Sonntag, 18. März 2012

Vernunft vs. Ehrgeiz


... Ja, die 15 km standen heute auf dem Programm. Aber...

Gleich beim Aufstehen hatte ich heute ziemlich starke Kopf- und Nackenschmerzen und fühlte mich alles andere als fit, eher so durchgenudelt und die Beine noch so hart arbeitend, irgendwie. Die Sache mit dem Gesäßproblem wird langsam echt unangenehm - nach dem gestrigen Lauf bekam ich es noch nicht einmal mit einer Ibu 800 in den Griff. Kurzum entschied heute die Vernunft, dass nicht gelaufen wird.

Stattdessen begleitete ich Dirk zwar nach Maasmechelen, aber ich hab mich mit Shoppen vertröstet, während er heute seinen längsten Lauf ever (24,5 km inkl. kleiner Extrarunde) gemacht hat. Verlaufen liegt also etwas in der Familie *dumdidum*...

Übrigens haben wir meine Freundin Iris gestern im Kino getroffen; sie hatte auch ziemliche Probleme mit der Luft beim Laufen gestern, hat bei ihr auch nicht so gut geklappt. Seltsam.

Langsam bin ich dann doch froh, wenn der 01.04. ist. Ich merke, dass mir das Training allmählich echt die Energie raubt und ich zu kaum etwas anderem noch Lust oder Muße habe (vor allem, was den Haushalt betrifft). Die nächste Woche, die wieder 4 Einheiten, davon 2 x Tempo, vorsieht, haben wir bereits etwas entschärft. Der heutige Lauf hätte sicher mit Hängen und Würgen schon irgendwie funktioniert, aber ich hätte danach mit 100%iger Sicherheit sehr starke Schmerzen in Po und Beinen gehabt und wäre vermutlich nicht mehr von der Couch hoch gekommen. Ne, das wollte ich nicht. Meinem Ziel in 2 Wochen wird das sicher nicht das Genick brechen, ich denke sogar, dass dieser zusätzliche Ruhetag heute mir mehr genutzt als geschadet hat.

Morgen gibts auf jeden Fall ein Paar Stabiübungen und am Dienstag gehts mit frischem Mut und ausgeruht wieder an die nächste Einheit.

Wünsche Euch noch einen schönen Sonntag!

Samstag, 17. März 2012

Keinen Haken verdient heute...

Die Regel, nach einem guten Lauf folgt ein schlechter Lauf scheint sich inzwischen bei mir zu verfestigen. Nach dem es schon Mittwoch nicht so gut gelaufen ist, der Donnerstag wiederum super war, stand heute wieder eine äußerst anstrengende und nicht wirklich glücklich machende Einheit auf dem Plan.


Soll 5 km in 6:00

Ist
Einlaufen, 2,3 km mit Lauf-ABC in 7:45
Einheit verkürzt 4,1 km in 6:20 pace 
Auslaufen 1,2 km in 7:12 pace

War heut irgendwie nicht mein Tag, ich hab nicht genug Luft bekommen und war gleich zu Beginn ziemlich schlecht drauf körperlich. Hab mich dann von Runde zu Runde gehangelt und war froh, als es vorbei war. Dirk meint ja immer, das seinen die Einheiten, auf die man danach wirklich stolz kann, weil man sich durch gebissen hat. Nun denn..

Morgen stehen 15 km in 7:15 auf dem Plan. Bin echt froh, wenn diese Woche um ist.

Donnerstag, 15. März 2012

Sonnenwohlfühllauf

Nach dem schwerfälligen Lauf mit steifen Beinen von gestern, gings mir heute unerwartet gut. Der Physio war heute sehr rücksichtsvoll und hat die Nadeln so gesetzt, dass es leicht lief.

Bei allerschönstem Wetter mit 19 Grad standen heute 10 langsame Kilometer (7:30) auf dem Plan, die ich auch heute endlich mal wieder mit einer Punktlandung geschafft habe. Läufe wie diese sind es, die es mich immer wieder tun lassen :-).

Jetzt gibts gleich nen leckeren Salat vom Italiener und Morgen ist schon wieder Wochenende - herrlich!

Sonntag in 2 Wochen ist der Halbmarathon. Ich denke, ich bin bereit :-)

Mittwoch, 14. März 2012

Steif und schleppend... grauslicher Lauf!


Das Schönste an meinem heutigen Lauf war das strahlende Lächeln des zweijährigen Hosenmatzes mit den großen, blauen Augen, während er mir wie selbstverständlich ein "Hallo" zuwarf. Gott wie niedlich die in dem Alter doch sind! Diese leuchtenden, unvoreingenommenen, freundlichen Augen haben auch mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Mir, die zuvor 6,3 km lang mit jedem Schritt gelitten hat.

Mensch, was ist denn nur los? Heute stand eigentlich ein Tempolauf auf meinem Plan, ich sollte 7 x 1000 in 6:30 mit Trabpausen laufen. Gut, eigentlich schon gestern. Aber bereits gestern fühlten sich meine Beine so steif und schwer an, nein, Muskelkater kann man nicht sagen, dass ich mich gestern bereits für ein Verlegen auf heute entschied. Doch ehrlich gesagt fühlten sich die Beine auch heute über den ganzen Tag nicht viel besser an. Dass ich dann noch knapp 2 Stunden auf der Belegschaftsversammlung stehen musste, trug immerhin dazu bei, dass der Rücken auch etwas weh tat und eher nach Liegen als nach Laufen rief. Doch Plan ist Plan und ich konnte jetzt nicht schon wieder verschieben, denn dann käme ich mit den anderen Läufen nicht mehr nach.

Während des Umziehens habe ich mir dann schon überlegt, dass ich das Tempo nicht schaffen werde und lieber etwas langsamer mache - Lust zu laufen hatte ich maximal bis 13 Uhr, danach nicht mehr. Ich hab mich echt überwinden müssen und genauso fühlte es sich an, als trüge ich einen dicken, fetten Schweinehund auf meinem Buckel mit mir. Rücken, Po und Beine, also die komplette Hinterseite tat mir weh, die Waden zwackten bis in den Knöchel runter. Leider legte sich das auch nach dem ersten größeren Hügel nicht und spätestens da war mir klar, dass dies ein reiner Arbeitspflichtlauf war, bei dem ich die Vorgabe nicht annäherend erfülle. Doch besser 6 schlechte Kilometer als gar keinen. Na, über diese Theorie kann man sicher streiten.

Nur gut, dass dieser kleine Schatzemann da am Ende meines Laufs auf mich gewartet hat und mich durch seine reine Anwesenheit und den paar Sekunden freundlicher Aufmerksamkeit, die er mir geschenkt hat, entschädigt hat.

Ich gehe mal davon aus, dass die beiden Läufe vom Wochenende es ziemlich in sich hatten und tatsächlich noch nach wirken (Hochbelastungswochen, meint der Schatzi). Ich hatte mich schon gewundert, dass gleich auf einen Tempolauf ein langer folgt, ohne Tag dazwischen. Dass ich den langen dann noch etwas schneller gemacht habe als ich sollte, ... Ja, ich weiß es jetzt auch, nicht schimpfen. Ab jetzt halte ich mich strikt an den Plan, aber der sieht (nach dieser Woche) sooo viel gar nicht mehr vor.

Morgen muss ich noch mal 10 km in 7:30 laufen, wegen dem Verschieben, doof, aber geht nicht anders.
Samstag 5 km in 6:00 und
Sonntag 15 km in 7:15, au weia... schon wieder zwei von den Läufen gleich hinter einander!

Aber dann ist die Woche um und das tapering beginnt so langsam. Dann gibts nur noch 6, 8, 6, 8 km und 2 Tage vor dem WK 4 km in 7:30...

So viel zum Laufen. Der Rest ist ziemlich durcheinander, vom Essen angefangen bis zum Wein, dem ich wieder (in Maßen versteht sich) gefrönt habe (habe es immerhin bis zum 12.03. durchgehalten!). Kopf und Laune sind ziemlich durch den Wind, das Nervenkostüm ist angekratzt und schreit nach Ferien und Pilgertour.

Noch zwei Wochen und drei Tage bzw. 7 Tage, also 3 Wochen ...

Sonntag, 11. März 2012

Wetterglück in Maasmechelen

Weil Dirk heute 20 km auf dem Plan hatte und bei mir eine 12 stand, haben wir uns wieder für Maasmechelen entschieden. Nach einem kurzen Frühstück ging es mit zunehmendem Sonnenschein Richtung Belgien. Ich hatte mich daher für Sonnenbrille und kurze Ärmel entschieden, und das war gut so.

Nach der gestrigen Tempoeinheit taten die ersten Meter richtig fies weh, vor allem wieder im Allerwertesten und den hinteren Oberschenkeln. Wir starteten in Kotem und daher ging es am Anfang ein gutes Stück über den Deich an der Maas entlang. Dort kam der Wind von hinten, so dass die Sonne richtig warm wurde. So warm, dass sämtliche Fliegviecher sich tummelten und mir in Schwärmen im Weg waren - ich hasse es. Erleichtert war ich dann, als der Wind wieder erfrischend von vorne kam, die Viecher verschwanden und ich bereits wieder Richtung Kanal lief. Diesmal nahm ich die richtige Abzweigung, von weitem konnte ich Dirk noch sehen, der den Weg nahm, wo ich mich beim letzten Mal verlaufen hatte. Die Strecke führte mich vorbei an ein kleines Rehgehege, die mir neugierig hinterher schauten. Sie sollten heute nicht die einzigen Tiere sein, die mir auf dem Weg begegneten (die üblichen Enten, Gänse, Pferde und Hunde brauche ich nicht erwähnen). An der nächsten Abzweigung musste ich kurz auf die Karte schauen, also gings rechts rum weiter. Ich kam an einem "Bauernhof" vorbei, wo tatsächlich Strauße auf der Wiese herum spazierten. Unglaublich. Als ich im vorigen Jahr einmal mit Iris dort irgendwo unterwegs zum Laufen war, haben wir tatsächlich Kamele in einem Garten vorgefunden. Die Belgier sind schon ein seltsames Volk. Apropos, die feierten heute doch wirklich Karneval, mit großem Umzug und jede Menge Stehtischen vor den Kneipen und Pommesbuden, Strassensperrungen, Krankenwagen, die bunten Motivwagen standen an allen möglichen Ecken. Echt verrückt, diese Belgier!

