Ein paar Impressionen:
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
Donnerstag, 12. April 2012
Wieder daheim...
... von da, wo der kalte Wind immer von vorne kommt und Millionen von Steinen den Weg säumen.
Ein paar Impressionen:
Ein paar Impressionen:
Dienstag, 3. April 2012
Afterrunparty, Heimreise und die Jungs aus Bremen
Die Zeit drängt, doch bevor ich nach Spanien entschwinde, muss der Abschlussbericht noch geschrieben werden...
Also... nach einem kurzen cool-down und leg die Beine hoch im Hotel ging es am Abend eine Hausnummer weiter zum Mexikaner. Der wieder merklich zunehmende kalte Ostwind trug uns förmlich ins Restaurant next door. Immer wieder schön zu sehen, Berlin hat wirklich noch zivile Preise, da macht das Essen doppelt Spaß und wo bitte kriegt man hier bei uns schon einen Mochito für 4 Euro?! (Das mit den zivilen Preisen bezieht sich übrigens nicht auf den Club 40 Seconds ;-)).
Nach der verdienten Stärkung gings weiter mit der Tram (oder auch S-Bahn, bzw. Stadschnellbahn, nicht zu verwechseln mit Straßenbahn, und ich glaube, das sind jetzt die gelben Dinger...) zum Club 40 Seconds, wo die Afterrunparty stattfand. Mit dem Aufzug ging es hoch über die Dächer Berlins, im Club zeigte man auf Großleinwänden bereits Fotos vom just absolvierten Halbmarathon. Dort strahlte uns Hupsi in Über-Lebensgröße beim Anstehen an der Garderobe schon mit seiner Ente auf dem Kopf entgegen.
Schön, man fühlte sich sofort wohl, die Musik war für die Ohren des etwas älteren Semesters mit Bedacht ausgewählt und wir fanden den Rest unserer Truppe umgehend. Leider, leider war es ziemlich laut, was das unterhalten sehr anstrengend machte. In der Gruppe war es schier unmöglich, so dass man nur mit dem direkten Nachbarn quatschen konnte. Recht früh fielen mir zwei junge Männer auf, die sich quasi an unseren Tisch setzten und den Eindruck erweckten, Kontakt zu suchen ;-)). Der eine war sichtlich unter 30 Jahre alt, der andere trug einen Ehering und wirkte somit "vernünftig" und ein wenig älter ;-)). Es dauerte nicht lange, und Iris kam mit dem Jungspunt ins Gespräch (bitte entschuldige Mike, hihihi...) Es dauerte nicht allzu lange und die beiden tanzten wild drauf los, während ich mich sehr angeregt mit Manuela und später mit ihrem Freund Andre unterhielt. An tanzen war glaube ich bei mir an dem Abend nicht wirklich zu denken, Knie und Zeh taten immer noch weh.
Irgendwann kamen Iris und Mike wieder zu uns und es ergab sich, dass auch Manuela mit Mike ins Gespräch kam. Es stellte sich dabei heraus, dass Mike und sein Freund Andreas (aus siehe unten) die beiden fehlenden Personen an unserem Tisch bei der Pastaparty waren - warum auch immer sie nicht gekommen sind (ich glaube, sie waren im Fussballstadion -> was ist grün und stinkt nach Fisch?). So hat es denn trotzdem sollen sein, dass wir uns noch über den Weg laufen. Sehr witzig!
Es wurde viel geredet (meine Stimme war irgendwann weg), viel getrunken, viel gelacht und auch irgendwann doch noch viel getanzt. Gegen halb drei machten wir uns auf den Weg nach Hause und hatten mit Mike und Andreas sowie einigen Fahrgästen mit Bomben in der Tüte ;-) im Bus noch richtig Spaß.
Die Transe, die am Ende unserer Bustour plötzlich aus dem Nichts erschien, hatte witzigerweise ein solches rotes Kleid an, so, wie damals mein Brautkleid war - da hatten wir beide sofort den entsprechenden Gesprächsstoff. Dass diese jene Transe allerdings noch Mike und Andreas verfolgte (wer pinkelt denn da in meinem Wohnzimmer?), erfuhren wir erst am nächsten Tag, als wir die beiden Bremer Jungs wieder ganz zufällig am Hauptbahnhof bei der Gepäckaufbewahrung wieder trafen. Ist die Welt nun ein Dorf, oder ist sie es nicht?! Wir tranken noch einen gemeinsamen Kaffee und verabschiedeten uns herzlich. Jetzt versuchen wir, die beiden für den Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg zu begeistern. Vielleicht gibts ja dann ein Wiedersehen.
Wir verbrachten bis dahin den Tag nach einem ausgiebigen Frühstück noch recht entspannt in diversen S-Bahnen und auf Rolltreppen, schipperten ein wenig auf der Spree herum und aßen in der Berliner Republik die lang ersehnte Currywurst mit Pommes und Mayo. Dann ging es wieder nach Tegel und "rein, rauf, runter, raus" war das Motto des Rückflugs, extrem pünktlich und sehr entspannt. Ein tolles Wochenende mit ganz vielen Eindrücken war somit zu Ende.
Und das Fazit: Wir haben wieder super nette Menschen kennen gelernt. Und uns alle verbindet das Laufen. Is et nisch schöööön!?
Und abschließend ein herzliches Danke an Manu, fürs tolle Organisieren der Pastaparty.
Wir freuen uns jetzt bereits auf ein Wiedersehen!
Also... nach einem kurzen cool-down und leg die Beine hoch im Hotel ging es am Abend eine Hausnummer weiter zum Mexikaner. Der wieder merklich zunehmende kalte Ostwind trug uns förmlich ins Restaurant next door. Immer wieder schön zu sehen, Berlin hat wirklich noch zivile Preise, da macht das Essen doppelt Spaß und wo bitte kriegt man hier bei uns schon einen Mochito für 4 Euro?! (Das mit den zivilen Preisen bezieht sich übrigens nicht auf den Club 40 Seconds ;-)).
Nach der verdienten Stärkung gings weiter mit der Tram (oder auch S-Bahn, bzw. Stadschnellbahn, nicht zu verwechseln mit Straßenbahn, und ich glaube, das sind jetzt die gelben Dinger...) zum Club 40 Seconds, wo die Afterrunparty stattfand. Mit dem Aufzug ging es hoch über die Dächer Berlins, im Club zeigte man auf Großleinwänden bereits Fotos vom just absolvierten Halbmarathon. Dort strahlte uns Hupsi in Über-Lebensgröße beim Anstehen an der Garderobe schon mit seiner Ente auf dem Kopf entgegen.
Schön, man fühlte sich sofort wohl, die Musik war für die Ohren des etwas älteren Semesters mit Bedacht ausgewählt und wir fanden den Rest unserer Truppe umgehend. Leider, leider war es ziemlich laut, was das unterhalten sehr anstrengend machte. In der Gruppe war es schier unmöglich, so dass man nur mit dem direkten Nachbarn quatschen konnte. Recht früh fielen mir zwei junge Männer auf, die sich quasi an unseren Tisch setzten und den Eindruck erweckten, Kontakt zu suchen ;-)). Der eine war sichtlich unter 30 Jahre alt, der andere trug einen Ehering und wirkte somit "vernünftig" und ein wenig älter ;-)). Es dauerte nicht lange, und Iris kam mit dem Jungspunt ins Gespräch (bitte entschuldige Mike, hihihi...) Es dauerte nicht allzu lange und die beiden tanzten wild drauf los, während ich mich sehr angeregt mit Manuela und später mit ihrem Freund Andre unterhielt. An tanzen war glaube ich bei mir an dem Abend nicht wirklich zu denken, Knie und Zeh taten immer noch weh.
Irgendwann kamen Iris und Mike wieder zu uns und es ergab sich, dass auch Manuela mit Mike ins Gespräch kam. Es stellte sich dabei heraus, dass Mike und sein Freund Andreas (aus siehe unten) die beiden fehlenden Personen an unserem Tisch bei der Pastaparty waren - warum auch immer sie nicht gekommen sind (ich glaube, sie waren im Fussballstadion -> was ist grün und stinkt nach Fisch?). So hat es denn trotzdem sollen sein, dass wir uns noch über den Weg laufen. Sehr witzig!
Es wurde viel geredet (meine Stimme war irgendwann weg), viel getrunken, viel gelacht und auch irgendwann doch noch viel getanzt. Gegen halb drei machten wir uns auf den Weg nach Hause und hatten mit Mike und Andreas sowie einigen Fahrgästen mit Bomben in der Tüte ;-) im Bus noch richtig Spaß.
Die Transe, die am Ende unserer Bustour plötzlich aus dem Nichts erschien, hatte witzigerweise ein solches rotes Kleid an, so, wie damals mein Brautkleid war - da hatten wir beide sofort den entsprechenden Gesprächsstoff. Dass diese jene Transe allerdings noch Mike und Andreas verfolgte (wer pinkelt denn da in meinem Wohnzimmer?), erfuhren wir erst am nächsten Tag, als wir die beiden Bremer Jungs wieder ganz zufällig am Hauptbahnhof bei der Gepäckaufbewahrung wieder trafen. Ist die Welt nun ein Dorf, oder ist sie es nicht?! Wir tranken noch einen gemeinsamen Kaffee und verabschiedeten uns herzlich. Jetzt versuchen wir, die beiden für den Köhlbrandbrückenlauf in Hamburg zu begeistern. Vielleicht gibts ja dann ein Wiedersehen.
Wir verbrachten bis dahin den Tag nach einem ausgiebigen Frühstück noch recht entspannt in diversen S-Bahnen und auf Rolltreppen, schipperten ein wenig auf der Spree herum und aßen in der Berliner Republik die lang ersehnte Currywurst mit Pommes und Mayo. Dann ging es wieder nach Tegel und "rein, rauf, runter, raus" war das Motto des Rückflugs, extrem pünktlich und sehr entspannt. Ein tolles Wochenende mit ganz vielen Eindrücken war somit zu Ende.
Und das Fazit: Wir haben wieder super nette Menschen kennen gelernt. Und uns alle verbindet das Laufen. Is et nisch schöööön!?
Und abschließend ein herzliches Danke an Manu, fürs tolle Organisieren der Pastaparty.
Wir freuen uns jetzt bereits auf ein Wiedersehen!
32. Vattenfall HM in Berlin - mein erster Halbmarathon
Anreise / Messe / Pastaparty
Samstag, 31. März 2012
Ja... Wo fang ich an?! Am besten da, wo ich aufgehört habe. Am Freitag kam also endlich die Freude auf Berlin zurück und mit einem sehr guten Gefühl bin ich am Samstagmorgen aufgestanden. Erst mal unter die Dusche, dann den Koffer packen, Kleinigkeit frühstücken und auf zum Flughafen nach Köln. Unterwegs Iris eingeladen, die schon mächtig aufgeregt war (komisch, denn sie läuft doch jeden Sonntag einen Halbmarathon, mindestens!). Im Auto wurde mächtig gehustet und geschnupft und ich zog eine imaginäre Schutzhülle um mich herum - nein! ich bleibe gesund!!! Mit einer leichten Verspätung und Bürger Lars Dietrich an Board starteten wir unspektakulär nach Berlin. Die Landung war ein wenig holprig, denn in Berlin pfiff bereits ein ordentlicher Wind. Der sollte uns mehr oder weniger heftig, aber dafür bitter kalt, die ganze Zeit erhalten bleiben. Es grenzt somit wirklich an ein kleines Wunder, dass ich die Zeit ohne Erkältung überstanden habe. Mit dem Taxi gings zum Hotel Park Plaza, wo wir uns nur kurz aufhielten und dann direkt weiter zum Flughafen Tempelhof starteten, um dort unsere Startunterlagen abzuholen und die Messe zu besuchen. Dort wollten wir uns auch mit Hupsi und Ines treffen. Die Entfernungen in Berlin sind immer wieder gigantisch (wohl nicht nur) für jemanden, der aus Herzogenrath kommt. Die Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel ist traumhaft und günstig obendrein. Im Charme des alten Flughafengeländes bekamen wir zügig die Unterlagen und T-Shirts und konnten dann in Ruhe durch die Messestände streunen. Na ja, nicht ganz in Ruhe, denn es war verdammt voll. Dann das erste Aufeinandertreffen mit Hupsi und Ines, es war so herzlich wie erhofft und bereits nach wenigen Minuten so vertraut, als würde man sich schon ewig kennen. Läufer unter sich halt. Draußen ging derweil ein wenig die Welt unter, es hagelte, schneite sogar ein wenig und stürmte heftig um den Hanger - die Wetteraussichten für den Sonntag waren glücklicherweise deutlich besser.
Die beiden nahmen uns dann im Auto mit zum Restaurant, wo Manuela die Pastaparty für uns organisiert hat, langsam bekam ich doch ein Hüngerchen und wenn ich Hunger habe, werde ich schon mal gerne unangenehm. Dort angekommen saßen bereits weitere Lauffreunde aus dem Facebook, allen voran die liebe Manuela, an einem Tisch, der für 30 Personen gedacht war, wieder wurde sich herzlich begrüßt. Weitere gleich große Tische im Raum füllten sich ebenfalls fleißig mit Läufern - herrlich! Sonja und Imke aus Hamburg, die wir aus dem Laufforum kennen und beim HM in Hamburg 2011 erstmalig trafen, kamen mit ein wenig Verspätung, wie schön, auch sie hier wiederzusehen. In gemütlicher Runde mit dem Lieblingsthema Nr. 1 aßen wir Pasta, Pizza und Bruscchetta, tranken ein Bier und plauderten wild drauf los. Es fehlten lediglich zwei mir bis dahin noch unbekannte Läufer aus Bremen in dieser Runde, aber dazu komme ich später noch. Um 20 Uhr wurden wir leider ein wenig plötzlich zum Zahlen genötigt, denn die Reservierung ging nur über 2 Stunden, der Tisch wurde wieder benötigt. Da wir bereits recht geschlaucht von der Reise waren, verabschiedeten wir uns, verabredeten uns für 9:45 Uhr am Kaffee Alberts im Startbereich und machten uns wieder auf zum Hotel. Dort tranken wir noch ein Schlummerbier und so fiel ich kurz vor 22 Uhr todmüde ins Bett, das frühe Aufstehen in der ganzen Woche, die Zeitumstellung, die ganzen Meter bereits durch Berlin, all das kam jetzt raus, meine Beine waren schwer und die Füße taten weh - super! Wenn ich jetzt laufen müsste, na Prostmahlzeit!
Der große Tag
Sonntag, 01. April 2012
Am nächsten Morgen wurde ich wach, bevor das Handy klingelte und ich war wie ausgewechselt: die Laune gut, die Beine fit, wunderbar! Die Sonne zeigte sich an einem blauen Himmel und der Wind hatte merklich nachgelassen, die Außentemperatur um 8 Uhr betrug 0 Grad. Meine Aufregung hielt sich in Grenzen, immer wieder sagte ich mir, dass ich die Distanz drauf habe und ohnehin nicht Attacke laufen werde, wie Hupsi es immer so schön nennt, wenn man Vollgas gibt, also was soll denn passieren?! Beim Frühstück (ich habe 3 Toast gegessen!) eröffnete uns ein etwas niedergeschlagener Dirk dann, dass er nicht seine persönliche Bestzeit angreifen wird, da der Husten immer noch nicht besser geworden ist und nun sogar vom Mistwetter des Vortags eine verstopfte Nase hinzu gekommen ist. Er wollte somit sein Versprechen einlösen, mich bei meinem ersten Halbmarathon zu begleiten, was mich natürlich sehr freute, wenn es mir auch für ihn sehr leid tat.
