem die schöne klare Luft. Es wimmelte heute nur so von Läufern, Radfahrern, Spaziergängern und Reitern am Teuterhof, was ich ja nicht wirklich mag, ich habs lieber einsam. Zu viele Menschen auf einem Haufen hab ich grundsätzlich nicht gerne, daher bin ich wohl auch nicht so der Wettkampf-Typ. Dennoch haben wir heute beim Spaziergang am Nachmittag beschlossen, mich einfach mal für den ATG-Winterlauf mit anzumelden. Der ist dieses Jahr am 15. Dezember. Auch diesen Lauf habe ich im letzten Jahr geschafft (Ziel war locker ankommen), leider nicht unter meinem Namen, da kein Startplatz mehr zu haben war und ich im letzten Moment glücklicherweise für einen Bekannten von Sven und Melanie einspringen konnte. Nun habe ich drei Monate Zeit, wieder halbwegs meine alte Form zu erlangen. Der mit 2.500 Teilnehmern limitierte Lauf ist wohl kaum vergleichbar mit dem HM in Berlin, auch das Startgeld mit 18 Euro ist insofern kein Risiko, falls ich mich nicht in der Lage für eine Teilnahme fühle. Drei Monate sollten eigentlich reichen, wieder 18 Kilometer zu schaffen - die Zeit ist völlig zweitrangig.
Nun habe ich zunächst einmal wieder ein Ziel und wer ein Ziel hat, hat hoffentlich auch wieder Motivation. Zweimal pro Woche möchte ich wieder laufen gehen, denn die Zeit dazu habe ich definitiv, auch wenn ich bis zu 2 oder 3 x reiten werde. Knapp 80 Kilo auf der Waage und Klamotten, die nur noch spacken, sollten genug motivieren, wieder regelmäßig mit dem Laufen anzufangen und mit dem Rauchen aufzuhören! Stellt sich nun die Frage, ob ich mich eventuell einem Lauftreff anschließe.
Deshalb gings heute mit Dirk gemeinsam zum Teuterhof. Die 5 km-Runde (knapp drei davon sind wir gemeinsam gelaufen), die ich zu meinen besseren Zeiten sogar zweimal gelaufen bin, fiel mir heute sehr schwer (der letzte Lauf war ja auch schon wieder 2 Wochen her). Das profilierte Gelände zwang mich sogar einmal zu einer Gehpause, so dass ich am Ende die 5 km in 39 Minuten "geschafft" habe.
Es ist wirklich kaum zu glauben, dass ich noch am 07. April diesen Jahres in Berlin den Halbmarathon in einer pace von unter 6:30 geschafft habe (2h und 17min.). Das gibt mir schon zu denken, wenn auch die Fakten klar auf dem Tisch liegen: ich habe seit dem so gut wie gar keinen Sport mehr gemacht, wieder mit dem Rauchen angefangen und nebenbei mal locker so um die 5 Kilo Gewicht zugelegt. Davon abgesehen, dass der Sommer ohnehin nicht meine Lieblingsjahreszeit für Sport ist und ich eher ein Schlechtwetterläufer bin, hätte es ja durchaus Alternativen gegeben. Gut, ich hab mal ein wenig auf dem Ergometer geradelt, ein bisschen auf dem Crosstrainer gestrampelt und seit neuestem Reite ich ja auch wieder. Aber so anstrengend eine Reitstunde (vor allem mit Lehrerin) auch sein kann, es bietet keine Alternative zum Laufen, vor allem wenn man damit abnehmen möchte.
Ich hatte fast vergessen, wie anders man beim Laufen die Natur wahr nimmt, vor allem die schöne klare Luft. Es wimmelte heute nur so von Läufern, Radfahrern, Spaziergängern und Reitern am Teuterhof, was ich ja nicht wirklich mag, ich habs lieber einsam. Zu viele Menschen auf einem Haufen hab ich grundsätzlich nicht gerne, daher bin ich wohl auch nicht so der Wettkampf-Typ. Dennoch haben wir heute beim Spaziergang am Nachmittag beschlossen, mich einfach mal für den ATG-Winterlauf mit anzumelden. Der ist dieses Jahr am 15. Dezember. Auch diesen Lauf habe ich im letzten Jahr geschafft (Ziel war locker ankommen), leider nicht unter meinem Namen, da kein Startplatz mehr zu haben war und ich im letzten Moment glücklicherweise für einen Bekannten von Sven und Melanie einspringen konnte. Nun habe ich drei Monate Zeit, wieder halbwegs meine alte Form zu erlangen. Der mit 2.500 Teilnehmern limitierte Lauf ist wohl kaum vergleichbar mit dem HM in Berlin, auch das Startgeld mit 18 Euro ist insofern kein Risiko, falls ich mich nicht in der Lage für eine Teilnahme fühle. Drei Monate sollten eigentlich reichen, wieder 18 Kilometer zu schaffen - die Zeit ist völlig zweitrangig.
Nun habe ich zunächst einmal wieder ein Ziel und wer ein Ziel hat, hat hoffentlich auch wieder Motivation. Zweimal pro Woche möchte ich wieder laufen gehen, denn die Zeit dazu habe ich definitiv, auch wenn ich bis zu 2 oder 3 x reiten werde. Knapp 80 Kilo auf der Waage und Klamotten, die nur noch spacken, sollten genug motivieren, wieder regelmäßig mit dem Laufen anzufangen und mit dem Rauchen aufzuhören! Stellt sich nun die Frage, ob ich mich eventuell einem Lauftreff anschließe.
Sonntag, 1. September 2013
Aktive Woche
Der heutige Lauf erinnerte fast schon wieder an alte Zeiten; die Standardrunde von 6 km geschafft, das Ganze ohne Gehpausen und ohne Zwacken in den Waden und man könnte fast schon wieder Wohlfühltempo dazu sagen. Die Beinchen scheinen sich zu erinnern...
Heute schließe ich so denn eine sehr aktive erste Arbeitswoche ab: 3 x geritten und 2 x gelaufen - und so fühle ich mich jetzt auch, Muskelkater in Händen, Armen, Rücken und Beinen... Aber was gibts Schöneres, als abends richtig groggy und ausgepowert ins Bett zu fallen?
Jetzt muss sich nur noch allmählich die Waage wieder in die richtige Richtung bewegen...
Heute schließe ich so denn eine sehr aktive erste Arbeitswoche ab: 3 x geritten und 2 x gelaufen - und so fühle ich mich jetzt auch, Muskelkater in Händen, Armen, Rücken und Beinen... Aber was gibts Schöneres, als abends richtig groggy und ausgepowert ins Bett zu fallen?