Am Kanal war reger Betrieb, es waren unheimlich viele Radfahrer in teils großen Gruppen unterwegs. Bei km 10 kam auch schon die Autobahnbrücke in Sicht, wo ich kurz vorher abbiegen musste und zu der ich ca. 1,5 km parallel lief. Was für ein ekliger Weg: Da lag eine tote Katze, nicht ganz einen Meter von mir entfernt. Es schauderte mich, denn mit toten Tieren hab ichs echt nicht, egal wie groß oder klein. Doch die Katze war erst der Anfang. Kurz darauf entdeckte ich die ersten Frösche. Einige waren frisch zermatscht, andere hockten auf dem Sprung, lebten also noch. Immer wieder tote Frösche mit allen Vieren von sich gespreizt, daneben sonnenbadende lebende Frösche - und ich mittendrin, darauf bedacht, weder den einen noch den anderen auch nur einen Millimeter zu nahe zu kommen - grausam! Der Weg wollte und wollte nicht enden und langsam schwanden auch meine Kräfte. Sollte ich nun 12 oder 13 km heute laufen? Wir hatten in letzer Minute noch die Strecken geändert und ich war mir nicht sicher, wie viele km ich tatsächlich laufen musste. Endlich kam die Brücke, der Weg war zu Ende und es ging Richtung Auto. Am Kreisverkehr angekommen hatte ich eine 12 auf der Uhr, also musste gleich das Auto unter der besagten Brücke mit dem Panzerdenkmal kommen. Doch nix mit gleich um die Ecke. Erst noch vorbei an Pony und Esel und dann, nach einem letzten, weiteren Kilometer kam das Ziel. Bei exakt 13 drückte ich ab - geschafft. Viel weiter und schneller hätte ich heute nicht gekonnt, die Tempoeinheit saß mir doch ganz schön in den Beinen.

 Die Autobahnbrücke, wo wir geparkt haben. 
Sie ist eine gute Orientierungshilfe für desorientierte Frauen wie mich.

Einer der Karnevalswagen, hier unter der Brücke geparkt.

Das Panzerdenkmal und nicht zu übersehen, der blaue Himmel.


In der Sonne noch ein Wasser getrunken und auf Dirk gewartet. Da kamen auch schon die ersten dicken Wolken in Sicht. Klasse, was für einen Wetterdusel wir doch auch heute wieder gehabt haben. Bis auf die toten Viecher war es ein toller Lauf, wenn auch nicht unbedingt leichtfüßig, aber zufriedenstellende 13 Kilometer in 6:51 pace. Im Anschluss gabs mal wieder was vom Lieblingsthailänder und später noch Kaffee und Kuchen bei Schwägerin und Schwager und einer leicht verstimmten Laurina, deren 3. Geburtstag wir mit einem kleinen Spaziergang - und sie ganz stolz auf dem Laufrad - abrundeten.

Samstag, 10. März 2012

Plan ist Plan, da kenn ich nix ;-)

Nachdem heute morgen erst mal meine Hormone ein wenig sehr verrückt gespielt haben, hatte ich überaus wenig Lust auf diesen Tempolauf, auf diesen Tag und überhaupt auf alles.

Doch es nützt ja nichts, Plan ist Plan. Dirk wollte heute ebenfalls auf die Bahn, er musste auch eine Tempoeinheit laufen. Nach kurzem Einlaufen also mit leicht mulmigem Gefühl die Lap-Taste gedrückt und los gings. Immer brav auf Bahn 3 gelaufen, die Musik ziemlich laut und den Forerunner in der Hand. Mich von dem Schatz gar nicht groß irritieren lassen und stur meine Runden gedreht. Zwischendurch wieder mal überlegt, warum ich das überhaupt mache und sogar kurz mit dem Gedanken gespielt, den HM sausen zu lassen - wie das eben so ist, wenn alle Energie aus dem Körper in die Beine muss und der Kopf dann schon mal aussetzt.

Am Ende gabs ne Trainingsbestzeit von 6 km in 5:55, plus 1,1 km einlaufen und 400 ohne Aufzeichnung, den Rückweg wohl mit gerechnet, alles ein bisschen durcheinander. Hauptsache die 6 km sind eindeutig, der Rest ist wurscht.

Gerade gut zu Hause angekommen, fängt es an zu regen, Glück gehabt.

PS: Fuß blieb brav und auch sonst war alles im grünen Bereich - körperlich zumindest.

Donnerstag, 8. März 2012

Der nächste Lauf

So ganz unbeschadet hat der rechte Fuß die ganze Umknickerei vom letzten Lauf wohl doch nicht überstanden, denn seit gestern hatte ich etwas Schmerzen unter dem Mittelfuß. Glücklicherweise hatte ich heute nach drei Wochen Abstinenz endlich mal wieder einen Physiotermin. Der war sich schnell sicher, dass das Innenband des Fußes etwas heraus stand und hat mal kräftig drauf rum gedrückt. Abschließend gabs ein feches, schwarzes Tape, in doppelter Ausführung, und gegen die Müdigkeit ein paar gesetzte Nadeln. Die ersten Schritte aus der Praxis heraus taten ziemlich weh, danach ging es. Den heutigen Lauf hat er mir ausdrücklich nicht verboten, nur gemeint, ich solle schön locker und regenerativ laufen, es würde sicher ohnehin etwas schleppend werden. 

Woher der Kerl das nur immer weiß?! Ich merkte den Fuß die ganze Zeit über, aber von richtig weh tun kann ich jetzt nicht sprechen. Meine Waden waren allerdings recht zwackig, so als würde ich die ganze Zeit mit Gewichten bergauf laufen. Erst ab km 5 war es wieder so, dass ich noch wesentlich weiter hätte laufen können.

Soll 8 km in 7:30
Ist 8,4 km in 7:16

Nachdem neulich mal im Internet die Tchibo-Laufsachen so gelobt wurden, habe ich mir heute spontan das Sport-Bustier sowie die 3/4 tight mit dem Laufrock gekauft. Weil ich aber ein wenig gefröstelt habe, bin ich doch lieber in lang gelaufen; allerdings passt das Bustier hervorragend und sitzt, wie es soll, sehr stramm, ohne dabei unangenehm eng zu sein.


Dass meine Laune heute schon wieder viel besser war, liegt sicher daran, dass ich endlich alle Anmeldungen vom Tisch habe. Fühlt sich gleich viel entspannter an. Aber für die Nadeln wurde es auch wieder mal richtig Zeit.

Mittwoch, 7. März 2012

OT: Der Zahn der Zeit...

... hat seit heute einen Namen, denn ich war bei der Zahnärztin meines Vertrauens: Parodontitis, oder auf deutsch Zahnbettschwund, verursacht durch bakterielle Entzündungen, die meistens durch Bluten in Erscheinung treten und den Zahnhalteapperat irrevasibel, also für immer, zerstören. Hilfe! Dass bei mir seit einiger Zeit was im Argen ist, hab ich ja schon befürchtet auf Grund des sporadischen Zahnfleischblutens. Wenn das Kind aber dann einen konkreten Namen bekommt, fühlt sich das echt doof an. Damit sie auch Morgen noch kraftvoll zu beißen können.

Wieso fühl ich mich auf einmal um Jahre gealtert? Ich hab ja schon mal geträumt, dass mir so mir nichts dir nichts die Zähne ausfallen... grauslich war das! Nun ja, ich befinde mich im Anfangsstadium dieser "Krankheit" und mein erster Weg führte mich in die Apotheke: Meridol Zahnspülung, Zahnzwischenraumbürstchen und natürlich Schüssler Salz Nr. 2, Calcium Phosphoricum für Knochen und Zähne, und zwar als Großpackung. Jetzt heißt es jeden Abend intensivste Zahnpflege. Wenn das nicht hilft, muss eine teure Parodontosebehandlung mit anschließendem Ozon her. Ich vertraue und glaube allerdings mehr an die Homöopathie und denke, dass ich das erst mal so in den Griff bekomme. Allerdings erwäge ich, umgehend eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen....

Ja und was gibts sonst noch so? Nachdem ich heute also schon länger gearbeitet habe, liegen jetzt noch ganze 15 von 123 Anmeldungen auf meinem Tisch, die ich morgen erfassen werde und dann ist das Thema vorerst vom geistigen Tisch. Dann werde ich mich mit den bevorstehenden Abiturprüfungen und den dazu erforderlichen Unterlagen auseinandersetzen müssen: Sind genug Kopien da, muss noch was bestellt werden, haben wir genügend Kladden und gestempelte Klausurbögen, große Umschläge und und und? Denn in den Osterferien wird nichts passieren in dieser Richtung, denn dann bin ich gar nicht da, um noch etwas erledigen zu können. Ich bin nämlich mal eben weg, auf den Camino, ihr erinnert euch? Heute ist der dafür bestellte Schlafsack geliefert worden, außerdem die Isomatte - nun habe ich bald alles beisammen. Die Freude ist schon riesig und ich würde lieber heute als morgen los machen. Aber die wenigen Tage werden auch noch wie im Flug vergehen und zuvor muss ich ja noch nach und durch Berlin düsen. 