Dann zogen wir dick eingepackt mit Kleiderbeutel unterm Arm los. Der erste Schritt nach draußen wurde mit einem "Das Wetter ist perfekt!" von uns allen Dreien kommentiert. Leider pfiff aber an der nächsten Ecke schon wieder dieser blöde Wind, wenn auch nicht ganz so heftig wie am Vortag. Trotzdem waren die Bedingungen sehr gut. Mit der S-Bahn (oder der Tram - ich lerne es nie! Und Iris übrigens auch nicht... ;-)) fuhren wir zum Alex. Es wimmelte bereits von Läufern in der Bahn und auf den Straßen, die bereits abgesperrt waren. Wahnsinn, die Masse an Menschen, die hier auf den Beinen war! Der Startbereich war beeindruckend, die Skater liefen sich hier gerade ein wenig warm. Schnell fanden wir die anderen am vereinbarten Treffpunkt, aber Dirk und ich hatten ja noch eine andere Verabredung, denn wir wollten noch kurz den Berliner Laufforis Hallo sagen. Spätestens seit diesem Wochenende braucht mir keiner mehr mit "Zufällen" zu kommen, da ich ohnehin schon immer an Bestimmung geglaubt habe! So stehe ich denn am Kaffee Alberts, es werden noch Fotos gemacht, es wird geplaudert, als mir ein Hüne erscheint, den ich aus dem Internet "kenne". Mit knapp 2 Metern Körpergröße ist es auch nicht schwer, Rene nicht zu sehen (vorausgesetzt, man weiß, wie er aussieht). Hocherfreut rufe ich seinen Namen und wir begrüßen uns herzlich. Gemeinsam begeben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt, wo die anderen hoffentlich auf uns warten. Und tatsächlich, auf einer Bank sitzt LumberLouie, um die Ecke kommt Immanuel Blunt und auch Talerson ist dort. Wie schön! Rene ist ein wenig traurig, weil er auf Grund einer Verletzung nicht mit laufen kann, Louie ist sehr nervös, IB und Talerson wirken recht entspannt. Dann wird es auch schon Zeit, Richtung Startblock zu marschieren. Wir verabschieden erst von Thomas und dann von Rene, von Aufregung bei mir immer noch keine Spur. Am Kaffee Alberts wird noch mal allerseits Glück gewünscht und die Wege trennen sich vorerst. Dirk und ich verschwinden in eine Seitenstraße um noch einmal zu pinkeln, die zahlreichen Dixi-Klos sind mit Riesenschlagen belagert. Wir laufen uns ein wenig warm und stellen uns dann zu den vielen tausend anderen Läufern in den Pulk des Startblocks E (dem Spaßblock). Mit Musik und Klatschen werden wir heiß gemacht und dann, als es endlich 20 Minuten später los geht als für Block A, meint der Sprecher zu uns: "Los, schnappt euch die Kenianer!" Tolle Atmosphäre, wir setzen uns gehend in Bewegung, der Tross ist endlos. Und dann die Uhr abgedrückt, als wir die Matte passieren, die ersten Schritte werden gelaufen. Ich fühle mich großartig, ja, das ist mein Tag! Lächelnd der Sonne entgegen, leichtfüßig und mit Dirk an meiner Seite gehen die ersten Kilometer vorbei, es ist voll und es wird voll bleiben um uns herum. Dirk fotografiert fleißig drauf los. Wir nähern uns dem Brandenburger Tor, ein absolutes Hochgefühl überkommt mich. Ich laufe mitten durch und berühre die kalte Mauer des Tores voller Ehrfurcht. Doch leider wird mein Grinsen kurze Zeit später von einem Bild eingefroren, das ich gerne nicht gesehen hätte: Ein Mann liegt leblos am Rand der Laufstrecke und wird mit einer Herzmassage bearbeitet, zwei Polizisten stehen daneben. Ich bin geschockt und eine Gänsehaut am ganzen Körper ergreift mich. Als Sekunden später zwei Sanitäter mit dem Motorrad auf der anderen Seite angeschossen kommen, bete ich ganz kurz, der Mann möge doch bitte überleben! Tränen schießen mir in die Augen, ein Kloß sitzt in meinem Hals und ich zwinge mich, ganz schnell an etwas anderes zu denken. Bei dieser Masse an Menschen ist es sicher nicht ungewöhnlich, dass so etwas passiert. Aber bis dahin waren es gerade mal 5 Kilometer! Es fällt mir schwer, die Gedanken los zu lassen und mich wieder auf die Strecke zu konzentrieren. Ich achte vermehrt auf die Musik in meinen Ohren und irgendwann läuft es wieder gelassener.
Bei Kilometer 10 wird die Zwischenzeit genommen und bis dahin lief es perfekt, die erste kleine Trinkpause wird eingelegt. Bei km 12 habe ich plötzlich ein heißes Blitzgefühl unter dem rechten Mittelfuß. So plötzlich wie es gekommen war, war es wieder weg. Dieser heiße Blitz kommt bei km 14 wieder und ich bekomme blöde Gedanken. Hoffentlich ist da nicht irgendwas gerissen. Vermutlich würde das aber richtig weh tun. Hm, schon seltsam. Nun, ab da horche ich auf jeden Fall extrem in mich hinein. Am kleinen Zeh fängts an weh zu tun. Ein bisschen Zuviel an Stoff meiner Socke drückt auf den Zehnagel, wie sich später raus stellt. Bei km 15 fängt das rechte Knie auch noch an zu mucken. Ich versuche locker zu bleiben, doch ich merke, wie die Kräfte langsam schwinden. Die Kilometerschilder kommen in immer größeren Abständen, ich versuche mich abzulenken und mich an den Sambagruppen und anderen Bands entlang der Strecke zu erfreuen, habe inzwischen schon beide Buffs an Dirk abgegeben, welch ein Glück, dass er neben mir läuft, das tut gut. Weiter gehts. Zeh tut weh, Knie muckt und der Rücken fängt auch an. Kilometer 18, jetzt sind es nur noch gute 3 Kilometer, die schaffst du auch noch. Immer wieder der Blick auf die Uhr, ich werde immer langsamer. Die letzte Wasserstation lasse ich aus, ich will nicht mehr stoppen, habe Angst, danach nicht weiter laufen zu wollen. Hupsi kommt uns entgegen, wie versprochen. Er schießt ein Foto von uns, ich laufe wie im Tunnel weiter. Die letzte Kurve, Massen an Zuschauer, die Zielgerade. Von einer Euphorie gepackt laufe ich mit Dirk an der Hand über die Matte und bin einfach nur happy. 2:23 Stunden sagt der Forerunner. Im Ziel werden meine Beine leicht wackelig, ein erstes Foto, etwas zu trinken, eine wärmende Plastiktüte, ein Stück Banane. Geschafft, die Medaille hängt um meinem Hals, aufkeimende Tränen werden wieder weg gedrückt.
Später sitze ich in der kochend heißen Badewanne im Hotel und grinse. Ich grinse einfach nur und genieße die wohlige Wärme in meinen Knochen. Ich habs geschafft, ich bin meinen ersten, offiziellen Halbmarathon gelaufen und habe mein Ziel, unter einer pace von 7 zu bleiben, erreicht! Ich freue mich.
Afterrunparty und Heimreise folgt...
Samstag, 31. März 2012
Ja... Wo fang ich an?! Am besten da, wo ich aufgehört habe. Am Freitag kam also endlich die Freude auf Berlin zurück und mit einem sehr guten Gefühl bin ich am Samstagmorgen aufgestanden. Erst mal unter die Dusche, dann den Koffer packen, Kleinigkeit frühstücken und auf zum Flughafen nach Köln. Unterwegs Iris eingeladen, die schon mächtig aufgeregt war (komisch, denn sie läuft doch jeden Sonntag einen Halbmarathon, mindestens!). Im Auto wurde mächtig gehustet und geschnupft und ich zog eine imaginäre Schutzhülle um mich herum - nein! ich bleibe gesund!!! Mit einer leichten Verspätung und Bürger Lars Dietrich an Board starteten wir unspektakulär nach Berlin. Die Landung war ein wenig holprig, denn in Berlin pfiff bereits ein ordentlicher Wind. Der sollte uns mehr oder weniger heftig, aber dafür bitter kalt, die ganze Zeit erhalten bleiben. Es grenzt somit wirklich an ein kleines Wunder, dass ich die Zeit ohne Erkältung überstanden habe. Mit dem Taxi gings zum Hotel Park Plaza, wo wir uns nur kurz aufhielten und dann direkt weiter zum Flughafen Tempelhof starteten, um dort unsere Startunterlagen abzuholen und die Messe zu besuchen. Dort wollten wir uns auch mit Hupsi und Ines treffen. Die Entfernungen in Berlin sind immer wieder gigantisch (wohl nicht nur) für jemanden, der aus Herzogenrath kommt. Die Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel ist traumhaft und günstig obendrein. Im Charme des alten Flughafengeländes bekamen wir zügig die Unterlagen und T-Shirts und konnten dann in Ruhe durch die Messestände streunen. Na ja, nicht ganz in Ruhe, denn es war verdammt voll. Dann das erste Aufeinandertreffen mit Hupsi und Ines, es war so herzlich wie erhofft und bereits nach wenigen Minuten so vertraut, als würde man sich schon ewig kennen. Läufer unter sich halt. Draußen ging derweil ein wenig die Welt unter, es hagelte, schneite sogar ein wenig und stürmte heftig um den Hanger - die Wetteraussichten für den Sonntag waren glücklicherweise deutlich besser.
Die beiden nahmen uns dann im Auto mit zum Restaurant, wo Manuela die Pastaparty für uns organisiert hat, langsam bekam ich doch ein Hüngerchen und wenn ich Hunger habe, werde ich schon mal gerne unangenehm. Dort angekommen saßen bereits weitere Lauffreunde aus dem Facebook, allen voran die liebe Manuela, an einem Tisch, der für 30 Personen gedacht war, wieder wurde sich herzlich begrüßt. Weitere gleich große Tische im Raum füllten sich ebenfalls fleißig mit Läufern - herrlich! Sonja und Imke aus Hamburg, die wir aus dem Laufforum kennen und beim HM in Hamburg 2011 erstmalig trafen, kamen mit ein wenig Verspätung, wie schön, auch sie hier wiederzusehen. In gemütlicher Runde mit dem Lieblingsthema Nr. 1 aßen wir Pasta, Pizza und Bruscchetta, tranken ein Bier und plauderten wild drauf los. Es fehlten lediglich zwei mir bis dahin noch unbekannte Läufer aus Bremen in dieser Runde, aber dazu komme ich später noch. Um 20 Uhr wurden wir leider ein wenig plötzlich zum Zahlen genötigt, denn die Reservierung ging nur über 2 Stunden, der Tisch wurde wieder benötigt. Da wir bereits recht geschlaucht von der Reise waren, verabschiedeten wir uns, verabredeten uns für 9:45 Uhr am Kaffee Alberts im Startbereich und machten uns wieder auf zum Hotel. Dort tranken wir noch ein Schlummerbier und so fiel ich kurz vor 22 Uhr todmüde ins Bett, das frühe Aufstehen in der ganzen Woche, die Zeitumstellung, die ganzen Meter bereits durch Berlin, all das kam jetzt raus, meine Beine waren schwer und die Füße taten weh - super! Wenn ich jetzt laufen müsste, na Prostmahlzeit!
Der große Tag
Sonntag, 01. April 2012
Am nächsten Morgen wurde ich wach, bevor das Handy klingelte und ich war wie ausgewechselt: die Laune gut, die Beine fit, wunderbar! Die Sonne zeigte sich an einem blauen Himmel und der Wind hatte merklich nachgelassen, die Außentemperatur um 8 Uhr betrug 0 Grad. Meine Aufregung hielt sich in Grenzen, immer wieder sagte ich mir, dass ich die Distanz drauf habe und ohnehin nicht Attacke laufen werde, wie Hupsi es immer so schön nennt, wenn man Vollgas gibt, also was soll denn passieren?! Beim Frühstück (ich habe 3 Toast gegessen!) eröffnete uns ein etwas niedergeschlagener Dirk dann, dass er nicht seine persönliche Bestzeit angreifen wird, da der Husten immer noch nicht besser geworden ist und nun sogar vom Mistwetter des Vortags eine verstopfte Nase hinzu gekommen ist. Er wollte somit sein Versprechen einlösen, mich bei meinem ersten Halbmarathon zu begleiten, was mich natürlich sehr freute, wenn es mir auch für ihn sehr leid tat.