Jetzt muss sich nur noch allmählich die Waage wieder in die richtige Richtung bewegen...
Samstag, 24. August 2013
...von Halbmarathon auf Null...
Allerhöchste Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben.
Ich musste gerade erst mal schauen, wie lange ich nichts mehr geschrieben habe und vor allem, wie lange es her ist, seit ich meine Laufpause eingeläutet habe: über vier Monate, quasi von Halbmarathon auf Null runter gefahren...
Nun sind wir gestern aus einem sehr schönen Urlaub (Mallorca und Dresden) zurück gekommen, in dem ich tatsächlich auch 2 x gelaufen bin. Einmal an der Elbe in Dresden und einmal im großen Garten, beide Male um die 3,5 km. Leicht gefallen ist mir das nicht, denn vier Monate ohne Sport sind schon eine verdammt lange Zeit, vor allem habe ich gefühlt seit dem 10 Kilo mehr auf den Rippen. Die Alarmglocken läuten laut, denn ich fühle ich mich sehr unwohl. So ganz ohne Sport, da kann man nahezu beim Zunehmen zuschauen - ne, allerallerhöchste Zeit wieder aktiv zu werden.
Das Schöne ist, dass meine mentale Krise überwunden ist, die mich überhaupt erst in diese "Sport-verweigernde-Phase" geführt hat. Ich habe diese Zeit sehr genossen und nichts vermisst, wirklich nicht, aber nun ist wieder Schluss mit Müßiggang und Völlerei ;-).
Ich werde berichten, wie es weiter geht.
Ich musste gerade erst mal schauen, wie lange ich nichts mehr geschrieben habe und vor allem, wie lange es her ist, seit ich meine Laufpause eingeläutet habe: über vier Monate, quasi von Halbmarathon auf Null runter gefahren...
Nun sind wir gestern aus einem sehr schönen Urlaub (Mallorca und Dresden) zurück gekommen, in dem ich tatsächlich auch 2 x gelaufen bin. Einmal an der Elbe in Dresden und einmal im großen Garten, beide Male um die 3,5 km. Leicht gefallen ist mir das nicht, denn vier Monate ohne Sport sind schon eine verdammt lange Zeit, vor allem habe ich gefühlt seit dem 10 Kilo mehr auf den Rippen. Die Alarmglocken läuten laut, denn ich fühle ich mich sehr unwohl. So ganz ohne Sport, da kann man nahezu beim Zunehmen zuschauen - ne, allerallerhöchste Zeit wieder aktiv zu werden.
Das Schöne ist, dass meine mentale Krise überwunden ist, die mich überhaupt erst in diese "Sport-verweigernde-Phase" geführt hat. Ich habe diese Zeit sehr genossen und nichts vermisst, wirklich nicht, aber nun ist wieder Schluss mit Müßiggang und Völlerei ;-).
Ich werde berichten, wie es weiter geht.
Samstag, 27. April 2013
Laufpause - Zwischenstand
Am 17. April gabs meinen letzten Lauf. Nun bin ich also seit einer guten Woche nicht mehr gelaufen.
Wie es mir damit geht? Mein Piriformis-Syndrom scheint endlich mal zur Ruhe zu kommen und auch morgens nach dem Aufstehen habe ich keine Schmerzen oder Zipperlein wie sonst - die Muskeln, Sehnen und Knochen genießen die belastungsfreie Zeit anscheinend sehr. Lediglich das linke Knie mag immer noch nicht zu lange am Stück sitzen, dann muckt es munter drauf los. Aber sonst... Ich wundere mich ...
Ob ich es vermisse? Ganz klares Nein! Gedanken an das Laufen hatte ich sicher schon, aber nicht unbedingt auch das Bedürfnis, mir die Schuhe zu schnüren. Vorgestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich beim Anblick der im Morgennebel liegenden Wiesen, der Sonne, die sich zaghaft in den Tannen des Würselener Waldes brach zum allerersten Mal den Wunsch, jetzt eine Runde durch den frischen Wald zu drehen. Doch leider war das ja nicht möglich. Später am Tag, als es auch schon über 20 Grad warm war und ich ohnehin von blöden Kopfschmerzen geplagt war, war der Wunsch längst wieder weg. Also, wenn ich gerne laufen würde, dann wohl am frühen Morgen, wenn der Tag noch unverbraucht und klar ist, die Luft noch kühl und frisch und mein Akku ohnehin noch knackig voll ist. Zu dumm aber auch, dass man immer genau das möchte, was man nicht haben kann ;-).
Und sonst? Vermutlich durch den Wetterumschwung habe ich im Moment ziemlichen Ärger mit Kopfschmerzen und müde bin ich auch vermehrt, wahrscheinlich die Frühjahrsmüdigkeit in Kombination mit Allergie. Böse Zungen behaupten, mir fehle die Lauferei bzw. das Kopf-frei-Laufen. Mag sein, ich sehe das im Moment nicht so und genieße es, ohne Druck und Zwang eben einfach mal nicht zu laufen. Lediglich die Tatsache, dass ich am Sonntag den Laufpart beim Triathlon übernehme, stinkt mir schon wieder ein wenig, denn es kommt langsam ein Duell-Charakter ins Spiel bei unseren Teams. Dabei sollte es eine just for fun Aktion werden - dachte ich zumindest, denn außerdem hat unser Team alleine schon wegen unseres Alters einen deutlichen Nachteil. Der andere Läufer, Jahrgang 1982, Sportlehrer und Marathonläufer, ach was erzähl ich hier überhaupt... Vergesst es, ich lauf meine 5 Kilometer und gut is... Irgendwann muss man vielleicht doch die Erfahrung machen, als Letzter ins Ziel zu kommen.
Alternativen? Die kommen im Moment klar zu kurz, aber das stört mich zur Zeit noch nicht, schließlich befinde ich mich gerade mal eine Woche in meiner Laufpause. Mittwoch wäre ich gerne zum Sport mit meiner Freundin gegangen, doch leider hat sie sich eine heftige Erkältung gefangen, so dass wir erst nächste Woche gemeinsam zum Kurs gehen.
Unterm Strich gefällt mir die Situation, wie sie gerade ist. Ich mache mir wenig Gedanken um Sport (und auch Ernährung) und es lebt sich gar nicht mal so schlecht, ganz ohne Zwang und Druck (den ich natürlich ausschließlich selbst erzeuge).