Was hier gerade alles möglicherweise recht motiviert und gut gelaunt klingt, ist eine Buchstabentäuschung, denn eigentlich bin ich ziemlich schräg drauf im Moment. Ich werde schon mit schlechter Laune wach, weil ich nicht weiter schlafen kann/darf und fühle mich von jedem, der im Job etwas von mir will, genervt. Alles ist mir irgendwie zu viel, ich bin ferienreif. Lediglich das Abarbeiten meines Trainingsplans macht immer noch Spaß, zumal ich doch meistens Erfolge verspüre. Ich bin irgendwie immer müde. Mit der gesunden und kohlenhydratarmen Ernährung hab ich gerade auch ein kleines Motivationsproblem. Ich ziehe es zwar mit wenigen Ausnahmen durch, aber ich denke viel zu viel ans Essen und habe Lust auf Kuchen. Dabei kommt mir gerade die Überlegung, ob meine Hormone möglicherweise gerade ein wenig verrückt spielen. Oder ist es der Vollmond oder gar schon die Frühjahrsmüdigkeit? Egal, was es ist, ich hoffe, es ist bald wieder vorbei.

Jetzt gibts gleich noch ne Portion "Verzweifelter Hausfrauen" und dann gehts im Anschluss sofort ins Bett. Ach ne, halt, erst ins Bad, zur Intensivzahnpflege - wie doof...

Dienstag, 6. März 2012

Der erste Tempowechsellauf

Der stand heute bei mir auf dem Plan. Genauer heißt das 1 km in 7:30 und 1 km in 6:00 im Wechsel. Dummerweise hatte ich nur 8 km insgesamt im Kopf, hab nicht genau den Plan geschaut oder falsch in meinen Kalender übertragen, so dass ich mit den gemachten 10 km immer noch zu wenig hatte. Das ist mir ja noch nie passiert. Aber macht nix, hab ich mal ausnahmsweise 1 km zu wenig, obwohl ich echt schon ein dummes Gefühl hatte, weil ich wieder zu viel gemacht habe (das auch nur, weil ich die Strecke unglücklich gewählt habe).

Ich war heute nach der Schule im Würselener Stadtwald, da kann ich immer noch nicht so gut die Abzweigungen bzw. Runden einschätzen; oft denke ich, der Wald ist recht klein, aber dann, einmal die nächste Ecke zu viel genommen, ist es gleich ein guter Kilometer, den man mehr macht.

Dieser Wechsellauf gefiel mir gut. Obwohl ich nach der ersten schnellen Einheit dachte, dass ich kaum glauben konnte, dieses Tempo neulich ganze 5 km am Stück geschafft zu haben. Die langsamen Kilometer taten fast weh in den Beinen, nein, vielmehr in meinem Allerwertesten, der macht mir immer noch ein wenig Ärger - er sitzt nicht gerne (aber ich kann ja schlecht alles im Stehen machen). Das Laufen auf dem Waldboden gefiel mir nur mäßig. Ich bin x-mal umgeklinkt über das kleinste Steinchen, über Stöckchen oder Äste mit dem Fuß gerollt, war irgendwie heut nicht so dolle. Da war ich froh über jedes Stück Asphalt.

Kurz vor dem Ende meiner letzten schnellen Einheit liefen mir drei Läuferinnen seitlich in den Weg hinein. Na super, die hatten schon ein ordentliches Tempo, obwohl sie plaudernd daher liefen. Zu meinem Entsetzen sah ich bei der mittleren Lady die Aufschrift "Ironman" auf der Laufjacke. Uäääh und die muss ich jetzt für 5 Meter überholen, bis mein Kilometer voll ist, ganz toll! Aber Plan ist Plan und der wird durch gezogen. Ich also fast auf selber Höhe, vielleicht 2 Meter vor ihnen, dann meinen km abgedrückt und hab mich dann hinter sie wieder eingereiht. Ziemlich doofe Aktion (war dadurch wohl auch mein langsamster schneller Kilometer), aber es passte nun mal nicht anders. Außerdem denke ich, haben sie dem ganzen sicher überhaupt keine Beachtung geschenkt - worüber ich mir mal wieder den Kopf zerbreche...

Somit kam ich heute auf 10,5 km in 6:30 - ein schöner Lauf!

Samstag, 3. März 2012

In rebellischer Auflehnung

Da soll man sich nicht ärgern...

Wie ja schon erwähnt, wollte ich heute in Ruhe ein wenig arbeiten. Fahre also zur Arbeit und muss zu meinem sehr großen Bedauern fest stellen, dass das Programm für die Schülerdaten nicht funktioniert. Seit ein paar Tagen habe ich eine neue Version aufgespielt bekommen, die hatte bis Freitag einwandfrei funktioniert und nun das! Rechner noch mal neu gestartet, auch versucht, die alte Version zu nutzen - nüscht! "Lizenzdaten unbekannt" - ach, auf einmal?! Ich also unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Doch weder Sonnenbank noch Auto waschen konnten mich so richtig dafür entschädigen. Was bleibt also? Eine Runde laufen gehen.

Und das war gut so. Der Schneeglöckchenteppich ist wieder ausgebreitet - wie schön! Wenn dann noch die ersten Fliegviecher übermütig umher schwirren und mein Auge zielsicher wieder finden, dann steht wohl tatsächlich der Frühling vor der Tür.

6 km Komfortzonenläufchen und die Laune ist wieder ok.

Wünsch Euch ein schönes Wochenende!

Freitag, 2. März 2012

Ich bin wohl doch bekloppt - irgendwie


Soll 5 km im 6:00er pace

Ist:
Einlaufen 2,1 km in 7:10 o. ä.
5 km in 5:58
Auslaufen  1,7 km in ca. 7:20

Gleich nach der Arbeit bin ich nach Würselen in den Wald, merkte aber sofort, dass ich a) falsch angezogen war und b) irgendwie noch nicht bereit für eine Tempoeinheit war. So lief ich nur eine Einlaufrunde von 1,4 km und fuhr weiter bis nach Hause. Dort zog ich mich um und entschied mich, dass ich die Tempoeinheit auf der Bahn laufen wollte. Irgendwie traute ich mir heute den 6er Schnitt nicht zu, die Beine fühlten sich etwas schwer an. Dafür wollte ich es mir wenigstens vom Untergrund sowie vom Höhenprofil so einfach wie möglich machen, deshalb ab auf die Bahn.

Wie immer bei den Tempoeinheiten hatte ich auch heute etwas Bammel vor der Runde und hätte es gerne hinaus gezögert. Aber nützt ja nichts. Also, Lap gestartet und jep. Gedanklich nach der ersten Runde schon geschwankt zwischen Überlegungen wie "es sind ja nur 5 km " und "oh mein Gott, es sind 5 km, die ich dieses Tempo halten muss!" Ab der zweiten Runde gabs nur noch "oh mein Gott, das schaff ich bestimmt nicht". Im dritten Kilometer war ich erstaunt, dass ich noch lebe und noch laufe. Da kamen ein paar recht junge Menschen auf die Bahn, die sich warm liefen. Ihr Tempo war schneller als meins, obwohl sie nur plaudernd dahin trabten. Das irritierte wie demoralisierte mich ein wenig und ich versuchte tapfer, einfach mein Tempo weiter zu laufen und nicht auf sie zu achten. Zum Glück gingen sie nach 2 Runden in die Sporthalle und ich setzte meinen letzten Kilometer fort. Insgeheim hoffte ich natürlich, eine neue PB zu laufen, auch wenn die im Training nichts gilt. Aber für meinen bekloppten Kopp wäre das sicher ziemlich schmeichelhaft. So versuchte ich auf der Zielgeraden noch ein klein wenig dran zu ziehen. Und wieder gabs ne Punktlandung. Ziel erreicht, Einheit geschafft, neue Trainings-PB gelaufen, haarscharf, aber noch getroffen und längst nicht alles gegeben...

Danach dachte ich, war doch gar nicht so schlimm. Trotzdem merke ich, dass mir mein Kopf immer noch Schnippchen schlägt und mir das Leben bzw. das Laufen ganz schön schwer macht. Ich bin halt kein Prüfungsmensch und kein Wettkampfmensch. Wenn ich Leistung auf den Punkt genau abliefern muss, versagen meine Nerven, der Druck steigt so immens, das ist schrecklich.  Ich habe während des Laufs mal versucht mir vorzustellen, ich spiele jetzt Wettkampf und gebe alles, alles bis auf das letzte Korn. Es ging nicht. Ab dem Moment, wo die anderen auf die Bahn kamen, wäre ich am liebsten stehen geblieben. Zwar nur kurzfristig, aber der Gedanke war da.

Also die Erkenntnis des Tages: Ich bin echt bekloppt...

Dienstag, 28. Februar 2012

6 km in 7:20 pace

Nach dem am Schluss so verkorksten Lauf von Sonntag lief es sich heute extrem leicht, leichfüßig und leichtatmig. Schade, dass ich heute nur 6 km laufen durfte, ich hätte ewig so weiter traben können.

Ich denke, ich werde am Sonntag einen zweiten Anlauf nehmen. So toll wie das kleine Läufchen gerade gewesen ist...

Ich bin heiß aufs Kilometerfressen! :-))

Montag, 27. Februar 2012

Der Tag danach

Vorsichtshalber hab ich gestern vor dem Schlafen gehen mal eine Aspirin genommen; ich hatte wirklich keine Lust auf  "ich weiß nicht, wie ich mich legen soll, weil mir alles weh tut". Demnach hab ich auch recht gut und vor allem wohl auch sehr regenerativ geschlafen. Es geht mir heute nämlich ausgesprochen gut, ich habe lediglich ein wenig schwere Beine, aber von dem befürchteten Muskelkater ist nichts zu spüren. Vielleicht liegts auch mit an dem Eiweiß-Shake, der ja auch regenerative Wirkung haben soll.