Dann zogen wir dick eingepackt mit Kleiderbeutel unterm Arm los. Der erste Schritt nach draußen wurde mit einem "Das Wetter ist perfekt!" von uns allen Dreien kommentiert. Leider pfiff aber an der nächsten Ecke schon wieder dieser blöde Wind, wenn auch nicht ganz so heftig wie am Vortag. Trotzdem waren die Bedingungen sehr gut. Mit der S-Bahn (oder der Tram - ich lerne es nie! Und Iris übrigens auch nicht... ;-)) fuhren wir zum Alex. Es wimmelte bereits von Läufern in der Bahn und auf den Straßen, die bereits abgesperrt waren. Wahnsinn, die Masse an Menschen, die hier auf den Beinen war! Der Startbereich war beeindruckend, die Skater liefen sich hier gerade ein wenig warm. Schnell fanden wir die anderen am vereinbarten Treffpunkt, aber Dirk und ich hatten ja noch eine andere Verabredung, denn wir wollten noch kurz den Berliner Laufforis Hallo sagen. Spätestens seit diesem Wochenende braucht mir keiner mehr mit "Zufällen" zu kommen, da ich ohnehin schon immer an Bestimmung geglaubt habe! So stehe ich denn am Kaffee Alberts, es werden noch Fotos gemacht, es wird geplaudert, als mir ein Hüne erscheint, den ich aus dem Internet "kenne". Mit knapp 2 Metern Körpergröße ist es auch nicht schwer, Rene nicht zu sehen (vorausgesetzt, man weiß, wie er aussieht). Hocherfreut rufe ich seinen Namen und wir begrüßen uns herzlich. Gemeinsam begeben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt, wo die anderen hoffentlich auf uns warten. Und tatsächlich, auf einer Bank sitzt LumberLouie, um die Ecke kommt Immanuel Blunt und auch Talerson ist dort. Wie schön! Rene ist ein wenig traurig, weil er auf Grund einer Verletzung nicht mit laufen kann, Louie ist sehr nervös, IB und Talerson wirken recht entspannt. Dann wird es auch schon Zeit, Richtung Startblock zu marschieren. Wir verabschieden erst von Thomas und dann von Rene, von Aufregung bei mir immer noch keine Spur. Am Kaffee Alberts wird noch mal allerseits Glück gewünscht und die Wege trennen sich vorerst. Dirk und ich verschwinden in eine Seitenstraße um noch einmal zu pinkeln, die zahlreichen Dixi-Klos sind mit Riesenschlagen belagert. Wir laufen uns ein wenig warm und stellen uns dann zu den vielen tausend anderen Läufern in den Pulk des Startblocks E (dem Spaßblock). Mit Musik und Klatschen werden wir heiß gemacht und dann, als es endlich 20 Minuten später los geht als für Block A, meint der Sprecher zu uns: "Los, schnappt euch die Kenianer!" Tolle Atmosphäre, wir setzen uns gehend in Bewegung, der Tross ist endlos. Und dann die Uhr abgedrückt, als wir die Matte passieren, die ersten Schritte werden gelaufen. Ich fühle mich großartig, ja, das ist mein Tag! Lächelnd der Sonne entgegen, leichtfüßig und mit Dirk an meiner Seite gehen die ersten Kilometer vorbei, es ist voll und es wird voll bleiben um uns herum. Dirk fotografiert fleißig drauf los. Wir nähern uns dem Brandenburger Tor, ein absolutes Hochgefühl überkommt mich. Ich laufe mitten durch und berühre die kalte Mauer des Tores voller Ehrfurcht. Doch leider wird mein Grinsen kurze Zeit später von einem Bild eingefroren, das ich gerne nicht gesehen hätte: Ein Mann liegt leblos am Rand der Laufstrecke und wird mit einer Herzmassage bearbeitet, zwei Polizisten stehen daneben. Ich bin geschockt und eine Gänsehaut am ganzen Körper ergreift mich. Als Sekunden später zwei Sanitäter mit dem Motorrad auf der anderen Seite angeschossen kommen, bete ich ganz kurz, der Mann möge doch bitte überleben! Tränen schießen mir in die Augen, ein Kloß sitzt in meinem Hals und ich zwinge mich, ganz schnell an etwas anderes zu denken. Bei dieser Masse an Menschen ist es sicher nicht ungewöhnlich, dass so etwas passiert. Aber bis dahin waren es gerade mal 5 Kilometer! Es fällt mir schwer, die Gedanken los zu lassen und mich wieder auf die Strecke zu konzentrieren. Ich achte vermehrt auf die Musik in meinen Ohren und irgendwann läuft es wieder gelassener.
Bei Kilometer 10 wird die Zwischenzeit genommen und bis dahin lief es perfekt, die erste kleine Trinkpause wird eingelegt. Bei km 12 habe ich plötzlich ein heißes Blitzgefühl unter dem rechten Mittelfuß. So plötzlich wie es gekommen war, war es wieder weg. Dieser heiße Blitz kommt bei km 14 wieder und ich bekomme blöde Gedanken. Hoffentlich ist da nicht irgendwas gerissen. Vermutlich würde das aber richtig weh tun. Hm, schon seltsam. Nun, ab da horche ich auf jeden Fall extrem in mich hinein. Am kleinen Zeh fängts an weh zu tun. Ein bisschen Zuviel an Stoff meiner Socke drückt auf den Zehnagel, wie sich später raus stellt. Bei km 15 fängt das rechte Knie auch noch an zu mucken. Ich versuche locker zu bleiben, doch ich merke, wie die Kräfte langsam schwinden. Die Kilometerschilder kommen in immer größeren Abständen, ich versuche mich abzulenken und mich an den Sambagruppen und anderen Bands entlang der Strecke zu erfreuen, habe inzwischen schon beide Buffs an Dirk abgegeben, welch ein Glück, dass er neben mir läuft, das tut gut. Weiter gehts. Zeh tut weh, Knie muckt und der Rücken fängt auch an. Kilometer 18, jetzt sind es nur noch gute 3 Kilometer, die schaffst du auch noch. Immer wieder der Blick auf die Uhr, ich werde immer langsamer. Die letzte Wasserstation lasse ich aus, ich will nicht mehr stoppen, habe Angst, danach nicht weiter laufen zu wollen. Hupsi kommt uns entgegen, wie versprochen. Er schießt ein Foto von uns, ich laufe wie im Tunnel weiter. Die letzte Kurve, Massen an Zuschauer, die Zielgerade. Von einer Euphorie gepackt laufe ich mit Dirk an der Hand über die Matte und bin einfach nur happy. 2:23 Stunden sagt der Forerunner. Im Ziel werden meine Beine leicht wackelig, ein erstes Foto, etwas zu trinken, eine wärmende Plastiktüte, ein Stück Banane. Geschafft, die Medaille hängt um meinem Hals, aufkeimende Tränen werden wieder weg gedrückt.
Später sitze ich in der kochend heißen Badewanne im Hotel und grinse. Ich grinse einfach nur und genieße die wohlige Wärme in meinen Knochen. Ich habs geschafft, ich bin meinen ersten, offiziellen Halbmarathon gelaufen und habe mein Ziel, unter einer pace von 7 zu bleiben, erreicht! Ich freue mich.
Afterrunparty und Heimreise folgt...
Freitag, 30. März 2012
Menschen kommen und gehen - aber laufen tun sie auch :-)
Am vergangenen Mittwoch hatte ich meine mehr oder weniger letzte Einheit, die ich aber frei Schnauze gelaufen bin, ein bisschen mit dem Gaspedal gespielt, so bin ich auf 6,5 km im 6:50er pace gekommen. Zum Glück war der Lauf nicht so schlimm wie im Vorfeld beinahe erwartet, obwohl mich an diesem Tag eine SMS aus dem entfernteren, nein, eigentlich näheren familiären Umfeld ziemlich aus den Schuhen gehoben hat. Leider hat mir das die nächsten beide Tage auch ordentlich vermiest und mir außerdem die Freude auf Berlin genommen. Glücklicherweise hat der heutige Tag, der letzte Arbeitstag, das wieder gut gemacht. Manchmal sind einem fremde Menschen wesentlich näher, als die eigene Familie! Und manchmal sind es nur wenige Worte, die es schaffen, dir ein breites Lächeln ins Gesicht, und die Freudentränen in die Augen zaubern.
Ich bin echt gerührt, über die zahlreiche Anteilnahme und die vielen gedrückten Daumen, die mir von allen Seiten mitgegeben werden; auch denjenigen Ex-Lauforumforis, die mir per E-Mail noch viel Erfolg gewünscht haben, (ich hab mich super gefreut, dass ihr noch an mich gedacht habt!) ein herzliches Dankeschön. Ich werde in Berlin gewiss an Euch alle denken und mein Bestes geben, damit ich Euch im Anschluss einen durchweg positiven Bericht liefern kann.
Und jetzt geh ich mal eben den Kopf durch pusten, bin ein wenig emotional, wie man unschwer sieht... Denn auch die Abiturienten hatten heute ihren letzten Tag und haben sich mit einem Frühstück bedankt und verabschiedet... Wieder ein neuer Abschnitt, Menschen kommen und gehen...
... wieder da ...
Laut meinem Plan musste ich heute noch mal eine kleine Runde von 4 km in 7:30 laufen. Ich hatte zuerst überlegt, ob mir die längere Regeneration nicht besser bekommt, aber ich bin wirklich nur die kleine Runde ganz gemütlich getrabt. So komme ich also gerade vom Beine ausschütteln oder 4,3 km auslaufen bzw. ganze 70 kcal !!! sinnlos verballern. War heute mal ohne Musik unterwegs und hab die Fühlingsdüfte genossen und den Gedanken so ihren Lauf gelassen. Beim ersten km waren die Beine doch recht steif und schwer, aber dann gings und ich bin sogar teilweise mit einem Puls unter 130 bpm gelaufen (was für mich super niedrig ist!). Ich überlege ernsthaft, ob ich mich Sonntag ein wenig einlaufen sollte, die ersten 1 - 3 km sind immer so ätzend...
Um mich herum sind alle möglichen Berlin-Läufer erkrankt oder limitiert, angefangen bei Dirk, der hat Husten, Iris, die hat Schnupfen, Rene hat Aua Fuß, und Manuela Shin Splints. Ich dagegen fühle weder mein Knie, noch tut mir derzeit der Hintern ungewöhnlich weh (seit ich wieder dehne, ist das deutlich besser geworden) noch bin ich erkältet *klopf3xaufHolz*. Beste Voraussetzungen also.
Aber noch nicht zu früh den Tag vor dem Abend loben, es sind noch 2 x schlafen bis dahin und nur rein theoretisch kann noch extrem viel passieren (Autounfall, Flugzeugabsturz, Erdbeben, Treppe runter fallen, schneiden, verbrühen und und und). Schon verrückt, wie sehr man doch vor solch einem Ereignis auf Sicherheit und Gesundheit bedacht ist. Ich hab heute z. B. extra keine Schuhe mit Absatz angezogen, um nur ja meine Füße zu schonen, von einem möglichen Umknicken gar nicht zu reden! Außerdem heute einen Buff um den Hals gehabt und ne Weste drüber, um nur ja keine Erkältung oder Halskratzen mehr zu riskieren. Normalerweise bin ich immer diejenige, die hier rumkränkelt, doch meine letzte Erkältung war im Oktober 2011. Und dass, wo ich täglich mit kranken Kindern oder Lehrern zu tun habe und bei uns ständig ein Magen-Darm-Virus grassiert! Ich bin wirklich entzückt, das regelmäßige Laufen macht sich doch auch langsam beim Immunsystem bemerkbar (von Ekel-Herpes leider abgesehen).
Ich könnte jetzt nun noch endlos drauf los quatschen und rum plaudern, ein deutliches Zeichen für meine aufkeimende Nervosität, aber ich werde stattdessen ein bisschen bügeln gehen.
Morgen früh, kurz vor 9 Uhr werden wir starten, der Flieger geht um 10.50 Uhr:
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!!!
So denn verabschiede ich mich vorerst von Euch und hoffe, Euch beim nächsten Mal als Halbmarathoni schreiben zu können :-))... Tschüssi!
Sonntag, 25. März 2012
Schöner Tag, schöner Lauf!
Was für ein schöner Tag war das heute!
Nach einem kurzen Frühstück gings auch an diesem 3. Sonntag in Folge wieder in unser Trainingslager nach Maasmechelen. Unterwegs die ersten Flipflopper gesehen, ein untrügliches Zeichen für den Beginn des Frühlings. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau, was will man mehr? Super angenehme 11 Grad waren es bei unserer Ankunft in Belgien, wo ich erst mal hinter unserem Auto verschwinden musste, um ihr wisst schon was zu tun. Wurde aber leider unterbrochen und musste später bereits beim Lauf noch mal hinter einen Baum, wie ärgerlich.
Mit der neuen Uhr am Handgelenk gings los, erstmalig über Feldwege in Richtung Deich nach Kotem. Wie auch in den Wochen zuvor fuhren auch diesmal wieder bunte Karnevalswagen durch die Gegend. Schon wirklich seltsam und nach einem kurzen googlen gerade habe ich gesehen, dass sich das "Halfvasten-Carnaval" nennt, was da wohl über Wochen in Belgien gefeiert wird und scheinbar von Ort zu Ort wochenweise abläuft. Diesmal ging der Umzug wohl durch Kotem, alles war geschmückt, laute Karnevalsmusik aus den Vorgärten mit Pavillions, kostümierte Menschen überall. Verrückt diese Belgier. Und ich lief mittendurch und freute mich für all die Verrückten, die heute allerbestes Wetter hatten, ihre komischen Bräuche zu zelebrieren.
Gedanklich war ich heute sehr oft in Berlin, schließlich war es in etwa dieselbe Uhrzeit, zu der wir nächste Woche den Halbmarathon laufen werden. Wenn das Wetter nur genauso wäre in einer Woche, ich wäre mehr als zufrieden! Ich überlegte, was ich anziehen sollte, ob ich eine Trinkflasche mitnehme und übte ein wenig das lockere Lächeln bei jedem, der mir entgegen kam.
Wegen der gecancelten IV-Einheit von gestern standen also 15 km heute bei mir an, allerdings ohne Tempovorgabe. Ich wollte einfach nur nach Gefühl laufen, mal sehen, wie es so geht, und es sollte auch keine Generalprobe werden. Mal überlegte ich, doch langsam zu laufen, dann dachte ich, ich will zusehen, wenigstens unter 7:00 zu bleiben und später spukte mir ein Fahrtenspiel im Kopf herum. Also open finish irgendwie oder suprise, suprise.
Um eine gewisse Tradition aufrecht zu halten, lief ich bei km 6,7 nicht wie auf der Karte (die sich langsam in meinem Hosenbund auflöste) vorgesehen in die Ortschaft hinein. Wohl immer wissend, wo ich bin, lief ich die Runde ein bisschen anders, kam aber haargenau bei 9 km da aus, wo ich hin sollte. Da war ich dann am Kanal, wo mir ein frischer Wind entgegen kam, der blaue Himmel spiegelte sich im Wasser, einfach nur wunderschön und die Temperatur perfekt zum Laufen. Bei km 11 verabschiedete sich mein MP3 Player und km 12 war prompt der langsamste (was die Uhr bei km 6 gemessen hat, keine Ahnung, pace von 9:48, vermutlich die Pippipause mit drin). Um einem möglichen noch mehr Verlangsamen entgegen zu wirken, erhöhte ich das Tempo ein wenig. Km 13 kam somit auf 6:48, km 14 auf 6:38 und km 15 auf 6:25. Dann war 350 Meter weiter meine Runde zu Ende und ich war glücklich und zufrieden.
Gerade gabs noch einen 4 km Spaziergang um unseren Weiher, wo es von Menschen nur so wimmelte. Wieder waren wir gedanklich in Berlin und ich konnte die Currywurst beinahe riechen, die dann auf mich wartet...
Nach einem kurzen Frühstück gings auch an diesem 3. Sonntag in Folge wieder in unser Trainingslager nach Maasmechelen. Unterwegs die ersten Flipflopper gesehen, ein untrügliches Zeichen für den Beginn des Frühlings. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau, was will man mehr? Super angenehme 11 Grad waren es bei unserer Ankunft in Belgien, wo ich erst mal hinter unserem Auto verschwinden musste, um ihr wisst schon was zu tun. Wurde aber leider unterbrochen und musste später bereits beim Lauf noch mal hinter einen Baum, wie ärgerlich.
Mit der neuen Uhr am Handgelenk gings los, erstmalig über Feldwege in Richtung Deich nach Kotem. Wie auch in den Wochen zuvor fuhren auch diesmal wieder bunte Karnevalswagen durch die Gegend. Schon wirklich seltsam und nach einem kurzen googlen gerade habe ich gesehen, dass sich das "Halfvasten-Carnaval" nennt, was da wohl über Wochen in Belgien gefeiert wird und scheinbar von Ort zu Ort wochenweise abläuft. Diesmal ging der Umzug wohl durch Kotem, alles war geschmückt, laute Karnevalsmusik aus den Vorgärten mit Pavillions, kostümierte Menschen überall. Verrückt diese Belgier. Und ich lief mittendurch und freute mich für all die Verrückten, die heute allerbestes Wetter hatten, ihre komischen Bräuche zu zelebrieren.