Fest steht, dass ich in jedem Fall mit dem Laufen weiter machen werde. Die weitere Woche Pause werde ich mir noch gönnen (der Lauf Morgen ist eher Kür ;-)), denn ich merke, wie sehr mein Körper es genießt, allen voran die Beine und Füße. Schon eigenartig, dass man doch als Sportler immer wieder damit lebt, hier und da mehr oder weniger heftige Zipperlein zu haben und dies auch noch als normal empfindet. Aber - darüber mag ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht weiter nachdenken. Fest steht allerdings wohl auch, dass sich mein Laufverhalten nach der Pause deutlich ändern wird. Der Spaß soll wieder ganz klar im Vordergrund stehen, kein Druck mehr!
Ein erstes Fazit: Regeneration ist und bleibt wohl eine sehr wertvolle Einheit und die darf ruhig auch einmal länger als zwei Tage dauern ;-).
Wie es mir damit geht? Mein Piriformis-Syndrom scheint endlich mal zur Ruhe zu kommen und auch morgens nach dem Aufstehen habe ich keine Schmerzen oder Zipperlein wie sonst - die Muskeln, Sehnen und Knochen genießen die belastungsfreie Zeit anscheinend sehr. Lediglich das linke Knie mag immer noch nicht zu lange am Stück sitzen, dann muckt es munter drauf los. Aber sonst... Ich wundere mich ...
Ob ich es vermisse? Ganz klares Nein! Gedanken an das Laufen hatte ich sicher schon, aber nicht unbedingt auch das Bedürfnis, mir die Schuhe zu schnüren. Vorgestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich beim Anblick der im Morgennebel liegenden Wiesen, der Sonne, die sich zaghaft in den Tannen des Würselener Waldes brach zum allerersten Mal den Wunsch, jetzt eine Runde durch den frischen Wald zu drehen. Doch leider war das ja nicht möglich. Später am Tag, als es auch schon über 20 Grad warm war und ich ohnehin von blöden Kopfschmerzen geplagt war, war der Wunsch längst wieder weg. Also, wenn ich gerne laufen würde, dann wohl am frühen Morgen, wenn der Tag noch unverbraucht und klar ist, die Luft noch kühl und frisch und mein Akku ohnehin noch knackig voll ist. Zu dumm aber auch, dass man immer genau das möchte, was man nicht haben kann ;-).
Und sonst? Vermutlich durch den Wetterumschwung habe ich im Moment ziemlichen Ärger mit Kopfschmerzen und müde bin ich auch vermehrt, wahrscheinlich die Frühjahrsmüdigkeit in Kombination mit Allergie. Böse Zungen behaupten, mir fehle die Lauferei bzw. das Kopf-frei-Laufen. Mag sein, ich sehe das im Moment nicht so und genieße es, ohne Druck und Zwang eben einfach mal nicht zu laufen. Lediglich die Tatsache, dass ich am Sonntag den Laufpart beim Triathlon übernehme, stinkt mir schon wieder ein wenig, denn es kommt langsam ein Duell-Charakter ins Spiel bei unseren Teams. Dabei sollte es eine just for fun Aktion werden - dachte ich zumindest, denn außerdem hat unser Team alleine schon wegen unseres Alters einen deutlichen Nachteil. Der andere Läufer, Jahrgang 1982, Sportlehrer und Marathonläufer, ach was erzähl ich hier überhaupt... Vergesst es, ich lauf meine 5 Kilometer und gut is... Irgendwann muss man vielleicht doch die Erfahrung machen, als Letzter ins Ziel zu kommen.
Alternativen? Die kommen im Moment klar zu kurz, aber das stört mich zur Zeit noch nicht, schließlich befinde ich mich gerade mal eine Woche in meiner Laufpause. Mittwoch wäre ich gerne zum Sport mit meiner Freundin gegangen, doch leider hat sie sich eine heftige Erkältung gefangen, so dass wir erst nächste Woche gemeinsam zum Kurs gehen.
Unterm Strich gefällt mir die Situation, wie sie gerade ist. Ich mache mir wenig Gedanken um Sport (und auch Ernährung) und es lebt sich gar nicht mal so schlecht, ganz ohne Zwang und Druck (den ich natürlich ausschließlich selbst erzeuge).
Fest steht, dass ich in jedem Fall mit dem Laufen weiter machen werde. Die weitere Woche Pause werde ich mir noch gönnen (der Lauf Morgen ist eher Kür ;-)), denn ich merke, wie sehr mein Körper es genießt, allen voran die Beine und Füße. Schon eigenartig, dass man doch als Sportler immer wieder damit lebt, hier und da mehr oder weniger heftige Zipperlein zu haben und dies auch noch als normal empfindet. Aber - darüber mag ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht weiter nachdenken. Fest steht allerdings wohl auch, dass sich mein Laufverhalten nach der Pause deutlich ändern wird. Der Spaß soll wieder ganz klar im Vordergrund stehen, kein Druck mehr!
Ein erstes Fazit: Regeneration ist und bleibt wohl eine sehr wertvolle Einheit und die darf ruhig auch einmal länger als zwei Tage dauern ;-).
Freitag, 19. April 2013
Laufpause
Seit einiger Zeit plagt mich die Laufunlust - angefangen hats vor Venlo. Dort habe ich zwar im Rahmen eines schnellen Trainingslaufs beim Venloop am 24.03. meine "5 km in unter 30 Minuten-Marke" erfolgreich geknackt, aber leider wurde die Stimmung dadurch auch nicht besser. Natürlich hab ich mich gefreut, aber irgendwie war die Euphorie nur von sehr kurzer Dauer.
Genau zwei Wochen später, am 07. April, gabs dann in Berlin das nächste große Ereignis, meine Teilnahme am 33. Vattenfall Halbmarathon, mein zweiter offizieller Halbmarathon, auch wieder in Berlin. Die Vorfreude war lange im Vorfeld sehr groß, doch mit einem Mal war sie auch hier weg. Lediglich meine Wiedersehensfreude auf Berlin blieb ungemindert. Mit einer Durchschnittspace von 6:25 erreichte ich das Ziel (in 2 Stunden und 17 Minuten) und war auch hier wieder ziemlich happy, denn u. a. winkte mir als Motivationshilfe ein Smarthphone bei einer Zeit von unter 6:30. Wenn es auch weniger das Smarthphone als viel mehr mein Ehrgeiz war, so schaffte ich es, wenn auch längst nicht so locker, wie ich eigentlich wollte. Bereits bei km 14 kam der große Einbruch und bei km 18 bin ich mit einer Fußgängerin kollidiert, was alles in allem recht ärgerlich war. Obwohl ich gefühlt auf dem Zahnfleisch ging, konnte ich am Ende doch noch einen Zielsprint einlegen und war mehr als froh, dass es endlich vorbei war. Warum tu ich mir das eigentlich an?!