Das Erlebnis wirkt immer noch insofern nach, als dass ich mich immer noch nicht über meinen neuen Längenrekord freuen kann. Eben hab ich mit meiner lieben Tante telefoniert und ihr die ganze story erzählt. Dabei mussten wir so lachen, weil es teilweise so rüber kam, wie in einem dieser berühmten Alpträume - diese Situation, als ich die Scheinwerfer von Dirks Auto sah, gewunken habe und dann am Ende doch keiner mehr da war, oder die rote Brücke am Horizont, die immer weiter nach hinten rutscht, uns man gefühlt nicht von der Stelle kommt. Na, schön, dass ich heute schon wieder drüber lachen kann.

Mit etwas Abstand betrachtet war dieser Lauf wohl sicher ganz wertvoll für mich, auch wenn es sich gestern in keiner Weise so angefühlt hat (von den ersten 15 km abgesehen, die waren wirklich super). Auch wenn jetzt eigentlich kein derart langer Lauf mehr auf meinem Trainingsplan steht, bin ich gerade geneigt, am kommenden Sonntag eine Wiederholung zu wagen. Andererseits... Generalprobe misslungen verheißt gutes Gelingen ;-).

Mal schauen, was mein Chefcoach dazu meint, ob ich ihn zu einem erneuten 20er überreden kann.

Sonntag, 26. Februar 2012

Neuer Weitenrekord - aber wie!

Heute Morgen bin ich schon um 7 Uhr wach geworden, ich hab schlecht geträumt. So gibts um 8 Uhr schon Frühstück für Dirk und mich, denn unser nächster Lauf soll wieder mal in Maasmechelen sein. Keine Experimente beim Frühstück, also gibts für mich 2 Vollkorntoast mit Philadelphia und Marmelade, wie immer vor dem Laufen. 20 km in 7:20 pace sollen es heute werden, bei Dirk nur etwas schneller, aber er hat die selbe Strecke für sich geplant. Mit Karte ausgestattet fahren wir also nach Belgien, das Wetter wird unterwegs immer schlechter, ein Regenschauer wechselt den nächsten ab. Super!

In Vucht angekommen drehen wir erst mal  noch eine Runde im Auto, um den Schauer abzuwarten. Wir sind zwar nicht aus Zucker, aber wenn man gleich am Anfang eines 20 km Laufs schon nass wird, kann das auf die Dauer doch unangenehm werden. Es nieselt also nur noch minimal als wir los laufen. Noch mal kurz in die Büsche gesprungen und dem Lauf steht nichts mehr im Wege. Ich zücke meine mitgenommene Kamera, um die trübe, diesige Stimmung einzufangen und muss, als hätte ich es geahnt, feststellen, dass der Akku leer ist. Toll, schleppe ich das Ding also 20 km umsonst mit.

(Dirk hat während des Wartens auf mich ein Foto vom Deich
in Vucht mit seiner Kamera gemacht.)

Die ersten 5 km über den Deich und an der Maas entlang kommt der Wind und somit der Nieselregen von vorne, etwas unangenehm, vor allem für die Brille. Dann gehts durch den Ort mit dem nicht so schönen Namen "Kotem", wo ich mich einst verlaufen habe und Erinnerungen kommen hoch. Ich muss schmunzeln bei der Geschichte mit den Damen, die mich dann spontan im Auto zu unserem Ausgangspunkt gefahren hatten. Die unterschiedlichsten Gerüche wehen mir um die Nase; da riecht es noch nach Bauernhof und Misthaufen, im nächsten Augenblick ist ein Hauch von Weihrauch in der Luft, dann wieder Sonntagsbraten. Herrlich, ich liebe diese Dorfstimmung.

So spule ich Kilometer um Kilometer weitestgehend auf dem Deich ab. Da zu laufen finde ich ganz toll, außer, dass man den Wind dort so gut spürt, vor allem, wenn er meist von vorne kommt. Trotzdem habe ich einigermaßen konstant ein Tempo von 6:50 auf der Uhr. Ich weiß, das ist eigentlich deutlich zu schnell, aber ich hatte mir vor dem Lauf überlegt, ich mache eine Art Generalprobe für Berlin und will den Lauf in einem guten Wohlfühltempo schaffen, also möglichst unter 7 bleiben. Ab und an zücke ich meine Karte und vergewissere mich, dass ich noch richtig bin. Bei km 12 sollte es eine Stelle geben, die einzige, wo ich mich eventuell verlaufen könnte, wie Dirk meint. Als die Stelle kommt, korrekt nach 12 km, habe ich also die Wahl zwischen rechts oder links, und als hätte ich es geahnt, entscheide ich mich für links, was natürlich falsch ist. Es ist schon blöd, wenn man sich verläuft, aber es ist saublöd, wenn man dies mehr oder weniger sehenden Auges tut. Na ja, ganz so offensichtlich war es für mich zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber ich befürchtete es unterschwellig. Also laufe ich weiter auf einem Feldweg, wo ich eigentlich schon fast den Kanal wieder erreicht haben müsste. Der Weg zieht sich und dann endlich gibts eine Abzweigung nach rechts. Doch statt des Kanals bin ich wieder an der Maas. Da wird mir klar, dass ich mich verlaufen habe und der Anfang vom Ende ist sicher. Bis zur nächsten Brücke, die mir endlich das Erreichen des Kanals signalisiert, halte ich noch tapfer durch, da bin ich bei km 14. Ich entscheide mich (dummerweise) für die linke Kanalseite und ab km 15 bin ich mental gebrochen. Panik macht sich breit, als ich plötzlich überlege, ob ich überhaupt in die richtige Richtung laufe. Die Gegend ist mir so fremd, so tief unten am Kanal bin ich nie gewesen. Soll ich jetzt weinen? Nein, es würde schließlich auch nichts ändern. Mit einem Schlag tut mir alles weh, vor allem beide Knie und die Energie ist futsch, aber sowas von. Ich schätze ab, dass ich mindestens 3 Kilometer falsch gelaufen bin, womit ich im Nachhinein ziemlich genau richtig liege. Es gelingt mir nicht, über mich hinaus zu wachsen und den Lauf als zusätzliche Mental-Einheit für das Training zu sehen.

Der Rückweg erscheint mir endlos. Ich will noch mit Würde die 20 km voll machen, ab da ist mir alles egal, aber ich quäle mich durch die nächsten Kilometer. Besonders schlimm ist der 19. Kilometer. Ich schaue fast alle 50 Meter auf die Uhr, die sich kaum verändert, die Beine tun mir so weh. Der Gedanke, ein Auto anzuhalten kommt mir natürlich erneut, aber hier auf dem Deich am Kanal fahren leider keine Autos. Doch, allerdings auf der anderen Seite und die nächste Brücke ist da irgendwo am Horizont, da, wo ich eigentlich auch schon so gut wie endlich angekommen bin. Würde jetzt ein Fahrradfahrer kommen mit einem Gepäckträger, ich würde ihn vermutlich anhalten und fragen, ob er mich bis zur roten Brücke fahren kann. Die rote Brücke ist die Brücke, über die ich muss, um endlich wieder nach Vucht zu kommen. Von dort aus ist es je nach Runde nur noch 1 km direkt durchs Dorf, oder 2 km über den Deich. Welche Runde ich wähle, ist ja wohl klar! Der Weg zieht sich und ich muss gehen, ich kann nicht mehr laufen. Das Gehen tut zwar auch weh, aber für meinen lädierten Kopf fühlt es sich immer noch besser an. Auch meine Musik kann mich nicht mehr motivieren, weiter zu laufen, ich nehme sie ab.  Eigentlich wäre das jetzt der perfekte Moment, in Tränen auszubrechen. Aber ich tu es nicht und ich werde es auch  nicht tun, wenn ich ins Auto einsteige, irgendwann,  in 27 Stunden vermutlich. 

Ich bin ca. 100 Meter vor der roten Brücke und sehe Scheinwerfer, die dort eigentlich nicht hingehören. Das kann nur mein Schatzi sein, der mich sicher schon lange vermisst und endlich suchen kommt. Ich hoffe inständig, dass er dort stehen bleibt, somit hätte ich immerhin 1 km gespart. Doch als ich die Brücke überquere steht dort kein Auto, das auf mich wartet. Wäre ja auch zu schön gewesen. Also schleiche ich durch Vucht und hoffe, dass Dirk wenigstens noch an der Kirche steht und nicht wild durch die Gegend fährt, um mich zu suchen. Das Dorf ist wie ausgestorben. Dann endlich kommt das schwarze Auto erlösend um die Ecke und sammelt mich ein. Unter Stöhnen setze ich mich und trinke erst mal. Ich weine nicht, sondern erzähle. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir 23,3 km und eine Durchschnittspace von 7:18 an. Ich kann es kaum glauben und freuen kann ich mich erst recht nicht. Das will sich nicht so richtig einstellen.

Zu Hause angekommen bin ich leer. Leer im Kopf und leer in jeder Pore meines Körpers, der an allen möglichen Stellen Bauch abwärts schmerzt. Die heiße Dusche dauert somit sehr lange und bringt allmählich ein paar Lebensgeister zurück. Nach einem kleinen Mittagessen und einem Nickerchen gehts mir jetzt schon besser. Nein, Freude stellt sich immer noch nicht ein. Die Macht meines Kopfes überschattet den Lauf immer noch zu sehr; es macht mir ein wenig Angst, wie negativ mich dieses dumme Verlaufen beeinflusst hat, auch, wenn ich im Auto bereits gesagt habe, dass ich diese Strecke gerne noch mal laufen möchte. Landschaftlich war sie sehr schön.

Übrigens waren die Scheinwerfer tatsächlich von Dirk. Allerdings hat er mich auf der anderen Seite des Kanals nicht vermutet und somit auch nicht gesehen. 