Gedanklich war ich heute sehr oft in Berlin, schließlich war es in etwa dieselbe Uhrzeit, zu der wir nächste Woche den Halbmarathon laufen werden. Wenn das Wetter nur genauso wäre in einer Woche, ich wäre mehr als zufrieden! Ich überlegte, was ich anziehen sollte, ob ich eine Trinkflasche mitnehme und übte ein wenig das lockere Lächeln bei jedem, der mir entgegen kam.
Wegen der gecancelten IV-Einheit von gestern standen also 15 km heute bei mir an, allerdings ohne Tempovorgabe. Ich wollte einfach nur nach Gefühl laufen, mal sehen, wie es so geht, und es sollte auch keine Generalprobe werden. Mal überlegte ich, doch langsam zu laufen, dann dachte ich, ich will zusehen, wenigstens unter 7:00 zu bleiben und später spukte mir ein Fahrtenspiel im Kopf herum. Also open finish irgendwie oder suprise, suprise.
Um eine gewisse Tradition aufrecht zu halten, lief ich bei km 6,7 nicht wie auf der Karte (die sich langsam in meinem Hosenbund auflöste) vorgesehen in die Ortschaft hinein. Wohl immer wissend, wo ich bin, lief ich die Runde ein bisschen anders, kam aber haargenau bei 9 km da aus, wo ich hin sollte. Da war ich dann am Kanal, wo mir ein frischer Wind entgegen kam, der blaue Himmel spiegelte sich im Wasser, einfach nur wunderschön und die Temperatur perfekt zum Laufen. Bei km 11 verabschiedete sich mein MP3 Player und km 12 war prompt der langsamste (was die Uhr bei km 6 gemessen hat, keine Ahnung, pace von 9:48, vermutlich die Pippipause mit drin). Um einem möglichen noch mehr Verlangsamen entgegen zu wirken, erhöhte ich das Tempo ein wenig. Km 13 kam somit auf 6:48, km 14 auf 6:38 und km 15 auf 6:25. Dann war 350 Meter weiter meine Runde zu Ende und ich war glücklich und zufrieden.
Gerade gabs noch einen 4 km Spaziergang um unseren Weiher, wo es von Menschen nur so wimmelte. Wieder waren wir gedanklich in Berlin und ich konnte die Currywurst beinahe riechen, die dann auf mich wartet...
Freitag, 23. März 2012
Hier warm - da cool ;-)
Freitag - endlich Wochenende! Ich bin sowas von urlaubsreif, unglaublich! Noch eine Woche... Das sind 5 Tage, in denen ich gefühlt 100 x am Tag ans Telefon gehe, 100 x am Tag für fragende Schüler nachschaue, welcher Lehrer wann in der Schule sein müsste (würden sich die Stundenpläne nicht halbjährlich ändern, wüsste ich das garantiert schon auswendig), 100 x Klausurbögen raus gebe, 100 x darauf hinweise, dass die Null beim Telefonieren vorweg gewählt werden muss und ich mich zwischendurch immer wieder frage, ob dieser Job wirklich der richtige für mich ist und ob ich das bis zur Rente durch halte. Im Augenblick fühlt es sich nicht so an. Doch bevor ich mich nun wieder in eine handfeste Job-Krise hinein steigere, erzähle ich lieber von meinem heutigen Lauf, so, wie ich es eigentlich auch vor hatte.
Nach Feierabend bin ich also bei strahlendem Sonnenschein nach Würselen ins Wurmtal gefahren. An der alten Mühle hab ich mich im Auto fix umgezogen und bin von dort aus Richtung Teuterhof gelaufen. Die ersten Meter in der Sonne fühlten sich so ungewohnt warm an, dass ich mich da bereits auf die schattigen Abschnitte freute. Es lief nicht gerade locker; der Tempolauf von Dienstag oder vielleicht auch das gesamte Training steckt mir spürbar in den Beinen. Die sehr hügelige Strecke, die in Summe 115 Höhenmeter zustande bringt, war wie immer sehr gut besucht. Die bergan Hügel fühlten sich in den Beinen deutlich besser an, als bergab, da tats doch fast schon weh. Immer wieder hatte ich dabei den Spruch "Qualität kommt von Qual" im Kopf. Bin ich froh, wenn ich übernächste Woche Sonntag in Berlin bin und dann erst mal eine gute Woche nichts mit Laufen am Hut habe. Ich werde das Pilgern umso mehr genießen, davon gehe ich felsenfest aus! Auf meinem MP3 Player hatte ich heute Max Prosa dabei und hab mit jedem seiner Lieder ein kleines Video in meinem Kopf dazu gesehen. So war der Lauf recht kurzweilig, aber ich war doch verdammt froh, als er nach exakt 8 km vorbei war. Die Vorgabe von 7:30 habe ich mit 7:24 auch gut geschafft, man bedenke die 115 Höhenmeter, bitteschön :-).
Die letzten Vorbereitungen für das Pilgern laufen auf Hochtouren; heute ist der gestern erst bestellte Reisefön geliefert worden - ohne Fön geht bei mir leider genauso wenig wie ohne Kaffee. Zur Not werde ich das Pulver inhalieren, wenns kein heißes Wasser gibt ;-).
Ansonsten versuche ich nicht allzu nervös zu werden. Meine Vorgabe für den Halbmarathon ist nach wie vor lächelnd und nicht verausgabt ins Ziel zu kommen. Wenn ich unter einem pace von 7 (ca. 2:25 Stunden) bleibe, ist es super, wenn nicht, ist es auch egal, ich will den Lauf in erster Linie wirklich genießen. Und sind wir doch mal ehrlich: Wen interessiert meine Zeit denn ernsthaft? Niemanden, also... hier gehts nur um das Vergnügen, das Dabei sein, das Erlebnis und ganz nebenbei um die Tatsache, 21,1 km am Stück laufen zu können. Letzter und Vorletzter werde ich auch nicht werden, also sind das doch beste Voraussetzungen für einen schönen, entspannten Sightseeing-Lauf. Ja, genauso ist's richtig Marion: schön cool bleiben! Berlin wird der Hammer, so oder so.
Nach Feierabend bin ich also bei strahlendem Sonnenschein nach Würselen ins Wurmtal gefahren. An der alten Mühle hab ich mich im Auto fix umgezogen und bin von dort aus Richtung Teuterhof gelaufen. Die ersten Meter in der Sonne fühlten sich so ungewohnt warm an, dass ich mich da bereits auf die schattigen Abschnitte freute. Es lief nicht gerade locker; der Tempolauf von Dienstag oder vielleicht auch das gesamte Training steckt mir spürbar in den Beinen. Die sehr hügelige Strecke, die in Summe 115 Höhenmeter zustande bringt, war wie immer sehr gut besucht. Die bergan Hügel fühlten sich in den Beinen deutlich besser an, als bergab, da tats doch fast schon weh. Immer wieder hatte ich dabei den Spruch "Qualität kommt von Qual" im Kopf. Bin ich froh, wenn ich übernächste Woche Sonntag in Berlin bin und dann erst mal eine gute Woche nichts mit Laufen am Hut habe. Ich werde das Pilgern umso mehr genießen, davon gehe ich felsenfest aus! Auf meinem MP3 Player hatte ich heute Max Prosa dabei und hab mit jedem seiner Lieder ein kleines Video in meinem Kopf dazu gesehen. So war der Lauf recht kurzweilig, aber ich war doch verdammt froh, als er nach exakt 8 km vorbei war. Die Vorgabe von 7:30 habe ich mit 7:24 auch gut geschafft, man bedenke die 115 Höhenmeter, bitteschön :-).
Die letzten Vorbereitungen für das Pilgern laufen auf Hochtouren; heute ist der gestern erst bestellte Reisefön geliefert worden - ohne Fön geht bei mir leider genauso wenig wie ohne Kaffee. Zur Not werde ich das Pulver inhalieren, wenns kein heißes Wasser gibt ;-).
Ansonsten versuche ich nicht allzu nervös zu werden. Meine Vorgabe für den Halbmarathon ist nach wie vor lächelnd und nicht verausgabt ins Ziel zu kommen. Wenn ich unter einem pace von 7 (ca. 2:25 Stunden) bleibe, ist es super, wenn nicht, ist es auch egal, ich will den Lauf in erster Linie wirklich genießen. Und sind wir doch mal ehrlich: Wen interessiert meine Zeit denn ernsthaft? Niemanden, also... hier gehts nur um das Vergnügen, das Dabei sein, das Erlebnis und ganz nebenbei um die Tatsache, 21,1 km am Stück laufen zu können. Letzter und Vorletzter werde ich auch nicht werden, also sind das doch beste Voraussetzungen für einen schönen, entspannten Sightseeing-Lauf. Ja, genauso ist's richtig Marion: schön cool bleiben! Berlin wird der Hammer, so oder so.
Dienstag, 20. März 2012
Und weiter gehts!
Ausgeruht aber trotzdem nicht unbedingt willig, gings heute weiter bei mir. Die nächste Einheit hieß 6 km in 6:00. Lust hatte ich nicht für 10 Cent, aber, wie sag ich immer, Plan ist Plan und noch mal schludern geht auf keinen Fall!
Aber ein wenig improvisieren ist erlaubt, so wollte ich statt der 6:00 eher so 6:15 oder 6:20 laufen, im schlimmsten Fall sogar nur 6:30. Die ersten 1,3 km bergan eingelaufen mit 7:21, kurze Pause oben gemacht und los gings, an einer Hauptverkehrsstraße vorbei. Auf die Bahn hätten mich heute keine 10 Pferde bekommen, so sollte es wenigstens weitestgehend Asphalt sein. Am Anfang kam ich nicht so richtig in den Rhythmus, erst als ich von der Straße abbog, lief es besser. Hier nutzte ich die Hügel abwärts und ließ laufen; es ging auch noch mal etwas hoch, aber dann gleich wieder runter und von einer zwischenzeitlichen 6:16 rappelte ich mich noch zu einer 6:06 runter. Aber dann nach 5 km waren die Körner weg und ich dachte mir, 5 schnelle reichen auch. Die letzten beiden lief ich noch aus- bzw. nach Hause mit 6:53. Ich bin heute mal großzügig und sage, dass ich angesichts der Hügel mein Ziel so gut wie fast erreicht habe :-)).
Und jetzt gehts mit der Freundin zum verdienten Salatessen, juchuuuu... Und dabei gibts da sooo ne köstliche Kirriwurscht *seufz*...
Sonntag, 18. März 2012
Vernunft vs. Ehrgeiz
... Ja, die 15 km standen heute auf dem Programm. Aber...
Gleich beim Aufstehen hatte ich heute ziemlich starke Kopf- und Nackenschmerzen und fühlte mich alles andere als fit, eher so durchgenudelt und die Beine noch so hart arbeitend, irgendwie. Die Sache mit dem Gesäßproblem wird langsam echt unangenehm - nach dem gestrigen Lauf bekam ich es noch nicht einmal mit einer Ibu 800 in den Griff. Kurzum entschied heute die Vernunft, dass nicht gelaufen wird.
Stattdessen begleitete ich Dirk zwar nach Maasmechelen, aber ich hab mich mit Shoppen vertröstet, während er heute seinen längsten Lauf ever (24,5 km inkl. kleiner Extrarunde) gemacht hat. Verlaufen liegt also etwas in der Familie *dumdidum*...
Übrigens haben wir meine Freundin Iris gestern im Kino getroffen; sie hatte auch ziemliche Probleme mit der Luft beim Laufen gestern, hat bei ihr auch nicht so gut geklappt. Seltsam.
Langsam bin ich dann doch froh, wenn der 01.04. ist. Ich merke, dass mir das Training allmählich echt die Energie raubt und ich zu kaum etwas anderem noch Lust oder Muße habe (vor allem, was den Haushalt betrifft). Die nächste Woche, die wieder 4 Einheiten, davon 2 x Tempo, vorsieht, haben wir bereits etwas entschärft. Der heutige Lauf hätte sicher mit Hängen und Würgen schon irgendwie funktioniert, aber ich hätte danach mit 100%iger Sicherheit sehr starke Schmerzen in Po und Beinen gehabt und wäre vermutlich nicht mehr von der Couch hoch gekommen. Ne, das wollte ich nicht. Meinem Ziel in 2 Wochen wird das sicher nicht das Genick brechen, ich denke sogar, dass dieser zusätzliche Ruhetag heute mir mehr genutzt als geschadet hat.
Morgen gibts auf jeden Fall ein Paar Stabiübungen und am Dienstag gehts mit frischem Mut und ausgeruht wieder an die nächste Einheit.
Wünsche Euch noch einen schönen Sonntag!
Samstag, 17. März 2012
Keinen Haken verdient heute...
Die Regel, nach einem guten Lauf folgt ein schlechter Lauf scheint sich inzwischen bei mir zu verfestigen. Nach dem es schon Mittwoch nicht so gut gelaufen ist, der Donnerstag wiederum super war, stand heute wieder eine äußerst anstrengende und nicht wirklich glücklich machende Einheit auf dem Plan.
Soll 5 km in 6:00
Ist
Einlaufen, 2,3 km mit Lauf-ABC in 7:45
Einheit verkürzt 4,1 km in 6:20 pace
Auslaufen 1,2 km in 7:12 pace
War heut irgendwie nicht mein Tag, ich hab nicht genug Luft bekommen und war gleich zu Beginn ziemlich schlecht drauf körperlich. Hab mich dann von Runde zu Runde gehangelt und war froh, als es vorbei war. Dirk meint ja immer, das seinen die Einheiten, auf die man danach wirklich stolz kann, weil man sich durch gebissen hat. Nun denn..
Morgen stehen 15 km in 7:15 auf dem Plan. Bin echt froh, wenn diese Woche um ist.
Soll 5 km in 6:00
Ist
Einlaufen, 2,3 km mit Lauf-ABC in 7:45
Einheit verkürzt 4,1 km in 6:20 pace
Auslaufen 1,2 km in 7:12 pace
War heut irgendwie nicht mein Tag, ich hab nicht genug Luft bekommen und war gleich zu Beginn ziemlich schlecht drauf körperlich. Hab mich dann von Runde zu Runde gehangelt und war froh, als es vorbei war. Dirk meint ja immer, das seinen die Einheiten, auf die man danach wirklich stolz kann, weil man sich durch gebissen hat. Nun denn..
Morgen stehen 15 km in 7:15 auf dem Plan. Bin echt froh, wenn diese Woche um ist.
Donnerstag, 15. März 2012
Sonnenwohlfühllauf
Nach dem schwerfälligen Lauf mit steifen Beinen von gestern, gings mir heute unerwartet gut. Der Physio war heute sehr rücksichtsvoll und hat die Nadeln so gesetzt, dass es leicht lief.
Bei allerschönstem Wetter mit 19 Grad standen heute 10 langsame Kilometer (7:30) auf dem Plan, die ich auch heute endlich mal wieder mit einer Punktlandung geschafft habe. Läufe wie diese sind es, die es mich immer wieder tun lassen :-).
Jetzt gibts gleich nen leckeren Salat vom Italiener und Morgen ist schon wieder Wochenende - herrlich!
