Und dabei hatte ich mich so auf den Lauf heute bei diesem allerprächtigsten Herbstwetter gefreut Und was ist? Doofer, anstrengender Schneckenlauf.
Gleich von Beginn an zwickten die Waden bzw. Schienbeine heftig und die Beine fühlten sich erschreckend schwer an. Nach 2 Tagen Regeneration ist das eher ungewöhnlich. Genug getrunken, nicht zu spät gegessen, also eigentlich gut vorbereitet. Aber, vielleicht war dieser slow-motion-Pulslauf von Dienstag nachhaltiger als gedacht - langsam laufen tut echt weh, irgendwie...
Dann hatte ich noch so eine Begegnung der besonderen Art mit einem Fahrrad-Heini. Am Anfang meiner Runde stand er da mit seinem Rad. Sah aus wie ein Penner, der irgendwie zu einem halbwegs passablen Rad gekommen ist und starrte mich unverfroren an, vor allem das Adidaszeichen auf meinem Laufshirt. Nach knapp 2 Kilometern stand er wieder mitten im Weg mit seinem Rad und kramte in einer Plastiktüte rum. Ohne hinzuschauen lief ich an ihm vorbei und fand es irgendwie nicht so prickelnd, dass ich nun zwischen Maisfeld und Wald am Rand des Waldes lief, wo sehr wenig Leute unterwegs waren. Geheuer war mir der Typ irgendwie nicht. Ich schaute mich ständig um, blieb sogar mal kurz stehen, aber nichts zu sehen. Zum Glück. Ich lief weiter und weiter und irgendwann schoß dieser Heini von hinten an mir vorbei, er berührte mich sogar, so nah war er mir gekommen! Ich hab mich voll erschrocken, weil ich auch Musik im Ohr hatte, aber wie immer ganz rechts außen am Weg lief, so dass mindestens 2 Radfahrer nebeneinander noch vorbei gekommen wären. Dieser Arsch, hätte ruhig mal klingeln können (so laut ist meine Musik denn auch nicht). Nun, ich laufe weiter, die Anlaufschwierigkeiten bleiben konstant bestehen und ich grüble, warum das so ist. Eine Erklärung habe ich nicht dafür, seltsam. Da plötzlich schießt dieser Idiot schon wieder an mir vorbei, wieder so nah, dass er mich erneut streift! Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, bin jedoch so perplex, dass ich nur ein leises "Arsch..." vor mich hin grummel. Ich mach ab da die Musik noch leiser und schaue hier und da mal über die Schulter. Aber er kommt nicht mehr.
Während ich auf dem Stück Weg laufe, auf dem Milligramm aus dem Forum immer barfuß läuft, überlege ich kurz, ob ich das auch mal versuchen soll. Obwohl oder gerade weil mir die Beine weh tun, verwerfe ich den Gedanken wieder, auch aus Angst, es könnte nachher noch schlimmer sein. Außerdem habe ich keine Lust auf Socken und Schuhe an- und wieder ausziehen und in der Hand haltend damit zu laufen. Statt barfuß zu laufen, übe ich fleißig den Patsche-Mittelfußlauf, hebe die Fußsohlen möglichst so hoch, als würde ich sie einem imaginären Hintermirläufer zeigen wollen. Fühlt sich komisch an, sieht aber hoffentlich nicht so komisch aus, wie ich denke, dass es komisch aussehen könnte. Dieses Laufen bedarf einer gewissen Konzentration, aber die Schmerzen werden besser. Einbildung? Keine Ahnung. Ist mir jetzt auch wurscht, denn meine Runde ist endlich zu Ende. Das war kein schöner Lauf. Und genau wie bei Don aus dem Forum konnte ich das tolle Herbstwetter auch nicht genießen, weil ich die ganze Zeit in mich hinein gehorcht habe, auf den Penner mit dem Rad geachtet habe und dem Zwacken in meinen Beinen auf den Grund gehen wollte. Ne, so sollte es echt nicht laufen. Am Sonntag muss der Kopf wieder mehr abgestellt werden.
In diesem Blog ging es einmal vorwiegend ums Laufen und Abnehmen. Damals hieß er "Run an den Speck". Nun gehts vielmehr um eine generelle Transformation in meinem Leben. Ab jetzt soll es nur noch mit Leichtigkeit gehen, in jeder Beziehung :-) Hier lasse ich euch an meiner Wandlung teilhaben. Die alten Beiträge bleiben verfügbar, die sie ein Teil von mir sind aus einer Zeit, die mir auch sehr wichtig war.
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