Samstag, 25. Februar 2012

Sags durch die Blume

Fast hätte ich vergessen, Euch meine Valentinsüberraschung zu zeigen. Nicht genug, dass mir der Schatzi schon drei Tage zuvor aus dem Outlet-Shop in Wertheim 3 Asics-Sommerlaufshirts und einen neuen Buff mitgebracht hat, ließ er es sich doch nicht nehmen, mich auch noch per Blumenkurier in der Schule zu überraschen. Der DHL-Mensch steht mit einem recht großen Karton und den Worten "Das ist für sie persönlich, Frau Hansen!" grinsend in der Tür. Der Karton ließ nicht verbergen, dass sein Inhalt irgendwas mit Blumen zu tun hatte. Ich mich also suuuuuper gefreut, denn damit hatte ich nach dem Geschenkesegen aus dem Outletstore sicher nicht mehr gerechnet! Ein wunderschöner Blumenstrauß mit roten Rosen in Herzform sowie ein Schlüsselanhänger, eine Blumenvase und eine mit viel Liebe geschriebene Karte, außerdem noch ein Lindt-Pralinengruß! Wow, ich war so gerührt, dass ich fast weinen musste und meine Konrektorin meinte nicht ohne Neid: "Boah! Wie lange sind sie verheiratet?!" Der Strauß steht übrigens immer noch auf meinem Schreibtisch - er sieht immer noch toll aus und hält sich somit ungewöhnlich lange!



Der nächste Blumengruß ereilte mich wenige Tage später. Seit der Einführung der bargeldlosen Mensa-Karte in unserer Schule, gibts immer wieder Leute, die damit Probleme haben. Eine Mutter, der ich erfolgreich helfen konnte, kam mit dem Blümchen und den Worten: "Sie sind immer so freundlich und so hilfsbereit, Frau Hansen, Dankeschön!" Wieder war ich super gerührt und hab mich total gefreut. Das sind so die Momente, in denen man gezeigt bekommt, dass der Job, den man macht, wohl gut ankommt und auch wertgeschätzt wird. Es entschädigt außerdem für den ein oder anderen miesen Tag...



Freitag, 24. Februar 2012

After Work Wochenendeinstiegslauf


Nach einer ziemlich frustrierten Woche (müde, Gewicht stagniert bzw. wieder zugelegt) mit langen Arbeitszeiten, Karneval (nicht gefeiertem) und demnach ziemlich durcheinander geratenen Mahlzeiten, ist es heute endlich vorbei – alles wieder normal. Ja denkste! Ein Freitag wie er für eine Wochenendeinleitung nicht bescheidener sein kann, Hektik und Unruhe, viele gereizte Menschen, die keine Zeit haben – ich allen voran! Um 11 Uhr schon versucht, die Zeit auf 14 Uhr zu zaubern, leider erfolglos. Von mir angestiftete Schülerinnen hatte ebenso wenig Glück. Doch jeder Arbeitstag geht einmal zu Ende, so auch dieser. Die gepackte Sporttasche hatte ich im Auto vergessen, so bin ich doch direkt nach Haus durch, dort kann man schließlich auch gut laufen.

Bei recht milden 10 Grad fiel meine Hosenwahl heute auf ¾ tight, darüber das just erstandene Laufforum-Langarmshirt, um den Kopf den neuen Valentins-Buff (gut gegen den doch recht fiesen Wind). Heute standen 6 km in 7:20 pace auf dem Plan, eigentlich eine meiner leichtesten Übungen. Doch das viele Obst, der viele Tee lag mir irgendwie in Form einer unangenehmen Luftblase im Magen, die nicht wirklich weichen wollte. Seitenstiche wären zu viel gesagt, aber es zwickte unangenehm in der Herzgegend. Auch war ich heute mal ausnahmsweise ohne Musik unterwegs – ne, das geht einfach nicht, ich kann nicht ohne. So gingen aber auch diese  6 km nach 45 min. zu Ende, da fing ich gerade an, eine Art Wohlfühlgefühl zu bekommen. Egal, es kann nicht jeder Lauf ein highlight sein. Am Sonntag kanndarfmusssoll ich laut Plan 20 km laufen, oh je, mal sehen, wie das funktioniert. In jedem Fall wird es dabei wieder Musik auf die Ohren geben…

Noch etwas zum leidigen Gewichtsthema: Es ist unglaublich, wie viel Obst und Gemüse ich plötzlich wieder essen kann! Die Reaktivierung des FDDB-Tagebuchs war somit eine weise Entscheidung; beschäftigte ich mich wieder intensiver mit dem Gehalt bestimmter Lebensmittel, sehe ich dann doch, wie unbedarft ich mit ihnen haushalte. Plötzlich geht’s also wieder und ich überlege mir dreimal, ob und was ich jetzt esse. Gut so. Die Frage ist natürlich immer, wie lange es dauert, bis es mir wieder zu lästig wird und ich in alte Bequemlichkeit verfalle

In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

Montag, 20. Februar 2012

12 x Intervalle (400 m in 5:50)

Wie angekündigt, gabs heute das nächste Bahntraining für mich. Vor der Zahl 12 hatte ich heute schon ein wenig Bammel. Da es über Nacht noch einmal richtig kalt geworden ist, hab ich bis 12 Uhr gewartet, so dass es mit der Sonne am Himmel ca. 2 Grad kalt war, die Bahn war nur noch nass, nicht mehr mit Rauhreif überzogen. Den Forerunner wieder programmiert, lief ich mich ein und zögerte das Drücken der Lap-Taste irgendwie etwas hinaus - denn einmal die pawlowschen Hunde in Gang gesetzt, gibts kein Halten mehr ;-).

Es ist immer wieder erstaunlich, wie anders sich das Tempo auf der Bahn anfühlt. So lief ich viel zu schnell los und brachte das erste Intervall auf 5:26. Das Tempo kam mir überhaupt nicht schnell vor, im Gegenteil, ich fühlte mich langsam. Mit der Sonne und dem Wind im Rücken, wurde es gleich warm, auf der Gegengerade pfiff mir dann aber ein frischer Wind entgegen. Mit dem vierten Intervall bekam ich so langsam ein Gefühl für das Tempo, welches ich recht gut halten konnte. So richtig fertig war ich nach keinem Intervall; es half mir allerdings auch, mir immer wieder zu sagen: Es sind nur 400 Meter, das schaffst du locker, denk an die 11 schnellen, gequälten Kilometer von Donnerstag. Und so lief ich Runde um Runde, zog später meine Weste aus, da hatte ich schon den Überblick über die Anzahl verloren; es ist mir unmöglich, die Intervalle mitzuzählen - sehr seltsam.

Spaß gemacht hats mir heute nicht wirklich. Ich vermute es lag daran, dass mir die Zahl 12 im Vorfeld ein bisschen Grummeln im Bauch verursacht hat. Und was war? Am Ende hab ich das Ende wieder verpennt - so schlimm kanns also nicht gewesen sein.

Hier sind die Intervalle im Einzelnen.

Sonntag, 19. Februar 2012

Merci und Karnevalspommes

Für den heutigen Eintrag finde ich keine richtige Einleitung, also schreib einfach nur, was auf den Bildern zu sehen ist. Bild Nr. 1 ist aus der Woche, in dem es die Zeugnisse in unserer Schule gab...


Dieses Foto zeigt eine leicht zweckentfremdete Packung Merci. Denn statt der üblichen Schokoladenriegel hat meine liebe Kollegin Ute sie mit den drei Powerriegeln befüllt. Man beachte den Hinweis: "für Halbmarathonis". Dieses kleine Dankeschön bekam ich von ihr geschenkt, weil ich nun für alle KlassenlehrerInnen die Fehlstunden aus den Klassenbüchern für die Zeugniskonferenz aufliste. Das erspart den Klassenlehrern viel Aufwand und war Ute dieses süße Dankeschön wert.

Ich hab mich riiiiiiieeeeesiiiiiiig darüber gefreut!!!


Das zweite Foto zeigt, wie man unschwer erkennen kann, links Pommes spezial (mit Mayo und Ketchup und Zwiebeln) und rechts Bratrolle / Frikandel spezial, stilecht und absolut holländisch in Eygelshoven/Haanrade gekauft. Heute ist ja schließlich Karneval und an Karneval ist es üblich, sich aus der Pommesbude zu ernähren. Na ja, eigentlich ja nur, wenn man feiertechnisch unterwegs ist. Und feiern tun Dirk und ich ja nicht mehr wirklich. Gut, wir haben uns heute für eine halbe Stunde an den Herzogenrather Zug gestellt, es war wie immer... peinlich, irgendwie. Das Wetter war auch super doof, immer wieder gabs Schneeschauer. Um aber wenigstens ein klein wenig das Gefühl von "es ist Karneval" gehabt zu haben, mussten die Pommes her. Lecker waren sie!

Und damit dieser Eintrag nicht gänzlich offtopic ist, kommt hier noch der Hinweis auf mein morgiges Intervalltraining: 12 x 400 m in 5:50. Ich hab morgen noch frei und freue mich schon sehr auf die Einheit.

Samstag, 18. Februar 2012

Nächste Einheit

Heute gabs die nächste Einheit meines Plans, 9 km in 7:20. Dazu bin ich extra in "mein Auenland" gefahren, da war ich schon länger nicht mehr. Denn bei dem mäßigen Tempo dürfen es dann ruhig ein paar Hügelchen sein.