Auch nach den drei Tagen Muskelkater kam keine neue Lauflust auf. Erst am Samstag, dem 6. Tag nach dem Wettkampf, ging ich mit Dirk wieder das erste Mal auf die Bahn. Nach einem sehr anstrengenden Einlaufkilometer machten wir wie immer unsere 2 km Lauf-ABC, danach schaffte ich es noch mit Ach und Krach 2 Kilometer durch den Wald aus zu laufen, meine Beine schmerzten und waren bleischwer, der Kopf in Aufruhr.
Den nächsten Lauf versuchte ich am darauffolgenden Dienstag. Nachdem der erste Kilometer recht gut lief und ich trotz der ungewohnten 25 Grad ganz optimistisch war, ging das Drama wieder los, schwere Beine, aus unseren heimischen Hügeln wurden gefühlt die Alpen, und der Kopf war weder mit, noch ohne Musik gewillt, vernünftig mit zu laufen. So kam ich wieder nur auf 5 Kilometer mit Mühe und Not.
Spätestens auf dem Spazierkilometer nach Hause stand für mich fest, dass es so nicht weitergehen kann und ich habe daher beschlossen, für mindestens 14 Tage eine Laufpause einzulegen. Sollte mich in dieser Zeit doch die absolute Lust ergreifen, werde ich auf jeden Fall ohne Uhr laufen. Ich habe den Eindruck, ich habe mit Allem und Jedem Mittel Druck erzeugt, sei es aus den Zeiten, die ich zu laufen habe, die Distanzen, die Masse der Kilometer, die ich abspulen wollte und die Wettkämpfe, die anstanden. All das in Summe hat bei mir scheinbar derartig Druck erzeugt, dass es nun ins Gegenteil umgeschlagen ist und ich überhaupt keine Lust mehr habe. Außerdem ist mir inzwischen klar geworden, dass ich absolut kein Wettkampftyp bin; ich glaube, es gab nicht einen einzigen Wettkampf, den ich einfach nur genießen konnte und aus Spaß dabei war (gut, der Köhlbrandbrückenlauf vielleicht). Ergo gibts zunächst auch keine Wettkämpfe mehr. Falsch. Seit gestern bin ich für den Laufpart der Goethe-Staffel beim Brander Triathlon übernächsten Sonntag gemeldet. Aber das wird eine eher unambitionierte Spaßveranstaltung mit Kollegen werden - bis dahin schaffe ich die 5 Kilometer hoffentlich wieder lockerer.
Wettkämpfe sind ja im Grunde gut und schön. Meine zwei wesentlichen Meilensteine hab ich nun erreicht, also wäre das nächste Ziel noch die 10 km in sub60 min zu laufen. Außerdem wären die aktuellen Bestzeiten sicher noch zu toppen. Brauch ich das, muss das sein? Nein! Mein vordergründiges Ziel ist es derzeit, überhaupt wieder Lust und Spaß am Laufen zu bekommen, Zeiten sind mir gerade sowas von egal! Wen interessieren die denn überhaupt (ja, mich selbst vielleicht, aber im Moment auch nicht mehr)... Vorerst ist also Druck raus nehmen angesagt, das heißt auch: Nase raus aus dem Laufforum. Ich möchte von dem ganzen Thema Laufen im Moment nicht wirklich was hören und schon gar nicht, wie toll und wie schnell und wie oft und wie weit es bei anderen gerade so läuft. Denn ja, auch das Forum erzeugt Druck und das nicht zu wenig.
Dass ich mich nun nicht auf die faule Haut lege, ist wohl selbstverständlich, ich brauche gefühlt einfach gerade ein paar Alternativen. So hab ich dann gestern gleich mal unser Sportzimmer aufgesucht für ein Workout@home mit Music by Paul Kalkbrenner. In Summe wurden es 25 Kilometer (45 min.) Radergometer, 30 min. Hantelschwingen und noch ein paar Situps - bin unterm Strich also gut verschwitzt und sehr zufrieden wieder da raus gekommen. Die Inliner werden denke ich auch wieder häufiger zum Einsatz kommen. Im Moment fühlt es sich so, wie bisher geplant, richtig und gut an. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die Lauflust zurück kommt.
Genau zwei Wochen später, am 07. April, gabs dann in Berlin das nächste große Ereignis, meine Teilnahme am 33. Vattenfall Halbmarathon, mein zweiter offizieller Halbmarathon, auch wieder in Berlin. Die Vorfreude war lange im Vorfeld sehr groß, doch mit einem Mal war sie auch hier weg. Lediglich meine Wiedersehensfreude auf Berlin blieb ungemindert. Mit einer Durchschnittspace von 6:25 erreichte ich das Ziel (in 2 Stunden und 17 Minuten) und war auch hier wieder ziemlich happy, denn u. a. winkte mir als Motivationshilfe ein Smarthphone bei einer Zeit von unter 6:30. Wenn es auch weniger das Smarthphone als viel mehr mein Ehrgeiz war, so schaffte ich es, wenn auch längst nicht so locker, wie ich eigentlich wollte. Bereits bei km 14 kam der große Einbruch und bei km 18 bin ich mit einer Fußgängerin kollidiert, was alles in allem recht ärgerlich war. Obwohl ich gefühlt auf dem Zahnfleisch ging, konnte ich am Ende doch noch einen Zielsprint einlegen und war mehr als froh, dass es endlich vorbei war. Warum tu ich mir das eigentlich an?!
Auch nach den drei Tagen Muskelkater kam keine neue Lauflust auf. Erst am Samstag, dem 6. Tag nach dem Wettkampf, ging ich mit Dirk wieder das erste Mal auf die Bahn. Nach einem sehr anstrengenden Einlaufkilometer machten wir wie immer unsere 2 km Lauf-ABC, danach schaffte ich es noch mit Ach und Krach 2 Kilometer durch den Wald aus zu laufen, meine Beine schmerzten und waren bleischwer, der Kopf in Aufruhr.
Den nächsten Lauf versuchte ich am darauffolgenden Dienstag. Nachdem der erste Kilometer recht gut lief und ich trotz der ungewohnten 25 Grad ganz optimistisch war, ging das Drama wieder los, schwere Beine, aus unseren heimischen Hügeln wurden gefühlt die Alpen, und der Kopf war weder mit, noch ohne Musik gewillt, vernünftig mit zu laufen. So kam ich wieder nur auf 5 Kilometer mit Mühe und Not.