Sonntag in 2 Wochen ist der Halbmarathon. Ich denke, ich bin bereit :-)
Bei allerschönstem Wetter mit 19 Grad standen heute 10 langsame Kilometer (7:30) auf dem Plan, die ich auch heute endlich mal wieder mit einer Punktlandung geschafft habe. Läufe wie diese sind es, die es mich immer wieder tun lassen :-).
Jetzt gibts gleich nen leckeren Salat vom Italiener und Morgen ist schon wieder Wochenende - herrlich!
Sonntag in 2 Wochen ist der Halbmarathon. Ich denke, ich bin bereit :-)
Mittwoch, 14. März 2012
Steif und schleppend... grauslicher Lauf!
Das Schönste an meinem heutigen Lauf war das strahlende Lächeln des zweijährigen Hosenmatzes mit den großen, blauen Augen, während er mir wie selbstverständlich ein "Hallo" zuwarf. Gott wie niedlich die in dem Alter doch sind! Diese leuchtenden, unvoreingenommenen, freundlichen Augen haben auch mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Mir, die zuvor 6,3 km lang mit jedem Schritt gelitten hat.
Mensch, was ist denn nur los? Heute stand eigentlich ein Tempolauf auf meinem Plan, ich sollte 7 x 1000 in 6:30 mit Trabpausen laufen. Gut, eigentlich schon gestern. Aber bereits gestern fühlten sich meine Beine so steif und schwer an, nein, Muskelkater kann man nicht sagen, dass ich mich gestern bereits für ein Verlegen auf heute entschied. Doch ehrlich gesagt fühlten sich die Beine auch heute über den ganzen Tag nicht viel besser an. Dass ich dann noch knapp 2 Stunden auf der Belegschaftsversammlung stehen musste, trug immerhin dazu bei, dass der Rücken auch etwas weh tat und eher nach Liegen als nach Laufen rief. Doch Plan ist Plan und ich konnte jetzt nicht schon wieder verschieben, denn dann käme ich mit den anderen Läufen nicht mehr nach.
Während des Umziehens habe ich mir dann schon überlegt, dass ich das Tempo nicht schaffen werde und lieber etwas langsamer mache - Lust zu laufen hatte ich maximal bis 13 Uhr, danach nicht mehr. Ich hab mich echt überwinden müssen und genauso fühlte es sich an, als trüge ich einen dicken, fetten Schweinehund auf meinem Buckel mit mir. Rücken, Po und Beine, also die komplette Hinterseite tat mir weh, die Waden zwackten bis in den Knöchel runter. Leider legte sich das auch nach dem ersten größeren Hügel nicht und spätestens da war mir klar, dass dies ein reiner Arbeitspflichtlauf war, bei dem ich die Vorgabe nicht annäherend erfülle. Doch besser 6 schlechte Kilometer als gar keinen. Na, über diese Theorie kann man sicher streiten.
Nur gut, dass dieser kleine Schatzemann da am Ende meines Laufs auf mich gewartet hat und mich durch seine reine Anwesenheit und den paar Sekunden freundlicher Aufmerksamkeit, die er mir geschenkt hat, entschädigt hat.
Ich gehe mal davon aus, dass die beiden Läufe vom Wochenende es ziemlich in sich hatten und tatsächlich noch nach wirken (Hochbelastungswochen, meint der Schatzi). Ich hatte mich schon gewundert, dass gleich auf einen Tempolauf ein langer folgt, ohne Tag dazwischen. Dass ich den langen dann noch etwas schneller gemacht habe als ich sollte, ... Ja, ich weiß es jetzt auch, nicht schimpfen. Ab jetzt halte ich mich strikt an den Plan, aber der sieht (nach dieser Woche) sooo viel gar nicht mehr vor.
Morgen muss ich noch mal 10 km in 7:30 laufen, wegen dem Verschieben, doof, aber geht nicht anders.
Samstag 5 km in 6:00 und
Sonntag 15 km in 7:15, au weia... schon wieder zwei von den Läufen gleich hinter einander!
Aber dann ist die Woche um und das tapering beginnt so langsam. Dann gibts nur noch 6, 8, 6, 8 km und 2 Tage vor dem WK 4 km in 7:30...
So viel zum Laufen. Der Rest ist ziemlich durcheinander, vom Essen angefangen bis zum Wein, dem ich wieder (in Maßen versteht sich) gefrönt habe (habe es immerhin bis zum 12.03. durchgehalten!). Kopf und Laune sind ziemlich durch den Wind, das Nervenkostüm ist angekratzt und schreit nach Ferien und Pilgertour.
Noch zwei Wochen und drei Tage bzw. 7 Tage, also 3 Wochen ...
Sonntag, 11. März 2012
Wetterglück in Maasmechelen
Weil Dirk heute 20 km auf dem Plan hatte und bei mir eine 12 stand, haben wir uns wieder für Maasmechelen entschieden. Nach einem kurzen Frühstück ging es mit zunehmendem Sonnenschein Richtung Belgien. Ich hatte mich daher für Sonnenbrille und kurze Ärmel entschieden, und das war gut so.
Nach der gestrigen Tempoeinheit taten die ersten Meter richtig fies weh, vor allem wieder im Allerwertesten und den hinteren Oberschenkeln. Wir starteten in Kotem und daher ging es am Anfang ein gutes Stück über den Deich an der Maas entlang. Dort kam der Wind von hinten, so dass die Sonne richtig warm wurde. So warm, dass sämtliche Fliegviecher sich tummelten und mir in Schwärmen im Weg waren - ich hasse es. Erleichtert war ich dann, als der Wind wieder erfrischend von vorne kam, die Viecher verschwanden und ich bereits wieder Richtung Kanal lief. Diesmal nahm ich die richtige Abzweigung, von weitem konnte ich Dirk noch sehen, der den Weg nahm, wo ich mich beim letzten Mal verlaufen hatte. Die Strecke führte mich vorbei an ein kleines Rehgehege, die mir neugierig hinterher schauten. Sie sollten heute nicht die einzigen Tiere sein, die mir auf dem Weg begegneten (die üblichen Enten, Gänse, Pferde und Hunde brauche ich nicht erwähnen). An der nächsten Abzweigung musste ich kurz auf die Karte schauen, also gings rechts rum weiter. Ich kam an einem "Bauernhof" vorbei, wo tatsächlich Strauße auf der Wiese herum spazierten. Unglaublich. Als ich im vorigen Jahr einmal mit Iris dort irgendwo unterwegs zum Laufen war, haben wir tatsächlich Kamele in einem Garten vorgefunden. Die Belgier sind schon ein seltsames Volk. Apropos, die feierten heute doch wirklich Karneval, mit großem Umzug und jede Menge Stehtischen vor den Kneipen und Pommesbuden, Strassensperrungen, Krankenwagen, die bunten Motivwagen standen an allen möglichen Ecken. Echt verrückt, diese Belgier!
Am Kanal war reger Betrieb, es waren unheimlich viele Radfahrer in teils großen Gruppen unterwegs. Bei km 10 kam auch schon die Autobahnbrücke in Sicht, wo ich kurz vorher abbiegen musste und zu der ich ca. 1,5 km parallel lief. Was für ein ekliger Weg: Da lag eine tote Katze, nicht ganz einen Meter von mir entfernt. Es schauderte mich, denn mit toten Tieren hab ichs echt nicht, egal wie groß oder klein. Doch die Katze war erst der Anfang. Kurz darauf entdeckte ich die ersten Frösche. Einige waren frisch zermatscht, andere hockten auf dem Sprung, lebten also noch. Immer wieder tote Frösche mit allen Vieren von sich gespreizt, daneben sonnenbadende lebende Frösche - und ich mittendrin, darauf bedacht, weder den einen noch den anderen auch nur einen Millimeter zu nahe zu kommen - grausam! Der Weg wollte und wollte nicht enden und langsam schwanden auch meine Kräfte. Sollte ich nun 12 oder 13 km heute laufen? Wir hatten in letzer Minute noch die Strecken geändert und ich war mir nicht sicher, wie viele km ich tatsächlich laufen musste. Endlich kam die Brücke, der Weg war zu Ende und es ging Richtung Auto. Am Kreisverkehr angekommen hatte ich eine 12 auf der Uhr, also musste gleich das Auto unter der besagten Brücke mit dem Panzerdenkmal kommen. Doch nix mit gleich um die Ecke. Erst noch vorbei an Pony und Esel und dann, nach einem letzten, weiteren Kilometer kam das Ziel. Bei exakt 13 drückte ich ab - geschafft. Viel weiter und schneller hätte ich heute nicht gekonnt, die Tempoeinheit saß mir doch ganz schön in den Beinen.
In der Sonne noch ein Wasser getrunken und auf Dirk gewartet. Da kamen auch schon die ersten dicken Wolken in Sicht. Klasse, was für einen Wetterdusel wir doch auch heute wieder gehabt haben. Bis auf die toten Viecher war es ein toller Lauf, wenn auch nicht unbedingt leichtfüßig, aber zufriedenstellende 13 Kilometer in 6:51 pace. Im Anschluss gabs mal wieder was vom Lieblingsthailänder und später noch Kaffee und Kuchen bei Schwägerin und Schwager und einer leicht verstimmten Laurina, deren 3. Geburtstag wir mit einem kleinen Spaziergang - und sie ganz stolz auf dem Laufrad - abrundeten.
Nach der gestrigen Tempoeinheit taten die ersten Meter richtig fies weh, vor allem wieder im Allerwertesten und den hinteren Oberschenkeln. Wir starteten in Kotem und daher ging es am Anfang ein gutes Stück über den Deich an der Maas entlang. Dort kam der Wind von hinten, so dass die Sonne richtig warm wurde. So warm, dass sämtliche Fliegviecher sich tummelten und mir in Schwärmen im Weg waren - ich hasse es. Erleichtert war ich dann, als der Wind wieder erfrischend von vorne kam, die Viecher verschwanden und ich bereits wieder Richtung Kanal lief. Diesmal nahm ich die richtige Abzweigung, von weitem konnte ich Dirk noch sehen, der den Weg nahm, wo ich mich beim letzten Mal verlaufen hatte. Die Strecke führte mich vorbei an ein kleines Rehgehege, die mir neugierig hinterher schauten. Sie sollten heute nicht die einzigen Tiere sein, die mir auf dem Weg begegneten (die üblichen Enten, Gänse, Pferde und Hunde brauche ich nicht erwähnen). An der nächsten Abzweigung musste ich kurz auf die Karte schauen, also gings rechts rum weiter. Ich kam an einem "Bauernhof" vorbei, wo tatsächlich Strauße auf der Wiese herum spazierten. Unglaublich. Als ich im vorigen Jahr einmal mit Iris dort irgendwo unterwegs zum Laufen war, haben wir tatsächlich Kamele in einem Garten vorgefunden. Die Belgier sind schon ein seltsames Volk. Apropos, die feierten heute doch wirklich Karneval, mit großem Umzug und jede Menge Stehtischen vor den Kneipen und Pommesbuden, Strassensperrungen, Krankenwagen, die bunten Motivwagen standen an allen möglichen Ecken. Echt verrückt, diese Belgier!
Am Kanal war reger Betrieb, es waren unheimlich viele Radfahrer in teils großen Gruppen unterwegs. Bei km 10 kam auch schon die Autobahnbrücke in Sicht, wo ich kurz vorher abbiegen musste und zu der ich ca. 1,5 km parallel lief. Was für ein ekliger Weg: Da lag eine tote Katze, nicht ganz einen Meter von mir entfernt. Es schauderte mich, denn mit toten Tieren hab ichs echt nicht, egal wie groß oder klein. Doch die Katze war erst der Anfang. Kurz darauf entdeckte ich die ersten Frösche. Einige waren frisch zermatscht, andere hockten auf dem Sprung, lebten also noch. Immer wieder tote Frösche mit allen Vieren von sich gespreizt, daneben sonnenbadende lebende Frösche - und ich mittendrin, darauf bedacht, weder den einen noch den anderen auch nur einen Millimeter zu nahe zu kommen - grausam! Der Weg wollte und wollte nicht enden und langsam schwanden auch meine Kräfte. Sollte ich nun 12 oder 13 km heute laufen? Wir hatten in letzer Minute noch die Strecken geändert und ich war mir nicht sicher, wie viele km ich tatsächlich laufen musste. Endlich kam die Brücke, der Weg war zu Ende und es ging Richtung Auto. Am Kreisverkehr angekommen hatte ich eine 12 auf der Uhr, also musste gleich das Auto unter der besagten Brücke mit dem Panzerdenkmal kommen. Doch nix mit gleich um die Ecke. Erst noch vorbei an Pony und Esel und dann, nach einem letzten, weiteren Kilometer kam das Ziel. Bei exakt 13 drückte ich ab - geschafft. Viel weiter und schneller hätte ich heute nicht gekonnt, die Tempoeinheit saß mir doch ganz schön in den Beinen.
Die Autobahnbrücke, wo wir geparkt haben.
Sie ist eine gute Orientierungshilfe für desorientierte Frauen wie mich.
Einer der Karnevalswagen, hier unter der Brücke geparkt.
Das Panzerdenkmal und nicht zu übersehen, der blaue Himmel.
In der Sonne noch ein Wasser getrunken und auf Dirk gewartet. Da kamen auch schon die ersten dicken Wolken in Sicht. Klasse, was für einen Wetterdusel wir doch auch heute wieder gehabt haben. Bis auf die toten Viecher war es ein toller Lauf, wenn auch nicht unbedingt leichtfüßig, aber zufriedenstellende 13 Kilometer in 6:51 pace. Im Anschluss gabs mal wieder was vom Lieblingsthailänder und später noch Kaffee und Kuchen bei Schwägerin und Schwager und einer leicht verstimmten Laurina, deren 3. Geburtstag wir mit einem kleinen Spaziergang - und sie ganz stolz auf dem Laufrad - abrundeten.
Samstag, 10. März 2012
Plan ist Plan, da kenn ich nix ;-)
Nachdem heute morgen erst mal meine Hormone ein wenig sehr verrückt gespielt haben, hatte ich überaus wenig Lust auf diesen Tempolauf, auf diesen Tag und überhaupt auf alles.
Doch es nützt ja nichts, Plan ist Plan. Dirk wollte heute ebenfalls auf die Bahn, er musste auch eine Tempoeinheit laufen. Nach kurzem Einlaufen also mit leicht mulmigem Gefühl die Lap-Taste gedrückt und los gings. Immer brav auf Bahn 3 gelaufen, die Musik ziemlich laut und den Forerunner in der Hand. Mich von dem Schatz gar nicht groß irritieren lassen und stur meine Runden gedreht. Zwischendurch wieder mal überlegt, warum ich das überhaupt mache und sogar kurz mit dem Gedanken gespielt, den HM sausen zu lassen - wie das eben so ist, wenn alle Energie aus dem Körper in die Beine muss und der Kopf dann schon mal aussetzt.
Am Ende gabs ne Trainingsbestzeit von 6 km in 5:55, plus 1,1 km einlaufen und 400 ohne Aufzeichnung, den Rückweg wohl mit gerechnet, alles ein bisschen durcheinander. Hauptsache die 6 km sind eindeutig, der Rest ist wurscht.
