Donnerstag, 16. Februar 2012

Anstrengend!

Leck die Socken, war das anstrengend!!!

Dabei fing es so vielversprechend an: 2,2 km einlaufen in 7:24, ich fühl mich super, läuft gut. Dann, als ich Gas geben muss, spielt die pace-Anzeige verrückt, zeigt so ziemlich alles von 7:10 bis 5:40 an... Ich stoppe, ändere die Anzeige. Irgendwie klappts immer noch nicht. Ich stoppe erneut und ändere auf pace-Runde. Da steht die 6:30, prima! Ich laufe weiter, treffe immer noch gut die 6:30. Und laufe und laufe, bis ich merke, dass ich die dämliche Stoppuhr nicht wieder gestartet habe. Also ca. 1 km ohne Aufzeichnung. Ich rechne also, dass ich bei 13,2 die Rundentaste drücken müsste, ach ne, ist ja -1, also bei 12,2. Ich bin schon sauer und ärgere mich, versuche aber, mich nicht groß hineinzusteigern. Das Tempo kann ich vorerst gut halten. Dann kommt km 9 bzw. 10. Ich hab mit einem Mal keine Lust mehr, möchte stehen bleiben und frage mich zum ersten Mal im Rahmen dieses Trainingsplans, warum ich das überhaupt mache. Ab da ist es nur noch ein Kampf. Tempo halten, weiter laufen. Es nieselt, ist trüb, der geschmolzene Schnee bringt sämtliche Scheiße wieder zum Vorschein - ekelig!


Ich denke an die Jungs und alle anderen, die jetzt auf dem Zelt und anderswo Karneval feiern. Ein wenig Wehmut überkommt mich und ein klitzekleiner Funken Neid auf die Jugend. Ich würd auch gern noch mal... ach lassen wir das. Lauf einfach weiter und hör auf, in der Vergangenheit zu hängen. Die anderen haben morgen einen dicken Schädel, du nicht... Ich hoffe, dass meine Jungs sich amüsieren, richtig Spaß haben und vor allem unbeschadet diese Karnevalstage überstehen. In dieser Zeit habe ich unterschwellig immer Angst, und wie auf Kommando höre ich einen Krankenwagen gerade in diesem Moment (das Zelt ist Luftlinie ca. 500 m von uns entfernt). Doch ich schweife ab, zurück zu meinem Lauf.

Ich quäle mich also über die letzten 4 Kilometer und will endlich abdrücken. Der Pulsgurt nervt mich so sehr, dass ich ihn nach unten schiebe, Werte also nutzlos. Ich freue mich so aufs auslaufen, will endlich langsamer machen, ich kann nicht mehr, der Akku ist leer. Ja, klar, ich hab auch heute nicht sonderlich wertvoll und auch nicht gerade viel gegessen, der Powerriegel vor dem Lauf reicht wohl nur bis km 10. Die letzen Meter, ich drücke die Laptaste und gehe erstmal drei, vier Meter. Es tut weh. Die ganze Zeit während des Laufs hat mir der Hintern schon weh getan und jetzt fühle ich ihn umso stärker. Es kostet mich große Überwindung, weiter zu laufen, etwas schneller zu laufen und vor allem, bis nach Hause zu laufen, was noch ca. 1,5 km ist. Ich hab einfach keinen Bock mehr und das ersehnte Auslaufen bringt nicht die erhoffte Erleichterung.

Die Erlösung kurz vor der Haustür, die letzten Meter humple ich und hoffe, dass mich kein Nachbar sieht, von wegen selber Schuld und so. Ich glaube ohnehin, dass wir hier als freaks verschrieen sind, wenn wir sonntags morgens in Laufmontur weg fahren und zwei Stunden später wieder ankommen. Aber interessiert mich das? Nö!

Ich ziehe die Schuhe aus und falle so, wie ich bin, auf die Couch. Beine hoch, nix geht mehr. Ein Eiweißshake mit Banane und einen Kaffee später sitze ich hier und lese meinen Lauf aus. 

Punktlandung
2,2 km einlaufen in 7:24, 
11 km in 6:30 und ebenso 
1,5 km auch in 7:24 auslaufen. 
Wahnsinn. Jetzt fühl ich mich super und bin sehr stolz auf mein schwer verdientes √.

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