Spätestens auf dem Spazierkilometer nach Hause stand für mich fest, dass es so nicht weitergehen kann und ich habe daher beschlossen, für mindestens 14 Tage eine Laufpause einzulegen. Sollte mich in dieser Zeit doch die absolute Lust ergreifen, werde ich auf jeden Fall ohne Uhr laufen. Ich habe den Eindruck, ich habe mit Allem und Jedem Mittel Druck erzeugt, sei es aus den Zeiten, die ich zu laufen habe, die Distanzen, die Masse der Kilometer, die ich abspulen wollte und die Wettkämpfe, die anstanden. All das in Summe hat bei mir scheinbar derartig Druck erzeugt, dass es nun ins Gegenteil umgeschlagen ist und ich überhaupt keine Lust mehr habe. Außerdem ist mir inzwischen klar geworden, dass ich absolut kein Wettkampftyp bin; ich glaube, es gab nicht einen einzigen Wettkampf, den ich einfach nur genießen konnte und aus Spaß dabei war (gut, der Köhlbrandbrückenlauf vielleicht). Ergo gibts zunächst auch keine Wettkämpfe mehr. Falsch. Seit gestern bin ich für den Laufpart der Goethe-Staffel beim Brander Triathlon übernächsten Sonntag gemeldet. Aber das wird eine eher unambitionierte Spaßveranstaltung mit Kollegen werden - bis dahin schaffe ich die 5 Kilometer hoffentlich wieder lockerer.
Wettkämpfe sind ja im Grunde gut und schön. Meine zwei wesentlichen Meilensteine hab ich nun erreicht, also wäre das nächste Ziel noch die 10 km in sub60 min zu laufen. Außerdem wären die aktuellen Bestzeiten sicher noch zu toppen. Brauch ich das, muss das sein? Nein! Mein vordergründiges Ziel ist es derzeit, überhaupt wieder Lust und Spaß am Laufen zu bekommen, Zeiten sind mir gerade sowas von egal! Wen interessieren die denn überhaupt (ja, mich selbst vielleicht, aber im Moment auch nicht mehr)... Vorerst ist also Druck raus nehmen angesagt, das heißt auch: Nase raus aus dem Laufforum. Ich möchte von dem ganzen Thema Laufen im Moment nicht wirklich was hören und schon gar nicht, wie toll und wie schnell und wie oft und wie weit es bei anderen gerade so läuft. Denn ja, auch das Forum erzeugt Druck und das nicht zu wenig.
Dass ich mich nun nicht auf die faule Haut lege, ist wohl selbstverständlich, ich brauche gefühlt einfach gerade ein paar Alternativen. So hab ich dann gestern gleich mal unser Sportzimmer aufgesucht für ein Workout@home mit Music by Paul Kalkbrenner. In Summe wurden es 25 Kilometer (45 min.) Radergometer, 30 min. Hantelschwingen und noch ein paar Situps - bin unterm Strich also gut verschwitzt und sehr zufrieden wieder da raus gekommen. Die Inliner werden denke ich auch wieder häufiger zum Einsatz kommen. Im Moment fühlt es sich so, wie bisher geplant, richtig und gut an. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die Lauflust zurück kommt.
Sonntag, 14. April 2013
Venloop und Berlin Halbmarathon 2013
Sorry, liebe LeserInnen, aber ich habe im Moment nicht viel zu erzählen bzw. wohl eher eine kleine Schreibblockade.
Daher möchte ich an der Stelle zumindest auf die beiden gerade fertig gestellten Laufberichte von Dirk hinweisen, der unsere Teilnahme am Venloop sowie am 33. Vattenfall Berlin Halbmarathon wieder sehr schön in Wort und Bild festgehalten hat (immerhin habe ich als Lektorin fungiert). Dem gibt es aus meiner Sicht auch nichts hinzuzufügen, außer, dass es scheißanstrengend und wieder sehr voll war und ich mir das versprochene Motivations-Smartphone (welches ich jetzt bereits sehr in mein Herz geschlossen habe) mehr als redlich verdient und mit jedem Kilometer erlaufen habe :-)).
Nächstes Jahr sind wir aber nicht mehr dabei, 2 x reicht fürs Erste, mir ist die Veranstaltung einfach zu groß.
Im Augenblick habe ich noch etwas schwere Beine; mein gestriger erster Laufversuch war sehr zäh, die Beine haben ordentlich gemeckert. Vielleicht gibts heute Abend einen kleinen, lockeren zweiten Versuch, mal sehen.
Ich hoffe, bald wieder mehr von mir hören zu lassen.
Euch allen noch einen schönen Sonntag :-)
Daher möchte ich an der Stelle zumindest auf die beiden gerade fertig gestellten Laufberichte von Dirk hinweisen, der unsere Teilnahme am Venloop sowie am 33. Vattenfall Berlin Halbmarathon wieder sehr schön in Wort und Bild festgehalten hat (immerhin habe ich als Lektorin fungiert). Dem gibt es aus meiner Sicht auch nichts hinzuzufügen, außer, dass es scheißanstrengend und wieder sehr voll war und ich mir das versprochene Motivations-Smartphone (welches ich jetzt bereits sehr in mein Herz geschlossen habe) mehr als redlich verdient und mit jedem Kilometer erlaufen habe :-)).
Nächstes Jahr sind wir aber nicht mehr dabei, 2 x reicht fürs Erste, mir ist die Veranstaltung einfach zu groß.
Im Augenblick habe ich noch etwas schwere Beine; mein gestriger erster Laufversuch war sehr zäh, die Beine haben ordentlich gemeckert. Vielleicht gibts heute Abend einen kleinen, lockeren zweiten Versuch, mal sehen.
Ich hoffe, bald wieder mehr von mir hören zu lassen.
Euch allen noch einen schönen Sonntag :-)
Dienstag, 19. März 2013
Niclas braucht unsere Hilfe!
Niclas hat Leukämie - sein Zustand ist kritisch - die Zeit drängt!
Am 22.03.2013 findet von 12 bis 19 Uhr eine Typisierung durch die DKMS für Niclas in unserer Schule statt.
Es kann jeden treffen, Dein Kind, Deinen Partner, Deine Eltern, Deine Geschwister oder Deinen besten Freund...
Lass auch Du Dich registrieren und hilf mit, Menschenleben zu retten.