Gerade gut zu Hause angekommen, fängt es an zu regen, Glück gehabt.
PS: Fuß blieb brav und auch sonst war alles im grünen Bereich - körperlich zumindest.
Doch es nützt ja nichts, Plan ist Plan. Dirk wollte heute ebenfalls auf die Bahn, er musste auch eine Tempoeinheit laufen. Nach kurzem Einlaufen also mit leicht mulmigem Gefühl die Lap-Taste gedrückt und los gings. Immer brav auf Bahn 3 gelaufen, die Musik ziemlich laut und den Forerunner in der Hand. Mich von dem Schatz gar nicht groß irritieren lassen und stur meine Runden gedreht. Zwischendurch wieder mal überlegt, warum ich das überhaupt mache und sogar kurz mit dem Gedanken gespielt, den HM sausen zu lassen - wie das eben so ist, wenn alle Energie aus dem Körper in die Beine muss und der Kopf dann schon mal aussetzt.
Am Ende gabs ne Trainingsbestzeit von 6 km in 5:55, plus 1,1 km einlaufen und 400 ohne Aufzeichnung, den Rückweg wohl mit gerechnet, alles ein bisschen durcheinander. Hauptsache die 6 km sind eindeutig, der Rest ist wurscht.
Gerade gut zu Hause angekommen, fängt es an zu regen, Glück gehabt.
PS: Fuß blieb brav und auch sonst war alles im grünen Bereich - körperlich zumindest.
Donnerstag, 8. März 2012
Der nächste Lauf
So ganz unbeschadet hat der rechte Fuß die ganze Umknickerei vom letzten Lauf wohl doch nicht überstanden, denn seit gestern hatte ich etwas Schmerzen unter dem Mittelfuß. Glücklicherweise hatte ich heute nach drei Wochen Abstinenz endlich mal wieder einen Physiotermin. Der war sich schnell sicher, dass das Innenband des Fußes etwas heraus stand und hat mal kräftig drauf rum gedrückt. Abschließend gabs ein feches, schwarzes Tape, in doppelter Ausführung, und gegen die Müdigkeit ein paar gesetzte Nadeln. Die ersten Schritte aus der Praxis heraus taten ziemlich weh, danach ging es. Den heutigen Lauf hat er mir ausdrücklich nicht verboten, nur gemeint, ich solle schön locker und regenerativ laufen, es würde sicher ohnehin etwas schleppend werden.
Woher der Kerl das nur immer weiß?! Ich merkte den Fuß die ganze Zeit über, aber von richtig weh tun kann ich jetzt nicht sprechen. Meine Waden waren allerdings recht zwackig, so als würde ich die ganze Zeit mit Gewichten bergauf laufen. Erst ab km 5 war es wieder so, dass ich noch wesentlich weiter hätte laufen können.
Soll 8 km in 7:30
Ist 8,4 km in 7:16
Nachdem neulich mal im Internet die Tchibo-Laufsachen so gelobt wurden, habe ich mir heute spontan das Sport-Bustier sowie die 3/4 tight mit dem Laufrock gekauft. Weil ich aber ein wenig gefröstelt habe, bin ich doch lieber in lang gelaufen; allerdings passt das Bustier hervorragend und sitzt, wie es soll, sehr stramm, ohne dabei unangenehm eng zu sein.
Dass meine Laune heute schon wieder viel besser war, liegt sicher daran, dass ich endlich alle Anmeldungen vom Tisch habe. Fühlt sich gleich viel entspannter an. Aber für die Nadeln wurde es auch wieder mal richtig Zeit.
Woher der Kerl das nur immer weiß?! Ich merkte den Fuß die ganze Zeit über, aber von richtig weh tun kann ich jetzt nicht sprechen. Meine Waden waren allerdings recht zwackig, so als würde ich die ganze Zeit mit Gewichten bergauf laufen. Erst ab km 5 war es wieder so, dass ich noch wesentlich weiter hätte laufen können.
Soll 8 km in 7:30
Ist 8,4 km in 7:16
Nachdem neulich mal im Internet die Tchibo-Laufsachen so gelobt wurden, habe ich mir heute spontan das Sport-Bustier sowie die 3/4 tight mit dem Laufrock gekauft. Weil ich aber ein wenig gefröstelt habe, bin ich doch lieber in lang gelaufen; allerdings passt das Bustier hervorragend und sitzt, wie es soll, sehr stramm, ohne dabei unangenehm eng zu sein.
Dass meine Laune heute schon wieder viel besser war, liegt sicher daran, dass ich endlich alle Anmeldungen vom Tisch habe. Fühlt sich gleich viel entspannter an. Aber für die Nadeln wurde es auch wieder mal richtig Zeit.
Mittwoch, 7. März 2012
OT: Der Zahn der Zeit...
... hat seit heute einen Namen, denn ich war bei der Zahnärztin meines Vertrauens: Parodontitis, oder auf deutsch Zahnbettschwund, verursacht durch bakterielle Entzündungen, die meistens durch Bluten in Erscheinung treten und den Zahnhalteapperat irrevasibel, also für immer, zerstören. Hilfe! Dass bei mir seit einiger Zeit was im Argen ist, hab ich ja schon befürchtet auf Grund des sporadischen Zahnfleischblutens. Wenn das Kind aber dann einen konkreten Namen bekommt, fühlt sich das echt doof an. Damit sie auch Morgen noch kraftvoll zu beißen können.
Wieso fühl ich mich auf einmal um Jahre gealtert? Ich hab ja schon mal geträumt, dass mir so mir nichts dir nichts die Zähne ausfallen... grauslich war das! Nun ja, ich befinde mich im Anfangsstadium dieser "Krankheit" und mein erster Weg führte mich in die Apotheke: Meridol Zahnspülung, Zahnzwischenraumbürstchen und natürlich Schüssler Salz Nr. 2, Calcium Phosphoricum für Knochen und Zähne, und zwar als Großpackung. Jetzt heißt es jeden Abend intensivste Zahnpflege. Wenn das nicht hilft, muss eine teure Parodontosebehandlung mit anschließendem Ozon her. Ich vertraue und glaube allerdings mehr an die Homöopathie und denke, dass ich das erst mal so in den Griff bekomme. Allerdings erwäge ich, umgehend eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen....
Ja und was gibts sonst noch so? Nachdem ich heute also schon länger gearbeitet habe, liegen jetzt noch ganze 15 von 123 Anmeldungen auf meinem Tisch, die ich morgen erfassen werde und dann ist das Thema vorerst vom geistigen Tisch. Dann werde ich mich mit den bevorstehenden Abiturprüfungen und den dazu erforderlichen Unterlagen auseinandersetzen müssen: Sind genug Kopien da, muss noch was bestellt werden, haben wir genügend Kladden und gestempelte Klausurbögen, große Umschläge und und und? Denn in den Osterferien wird nichts passieren in dieser Richtung, denn dann bin ich gar nicht da, um noch etwas erledigen zu können. Ich bin nämlich mal eben weg, auf den Camino, ihr erinnert euch? Heute ist der dafür bestellte Schlafsack geliefert worden, außerdem die Isomatte - nun habe ich bald alles beisammen. Die Freude ist schon riesig und ich würde lieber heute als morgen los machen. Aber die wenigen Tage werden auch noch wie im Flug vergehen und zuvor muss ich ja noch nach und durch Berlin düsen.
Was hier gerade alles möglicherweise recht motiviert und gut gelaunt klingt, ist eine Buchstabentäuschung, denn eigentlich bin ich ziemlich schräg drauf im Moment. Ich werde schon mit schlechter Laune wach, weil ich nicht weiter schlafen kann/darf und fühle mich von jedem, der im Job etwas von mir will, genervt. Alles ist mir irgendwie zu viel, ich bin ferienreif. Lediglich das Abarbeiten meines Trainingsplans macht immer noch Spaß, zumal ich doch meistens Erfolge verspüre. Ich bin irgendwie immer müde. Mit der gesunden und kohlenhydratarmen Ernährung hab ich gerade auch ein kleines Motivationsproblem. Ich ziehe es zwar mit wenigen Ausnahmen durch, aber ich denke viel zu viel ans Essen und habe Lust auf Kuchen. Dabei kommt mir gerade die Überlegung, ob meine Hormone möglicherweise gerade ein wenig verrückt spielen. Oder ist es der Vollmond oder gar schon die Frühjahrsmüdigkeit? Egal, was es ist, ich hoffe, es ist bald wieder vorbei.
Jetzt gibts gleich noch ne Portion "Verzweifelter Hausfrauen" und dann gehts im Anschluss sofort ins Bett. Ach ne, halt, erst ins Bad, zur Intensivzahnpflege - wie doof...
Dienstag, 6. März 2012
Der erste Tempowechsellauf
Der stand heute bei mir auf dem Plan. Genauer heißt das 1 km in 7:30 und 1 km in 6:00 im Wechsel. Dummerweise hatte ich nur 8 km insgesamt im Kopf, hab nicht genau den Plan geschaut oder falsch in meinen Kalender übertragen, so dass ich mit den gemachten 10 km immer noch zu wenig hatte. Das ist mir ja noch nie passiert. Aber macht nix, hab ich mal ausnahmsweise 1 km zu wenig, obwohl ich echt schon ein dummes Gefühl hatte, weil ich wieder zu viel gemacht habe (das auch nur, weil ich die Strecke unglücklich gewählt habe).
Ich war heute nach der Schule im Würselener Stadtwald, da kann ich immer noch nicht so gut die Abzweigungen bzw. Runden einschätzen; oft denke ich, der Wald ist recht klein, aber dann, einmal die nächste Ecke zu viel genommen, ist es gleich ein guter Kilometer, den man mehr macht.
Dieser Wechsellauf gefiel mir gut. Obwohl ich nach der ersten schnellen Einheit dachte, dass ich kaum glauben konnte, dieses Tempo neulich ganze 5 km am Stück geschafft zu haben. Die langsamen Kilometer taten fast weh in den Beinen, nein, vielmehr in meinem Allerwertesten, der macht mir immer noch ein wenig Ärger - er sitzt nicht gerne (aber ich kann ja schlecht alles im Stehen machen). Das Laufen auf dem Waldboden gefiel mir nur mäßig. Ich bin x-mal umgeklinkt über das kleinste Steinchen, über Stöckchen oder Äste mit dem Fuß gerollt, war irgendwie heut nicht so dolle. Da war ich froh über jedes Stück Asphalt.
Kurz vor dem Ende meiner letzten schnellen Einheit liefen mir drei Läuferinnen seitlich in den Weg hinein. Na super, die hatten schon ein ordentliches Tempo, obwohl sie plaudernd daher liefen. Zu meinem Entsetzen sah ich bei der mittleren Lady die Aufschrift "Ironman" auf der Laufjacke. Uäääh und die muss ich jetzt für 5 Meter überholen, bis mein Kilometer voll ist, ganz toll! Aber Plan ist Plan und der wird durch gezogen. Ich also fast auf selber Höhe, vielleicht 2 Meter vor ihnen, dann meinen km abgedrückt und hab mich dann hinter sie wieder eingereiht. Ziemlich doofe Aktion (war dadurch wohl auch mein langsamster schneller Kilometer), aber es passte nun mal nicht anders. Außerdem denke ich, haben sie dem ganzen sicher überhaupt keine Beachtung geschenkt - worüber ich mir mal wieder den Kopf zerbreche...
Somit kam ich heute auf 10,5 km in 6:30 - ein schöner Lauf!
Ich war heute nach der Schule im Würselener Stadtwald, da kann ich immer noch nicht so gut die Abzweigungen bzw. Runden einschätzen; oft denke ich, der Wald ist recht klein, aber dann, einmal die nächste Ecke zu viel genommen, ist es gleich ein guter Kilometer, den man mehr macht.
Dieser Wechsellauf gefiel mir gut. Obwohl ich nach der ersten schnellen Einheit dachte, dass ich kaum glauben konnte, dieses Tempo neulich ganze 5 km am Stück geschafft zu haben. Die langsamen Kilometer taten fast weh in den Beinen, nein, vielmehr in meinem Allerwertesten, der macht mir immer noch ein wenig Ärger - er sitzt nicht gerne (aber ich kann ja schlecht alles im Stehen machen). Das Laufen auf dem Waldboden gefiel mir nur mäßig. Ich bin x-mal umgeklinkt über das kleinste Steinchen, über Stöckchen oder Äste mit dem Fuß gerollt, war irgendwie heut nicht so dolle. Da war ich froh über jedes Stück Asphalt.
Kurz vor dem Ende meiner letzten schnellen Einheit liefen mir drei Läuferinnen seitlich in den Weg hinein. Na super, die hatten schon ein ordentliches Tempo, obwohl sie plaudernd daher liefen. Zu meinem Entsetzen sah ich bei der mittleren Lady die Aufschrift "Ironman" auf der Laufjacke. Uäääh und die muss ich jetzt für 5 Meter überholen, bis mein Kilometer voll ist, ganz toll! Aber Plan ist Plan und der wird durch gezogen. Ich also fast auf selber Höhe, vielleicht 2 Meter vor ihnen, dann meinen km abgedrückt und hab mich dann hinter sie wieder eingereiht. Ziemlich doofe Aktion (war dadurch wohl auch mein langsamster schneller Kilometer), aber es passte nun mal nicht anders. Außerdem denke ich, haben sie dem ganzen sicher überhaupt keine Beachtung geschenkt - worüber ich mir mal wieder den Kopf zerbreche...
Somit kam ich heute auf 10,5 km in 6:30 - ein schöner Lauf!
Samstag, 3. März 2012
In rebellischer Auflehnung
Da soll man sich nicht ärgern...
Wie ja schon erwähnt, wollte ich heute in Ruhe ein wenig arbeiten. Fahre also zur Arbeit und muss zu meinem sehr großen Bedauern fest stellen, dass das Programm für die Schülerdaten nicht funktioniert. Seit ein paar Tagen habe ich eine neue Version aufgespielt bekommen, die hatte bis Freitag einwandfrei funktioniert und nun das! Rechner noch mal neu gestartet, auch versucht, die alte Version zu nutzen - nüscht! "Lizenzdaten unbekannt" - ach, auf einmal?! Ich also unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Doch weder Sonnenbank noch Auto waschen konnten mich so richtig dafür entschädigen. Was bleibt also? Eine Runde laufen gehen.
Und das war gut so. Der Schneeglöckchenteppich ist wieder ausgebreitet - wie schön! Wenn dann noch die ersten Fliegviecher übermütig umher schwirren und mein Auge zielsicher wieder finden, dann steht wohl tatsächlich der Frühling vor der Tür.
6 km Komfortzonenläufchen und die Laune ist wieder ok.
Wünsch Euch ein schönes Wochenende!
Wie ja schon erwähnt, wollte ich heute in Ruhe ein wenig arbeiten. Fahre also zur Arbeit und muss zu meinem sehr großen Bedauern fest stellen, dass das Programm für die Schülerdaten nicht funktioniert. Seit ein paar Tagen habe ich eine neue Version aufgespielt bekommen, die hatte bis Freitag einwandfrei funktioniert und nun das! Rechner noch mal neu gestartet, auch versucht, die alte Version zu nutzen - nüscht! "Lizenzdaten unbekannt" - ach, auf einmal?! Ich also unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Doch weder Sonnenbank noch Auto waschen konnten mich so richtig dafür entschädigen. Was bleibt also? Eine Runde laufen gehen.