Da eine Runde 5 km hat, sind es also 10 km geworden. Nach der ersten Runde hab ich am Auto meine Mütze ausgezogen, ich war ohnehin etwas warm angezogen, hatte ich das Gefühl. Da traf ich unerwartet auf ein bekanntes Gesicht, meine ehemalige Schwägerin Steffi, ebenso laufenderweise. Wir haben kurz gesprochen und sind dann gemeinsam weiter; ich komme ja sehr selten in den Genuß einer Laufbegleitung. Aber sie war dann doch recht langsam, weil sie wegen der Kälte und des Eises länger nicht laufen war. Ich hab dann eine ganze Weile mein Tempo angepaßt, und bin sogar noch neben ihr gelaufen, als sie schon gehen mußte. Das hat meinen Schnitt etwas durcheinander gebracht, aber das war mir in dem Moment egal.

Beim Auslesen des Laufs ohne Pulsgurt war ich dann doch überrascht, dass ich die 10 km in 7:17 gelaufen bin, dazu gabs 138 Höhenmeter. Nicht unzufrieden, auch wenn ein km mit 8:30 dabei war. Nun ja, eigentlich war ich wohl zu schnell, würde man die Strecke jetzt auch noch auf flach umrechnen. Aber es war schön, und das ist die Hauptsache.

Euch noch ein schönes Wochenende 

Donnerstag, 16. Februar 2012

Anstrengend!

Leck die Socken, war das anstrengend!!!

Dabei fing es so vielversprechend an: 2,2 km einlaufen in 7:24, ich fühl mich super, läuft gut. Dann, als ich Gas geben muss, spielt die pace-Anzeige verrückt, zeigt so ziemlich alles von 7:10 bis 5:40 an... Ich stoppe, ändere die Anzeige. Irgendwie klappts immer noch nicht. Ich stoppe erneut und ändere auf pace-Runde. Da steht die 6:30, prima! Ich laufe weiter, treffe immer noch gut die 6:30. Und laufe und laufe, bis ich merke, dass ich die dämliche Stoppuhr nicht wieder gestartet habe. Also ca. 1 km ohne Aufzeichnung. Ich rechne also, dass ich bei 13,2 die Rundentaste drücken müsste, ach ne, ist ja -1, also bei 12,2. Ich bin schon sauer und ärgere mich, versuche aber, mich nicht groß hineinzusteigern. Das Tempo kann ich vorerst gut halten. Dann kommt km 9 bzw. 10. Ich hab mit einem Mal keine Lust mehr, möchte stehen bleiben und frage mich zum ersten Mal im Rahmen dieses Trainingsplans, warum ich das überhaupt mache. Ab da ist es nur noch ein Kampf. Tempo halten, weiter laufen. Es nieselt, ist trüb, der geschmolzene Schnee bringt sämtliche Scheiße wieder zum Vorschein - ekelig!


Ich denke an die Jungs und alle anderen, die jetzt auf dem Zelt und anderswo Karneval feiern. Ein wenig Wehmut überkommt mich und ein klitzekleiner Funken Neid auf die Jugend. Ich würd auch gern noch mal... ach lassen wir das. Lauf einfach weiter und hör auf, in der Vergangenheit zu hängen. Die anderen haben morgen einen dicken Schädel, du nicht... Ich hoffe, dass meine Jungs sich amüsieren, richtig Spaß haben und vor allem unbeschadet diese Karnevalstage überstehen. In dieser Zeit habe ich unterschwellig immer Angst, und wie auf Kommando höre ich einen Krankenwagen gerade in diesem Moment (das Zelt ist Luftlinie ca. 500 m von uns entfernt). Doch ich schweife ab, zurück zu meinem Lauf.

Ich quäle mich also über die letzten 4 Kilometer und will endlich abdrücken. Der Pulsgurt nervt mich so sehr, dass ich ihn nach unten schiebe, Werte also nutzlos. Ich freue mich so aufs auslaufen, will endlich langsamer machen, ich kann nicht mehr, der Akku ist leer. Ja, klar, ich hab auch heute nicht sonderlich wertvoll und auch nicht gerade viel gegessen, der Powerriegel vor dem Lauf reicht wohl nur bis km 10. Die letzen Meter, ich drücke die Laptaste und gehe erstmal drei, vier Meter. Es tut weh. Die ganze Zeit während des Laufs hat mir der Hintern schon weh getan und jetzt fühle ich ihn umso stärker. Es kostet mich große Überwindung, weiter zu laufen, etwas schneller zu laufen und vor allem, bis nach Hause zu laufen, was noch ca. 1,5 km ist. Ich hab einfach keinen Bock mehr und das ersehnte Auslaufen bringt nicht die erhoffte Erleichterung.

Die Erlösung kurz vor der Haustür, die letzten Meter humple ich und hoffe, dass mich kein Nachbar sieht, von wegen selber Schuld und so. Ich glaube ohnehin, dass wir hier als freaks verschrieen sind, wenn wir sonntags morgens in Laufmontur weg fahren und zwei Stunden später wieder ankommen. Aber interessiert mich das? Nö!

Ich ziehe die Schuhe aus und falle so, wie ich bin, auf die Couch. Beine hoch, nix geht mehr. Ein Eiweißshake mit Banane und einen Kaffee später sitze ich hier und lese meinen Lauf aus. 

Punktlandung
2,2 km einlaufen in 7:24, 
11 km in 6:30 und ebenso 
1,5 km auch in 7:24 auslaufen. 
Wahnsinn. Jetzt fühl ich mich super und bin sehr stolz auf mein schwer verdientes √.

Sonntag, 12. Februar 2012

Zwei Einheiten und ein Buchtipp

Das Abarbeiten des Plans macht richtig Spaß, was vor allem wohl daran liegt, dass ich die Vorgaben recht gut und locker einhalten kann.

Gestern standen 45 min. Rumpfstabi & Co. auf dem Plan; geworden sind es 60 min. intensives Ganzkörpertraining. So intensiv, dass ich heute morgen glatt ein wenig Muskelkater in diversen Körperteilen verspürte.

Wie gut also, dass heute nur 8 gemütliche Kilometer in 7:20 auf dem Plan standen, außerdem noch 15 min. Lauf-ABC. Den Muskelkater spürte ich beim Laufen zum Glück nicht mehr, die Beine scheinen inzwischen lieber zu laufen als zu gehen. So wurden es trotz Grummeln und leichtem Zwacken im Bauch recht entspannte 9 Kilometer in 7:12, abschließend konnte ich mich sogar noch zu ca. 10 min. Lauf-ABC überwinden.

Die Trailschuhe sind übrigens heute unter den ebay-Hammer gekommen, sie haben mir noch knapp 40 Euronen eingebracht. So macht ebay Spaß und ich denke mal, ich werde nun auch die Kayano 18 rein setzen.

Nebenbei möchte ich Euch heute einen kleinen Buchtipp empfehlen: Nach dem Bestseller "Gut gegen Nordwind" gibts inzwischen den 2. Teil der E-Mail-Liebe zwischen Emmi und Leo, wo die beiden sich endlich, endlich nach vielen E-Mails persönlich gegenüber stehen. In "Alle sieben Wellen" (Daniel Glattauer) gibts wieder regen E-Mailverkehr und einen psychologischen Interpretationsschlagabtausch der beiden Akteure. Eine sehr, sehr kurzweilige Lektüre, mal eben so für zwischendurch, auch für nicht unbedingte Leseratten sehr geeignet.

Freitag, 10. Februar 2012

Heute ein König




So denn, da bin ich mit meiner nächsten Trainingsplan-Einheit.


Soll: 10 km in 6:30.
Rausgekommen ist:
1,8 km einlaufen in 7:19 (weil großer Hügel am Anfang)
10,0 km in 6:20
1,3 km auslaufen in 7:18


Zusammen also 13,1 km in 6:34 mit 86 Höhenmetern. 
Die Pulswerte mitzuteilen schenke ich mir jetzt an der Stelle, die Hügel waren schon recht anstrengend.


Ich weiß, ich war zu schnell, aber die Uhr hab ich in der Hand gehalten, bei den 10 km hatte ich immer eine pace zwischen 6:25 und 6:29. Wie ich dann auf 6:19 gekommen bin, wundert mich sehr, aber soll ich Euch was saaaaaaaagen??? Ich freu mich total darüber!!! :D


Es war ein toller Lauf, auch wenn ich zwischendurch mal das Gefühl hatte, es zieht sich ordentlich. Die Wege waren größtenteils frei, aber teilweise auch noch verschneit mit Eis darunter. Ich bin wirklich erstaunt, dass mir das Tempo auf der flachen Strecke wirklich noch Spaß gemacht hat, ich hab es recht locker halten können. Das Grinsen will gerade nicht mehr so wirklich aus meinem Gesicht. Ein Tempo, wo andere hier sicher drüber schmunzeln, aber ich bin gerade richtig stolz auf mich und freue mich, dass das Training langsam Wirkung zeigt. Wenns mit dem Abnehmen schon stagniert, dann wenigstens hier ein kleiner Fortschritt...


Ein schönes Wochenende allerseits :-)

Dienstag, 7. Februar 2012

TP: Heute sollst Du 7 km in 7:30 laufen

Natürlich hab ich mich gestern nicht mehr aufrappeln können, mein Rumpfstabitraining zu machen. Ich war ja erst gegen 19.45 Uhr zu Hause. Es kommt so selten vor, dass mein Schatz montags abends zu Hause ist und so haben wir zusammen auf der Couch gehockt und den Star für Baku geguckt. Na ja, er war mittags immerhin laufen.