Freitag, 8. März 2013
Unverhoffte Begleitung bei den Intervallen
Gestern standen bei mir noch mal Intervalle auf dem Programm, 8 x 400 in 5:45 (2:18') sollten es werden. Den ganzen Tag über war meine Laune auf dem Nullpunkt, ich musste mich schon mit Mühe und Not aus dem Bett quälen. Es war mal wieder ein Jobfrust-Tag vom allerfeinsten. Die Aussicht auf ein paar schöne Intervalle heiterten mich auch kaum auf. Erst als ich zu Hause war und kurz mit Dirk telefonierte, der auf dem Heimweg von Nürnberg war, änderte sich das schlagartig, denn er bot mir an, mich bei bei meinem Training zu begleiten und ein wenig zu motivieren. Was für ein Schatz!
Dass das wirklich gut war, zeigt das Resultat, mit dem ich überaus zufrieden bin. Es wurden nämlich außerdem 10 Intervalle statt 8 und die Zeiten waren teilweise auch schneller, als angedacht. Und das schönste war, dass ich es wirklich relativ locker geschafft habe, was mir auch die nur ganz geringe Schwere heute in den Beinen bestätigt.
Es war eine sehr lehrreiche Einheit, wie ich heute denke, denn mit Dirks Hilfe habe ich es geschafft, nicht gleich am Anfang eines Intervalls wie eine Irre los zu düsen und konnte so die Runde deutlich besser einteilen. Durch die 10 Wiederholungen glaube ich nun auch ein besseres Tempogefühl für diese pace bekommen zu haben.
War ein tolles Training. Morgen gehts wieder auf die Bahn zum Lauf-ABC. Für mich gibts aber nur maximal 5 Kilometer und auch ohne Tempo, denn am Sonntag möchte ich noch mal einen 20er laufen.
Die Wetteraussichten für die kommende Woche sind grausig - es soll wieder kalt werden und noch mal schneien, teilweise sogar viel schneien. Aber bitte, bitte nicht mehr bei uns! Wie glücklich war ich doch, als heute das Thermometer wieder 18 Grad anzeigte und auch der kleinste Rest Schnee auf unserem Schulhof endlich verschwunden war. Nein, bitte kein Schnee mehr. Sonntag können wir noch Glück haben, da wir genau an der Wettergrenze liegen. Bin mal gespannt und werde berichten, wie der lange Lauf gelaufen ist.
Euch ein schönes Wochenende.
Dass das wirklich gut war, zeigt das Resultat, mit dem ich überaus zufrieden bin. Es wurden nämlich außerdem 10 Intervalle statt 8 und die Zeiten waren teilweise auch schneller, als angedacht. Und das schönste war, dass ich es wirklich relativ locker geschafft habe, was mir auch die nur ganz geringe Schwere heute in den Beinen bestätigt.
Es war eine sehr lehrreiche Einheit, wie ich heute denke, denn mit Dirks Hilfe habe ich es geschafft, nicht gleich am Anfang eines Intervalls wie eine Irre los zu düsen und konnte so die Runde deutlich besser einteilen. Durch die 10 Wiederholungen glaube ich nun auch ein besseres Tempogefühl für diese pace bekommen zu haben.
War ein tolles Training. Morgen gehts wieder auf die Bahn zum Lauf-ABC. Für mich gibts aber nur maximal 5 Kilometer und auch ohne Tempo, denn am Sonntag möchte ich noch mal einen 20er laufen.
Die Wetteraussichten für die kommende Woche sind grausig - es soll wieder kalt werden und noch mal schneien, teilweise sogar viel schneien. Aber bitte, bitte nicht mehr bei uns! Wie glücklich war ich doch, als heute das Thermometer wieder 18 Grad anzeigte und auch der kleinste Rest Schnee auf unserem Schulhof endlich verschwunden war. Nein, bitte kein Schnee mehr. Sonntag können wir noch Glück haben, da wir genau an der Wettergrenze liegen. Bin mal gespannt und werde berichten, wie der lange Lauf gelaufen ist.
Euch ein schönes Wochenende.
Sonntag, 3. März 2013
Rituale pflegen
Samstags bei Hansens:
Ein guter Start in den März beginnt mit einem guten Bahntraining. Und es musste schließlich ein gutes Training werden, um den Grusel-Lauf von Dienstag wieder wett zu machen. Wie ja schon geschrieben, hatte ich ein leicht mulmiges Gefühl im Vorfeld, das sich aber schnell in Wohlgefallen auflöste, als wir auf der schneefreien Bahn ankamen und die ersten Meter liefen. Ich merke immer recht schnell, ob es gut läuft oder nicht, und diese Einheit ließ ein "gut" erahnen, vor allem, weil auch der Schnee fast vollständig verschwunden war, das beflügelte ungemein!
Gemeinsam liefen wir uns einen Kilometer ein und machten zwei weitere Kilometer lang die Lauf-ABC Übungen. Dann trennten sich unsere Wege und mir standen 3 Kilometer Tempodauerlauf in 5:50 pace bevor. Eigentlich hätte ich einen 5 km TDL machen sollen, aber wegen des schlechten Laufs am Dienstag traute ich mir das irgendwie noch nicht zu. Im ersten Kilometer lief ich eine 5:30, was viel zu schnell war und mich bereits völlig aus dem Tritt brachte. Ich japste nach Luft und wurde hektisch, versuchte das Tempo entsprechend zu drosseln. Der zweite Kilometer lief schon besser, aber weder Luft noch Rhythmus wollte sich einstellen, so dass ich beschloss, den dritten Kilometer nicht mehr zu machen. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich auslaufen. Doch das Tempo war für Auslaufen noch zu schnell, so entschied ich mich spontan, zwei weitere, zügigere Kilometer (in 6:30 und 6:18) zu machen und dann am Ende noch einen Kilometer (6:53) auszulaufen. Während Dirk noch tapfer seinen TDL über 8 km (4:40) zu Ende machte, dehnte ich mich an der Bahn und war am Ende sehr zufrieden mit der Einheit. Macht immer wieder Spaß und hat sich inzwischen zu einem schönen gemeinsamen Training entwickelt.