Und das war gut so. Der Schneeglöckchenteppich ist wieder ausgebreitet - wie schön! Wenn dann noch die ersten Fliegviecher übermütig umher schwirren und mein Auge zielsicher wieder finden, dann steht wohl tatsächlich der Frühling vor der Tür.
6 km Komfortzonenläufchen und die Laune ist wieder ok.
Wünsch Euch ein schönes Wochenende!
Freitag, 2. März 2012
Ich bin wohl doch bekloppt - irgendwie
Soll 5 km im 6:00er pace
Ist:
Einlaufen 2,1 km in 7:10 o. ä.
5 km in 5:58
Auslaufen 1,7 km in ca. 7:20
Gleich nach der Arbeit bin ich nach Würselen in den Wald, merkte aber sofort, dass ich a) falsch angezogen war und b) irgendwie noch nicht bereit für eine Tempoeinheit war. So lief ich nur eine Einlaufrunde von 1,4 km und fuhr weiter bis nach Hause. Dort zog ich mich um und entschied mich, dass ich die Tempoeinheit auf der Bahn laufen wollte. Irgendwie traute ich mir heute den 6er Schnitt nicht zu, die Beine fühlten sich etwas schwer an. Dafür wollte ich es mir wenigstens vom Untergrund sowie vom Höhenprofil so einfach wie möglich machen, deshalb ab auf die Bahn.
Wie immer bei den Tempoeinheiten hatte ich auch heute etwas Bammel vor der Runde und hätte es gerne hinaus gezögert. Aber nützt ja nichts. Also, Lap gestartet und jep. Gedanklich nach der ersten Runde schon geschwankt zwischen Überlegungen wie "es sind ja nur 5 km " und "oh mein Gott, es sind 5 km, die ich dieses Tempo halten muss!" Ab der zweiten Runde gabs nur noch "oh mein Gott, das schaff ich bestimmt nicht". Im dritten Kilometer war ich erstaunt, dass ich noch lebe und noch laufe. Da kamen ein paar recht junge Menschen auf die Bahn, die sich warm liefen. Ihr Tempo war schneller als meins, obwohl sie nur plaudernd dahin trabten. Das irritierte wie demoralisierte mich ein wenig und ich versuchte tapfer, einfach mein Tempo weiter zu laufen und nicht auf sie zu achten. Zum Glück gingen sie nach 2 Runden in die Sporthalle und ich setzte meinen letzten Kilometer fort. Insgeheim hoffte ich natürlich, eine neue PB zu laufen, auch wenn die im Training nichts gilt. Aber für meinen bekloppten Kopp wäre das sicher ziemlich schmeichelhaft. So versuchte ich auf der Zielgeraden noch ein klein wenig dran zu ziehen. Und wieder gabs ne Punktlandung. Ziel erreicht, Einheit geschafft, neue Trainings-PB gelaufen, haarscharf, aber noch getroffen und längst nicht alles gegeben...
Danach dachte ich, war doch gar nicht so schlimm. Trotzdem merke ich, dass mir mein Kopf immer noch Schnippchen schlägt und mir das Leben bzw. das Laufen ganz schön schwer macht. Ich bin halt kein Prüfungsmensch und kein Wettkampfmensch. Wenn ich Leistung auf den Punkt genau abliefern muss, versagen meine Nerven, der Druck steigt so immens, das ist schrecklich. Ich habe während des Laufs mal versucht mir vorzustellen, ich spiele jetzt Wettkampf und gebe alles, alles bis auf das letzte Korn. Es ging nicht. Ab dem Moment, wo die anderen auf die Bahn kamen, wäre ich am liebsten stehen geblieben. Zwar nur kurzfristig, aber der Gedanke war da.
Also die Erkenntnis des Tages: Ich bin echt bekloppt...
Dienstag, 28. Februar 2012
6 km in 7:20 pace
Nach dem am Schluss so verkorksten Lauf von Sonntag lief es sich heute extrem leicht, leichfüßig und leichtatmig. Schade, dass ich heute nur 6 km laufen durfte, ich hätte ewig so weiter traben können.
Ich denke, ich werde am Sonntag einen zweiten Anlauf nehmen. So toll wie das kleine Läufchen gerade gewesen ist...
Ich bin heiß aufs Kilometerfressen! :-))
Ich denke, ich werde am Sonntag einen zweiten Anlauf nehmen. So toll wie das kleine Läufchen gerade gewesen ist...
Ich bin heiß aufs Kilometerfressen! :-))
Montag, 27. Februar 2012
Der Tag danach
Vorsichtshalber hab ich gestern vor dem Schlafen gehen mal eine Aspirin genommen; ich hatte wirklich keine Lust auf "ich weiß nicht, wie ich mich legen soll, weil mir alles weh tut". Demnach hab ich auch recht gut und vor allem wohl auch sehr regenerativ geschlafen. Es geht mir heute nämlich ausgesprochen gut, ich habe lediglich ein wenig schwere Beine, aber von dem befürchteten Muskelkater ist nichts zu spüren. Vielleicht liegts auch mit an dem Eiweiß-Shake, der ja auch regenerative Wirkung haben soll.
Das Erlebnis wirkt immer noch insofern nach, als dass ich mich immer noch nicht über meinen neuen Längenrekord freuen kann. Eben hab ich mit meiner lieben Tante telefoniert und ihr die ganze story erzählt. Dabei mussten wir so lachen, weil es teilweise so rüber kam, wie in einem dieser berühmten Alpträume - diese Situation, als ich die Scheinwerfer von Dirks Auto sah, gewunken habe und dann am Ende doch keiner mehr da war, oder die rote Brücke am Horizont, die immer weiter nach hinten rutscht, uns man gefühlt nicht von der Stelle kommt. Na, schön, dass ich heute schon wieder drüber lachen kann.
Mit etwas Abstand betrachtet war dieser Lauf wohl sicher ganz wertvoll für mich, auch wenn es sich gestern in keiner Weise so angefühlt hat (von den ersten 15 km abgesehen, die waren wirklich super). Auch wenn jetzt eigentlich kein derart langer Lauf mehr auf meinem Trainingsplan steht, bin ich gerade geneigt, am kommenden Sonntag eine Wiederholung zu wagen. Andererseits... Generalprobe misslungen verheißt gutes Gelingen ;-).
Mal schauen, was mein Chefcoach dazu meint, ob ich ihn zu einem erneuten 20er überreden kann.
Das Erlebnis wirkt immer noch insofern nach, als dass ich mich immer noch nicht über meinen neuen Längenrekord freuen kann. Eben hab ich mit meiner lieben Tante telefoniert und ihr die ganze story erzählt. Dabei mussten wir so lachen, weil es teilweise so rüber kam, wie in einem dieser berühmten Alpträume - diese Situation, als ich die Scheinwerfer von Dirks Auto sah, gewunken habe und dann am Ende doch keiner mehr da war, oder die rote Brücke am Horizont, die immer weiter nach hinten rutscht, uns man gefühlt nicht von der Stelle kommt. Na, schön, dass ich heute schon wieder drüber lachen kann.
Mit etwas Abstand betrachtet war dieser Lauf wohl sicher ganz wertvoll für mich, auch wenn es sich gestern in keiner Weise so angefühlt hat (von den ersten 15 km abgesehen, die waren wirklich super). Auch wenn jetzt eigentlich kein derart langer Lauf mehr auf meinem Trainingsplan steht, bin ich gerade geneigt, am kommenden Sonntag eine Wiederholung zu wagen. Andererseits... Generalprobe misslungen verheißt gutes Gelingen ;-).
Mal schauen, was mein Chefcoach dazu meint, ob ich ihn zu einem erneuten 20er überreden kann.
Sonntag, 26. Februar 2012
Neuer Weitenrekord - aber wie!
Heute Morgen bin ich schon um 7 Uhr wach geworden, ich hab schlecht geträumt. So gibts um 8 Uhr schon Frühstück für Dirk und mich, denn unser nächster Lauf soll wieder mal in Maasmechelen sein. Keine Experimente beim Frühstück, also gibts für mich 2 Vollkorntoast mit Philadelphia und Marmelade, wie immer vor dem Laufen. 20 km in 7:20 pace sollen es heute werden, bei Dirk nur etwas schneller, aber er hat die selbe Strecke für sich geplant. Mit Karte ausgestattet fahren wir also nach Belgien, das Wetter wird unterwegs immer schlechter, ein Regenschauer wechselt den nächsten ab. Super!
In Vucht angekommen drehen wir erst mal noch eine Runde im Auto, um den Schauer abzuwarten. Wir sind zwar nicht aus Zucker, aber wenn man gleich am Anfang eines 20 km Laufs schon nass wird, kann das auf die Dauer doch unangenehm werden. Es nieselt also nur noch minimal als wir los laufen. Noch mal kurz in die Büsche gesprungen und dem Lauf steht nichts mehr im Wege. Ich zücke meine mitgenommene Kamera, um die trübe, diesige Stimmung einzufangen und muss, als hätte ich es geahnt, feststellen, dass der Akku leer ist. Toll, schleppe ich das Ding also 20 km umsonst mit.
(Dirk hat während des Wartens auf mich ein Foto vom Deich
in Vucht mit seiner Kamera gemacht.)
in Vucht mit seiner Kamera gemacht.)
Die ersten 5 km über den Deich und an der Maas entlang kommt der Wind und somit der Nieselregen von vorne, etwas unangenehm, vor allem für die Brille. Dann gehts durch den Ort mit dem nicht so schönen Namen "Kotem", wo ich mich einst verlaufen habe und Erinnerungen kommen hoch. Ich muss schmunzeln bei der Geschichte mit den Damen, die mich dann spontan im Auto zu unserem Ausgangspunkt gefahren hatten. Die unterschiedlichsten Gerüche wehen mir um die Nase; da riecht es noch nach Bauernhof und Misthaufen, im nächsten Augenblick ist ein Hauch von Weihrauch in der Luft, dann wieder Sonntagsbraten. Herrlich, ich liebe diese Dorfstimmung.
So spule ich Kilometer um Kilometer weitestgehend auf dem Deich ab. Da zu laufen finde ich ganz toll, außer, dass man den Wind dort so gut spürt, vor allem, wenn er meist von vorne kommt. Trotzdem habe ich einigermaßen konstant ein Tempo von 6:50 auf der Uhr. Ich weiß, das ist eigentlich deutlich zu schnell, aber ich hatte mir vor dem Lauf überlegt, ich mache eine Art Generalprobe für Berlin und will den Lauf in einem guten Wohlfühltempo schaffen, also möglichst unter 7 bleiben. Ab und an zücke ich meine Karte und vergewissere mich, dass ich noch richtig bin. Bei km 12 sollte es eine Stelle geben, die einzige, wo ich mich eventuell verlaufen könnte, wie Dirk meint. Als die Stelle kommt, korrekt nach 12 km, habe ich also die Wahl zwischen rechts oder links, und als hätte ich es geahnt, entscheide ich mich für links, was natürlich falsch ist. Es ist schon blöd, wenn man sich verläuft, aber es ist saublöd, wenn man dies mehr oder weniger sehenden Auges tut. Na ja, ganz so offensichtlich war es für mich zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber ich befürchtete es unterschwellig. Also laufe ich weiter auf einem Feldweg, wo ich eigentlich schon fast den Kanal wieder erreicht haben müsste. Der Weg zieht sich und dann endlich gibts eine Abzweigung nach rechts. Doch statt des Kanals bin ich wieder an der Maas. Da wird mir klar, dass ich mich verlaufen habe und der Anfang vom Ende ist sicher. Bis zur nächsten Brücke, die mir endlich das Erreichen des Kanals signalisiert, halte ich noch tapfer durch, da bin ich bei km 14. Ich entscheide mich (dummerweise) für die linke Kanalseite und ab km 15 bin ich mental gebrochen. Panik macht sich breit, als ich plötzlich überlege, ob ich überhaupt in die richtige Richtung laufe. Die Gegend ist mir so fremd, so tief unten am Kanal bin ich nie gewesen. Soll ich jetzt weinen? Nein, es würde schließlich auch nichts ändern. Mit einem Schlag tut mir alles weh, vor allem beide Knie und die Energie ist futsch, aber sowas von. Ich schätze ab, dass ich mindestens 3 Kilometer falsch gelaufen bin, womit ich im Nachhinein ziemlich genau richtig liege. Es gelingt mir nicht, über mich hinaus zu wachsen und den Lauf als zusätzliche Mental-Einheit für das Training zu sehen.
Der Rückweg erscheint mir endlos. Ich will noch mit Würde die 20 km voll machen, ab da ist mir alles egal, aber ich quäle mich durch die nächsten Kilometer. Besonders schlimm ist der 19. Kilometer. Ich schaue fast alle 50 Meter auf die Uhr, die sich kaum verändert, die Beine tun mir so weh. Der Gedanke, ein Auto anzuhalten kommt mir natürlich erneut, aber hier auf dem Deich am Kanal fahren leider keine Autos. Doch, allerdings auf der anderen Seite und die nächste Brücke ist da irgendwo am Horizont, da, wo ich eigentlich auch schon so gut wie endlich angekommen bin. Würde jetzt ein Fahrradfahrer kommen mit einem Gepäckträger, ich würde ihn vermutlich anhalten und fragen, ob er mich bis zur roten Brücke fahren kann. Die rote Brücke ist die Brücke, über die ich muss, um endlich wieder nach Vucht zu kommen. Von dort aus ist es je nach Runde nur noch 1 km direkt durchs Dorf, oder 2 km über den Deich. Welche Runde ich wähle, ist ja wohl klar! Der Weg zieht sich und ich muss gehen, ich kann nicht mehr laufen. Das Gehen tut zwar auch weh, aber für meinen lädierten Kopf fühlt es sich immer noch besser an. Auch meine Musik kann mich nicht mehr motivieren, weiter zu laufen, ich nehme sie ab. Eigentlich wäre das jetzt der perfekte Moment, in Tränen auszubrechen. Aber ich tu es nicht und ich werde es auch nicht tun, wenn ich ins Auto einsteige, irgendwann, in 27 Stunden vermutlich.
Ich bin ca. 100 Meter vor der roten Brücke und sehe Scheinwerfer, die dort eigentlich nicht hingehören. Das kann nur mein Schatzi sein, der mich sicher schon lange vermisst und endlich suchen kommt. Ich hoffe inständig, dass er dort stehen bleibt, somit hätte ich immerhin 1 km gespart. Doch als ich die Brücke überquere steht dort kein Auto, das auf mich wartet. Wäre ja auch zu schön gewesen. Also schleiche ich durch Vucht und hoffe, dass Dirk wenigstens noch an der Kirche steht und nicht wild durch die Gegend fährt, um mich zu suchen. Das Dorf ist wie ausgestorben. Dann endlich kommt das schwarze Auto erlösend um die Ecke und sammelt mich ein. Unter Stöhnen setze ich mich und trinke erst mal. Ich weine nicht, sondern erzähle. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir 23,3 km und eine Durchschnittspace von 7:18 an. Ich kann es kaum glauben und freuen kann ich mich erst recht nicht. Das will sich nicht so richtig einstellen.