Und ich war heute laufen, gleich nach der Arbeit. -8 Grad mit Wind, auf freiem Feld und am Waldrand also gefühlt deutlich kälter. Die Wege waren meist festgetretene Schneedecken, darunter Eis, auf den befahrbaren Wegen war es eine spiegelglatte, blinkende Eisfläche. Dennoch lief es sich unerwartet gut, ich bin lediglich dreimal kurz nach hinten weg gerutscht mit einem Fuß. Trotzdem schön vorsichtig gewesen, langsam war es ohnehin. Da, wo der Wind von vorn kam, wünschte ich mir Vaseline im Gesicht zu haben, was ich natürlich nicht hatte, da war es auch für mich schon eine Ecke zu kalt. Aber das sollte weder gejammert noch beschwert klingen, denn ansonsten war es wieder ein toller Winterlauf und die beiden Hosen, die ich an hatte, ließen erst am Schluss die Beine kalt werden. Im Auto angekommen, hatte ich ein Gesicht wie ein besoffener Engländer am Mittelmeer.

Warum ich laufe? Irgendwie kommt mir die Frage gerade in den Sinn...:

Weil ich finde, dass man sich seltener so lebendig fühlt, wie während und nach einem Lauf - herrlich!

...

Mal sehen, ob es denn heute Abend noch mit dem Rumpftraining klapp. Wie ich allerdings bei solchen Temperaturen am Donnerstag Intervalle laufen soll, ist mir schleierhaft. Zum einen ist die Bahn verschneit und ich scheue ehrlich gesagt zum anderen die Anstrengung bei der Kälte wegen der Lungen und Bronchien, auch, wenn mir das im Moment absolut nichts aus macht. Aber ich laufe ja auch sehr moderat. Da ich an diesem Tag ohnehin zuerst wieder einen Physiotermin habe, ist es für IV auch schon fast zu spät. Die werde ich dann wohl am Freitag machen. Vielleicht ist es bis dahin ja schon wieder etwas wärmer, ist ja vorher gesagt worden.


Mit meiner Arbeit bin ich jetzt endlich wieder bei! Alle zusätzlichen und eiligen Baustellen sind pünktlich zu den Anmeldewochen vom Tisch. Montag geht unser neues, bargeldloses Bezahlsystem parallel dazu in Betrieb; bin mal gespannt, wie oft das Telefon in dieser Woche bimmelt, wo ich dann "Hotline-Support" machen darf. Dass ich noch mal in diesen Genuss komme, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Aber schlimmer wie bei den Notaren kann es auch nicht werden ;-)...

Heute -14 Grad

So tolles Wetter, aber auch sooo kalt!

Heute steht mein nächster Lauf an, 7 km in 7:30, ganz gemütlich also. Ich habe mir die Sporttasche mit in die Schule genommen und will direkt von hier aus starten - hoffentlich ist meine Auswahl an Klamotten ausreichend für die Temperaturen. Ansonsten muss ich eben etwas schneller laufen. Musik gibts heute auch nicht auf die Ohren, die hab ich zu Haus vergessen, war etwas hektisch heute morgen.

Ich hab im Moment immer noch sehr viel zu tun, was mich natürlich freut. Nächste Woche wirds allerdings zumindest von Montag bis Mittwoch etwas eng und ungemütlich, da haben wir die erste von drei Anmeldewochen für die neuen Fünftklässler und ich muss bis 19 Uhr arbeiten. Allerdings habe ich dafür am Freitag frei, so dass ich dann vermutlich das nächste Bahntraining machen werde. Der Schatz meint es gut mit mir: 12 x 400 m in 5:50. Na denn!

Jetzt muss ich hier mal weiter machen. Bis später, werde mich nach dem Lauf noch mal melden.

Sonntag, 5. Februar 2012

Verkaufe die Dinger jetzt

Und weil es nicht mehr geht mit den Schuhen, verkaufe ich sie nun bei ebay: 


Wer also interessiert ist, kann gerne mit bieten und den Preis ein bisschen voran treiben. Wäre schön, wenn ich wenigstens noch 25 Euro dafür bekommen würde.

Ansonsten war das heute seit, ich weiß nicht wie lange, mal ein Sonntag ohne Lauf. Schon komisch, irgendwie. Laut Plant sollte ich heute aktiv regenerieren, also hab ich 25 km in 49 min. auf dem Homi gestrampelt und hab mich ziemlich fit dabei gefühlt. Langsam wird mir der Effekt einer Regenerationswoche bewusst. Trotzdem freue ich mich schon auf die nächsten Läufe, vor allem dem, wo ich 10 km in 6:30 pace laufen muss. Bin schon super gespannt, ob es mir schwer fällt, dieses Tempo über 10 km zu halten. So, wie ich mich im Augenblick fühle, denke ich eher nicht. Aber wir werden es sehen.

In Roermond im Outlet gabs dann doch wieder ein paar Laufsachen, wen wunderts nun?! Bei Falke konnte ich der Laufunterwäsche nicht widerstehen.

Auf der Waage gabs heute morgen eine freudige Überraschung, es waren 74,0 kg, das heißt, ich hab 1,5 kg abgenommen, seit ich wieder low-carb mache. Das motiviert doch mal richtig gut. So gut, dass ich glatt auf den Reis heute beim leckeren Thai-Gericht ohne mit der Wimper zu zucken verzichten konnte. Es geht voran!

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Start in die neue Woche!

Samstag, 4. Februar 2012

Einen Versuch wars wert

Heute stand meine nächste Einheit auf dem TP. Diese Woche habe ich eine regenerative Woche, die ist aber zum Glück morgen zu Ende, so dass ich nächste Woche wieder 3 Läufe machen darf, einen sogar über 10 km in 6:30, darauf freu ich mich schon sehr.

Da hier stellenweise immer noch ein wenig Schnee und Eis liegt, habe ich heute noch mal die Trailschuhe geschnürt, jene welche, in denen mir u. a. auch der linke Vorderfußballen nach 3 km so schrecklich weh tut. Zwecks Selbstversuch habe ich mir im DM von Scholl ein Druckstellen-Kissen gekauft und das hab ich heute getragen. Fühlte sich gut an, habs kaum gespürt. Der Schmerz hat sich aber dadurch nur um 2 km hinaus gezögert, also, Versuch misslungen, ich kann diese Schuhe nicht mehr tragen, so leid es mir tut. 

Fast schon zu warm angezogen, zumindest dort, wo die Sonne schien und kein Wind ging, lief ich freudestrahlend los. Das Wetter war perfekt, wenn auch zu Beginn ein wenig kalt, es waren -4 Grad, aber die merkte ich schon bald nicht mehr, denn mein erster Hügel  in km 2 mit 37 Höhenmetern war anstrengend, wie immer. Der teils vereiste Weg ließ auch kein wirklich schnelleres Hochkommen (für mich) zu. Im Anstieg musste ich sogar mein Jäckchen mal kurz aufmachen, also, Betriebstemperatur erreicht.

Hier machte ich meinen ersten Fotostopp, um diese wunderschöne Winteratmosphäre einzufangen. Es lief super, es machte Spaß und die Zeit auf der Uhr interessierte mich heute nicht so wirklich. Ich sollte 7 km in 7:20 pace laufen, aber auch wegen der unterschiedlichen Beschaffenheit der Wege, lief es etwas ungleichmäßig, was mir aber ziemlich wurscht war, ich habe diesen Lauf nur genossen. Irgendwie schien der überfällig gewesen zu sein, akuter Sauerstoffmangel. Das Knirschen des Schnees, das Knacken von Eis, dabei ein blauer Himmel, eine strahlende Sonne - all das ergibt zusammen eine glückliche Läuferin. Wenn dieser dämliche Fuß nicht so genervt hätte, ich hätte ewig weiter laufen können. So stoppte ich nach 8,6 km meine Uhr und humpelte noch ein paar Meter nach Hause. Vielleicht kauft mir die Schuhe ja jemand ab... kanns ja mal versuchen.

Morgen wollen Dirk und ich in die Sauna - wie schön! 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Hier meine heutigen Laufimpressionen:















Dienstag, 31. Januar 2012

Erster richtiger Winterlauf

Hui, war das heute kalt! So kalt, dass ich 2 Hosen anziehen musste zum laufen, die gefütterte und die 3/4 tight darunter. Trotzdem wurde der Allerwerteste doch noch kalt. Auch im Gesicht kam der Gegenwind auf offenem Feld kälter daher, als die -2 Grad auf dem Thermometer anzeigten. Mit den ca. 5 cm Schnee, die uns seit gestern beschert sind, fühlte es sich heute zum ersten Mal nach richtigem Winterlauf an. Der wolkenlose Himmel sorgte für eine wunderschöne Schneelandschaft und ich habe es mal wieder bereut, keine Kamera dabei gehabt zu haben. Auch fiel mir erst nach gut 2 km auf dem offenen Feld auf, dass ich meine Musik auch nicht mit hatte, die Kopfhörer fehlten definitiv als zusätzliche Ohrenwärmer.

Die Beschaffenheit des Weges war sehr unterschiedlich. Von spiegelglatt bis verschneit und komplett trocken war alles vertreten, so dass das Tempo auch heute ziemlich variierte in seiner Langsamkeit. Kurz vor Ende der Runde, hörte ich ein Rufen hinter mir. Oh wie schön! Der Schatzi kam mit der Kamera im Anschlag daher. Das veranlasste mich allerdings, die 15 min. Lauf-ABC sausen zu lassen und schnellstmöglich mit ihm nach Hause zu gehen, wo eine leckere, heiße Hühnersuppe auf uns wartete.

Es war ein herrlicher Lauf, auch wenn ich die Vorgabe von 7:40 und 8 km nicht ganz erfüllt habe, es waren 8,6 km in 7:24.

Diesen Monat schließe ich demnach mit 118,6 km und 17 Läufen ab. Außerdem habe ich 31 Tage ohne Alkohol hinter mir und nun den fünften Monat ohne Zigaretten. Das Tagesgewicht beläuft sich auf 74,6 kg und ich bin mit allem super zufrieden.