Sonntags bei Hansens:
Eigentlich wollte ich ja nicht schon wieder nach Maasmechelen, aber Dirk schaffte es schnell, mich zu überreden und das war auch gut so, denn hier waren die Wege doch noch sehr matschig. Er hatte eine schöne Strecke um die 16 Kilometer für mich ausgesucht, die mir die Möglichkeit gab, nach 8 Kilometern am Auto ggf. die Schuhe zu wechseln. Leider stellte sich auch beim Brooks Adrenalin GTS 13, wie bei fast allen neuen Schuhen, das Problem mit dem Stechen im linken Fuss nach ca. 5 Kilometern ein. Ich schaffte diesmal 7 Kilometer, dann ging es los und ich war froh, die Option mit dem Schuhwechsel am Auto zu haben. Die ersten 8 Kilometer verflogen rasch, was auch an der mir unbekannten Playlist lag, die Dirk für mich zusammen gestellt hatte. Das war echt Klasse, jedes neue Lied eine kleine Überraschung und ich konnte mal wieder mit Musik laufen, die mich nicht nervte. Der Frühling lag schon ein wenig in der Luft, die 3 Grad fühlten sich fast ganz ohne Wind auch gar nicht kalt an und zu meinem Unmut schwirrten bereits die ersten lästigen Viecher durch die Luft.
Den kurzen Stopp am Auto nutzte ich auch um meine Jacke gegen meine Weste zu tauschen, zwei Schlückchen Wasser zu trinken und mit den anderen Schuhen gings locker flockig und wohltuend weiter. Nach 17 Kilometern war ich wieder am Auto, schneller als gedacht, sollte es doch eigentlich ein langsamer Lauf werden. Aber das Körpergefühl war so gut, dass ich einfach so gelaufen bin, wie es Beinen und Körper gefiel. Ich hängte noch einen langsameren Auslaufkilometer dran, als Dirk mir auch schon entgegen kam und seine 22 Kilometer genauso happy beendet hatte, wie ich meine 18. Auf dem nach Hause Weg holten wir uns bei Longlie unser wohl verdientes Mittagessen - Rituale müssen gepflegt werden.
Der Knoten ist geplatzt, es läuft wieder und das ist schön! Bis Berlin sind es nur noch knappe 5 Wochen, ich freu mich!
Ein guter Start in den März beginnt mit einem guten Bahntraining. Und es musste schließlich ein gutes Training werden, um den Grusel-Lauf von Dienstag wieder wett zu machen. Wie ja schon geschrieben, hatte ich ein leicht mulmiges Gefühl im Vorfeld, das sich aber schnell in Wohlgefallen auflöste, als wir auf der schneefreien Bahn ankamen und die ersten Meter liefen. Ich merke immer recht schnell, ob es gut läuft oder nicht, und diese Einheit ließ ein "gut" erahnen, vor allem, weil auch der Schnee fast vollständig verschwunden war, das beflügelte ungemein!
Gemeinsam liefen wir uns einen Kilometer ein und machten zwei weitere Kilometer lang die Lauf-ABC Übungen. Dann trennten sich unsere Wege und mir standen 3 Kilometer Tempodauerlauf in 5:50 pace bevor. Eigentlich hätte ich einen 5 km TDL machen sollen, aber wegen des schlechten Laufs am Dienstag traute ich mir das irgendwie noch nicht zu. Im ersten Kilometer lief ich eine 5:30, was viel zu schnell war und mich bereits völlig aus dem Tritt brachte. Ich japste nach Luft und wurde hektisch, versuchte das Tempo entsprechend zu drosseln. Der zweite Kilometer lief schon besser, aber weder Luft noch Rhythmus wollte sich einstellen, so dass ich beschloss, den dritten Kilometer nicht mehr zu machen. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich auslaufen. Doch das Tempo war für Auslaufen noch zu schnell, so entschied ich mich spontan, zwei weitere, zügigere Kilometer (in 6:30 und 6:18) zu machen und dann am Ende noch einen Kilometer (6:53) auszulaufen. Während Dirk noch tapfer seinen TDL über 8 km (4:40) zu Ende machte, dehnte ich mich an der Bahn und war am Ende sehr zufrieden mit der Einheit. Macht immer wieder Spaß und hat sich inzwischen zu einem schönen gemeinsamen Training entwickelt.
Sonntags bei Hansens:
Eigentlich wollte ich ja nicht schon wieder nach Maasmechelen, aber Dirk schaffte es schnell, mich zu überreden und das war auch gut so, denn hier waren die Wege doch noch sehr matschig. Er hatte eine schöne Strecke um die 16 Kilometer für mich ausgesucht, die mir die Möglichkeit gab, nach 8 Kilometern am Auto ggf. die Schuhe zu wechseln. Leider stellte sich auch beim Brooks Adrenalin GTS 13, wie bei fast allen neuen Schuhen, das Problem mit dem Stechen im linken Fuss nach ca. 5 Kilometern ein. Ich schaffte diesmal 7 Kilometer, dann ging es los und ich war froh, die Option mit dem Schuhwechsel am Auto zu haben. Die ersten 8 Kilometer verflogen rasch, was auch an der mir unbekannten Playlist lag, die Dirk für mich zusammen gestellt hatte. Das war echt Klasse, jedes neue Lied eine kleine Überraschung und ich konnte mal wieder mit Musik laufen, die mich nicht nervte. Der Frühling lag schon ein wenig in der Luft, die 3 Grad fühlten sich fast ganz ohne Wind auch gar nicht kalt an und zu meinem Unmut schwirrten bereits die ersten lästigen Viecher durch die Luft.
Den kurzen Stopp am Auto nutzte ich auch um meine Jacke gegen meine Weste zu tauschen, zwei Schlückchen Wasser zu trinken und mit den anderen Schuhen gings locker flockig und wohltuend weiter. Nach 17 Kilometern war ich wieder am Auto, schneller als gedacht, sollte es doch eigentlich ein langsamer Lauf werden. Aber das Körpergefühl war so gut, dass ich einfach so gelaufen bin, wie es Beinen und Körper gefiel. Ich hängte noch einen langsameren Auslaufkilometer dran, als Dirk mir auch schon entgegen kam und seine 22 Kilometer genauso happy beendet hatte, wie ich meine 18. Auf dem nach Hause Weg holten wir uns bei Longlie unser wohl verdientes Mittagessen - Rituale müssen gepflegt werden.
Der Knoten ist geplatzt, es läuft wieder und das ist schön! Bis Berlin sind es nur noch knappe 5 Wochen, ich freu mich!
Freitag, 1. März 2013
Ein unzufriedener Februar ist endlich vorbei
Heute hat er denn nun endlich begonnen, der meteorologische Frühling. Zu sehen und zu spüren war davon jedoch nicht viel. Die Vögel, die bereits um halb sechs zu hören sind, sind die einzigen Vorboten, dass etwas in der Luft liegt. Jeden Tag schauen wir voller Erwartung den Wetterbericht mindestens einmal an und ja, endlich ist Besserung in Sicht. Am Montag kommt die Sonne zu uns zurück und bereits am Dienstag sollen es 14 Grad werden! Na wenn das keine erfreulichen Aussichten sind!