Zu Hause angekommen bin ich leer. Leer im Kopf und leer in jeder Pore meines Körpers, der an allen möglichen Stellen Bauch abwärts schmerzt. Die heiße Dusche dauert somit sehr lange und bringt allmählich ein paar Lebensgeister zurück. Nach einem kleinen Mittagessen und einem Nickerchen gehts mir jetzt schon besser. Nein, Freude stellt sich immer noch nicht ein. Die Macht meines Kopfes überschattet den Lauf immer noch zu sehr; es macht mir ein wenig Angst, wie negativ mich dieses dumme Verlaufen beeinflusst hat, auch, wenn ich im Auto bereits gesagt habe, dass ich diese Strecke gerne noch mal laufen möchte. Landschaftlich war sie sehr schön.
Übrigens waren die Scheinwerfer tatsächlich von Dirk. Allerdings hat er mich auf der anderen Seite des Kanals nicht vermutet und somit auch nicht gesehen.
Samstag, 25. Februar 2012
Sags durch die Blume
Fast hätte ich vergessen, Euch meine Valentinsüberraschung zu zeigen. Nicht genug, dass mir der Schatzi schon drei Tage zuvor aus dem Outlet-Shop in Wertheim 3 Asics-Sommerlaufshirts und einen neuen Buff mitgebracht hat, ließ er es sich doch nicht nehmen, mich auch noch per Blumenkurier in der Schule zu überraschen. Der DHL-Mensch steht mit einem recht großen Karton und den Worten "Das ist für sie persönlich, Frau Hansen!" grinsend in der Tür. Der Karton ließ nicht verbergen, dass sein Inhalt irgendwas mit Blumen zu tun hatte. Ich mich also suuuuuper gefreut, denn damit hatte ich nach dem Geschenkesegen aus dem Outletstore sicher nicht mehr gerechnet! Ein wunderschöner Blumenstrauß mit roten Rosen in Herzform sowie ein Schlüsselanhänger, eine Blumenvase und eine mit viel Liebe geschriebene Karte, außerdem noch ein Lindt-Pralinengruß! Wow, ich war so gerührt, dass ich fast weinen musste und meine Konrektorin meinte nicht ohne Neid: "Boah! Wie lange sind sie verheiratet?!" Der Strauß steht übrigens immer noch auf meinem Schreibtisch - er sieht immer noch toll aus und hält sich somit ungewöhnlich lange!
Der nächste Blumengruß ereilte mich wenige Tage später. Seit der Einführung der bargeldlosen Mensa-Karte in unserer Schule, gibts immer wieder Leute, die damit Probleme haben. Eine Mutter, der ich erfolgreich helfen konnte, kam mit dem Blümchen und den Worten: "Sie sind immer so freundlich und so hilfsbereit, Frau Hansen, Dankeschön!" Wieder war ich super gerührt und hab mich total gefreut. Das sind so die Momente, in denen man gezeigt bekommt, dass der Job, den man macht, wohl gut ankommt und auch wertgeschätzt wird. Es entschädigt außerdem für den ein oder anderen miesen Tag...
Freitag, 24. Februar 2012
After Work Wochenendeinstiegslauf
Nach einer
ziemlich frustrierten Woche (müde, Gewicht stagniert bzw. wieder zugelegt) mit
langen Arbeitszeiten, Karneval (nicht gefeiertem) und demnach ziemlich
durcheinander geratenen Mahlzeiten, ist es heute endlich vorbei – alles wieder
normal. Ja denkste! Ein Freitag wie er für eine Wochenendeinleitung nicht
bescheidener sein kann, Hektik und Unruhe, viele gereizte Menschen, die keine
Zeit haben – ich allen voran! Um 11 Uhr schon versucht, die Zeit auf 14 Uhr zu
zaubern, leider erfolglos. Von mir angestiftete Schülerinnen hatte ebenso wenig
Glück. Doch jeder Arbeitstag geht einmal zu Ende, so auch dieser. Die gepackte
Sporttasche hatte ich im Auto vergessen, so bin ich doch direkt nach Haus
durch, dort kann man schließlich auch gut laufen.
Bei recht milden
10 Grad fiel meine Hosenwahl heute auf ¾ tight, darüber das just erstandene
Laufforum-Langarmshirt, um den Kopf den neuen Valentins-Buff (gut gegen den doch recht fiesen Wind). Heute standen 6
km in 7:20 pace auf dem Plan, eigentlich eine meiner leichtesten Übungen. Doch
das viele Obst, der viele Tee lag mir irgendwie in Form einer unangenehmen Luftblase im
Magen, die nicht wirklich weichen wollte. Seitenstiche wären zu viel gesagt,
aber es zwickte unangenehm in der Herzgegend. Auch war ich heute mal ausnahmsweise
ohne Musik unterwegs – ne, das geht einfach nicht, ich kann nicht ohne. So
gingen aber auch diese 6 km nach 45 min. zu Ende, da fing ich gerade an, eine
Art Wohlfühlgefühl zu bekommen. Egal, es kann nicht jeder Lauf ein highlight
sein. Am Sonntag kanndarfmusssoll ich laut Plan 20 km laufen, oh je, mal sehen,
wie das funktioniert. In jedem Fall wird es dabei wieder Musik auf die Ohren
geben…
Noch etwas zum
leidigen Gewichtsthema: Es ist unglaublich, wie viel Obst und Gemüse ich
plötzlich wieder essen kann! Die Reaktivierung des FDDB-Tagebuchs war somit eine weise
Entscheidung; beschäftigte ich mich wieder intensiver mit dem Gehalt bestimmter
Lebensmittel, sehe ich dann doch, wie unbedarft ich mit ihnen haushalte.
Plötzlich geht’s also wieder und ich überlege mir dreimal, ob und was ich jetzt
esse. Gut so. Die Frage ist natürlich immer, wie lange es dauert, bis es mir
wieder zu lästig wird und ich in alte Bequemlichkeit verfalle …
In diesem Sinne
ein schönes Wochenende!
Montag, 20. Februar 2012
12 x Intervalle (400 m in 5:50)
Wie angekündigt, gabs heute das nächste Bahntraining für mich. Vor der Zahl 12 hatte ich heute schon ein wenig Bammel. Da es über Nacht noch einmal richtig kalt geworden ist, hab ich bis 12 Uhr gewartet, so dass es mit der Sonne am Himmel ca. 2 Grad kalt war, die Bahn war nur noch nass, nicht mehr mit Rauhreif überzogen. Den Forerunner wieder programmiert, lief ich mich ein und zögerte das Drücken der Lap-Taste irgendwie etwas hinaus - denn einmal die pawlowschen Hunde in Gang gesetzt, gibts kein Halten mehr ;-).
Es ist immer wieder erstaunlich, wie anders sich das Tempo auf der Bahn anfühlt. So lief ich viel zu schnell los und brachte das erste Intervall auf 5:26. Das Tempo kam mir überhaupt nicht schnell vor, im Gegenteil, ich fühlte mich langsam. Mit der Sonne und dem Wind im Rücken, wurde es gleich warm, auf der Gegengerade pfiff mir dann aber ein frischer Wind entgegen. Mit dem vierten Intervall bekam ich so langsam ein Gefühl für das Tempo, welches ich recht gut halten konnte. So richtig fertig war ich nach keinem Intervall; es half mir allerdings auch, mir immer wieder zu sagen: Es sind nur 400 Meter, das schaffst du locker, denk an die 11 schnellen, gequälten Kilometer von Donnerstag. Und so lief ich Runde um Runde, zog später meine Weste aus, da hatte ich schon den Überblick über die Anzahl verloren; es ist mir unmöglich, die Intervalle mitzuzählen - sehr seltsam.
Spaß gemacht hats mir heute nicht wirklich. Ich vermute es lag daran, dass mir die Zahl 12 im Vorfeld ein bisschen Grummeln im Bauch verursacht hat. Und was war? Am Ende hab ich das Ende wieder verpennt - so schlimm kanns also nicht gewesen sein.
Hier sind die Intervalle im Einzelnen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie anders sich das Tempo auf der Bahn anfühlt. So lief ich viel zu schnell los und brachte das erste Intervall auf 5:26. Das Tempo kam mir überhaupt nicht schnell vor, im Gegenteil, ich fühlte mich langsam. Mit der Sonne und dem Wind im Rücken, wurde es gleich warm, auf der Gegengerade pfiff mir dann aber ein frischer Wind entgegen. Mit dem vierten Intervall bekam ich so langsam ein Gefühl für das Tempo, welches ich recht gut halten konnte. So richtig fertig war ich nach keinem Intervall; es half mir allerdings auch, mir immer wieder zu sagen: Es sind nur 400 Meter, das schaffst du locker, denk an die 11 schnellen, gequälten Kilometer von Donnerstag. Und so lief ich Runde um Runde, zog später meine Weste aus, da hatte ich schon den Überblick über die Anzahl verloren; es ist mir unmöglich, die Intervalle mitzuzählen - sehr seltsam.
Spaß gemacht hats mir heute nicht wirklich. Ich vermute es lag daran, dass mir die Zahl 12 im Vorfeld ein bisschen Grummeln im Bauch verursacht hat. Und was war? Am Ende hab ich das Ende wieder verpennt - so schlimm kanns also nicht gewesen sein.
Hier sind die Intervalle im Einzelnen.
Sonntag, 19. Februar 2012
Merci und Karnevalspommes
Für den heutigen Eintrag finde ich keine richtige Einleitung, also schreib einfach nur, was auf den Bildern zu sehen ist. Bild Nr. 1 ist aus der Woche, in dem es die Zeugnisse in unserer Schule gab...
Dieses Foto zeigt eine leicht zweckentfremdete Packung Merci. Denn statt der üblichen Schokoladenriegel hat meine liebe Kollegin Ute sie mit den drei Powerriegeln befüllt. Man beachte den Hinweis: "für Halbmarathonis". Dieses kleine Dankeschön bekam ich von ihr geschenkt, weil ich nun für alle KlassenlehrerInnen die Fehlstunden aus den Klassenbüchern für die Zeugniskonferenz aufliste. Das erspart den Klassenlehrern viel Aufwand und war Ute dieses süße Dankeschön wert.
Dieses Foto zeigt eine leicht zweckentfremdete Packung Merci. Denn statt der üblichen Schokoladenriegel hat meine liebe Kollegin Ute sie mit den drei Powerriegeln befüllt. Man beachte den Hinweis: "für Halbmarathonis". Dieses kleine Dankeschön bekam ich von ihr geschenkt, weil ich nun für alle KlassenlehrerInnen die Fehlstunden aus den Klassenbüchern für die Zeugniskonferenz aufliste. Das erspart den Klassenlehrern viel Aufwand und war Ute dieses süße Dankeschön wert.
Ich hab mich riiiiiiieeeeesiiiiiiig darüber gefreut!!!
Das zweite Foto zeigt, wie man unschwer erkennen kann, links Pommes spezial (mit Mayo und Ketchup und Zwiebeln) und rechts Bratrolle / Frikandel spezial, stilecht und absolut holländisch in Eygelshoven/Haanrade gekauft. Heute ist ja schließlich Karneval und an Karneval ist es üblich, sich aus der Pommesbude zu ernähren. Na ja, eigentlich ja nur, wenn man feiertechnisch unterwegs ist. Und feiern tun Dirk und ich ja nicht mehr wirklich. Gut, wir haben uns heute für eine halbe Stunde an den Herzogenrather Zug gestellt, es war wie immer... peinlich, irgendwie. Das Wetter war auch super doof, immer wieder gabs Schneeschauer. Um aber wenigstens ein klein wenig das Gefühl von "es ist Karneval" gehabt zu haben, mussten die Pommes her. Lecker waren sie!
Und damit dieser Eintrag nicht gänzlich offtopic ist, kommt hier noch der Hinweis auf mein morgiges Intervalltraining: 12 x 400 m in 5:50. Ich hab morgen noch frei und freue mich schon sehr auf die Einheit.
Samstag, 18. Februar 2012
Nächste Einheit
Heute gabs die nächste Einheit meines Plans, 9 km in 7:20. Dazu bin ich extra in "mein Auenland" gefahren, da war ich schon länger nicht mehr. Denn bei dem mäßigen Tempo dürfen es dann ruhig ein paar Hügelchen sein.
Da eine Runde 5 km hat, sind es also 10 km geworden. Nach der ersten Runde hab ich am Auto meine Mütze ausgezogen, ich war ohnehin etwas warm angezogen, hatte ich das Gefühl. Da traf ich unerwartet auf ein bekanntes Gesicht, meine ehemalige Schwägerin Steffi, ebenso laufenderweise. Wir haben kurz gesprochen und sind dann gemeinsam weiter; ich komme ja sehr selten in den Genuß einer Laufbegleitung. Aber sie war dann doch recht langsam, weil sie wegen der Kälte und des Eises länger nicht laufen war. Ich hab dann eine ganze Weile mein Tempo angepaßt, und bin sogar noch neben ihr gelaufen, als sie schon gehen mußte. Das hat meinen Schnitt etwas durcheinander gebracht, aber das war mir in dem Moment egal.
Beim Auslesen des Laufs ohne Pulsgurt war ich dann doch überrascht, dass ich die 10 km in 7:17 gelaufen bin, dazu gabs 138 Höhenmeter. Nicht unzufrieden, auch wenn ein km mit 8:30 dabei war. Nun ja, eigentlich war ich wohl zu schnell, würde man die Strecke jetzt auch noch auf flach umrechnen. Aber es war schön, und das ist die Hauptsache.
Euch noch ein schönes Wochenende
Da eine Runde 5 km hat, sind es also 10 km geworden. Nach der ersten Runde hab ich am Auto meine Mütze ausgezogen, ich war ohnehin etwas warm angezogen, hatte ich das Gefühl. Da traf ich unerwartet auf ein bekanntes Gesicht, meine ehemalige Schwägerin Steffi, ebenso laufenderweise. Wir haben kurz gesprochen und sind dann gemeinsam weiter; ich komme ja sehr selten in den Genuß einer Laufbegleitung. Aber sie war dann doch recht langsam, weil sie wegen der Kälte und des Eises länger nicht laufen war. Ich hab dann eine ganze Weile mein Tempo angepaßt, und bin sogar noch neben ihr gelaufen, als sie schon gehen mußte. Das hat meinen Schnitt etwas durcheinander gebracht, aber das war mir in dem Moment egal.
Beim Auslesen des Laufs ohne Pulsgurt war ich dann doch überrascht, dass ich die 10 km in 7:17 gelaufen bin, dazu gabs 138 Höhenmeter. Nicht unzufrieden, auch wenn ein km mit 8:30 dabei war. Nun ja, eigentlich war ich wohl zu schnell, würde man die Strecke jetzt auch noch auf flach umrechnen. Aber es war schön, und das ist die Hauptsache.
Euch noch ein schönes Wochenende
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