Das heißt: Februar - Fortsetzung folgt :-)

Und hier eine kleine Ausbeute von Dirks kurzer Fototour:




Montag, 30. Januar 2012

Purer Luxus

Heute gibts mal wieder ein wenig Offtopic bei mir. Grund dafür ist eine Sendung im Fernsehen, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Es war der Markencheck von H & M letzte Woche, der mich, als bekennender Nicht-mehr-Klamotten-Freak, sehr nachdenklich gemacht hat. Nun, dazu bedarf es ohnehin nicht allzu viel, aber die Sendung zeigt eine nachhaltige Wirkung bei mir.

Es ist verrückt, aber jedes Mal, wenn ich seit dem unter der Dusche stehe, muss ich an die 12jährige Näherin aus Bangladesch denken. Das Bild des zarten Mädchens, das sich vor der 5 qm "großen" Hütte in Containerreihen, in der es mit seiner Familie wie viele, viele andere dort lebt, mit Wasser aus einem Eimer auf der Erde hockend wäscht, spukt mir im Kopf herum, während ich mich einseife. Wie es dort in diesem Slum wohl riecht, wo so viele Menschen so eng aufeinander leben, läßt sich nur erahnen, wissen will man es glaube ich nicht wirklich. Ihr Monatslohn beträgt 35 Euro, die Miete für die Besenkammer-Hütte beläuft sich auf 32 Euro. Man muss kein Mathegenie sein, um zu wissen, das dieses Geld vorne und hinten nicht ausreicht. Dafür arbeitet dieses Mädchen - ich bin eigentlich geneigt hier Kind zu sagen - 12 Stunden und mehr, meistens im Stehen! Ich überlege kurz, was ich mit 12 Jahren so gemacht habe und glaube, dass ich mein Dasein ziemlich genossen habe. Gut, unsere Wohnung war nicht die größte, weil wir eigentlich mehr im Geschäft (hier Kneipe) zu Hause waren. Aber ich hatte ein Zimmer, das alleine so groß war, wie die Hütte für die ganze Familie. Wir hatten ein Bad, eine Küche, ein Wohnzimmer - eben das übliche. Ja, für uns vollkommen normal. Das Auto, das Fahrrad, das Pferd, das Skateboard, die Rollschuhe, den Schreibtisch und so weiter hier noch zu erwähnen, fällt mir gerade sehr schwer. Für mich war das alles selbstverständlich, genau wie der Kleiderschrank voller Klamotten, der Kühlschrank voller Lebensmittel und jeden Tag leckeres und abwechslungsreiches Essen auf dem Tisch. Täglich nur klumpigen Reis zu essen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und wie sich richtiger Hunger anfühlt, weiß ich auch zum Glück nicht.

Ich stehe also unter der Dusche und genieße die morgendliche Körperpflege unter heißem Wasser, mein Blick schweift im Bad umher, es gefällt mir immer noch sehr. Als wir das Reihenhaus gekauft haben, haben wir das komplett erneuert, so, wie wir es haben wollten. Auf Knopfdruck kommt fließendes Wasser aus den Hähnen, und ebenso auf Knopfdruck verschwinden unsere Fäkalien im gefühlten Nirgendwo und hinterlassen keine unangenehmen Gerüche (schließlich haben wir ja auch Dufterfrischer), ach ja, ein Gäste-WC gibts auch noch. Doch was hier gerade einen dekadenten Beigeschmack bekommt, ist für uns völlig normal. Dieses Mädchen, würde es unser Häuschen betreten, würde vermutlich denken, wir wären steinreich. Fast in jedem Zimmer Fernseher, einige Laptops und überall Möbel und Platz ohne Ende. Drei Etagen plus Keller für inzwischen nur noch 3 Personen - das wirkt gerade sehr seltsam auf mich.

Ich bin irgendwie beschämt.

Die Welt retten kann ich nicht, wie ich inzwischen weiß, das wollte ich nämlich als junges Mädchen schon tun. Denn die Welt hat einfach zu viele Baustellen und die vor allem alle gleichzeitig. Nein, ich kann an diesen Zuständen nicht wirklich etwas verändern, egal für welche Partei ich mein Kreuzchen mache, egal, wie selbstlos meine Absichten sind und in welchem Laden ich meine Klamotten kaufe.

Eins aber kann ich ganz gewiss, und das ist dankbar sein. Ein bisschen weniger jammern hier und da, und mich wieder mal etwas mehr in Bescheidenheit üben. Wenn es dann noch ab und zu mit einer Spende irgendwo zu helfen gilt, dann tu ich das, genau wie viele kleine Dinge in meinem unmittelbaren Umfeld. Wie wertvoll bestimmte Dinge in meinem Leben wirklich sind, ja, das habe ich durch diese Sendung wieder gesehen. Und auch wenn das jetzt klingt wie "Kirche in Einslive" war es mir ein Bedürfnis, das mal los zu werden.

Sonntag, 29. Januar 2012

Langer Lauf in Maasmechelen


16. Einheit des TP

Mit Sonne, wie am Freitag, war leider heute nichts. Dafür war es ein richtiger Winterlauf bei 0 Grad, im Wind gefühlt -3. Ich liebe es ja, dieses kalte Wetter, aber die Beinchen wurden trotz der gefütterten Hose doch noch ziemlich kalt, vor allem bei Gegenwind konnte man richtig spüren, wie die Kälte den Knochen nicht wirklich gut tat. Bei km 12 fing dann mein Knie leicht an zu zicken, ich hab dann ein wenig mit den Schrittlängen gespielt, das tat gut und hielt die Zickerei im Rahmen.

Heute habe ich übrigens den ultimativen Beweis erbracht, dass es definitiv nicht an meinem Fuß liegt: Die knapp 17 km hab ich in den Brooks ohne eine einzige Auffälligkeit im Vorderfußballen runter gespult, also, blöder Schuh und nicht doofer Fuß.

Der Lauf war rundum super, ich habe mich nicht verlaufen und war zu keiner Zeit schlecht drauf oder demotiviert - im Gegenteil, ich hab jeden Kilometer genossen, auch wenn ich mir mindestens 200 mal die Nase putzen musste. Am Ende war ich sehr stolz und ziemlich durchgefroren; mehr hätte es dann auch heute nicht sein müssen. Mit dem heutigen Lauf bin ich auf 110 Monatskilometer gekommen; mein selbst gestecktes Ziel von 100 habe ich somit erreicht, Dienstag gibts noch mal 8 dazu, dann ist der Monat um.



Diese Woche wird eine Regenerationswoche, also keine Intervalle, was gut zu den bevorstehenden kalten Temperaturen passt. Vielleicht schaffe ich es ja sogar, in dieser Woche einmal schwimmen zu gehen. Nachdem wir gestern bei Schwager und Schwägerin das Urlaubsfotobuch bestaunen durften, hab ich bei den ganzen Pool- und Meerbildern richtig Lust zu schwimmen bekommen.

Apropos, ich glaub, die Dusche ruft ;-)

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

PS: Danke mein Schatz fürs Foto!

Freitag, 27. Januar 2012

Empfindliche Füße oder blöde Schuhe?


Der Plan wollte, dass ich heute 8 km laufe. Geworden sind es 9 km, aber diesmal habe ich mich wirklich einfach mit der Strecke verkalkuliert, es war also nicht geplant. Das langsame Tempo hat heute richtig weh getan. Und weh getan hat heute auch wieder mein linker Fuß. Warum? Weil ich wieder die Kayano 18 an hatte. Ich bin inzwischen absolut davon überzeugt, dass es nur am Schuh liegen kann (was auch mein Physio nach ausgiebiger Untersuchung des Fußes und Lockerung der Zehen etc. meinte. Kein empfindlicher Punkt, gar nichts.). Bei keinem anderen Schuh, die neuen Trails von Asics ausgenommen, habe ich diese Probleme. Vielleicht haben die ja die Sohlen verändert? Ich meine, wenn die jedes Jahr ein neues Modell raus bringen, dann ist es doch möglich, dass sie an der Sohle etwas verändert haben - wozu sollten die sonst jedes Jahr neue Modelle raus bringen, wenn nichts verändert wird? Adidas hat ja auch die Nähte verändert beim Supernova Sequence 2 zu 3, was ich auch leider zu spüren bekam und diese seit dem nicht mehr laufen kann. Ich habe wohl wie es scheint echt super empfindliche Füße...

Es fing bei km 3 an zu kribbeln, bei km 4 tats weh und bei km 6 musste ich eine kurze Unterbrechung machen und den Fuß etwas massieren. Anschließend packte ich mir ein unbenutztes Tempo unter den Vorderfußballen. Ich weiß nicht, ob es dann mehr Psychologie war, aber es hat zumindest die restliche Zeit nicht mehr weh getan. Beim nächsten Mal werde ich ein Compeed Blasenpflaster drunter pappen, mal sehen, ob das funktioniert. Ansonsten habe ich überlegt, zu einem Orthopädieladen zu gehen und den Meister mal in den Schuh fühlen lassen und mir ggfs. ein kleine, zusätzliche Einlage zu machen. Mir scheint, ich brauche nur ein klein wenig Aufpolsterung an einer ganz bestimmten Stelle. Eine Reklamation des Schuhs ist wohl eher sinnlos, zumal ich sie im Internetshop gekauft habe. Auffällig ist aber dennoch, dass ich bei beiden neuen Asics-Modellen dieses Phänomen links habe.

Ansonsten wars heute ein schöner Lauf, die Sonne zeigte sich und der Himmel war blau, es war demnach recht voll im Würselener Stadtwald. Und morgen muss ich arbeiten.  Den nächsten Lauf gibts am Sonntag und dann bin ich mal gespannt, wie die 16 km fluppen.

Ich wünsche Euch ein schönes, erholsames Wochenende!

10 Tage-Fazit

Heute war mein erster Arbeitstag und ich kann behaupten, dass ich ruhigen Gewissens zur Arbeit gefahren bin. Die beiden Katzen kommen sich t...