Als bekennender Winterfan ist es mir ein wenig peinlich, so auf das Wetter zu schimpfen, aber zwischen Winterwetter und Winterwetter liegen manchmal Welten. Gefühlt ist es seit November nicht mehr richtig hell gewesen, von ein paar kleinen Ausnahmen vielleicht abgesehen Vier komplette Monate nur trübes Schmuddelwetter mit häufigem Ostwind, da vergeht auch dem härtesten Winterfan die Laune. Es wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn mein Aufschwung der letzten Wochen noch bis zum Halbmarathon in Berlin angehalten hätte.
Nein, der Februar war nicht wirklich gut, ich habe nur 112 Kilometer in diesem Monat geschafft zu laufen. Der nochmalige und vor allem in Stolberg heftige Schneefall hat mir den Rest gegeben. Über eine Woche konnte ich nicht laufen, wollte ich nicht laufen, weil es mir einfach zu anstrengend ist, so hochkonzentriert einen Schritt vor den anderen zu machen. Nun taut es fleissig und Morgen gehts wieder auf die Bahn. Mir ist ein wenig mulmig, denn mein erster Laufversuch in dieser Woche am Dienstag ist mächtig daneben gegangen. Alles hat einfach nicht gepasst, weder meine Klamottenauswahl, noch meine Strecke, von meiner Kondition und meinem Wohlfühlen ganz und gar zu schweigen, die Beine bleischwer und ein sehr unangenehmes Magendarmgerumpel hat dem Lauf die Krone aufgesetzt. Wie ein blutiger Anfänger habe ich drei Gehpausen eingelegt und die 7 Kilometer hab ich nur mit Mühe und Not geschafft, weil es zum Gehen doch zu kalt war. Es war ein Lauf für die Tonne und er hat mir mental ziemlich zugesetzt. So sehr, dass ich nun ein bisschen Angst vor dem Lauftraining Morgen habe. Es ist, als hätte ich verlernt, wie man läuft, und Tempo wie Kondition gleichermaßen irgendwo im Schnee oder auf der Couch irgendwann im Februar einfach so verloren.
Dass das nicht sein kann, weiß ich wohl. Ich bin irgendwie total aus dem Tritt und im Kopf muss der Knoten jetzt erst mal wieder platzen. Lange Arbeitszeiten, verlängertes Wochenende in Hamburg, heftiger Schneefall und ungeplante Termine, all das hat mich aus dem Rhythmus gebracht. Von meiner daraus resultierenden Fresslust aus Unzufriedenheit mag ich eigentlich gar nicht groß erzählen, die drei Worte sprechen Bände, auch ohne weitere Erklärungen. Also das mit dem Verzichten von wegen Fastenzeit und Süßkram war ein Satz mit x. Je mehr ich es mir verboten habe, umso schlimmer wurde die Gier. Unter anderen Umständen hätte ich in dieser Stimmung garantiert wieder mal angefangen zu rauchen, aber das ist mir zum Glück erspart geblieben, denn, ganz im Gegenteil, das Thema scheint endgültig bei mir durch zu sein.
Morgen beginnt der neue Läufermonat und ich bin sicher, es wird ein guter Monat!
Als bekennender Winterfan ist es mir ein wenig peinlich, so auf das Wetter zu schimpfen, aber zwischen Winterwetter und Winterwetter liegen manchmal Welten. Gefühlt ist es seit November nicht mehr richtig hell gewesen, von ein paar kleinen Ausnahmen vielleicht abgesehen Vier komplette Monate nur trübes Schmuddelwetter mit häufigem Ostwind, da vergeht auch dem härtesten Winterfan die Laune. Es wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn mein Aufschwung der letzten Wochen noch bis zum Halbmarathon in Berlin angehalten hätte.
Nein, der Februar war nicht wirklich gut, ich habe nur 112 Kilometer in diesem Monat geschafft zu laufen. Der nochmalige und vor allem in Stolberg heftige Schneefall hat mir den Rest gegeben. Über eine Woche konnte ich nicht laufen, wollte ich nicht laufen, weil es mir einfach zu anstrengend ist, so hochkonzentriert einen Schritt vor den anderen zu machen. Nun taut es fleissig und Morgen gehts wieder auf die Bahn. Mir ist ein wenig mulmig, denn mein erster Laufversuch in dieser Woche am Dienstag ist mächtig daneben gegangen. Alles hat einfach nicht gepasst, weder meine Klamottenauswahl, noch meine Strecke, von meiner Kondition und meinem Wohlfühlen ganz und gar zu schweigen, die Beine bleischwer und ein sehr unangenehmes Magendarmgerumpel hat dem Lauf die Krone aufgesetzt. Wie ein blutiger Anfänger habe ich drei Gehpausen eingelegt und die 7 Kilometer hab ich nur mit Mühe und Not geschafft, weil es zum Gehen doch zu kalt war. Es war ein Lauf für die Tonne und er hat mir mental ziemlich zugesetzt. So sehr, dass ich nun ein bisschen Angst vor dem Lauftraining Morgen habe. Es ist, als hätte ich verlernt, wie man läuft, und Tempo wie Kondition gleichermaßen irgendwo im Schnee oder auf der Couch irgendwann im Februar einfach so verloren.
Dass das nicht sein kann, weiß ich wohl. Ich bin irgendwie total aus dem Tritt und im Kopf muss der Knoten jetzt erst mal wieder platzen. Lange Arbeitszeiten, verlängertes Wochenende in Hamburg, heftiger Schneefall und ungeplante Termine, all das hat mich aus dem Rhythmus gebracht. Von meiner daraus resultierenden Fresslust aus Unzufriedenheit mag ich eigentlich gar nicht groß erzählen, die drei Worte sprechen Bände, auch ohne weitere Erklärungen. Also das mit dem Verzichten von wegen Fastenzeit und Süßkram war ein Satz mit x. Je mehr ich es mir verboten habe, umso schlimmer wurde die Gier. Unter anderen Umständen hätte ich in dieser Stimmung garantiert wieder mal angefangen zu rauchen, aber das ist mir zum Glück erspart geblieben, denn, ganz im Gegenteil, das Thema scheint endgültig bei mir durch zu sein.
Morgen beginnt der neue Läufermonat und ich bin sicher, es wird ein guter Monat!
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